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Veröffentlicht am 17.01.2024

Liebeswirren m Schnee

New Promises
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Nachdem ich die "Cherryhill Reihe" der Autorin richtig gern mochte, versuche ich mich jetzt auch an ihrer ersten Reihe, der Green Valley Reihe, die viele Fans hat. Nach "New Beginnings" bin ich nun bei ...

Nachdem ich die "Cherryhill Reihe" der Autorin richtig gern mochte, versuche ich mich jetzt auch an ihrer ersten Reihe, der Green Valley Reihe, die viele Fans hat. Nach "New Beginnings" bin ich nun bei Band zwei "New Promises" angelangt.

Man kann die jeweiligen Bände unabhängig voneinander lesen, dennoch würde ich empfehlen sie der Reihe nach zu lesen, (falls man die Reihe sowieso lesen möchte) denn im zweiten Band gibt es doch einige Spoiler zum Vorgänger.
In "New Promises" spielt Izzy, die Freundin von Lena, die in Band 1 als Au-Pair in Green Valley gelandet ist, die Hauptrolle. Izzy ist leidenschaftliche Snowboarderin und seit Jahren in ihren besten Freund Will verliebt. Will ist seit kurzem der Sheriff der Kleinstadt und lässt buchstäblich nichts anbrennen. Als der Netflix-Star Cole Jacobs in Green Valley auftaucht und er Izzy als Skilehrerin zur Vorbereitung auf seine nächste Rolle engagiert, sind alle aus dem Häuschen. Nur Lizzy findet Cole etwas zu überheblich und holt ihn immer wieder von seinem hohen Ross runter. Das ist Cole nicht gewöhnt und wirft einen zweiten Blick auf seine doch attraktive Skilehrerin....

Will sieht in Lizzy seit Jahren seine beste Freundin und nicht einmal der überraschende Kuss zu Silvester hat dies für ihn geändert. Nach und nach merkt er jedoch, dass ihm nicht wirklich gefällt, dass der überhebliche, aber gut aussehende Cole, ziemliches Interesse an Lizzy zeigt....

Lilly Lucas erzählt ihren Roman mit viel Charme und Humor. Man weiß zwar bei Geschichten wie diesen, wie sie ausgehen, aber der Weg dorthin ist doch unterschiedlich. Besonders wichtig ist dabei, wie die Autor:innen diesen erzählen. Lilly Lucas ist eine der wenigen, deren Bücher ich in diesem Genre wirklich mag.

Der Schreibstil ist flüssig, bildhaft und humorvoll. Die Figuren sind liebevoll gezeichnet und man spürt den Zusammenhalt zwischen den Freunden. Ich mochte die Szenen am Berg beim Schifahren und die Beschreibung der Gegend, die die Autorin in all ihren Geschichten drauf hat.

Lizzy ist eine coole Protagonistin, die charismatisch und ein echter Kumpeltyp ist. Sie ist immer für ihre Freunde. Sie wünscht sich nichts mehr, als endlich etwas mehr für Will zu sein, als immer nur der weibliche Kumpel, mit dem man sich Fernsehserien und Pizzen reinzieht.
Will ist ein richtiger Weiberheld und hat immer einen lustigen Spruch auf den Lippen. Cole gibt sich arrogant und er ist ziemlich von sich selbst eingenommen. Hinter seiner Fassade steckt jedoch ein aufmerksamer Zuhörer.

Ich mag auch diese Reihe der Autorin sehr gerne und werde mir demnächst den nächsten Band aus der Bücherei holen.

Fazit:
Im zweiten Band der Reihe erleben wir eine Friends-to-Lovers Geschichte, die ich fast noch lieber als den ersten Band gelesen habe. Ein Wohlfühlroman für Zwischendurch

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Veröffentlicht am 13.01.2024

Krönender Abschluss

Die Uhrmacherin – Tage voller Geheimnisse
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"Tage voller Hoffnung" ist der dritte und letzte Teil der Uhrensaga von Claudia Dahinden und für mich der krönende Abschluss der Reihe.

Diesmal bekommen Sarah und ihr junger Kollege Fabrice die großartige ...

"Tage voller Hoffnung" ist der dritte und letzte Teil der Uhrensaga von Claudia Dahinden und für mich der krönende Abschluss der Reihe.

Diesmal bekommen Sarah und ihr junger Kollege Fabrice die großartige Chance beim berühmten Uhrmacher-Ehepaar Wernli in Luzern ein Praktikum zu absolvieren.
Sarah freut sich ganz besonders darauf ihre Familie wiedersehen zu können. Doch der Aufenthalt in ihrer Heimatstadt erinnert sie auch an den noch immer ungelösten Mord an ihrem Verlobten Hannes. Nach all den Monaten wird der Fall wieder aufgerollt, denn er weist Ähnlichkeiten mit einer momentanen Mordserie auf. Kaum in Luzern angekommen, passiert ein weiterer Mord. Eine junge Nonne wurde in der Kirche tot aufgefunden und dem "Katholikenhasser", einen angeblichen Serienmörder, zugeschrieben. Als auch noch in Grenchen ein junger Priester getötet wird, wird die religiöse Kluft zwischen den Christkatholilken und Romtreuen dadurch noch explosiver. Korporal Gideon Ringgenberg wird nach Luzern berufen, um die hiesige Polizei zu unterstützen. Außerdem hat er Sarah versprochen auch wegen Hannes genauer nachzuforschen...

Diesmal fand ich die Handlung rund ums Uhrmacherhandwerk und das Krimigeschehen perfekt aufgeteilt. Die Geschichte ist spannend erzählt und ich war besonders neugierig, wer nun der Mörder von Hannes ist. Auch diesmal spielt der Religionskrieg zwischen Christkatholiken und Romtreuen wieder eine große Rolle. Das erfährt auch Gideon, der als Protestant im erzkatholischen Luzern ermitteln muss.

Claudia Dahinden führt uns Leser auf einige falsche Fährten und wir erleben zahlreiche überraschende Entwicklungen. Besonders das letzte Drittel ist sehr spannend aufgebaut. Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen und musste direkt zu Ende lesen.

Die Figuren sind allesamt bis hin zum kleinsten Nebencharakter sehr liebevoll und lebendig beschrieben. Sarahs Familie bekommt wieder ein bisschen mehr Raum. Vorallem Hanna, die jüngste Schwester, bereitet Sarah mit ihren religiösen Ansichten und ihrer Weltanschauung größere Probleme. Und dann gerät die Freundschaft mit Gideon wegen eines sehr heftigen Streites in Gefahr. Beide sind richtige Sturköpfe und erkennen nicht, wie wichtig sie einander eigentlich geworden sind.
Mit dabei sind auch wieder Sarahs Freundinnen Pauline und Marie, sowie Schlummermutter Rosa. Mit dem Ehepaar Wernle lernen wir zwei sehr interessante Charaktere kennen.

Der Schreibstil der Autorin ist bildhaft, detailliert und lebendig, sowie der Zeit angepasst. Die gesamte Reihe besticht durch Lokalkolorit und historischen Informationen zum Uhrenhandwerk und der Religionsspaltung.
Die Kapitel sind wieder mit liebevollen Zeichnungen einer Taschenuhr gekenntzeichnet.
Am Ende befindet sich ein Nachwort zum historischen Hintergrund, ein Personenverzeichnis von historisch belegten und fiktiven Personen, sowie ein Glossar.

Fazit:
Ein krönender Abschluss und der für mich beste Band der Reihe!

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Veröffentlicht am 10.01.2024

Bewegender Roman über Mutter-Kind Beziehung

Weil du meine Tochter bist
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Die Autorin hat in ihrem Roman - stellvertretend für viele evakuierten Kinder während des Zweiten Weltkrieges, diese Geschichte geschrieben. Im Nachwort verrät sie ebenfalls, dass ihr Roman ansatzweise ...

Die Autorin hat in ihrem Roman - stellvertretend für viele evakuierten Kinder während des Zweiten Weltkrieges, diese Geschichte geschrieben. Im Nachwort verrät sie ebenfalls, dass ihr Roman ansatzweise der Geschichte eines Mitglieds ihrer Familie nachempfunden wurde.

Die junge Viv Byrne wird ungewollt schwanger. Ihr Zusammentreffen mit dem Juden Joshua, einem begabten Saxophonisten, wird zu ihrem Schicksal, denn die streng katholischen Eltern von Viv drängen auf eine Hochzeit. Obwohl sie den zukünftigen Ehemann ablehnen, ist es ihnen wichtiger, den äußeren Schein zu wahren. Das Kind wird ehlich geboren, doch Joshua lässt Viv und ihre Tochter Maggie im Stich und geht nach New York. Als der Zweite Weltkrieg ausbricht, wird Viv dazu gedrängt ihre erst 4-jährige Tochter aus Liverpool wegzubringen. Infolge der erwarteten Luftangriffe sollen die Kinder evakuiert und aufs Land gebracht werden. Obwohl Maggie zu jung ist, drängen Vivs Mutter und der ansäßige Pfarrer darauf, sie zu einer Gastfamilie aufs Land zu bringen. In der festen Hoffnung, sie bald wieder in die Arme schließen zu können, schickt sie Maggie aufs Land. Doch dann kommt es zur Katastrophe: das Haus der Thompsons, Maggies Gastfamilie, wird bombardiert. Von Maggie und ihren Gasteltern fehlt jede Spur.

Die Suche nach Maggie, die im Klappentext angekündigt ist, erlebt man beim Lesen erst im letzten Drittel der Geschichte. Zuvor liest man, welche enge Beziehung Viv und ihre kleine Tochter haben, die Viv liebevoll Bärchen nennt. Im krassen Gegensatz dazu Vivs kaltherzige Mutter, der es wichtiger ist, was die Nachbarschaft denkt und die katholische Kirchengemeinde sieht. Sie stellt die gesellschaftliche Moral vor dem Wohl ihres Kindes und Enkelkindes.

Der Roman beginnt mit der Hochzeit von Viv und Joshua, die zu dieser Zeit noch Teenager sind. In kurzen Rückblenden erfahren wir im Laufe der Geschichte, wie sich die beiden kennengelernt haben. Diese kurzen Kapitel werden jedoch nicht chronologisch erzählt. Mir hätte es besser gefallen, wenn die zeitliche Reihenfolge eingehalten worden wäre.
Außerdem erhalten wir Einblicke in Joshuas Leben, seiner Zeit in New York und seine Erlebnisse als britischer Soldat während des Krieges.

In diesem Roman geht es vor allen Dingen um Mutterliebe, Verrat und Hoffnung. Großes Thema ist auch die Religion, denn religiöse Mischehen werden gesellschaftlich nicht toleriert.
Die Autorin hat die Empfindungen und Emotionen von Viv sehr bildhaft dargestellt. Als Mutter habe ich mit ihr mitgelitten und ich muss gestehen, dass ich selbst niemals in der Lage sein möchte zu überlegen, ob ich mein Kind "zur Sicherheit" wegschicken soll oder muss. Denn die Thematik der Kinderverschickung ist ein sehr emotionales Thema, wo herzzereißende Entscheidungen getroffen werden müssen. Ich habe mit Viv mitgefiebert, ihre herzlosen Eltern gehasst und um Maggie gebangt. Man erlebt beim Lesen eine emotionale Achterbahnfahrt.

Der Schreibstil von Julia Kelly hat mir sehr gut gefallen. Sie schreibt bildhaft, einnehmend und emotional. Die Sprache ist der Zeit angepasst, die Figuren sind meiner Meinung jedoch etwas zu schwarz-weiß gezeichnet.
Viv's Leben und ihre persönliche Entwicklung wird hingegen sehr einnehmend beschrieben. Sie macht eine große Wandlung durch, die mir gut gefallen hat. Auf der sympathischen Seite stehen auch Joshuas Eltern und seine Schwester Rebecca, die eine große Rolle spielen werden.
Joshua bleibt hingegen etwas blass, hingegen kommt das Thema Musik bei mir immer gut an und ist auch ein Kriterium, dass ich zu Büchern mit dieser Thematik greife.
Das Setting Liverpool und die damalige Zeit sind ebenfalls sehr lebendig dargestellt. Man spürt die Gefahr während der Bombardierungen der Hafenstadt und die Verzweiflung der Menschen.
Was mir weniger gefallen hat, war die viel zu kurze Suche nach Maggie und das eher abrupte Ende. Mir fehlten einige Informationen, die man zuvor oftmals in Übermaß bekommen hat, denn die letzten Jahre werden nur mehr im Zeitraffer erzählt. Das tat der sehr emotinalen Geschichte nicht wirklich gut. Trotzdem ist "Weil du meine Tochter bist" ein sehr lesenwerter Roman, der nachdenklich stimmt.


Fazit:
Ein emotionaler historischer Roman zum Thema Kinderverschickung und tiefe Mutterliebe, der erschüttert, aber auch Hoffnung gibt. Bis auf das zu schnelle Ende eine sehr gelungene Geschichte, die nachdenklich macht.

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Veröffentlicht am 08.01.2024

Nicht ganz das, was ich erwartet habe

Stalking Jack the Ripper
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Die Reihe von Kerri Maniscalco rund um Audrey Rose Wadsworth verfolge ich schon eine Weile. Ich hatte sogar schon überlegt, mir alle vier Teile auf Englisch zu kaufen, weil mich das Setting London, viktorianisches ...

Die Reihe von Kerri Maniscalco rund um Audrey Rose Wadsworth verfolge ich schon eine Weile. Ich hatte sogar schon überlegt, mir alle vier Teile auf Englisch zu kaufen, weil mich das Setting London, viktorianisches Zeitalter und Jack the Ripper besonders ansprach. Kurz bevor ich zuschlagen wollte, sah ich in der Vorschau, dass die ersten beiden Bände nun tatsächlich übersetzt werden. Natürlich musste ich mir "Stalking Jack the Ripper" sofort kaufen. Erwartet hatte ich mir einen spannenden historischen Krimi im dunklen London des Jahres 1888. Bekommen habe ich....lest selbst!

Ich habe schon einige Krimis mit dem "Jack the Ripper" Hintergrund gelesen und war etwas irritiert, als das Buch in der Buchhandlung in der Abteilung New Adult zu finden war. Nach dem Lesen ist es mir nun etwas klarer, dennoch würde ich die Geschichte - trotz der Slow Burn Romanze - dort nicht einordnen. Es ist eine Mischung zwischen einer Lovestory mit dem Thema Enemies to Lovers und einem historischen Krimi, der sich nicht mit blutigen Erzählungen zurückhält.

"Stalking Jack the Ripper - Die Spur in den Schatten" ist der erste Band der grausamen Fälle der Audrey Rose von Kerri Maniscalco. Jeder Teil der grausamen Fälle der Audrey Rose Reihe ist von der Geschichte eines historischen Serienkillers inspiriert. Da der berüchtigte Serienmörder nie gefasst wurde, gibt es unzähliche Thesen über Jack the Ripper. Kerri Maniscalco erzählt uns eine davon.
Audrey Rose Wadsworth wächst priviligiert in der gehobenen Gesellschaft Londons auf. Ihr Vater hat große Angst um sie, seit ihre Mutter an einer Krankheit verstorben ist und lässt sie kaum außer Haus. Ihr Bruder Nathaniel ist ein typischer Vertreter seiner Gesellschaft. Er hat noch keinerlei Pläne für seine Zukunft und weiß nicht genau, was er im Leben erreichen will.
Audrey Rose hat hingegen eine fixe Vorstellung ihrer Zukunft. Abseits gesellschaftlichen Verpflichtungen hat sie eine morbide Vorliebe für die Gerichtsmedizin. Sie ist eine Rebellin ihrer Zeit und möchte weder heiraten, noch ein langweiliges Leben führen. Ihre Liebe gehört der Medizin. Bei ihrem Onkel lernt sie Leichen zu sezieren und schleicht als Mann verkleidet in den Hörsaal. Dabei geht es auch relativ blutig zu. Im Labor ihres Onkel lernt sie auch den arroganten Medizinstudeten und Gehilfen Thomas Cresswell kennen. Als ihr Onkel die furchtbar zugerichteten Opfer von Whitechapel auf seinen Obduktionstisch bekommt, möchte Audrey Rose den berüchtigten Serienmörder fassen. Mit Thomas hat sie einen ihr ebenbürtigen Partner gefunden....

Die Autopsien und Morde wurden sehr detailreich beschrieben. Das war ganz nach meinem Geschmack. Hingegen fand ich die Liebesgeschichte klischeehaft und unnötig. Trotz ihres blutigen Jobs wirkte Audrey Rose oftmals auf mich unreif. Sie handelt unüberlegt oder emotionsgeleitet. Dies habe ich ihrem jungen Alter zugeschrieben, dennoch steht es etwas im Widerspruch zu ihrer Kaltblütigkeit im Labor. Ich bin gespannt wie sich ihr Charakter im nächsten Band entwickeln wird....

Der Kriminalfall lädt zum Miträtseln ein. Ich habe sehr bald meine eigenen Schlüsse gezogen und den Täter erahnt. In der Mitte des Krimis fehlte es mir jedoch an Spannung. Das Erzähltempo ist eher gemächlich und es wurde mir zu viel gemutmaßt und geredet. Ich konnte das Buch jederzeit zur Seite lesen...kein gutes Zeichen.

Der Schreibstil der Autorin liest sich sehr gut. Kerri Manicsalco ist es perfekt gelungen die düstere Atmosphäre Londons Ende des 19. Jahrhunderts einzufangen. Die Sprache ist jedoch nicht der Zeit angepasst und würde wahrscheinlich auch nicht die Zielgruppe des Buches ansprechen. Als Leserin von historischen Romanen fällt es mir dafür umso mehr auf, hat mich aber nicht sehr gestört.
Zwischen den Kapiteln gibt es auch tolle Zeichnungen und Schriftstücke.

Die Autorin hat sich die künstlerische Freiheit genommen und einige Daten für die Erzählung angepasst, einige Zeiten/Zeitpunkte verändert und historische Ungenauigkeiten gelten lassen.

Fazit:
Mit meinen hohen Erwartungen konnte "Stalking Jackthe Ripper" leider nicht mithalten. Das liegt auch daran, dass ich mir unter der Geschichte ein bisschen etwas anderes vorgestellt habe. Insgesamt hat mich der Roman aber totzdem gut unterhalten und ich habe den zweiten Band, in dem es nach Rumänien geht, schon hier liegen.

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Veröffentlicht am 04.01.2024

Mord in der Wachau

Ein tödlicher Jahrgang
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Beate Maxian hat neben ihrer Sarah Pauli Reihe, die immer in Wien spielt, nun einen weiteren Schauplatz für ihre Krimis gefunden: die Wachau. Ich wohne ja selbst nur 10 km von der Region, die UNESCO Weltkulturerbe ...

Beate Maxian hat neben ihrer Sarah Pauli Reihe, die immer in Wien spielt, nun einen weiteren Schauplatz für ihre Krimis gefunden: die Wachau. Ich wohne ja selbst nur 10 km von der Region, die UNESCO Weltkulturerbe ist, entfernt und war sehr gespannt auf die Geschichte.

Mit Lou Conrad hat die Autorin eine neue Ermittlerin erschaffen, die als ehemalige Inspektorin beim LKA Niederösterreich, in ihren Heimatort Marienkirchen zurückkehrt. Dort hat sie ihre Liebe zu Feinkostspezialitäten und Schmankerln aus der Region zu ihrem Beruf gemacht. Sie führt ein Delikatessengeschäft und hilft auch ab und zu ihren Eltern auf deren Weingut, die es vorgezogen hätten, dass sie den Familienbetrieb übernimmt. Lou lebt allerdings lieber mit ihrem Hund Michelin alleine in einem kleinen Winzerhäuschen. Doch die "Ermittlergene" lassen sich nicht so schnell abstellen, denn als ein Weinberg in Flammen steht, lässt die Neugier sie nicht los. Vor Ort trifft sie auf ihre ehemalige Vorgesetzte und die Leiche des Top-Winzers der Region, Martin Haller. Das Timing ist äußerst schlecht, denn gerade hat der Weinherbst begonnen und die Wachau wird von vielen Urlaubern geradezu überrannt. Da macht sich ein toter Winzer nicht so gut...
Als auch noch Lous frühere Freundin Mona verschwindet und sich ihr Mann Fabio große Sorgen macht, brechen die beiden nach Südtirol auf, wo es die letzte Spur von Mona gibt. Aber auch einige Geschäfte des ermordeten Martin Haller führen ins benachbarte Italien und zu einem ganz bestimmten Hof....
Kurz kommt auch Lou selbst ins Visier der Polizei, denn ihre Schnüfflernase hält sie nicht davon ab privat zu ermitteln.

Lou ist, wie Sarah Pauli, eine sehr sympathische Figur mit einer großen Leidenschaft. Lou liebt das ruhige Leben und den Genuss, den Kontakt zu ihren Kunden, die hochwertigen Produkte, die sie in ihrem Delikatessenladen verkauft und ihren Berner Sennenhund Michelin. Diesen habe ich sofort ins Herz geschlossen und er darf auch im Krimi eine ganz besondere Rolle spielen.

Beate Maxian hat unsere wunderschöne Wachau sehr bildhaft eingefangen und beschrieben. Die Hänge mit den Weinreben, die darunter fließende Donau, Burgen und Schlösser entlang des Flusses, die wunderbare Atmosphäre im Ort und deren Einwohner, sowie das kulinarische Leben der Region. Der Dorftratsch kommt dabei ebenfalls nicht zu kurz. Durch ihren Settingwechsel nach Südtirol bekommen wir auch aus dieser Region sehr bildgewaltige Beschreibungen. Der goldene Weinherbst in beiden Gebieten lässt das Urlauberherz beim Lesen sofort höher schlagen.


Wir erfahren auch einige Dinge rund um die Weinherstellung und den verschiedenen Weinsorten, genauso wie über besondere Schmankerln aus der Gegend, wie die Wachauer Marille und deren Verarbeitungsmöglichkeiten (Marillenschnaps, süße Marillenknödel, Marillenmarmelade, Marillenlikör, Marillensenf usw.), und genießen eine deftige Jause bei einem der vielen Heurigen, die die Wachau bietet.

Der kulinarische Krimi steht hier im Vordergrund und die Spannung tritt doch das eine oder andere Mal in den Hintergrund. Trotzdem hat die Autorin mit einigen überraschenden Wendungen und mit der Vielschichtigkeit der Charaktere immer wieder für mitreißende Szenen gesorgt. Vorallem zum Ende hin kommt es zu einem fesselnden Countdown, der mir sehr gut gefallen hat.
Auf den letzten Seiten des Buches gibt es noch eine Auflistung der verschiedenen Weinsorten.

Fazit:
Ein kulinarischer Krimi zum Miträtseln, der in meiner Heimat spielt und deshalb für mich etwas Besonderes ist. Die Spannung tritt jedoch oftmals etwas in den Hintergrund, während die bildhafte Beschreibung der beiden Gegenden (Wachau und Südtirol) sehr bildgewaltig dargestellt wird. Ein netter Auftakt einer neuen Reihe, die ich natürllich weiterverfolgen werde.

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