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Veröffentlicht am 06.08.2021

KI mit Gefühlen

Seeing what you see, feeling what you feel
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„Seeing what you see, feeling what you feel“ von Naomi Gibson ist ein großartiges Buch, welches zum Nachdenken anregt und einige wichtige Fragen stellt.
Die siebzehnjährige Lydia programmiert schon seit ...

„Seeing what you see, feeling what you feel“ von Naomi Gibson ist ein großartiges Buch, welches zum Nachdenken anregt und einige wichtige Fragen stellt.
Die siebzehnjährige Lydia programmiert schon seit Jahren an ihrer eigenen KI. Zuerst noch gemeinsam mit ihrem Vater, aber seit dieser nach dem Unfalltod ihres Bruders Henry die Familie verlassen hat, arbeitet Lydia allein an ihrem Projekt. Henry ist auch der, der der KI seinen Namen leiht. Inzwischen ist Henry für Lydia zur einzigen Bezugsperson geworden, denn ihre Familie ist komplett auseinandergebrochen und ihre einst beste Freundin ist nun ihre schlimmste Feindin. Henry wird immer selbstständiger und weicht Lydia nicht mehr von der Seite, aber er kennt auch keine Grenzen, wenn es darum geht, Lydia zu beschützen.

Ich finde das Grundthema Künstliche Intelligenz total spannend und in diesem Buch auch hervorragend umgesetzt. Viele Fragen, die sich in diesem Zusammenhang stellen, werden im Buch aufgeworfen. Die Antworten dazu muss aber jeder für sich persönlich finden.
Lydia kämpft mit den Albträumen vom Unfall und mit der Entfremdung von ihren Eltern, die der Tod ihres kleinen Bruders verursacht hat. Sie ist zur Außenseiterin geworden und das begünstigt ihre Zuwendung zu der einzigen Person, die immer für sie da ist und die alles für sie tun würde. Welche Ausmaße Henrys Zuwendung annimmt, sieht man erst, als Lydia unter dem Mobbing ihrer einst besten Freundin zusammenbricht. Danach eskaliert die Situation und die Handlung nimmt rasant Fahrt auf.
Lydias Verhalten ist zum Teil nachvollziehbar und sie tat mir auch wirklich leid. Die Geschichte wird aus ihrer Perspektive erzählt und ihre Verzweiflung ist in vielen Momenten direkt greifbar. Der Mix aus Gefahr und Versuchung, den Henry für sie darstellt, ist kompliziert und stürzt sie permanent in ein Gefühlschaos. Aber auch die Konsequenzen ihrer Entscheidungen werden thematisiert, ohne zu moralisieren oder Antworten vorwegzunehmen.

Mein Fazit:
Naomi Gibson hat ein fantastisches und hochspannendes Debüt abgeliefert, welches von mir eine ganz klare Leseempfehlung und die vollen fünf Sternchen bekommt!

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Veröffentlicht am 06.08.2021

Herrlich verrückte WG

Alles begann mit einem Rocksong (Die Rockstars-Serie)
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„Alles begann mit einem Rocksong“ ist der Abschlussband der sehr unterhaltsamen Rockstar Reihe von Teresa Sporrer.
Charice ist etwas überrumpelt und eigentlich stinksauer, als sie dem halbnackten Rockstarspross ...

„Alles begann mit einem Rocksong“ ist der Abschlussband der sehr unterhaltsamen Rockstar Reihe von Teresa Sporrer.
Charice ist etwas überrumpelt und eigentlich stinksauer, als sie dem halbnackten Rockstarspross Gabriel Kramer das erste Mal über den Weg läuft. Genau genommen will er gerade mit ihrer Mitbewohnerin Charices Bett entweihen und hat auch noch die Dreistigkeit, Charice zum Mitmachen zu bewegen. Das bringt ihm eine gebrochene Nase und Charice Ärger mit ihrer Mitbewohnerin. Gabriels Entschuldigungsversuch geht wenig später ebenfalls voll in die Hose, so dass Charice plötzlich dringend einen neuen Schlafplatz benötigt und schließlich in Gabriels verrückter Rockstar-WG landet.

Auch wenn das Buch den Abschluss einer Reihe bildet und viele bekannte Charaktere darin auftauchen, kann man die amüsante Lovestory von Charice und Gabriel auch problemlos unabhängig von den anderen Bänden lesen.
Die gesamte Story wird aus der Perspektive von Charice erzählt, deren trockener Humor einfach nur herrlich ist. Sie schlittert ungewollt von einer Katastrophe in die nächste, woran Gabriel nicht ganz unschuldig ist. Die WG und deren Mitbewohner adoptieren sie quasi und so ändert sich ihr eher zurückgezogenes Leben um hundert Prozent. Erst ist Charice von dem Chaos total überfordert, aber bald lernt sie es sogar zu lieben. Das Knistern in der Gegenwart von Gabriel verwirrt sie zunehmend, vor allem da er völlig widersprüchliche Signale aussendet.
Gabriel ist in seiner Naivität einfach liebenswert und süß. Er scheint überhaupt nichts zu checken und bringt sich damit immer wieder in Schwierigkeiten. Andererseits ist er wieder richtig aufmerksam und fürsorglich, aber an seiner Kommunikation muss er definitiv arbeiten.
Die Story ist einfach witzig und ich konnte bis zum Schluss nicht aufhören zu lachen. Die sympathischen Protagonisten sorgen für jede Menge Spaß und amüsante Schlagabtausche und vor allem die abgedrehte Chaosqueen Daphne ist dabei mein Liebling. Das Buch schließt die Reihe perfekt ab und ich freue mich schon auf die neuen Ideen der Autorin.

Mein Fazit:
Romantik, Spaß und Unterhaltung ergeben in diesem Buch einen gelungenen Mix und ich gebe sehr gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 04.08.2021

Düstere Abgründe

Jake - Er wird alles verändern
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„Jake – Er wird alles verändern“ ist eine neue Dark Romance aus der Feder von T. M. Frazier, die ein Sequel zur bekannten King-Reihe darstellt.
Abby Ford muss am Tag ihres Highschool-Abschlusses erneut ...

„Jake – Er wird alles verändern“ ist eine neue Dark Romance aus der Feder von T. M. Frazier, die ein Sequel zur bekannten King-Reihe darstellt.
Abby Ford muss am Tag ihres Highschool-Abschlusses erneut einen schweren Schicksalsschlag verkraften. Die Siebzehnjährige verliert ihre einzige Verwandte und damit den einzigen Menschen, der ihr etwas bedeutet hat. Gleichzeitig steht sie nun ohne Zuhause, ohne Job und ohne Geld da. Ironischerweise oder viel mehr tragischerweise gehört dieser Tag trotzdem nicht zu den schlimmsten, die sie in ihrem jungen Leben bereits durchstehen musste. Aus diesem Grund hat sie sich schon lange von allen Emotionen abgeschottet und riesige innere Schutzmauern errichtet. Zumindest solange, bis Jake Dunn ihren Weg kreuzt.

Düsternis und tiefste menschliche Abgründe sind absolut ein Spezialgebiet von T. M. Frazier und man sollte für dieses Buch die Triggerwarnung wirklich ernst nehmen und nicht allzu zart besaitet sein.
Abby ist in ihrem Alter bereits durch die Hölle gegangen und innerlich daran zerbrochen. Es ist bewundernswert, dass sie trotzdem noch so viel Stärke besitzt und nicht aufgibt. Sie traut niemandem, und dass aus ihrer Perspektive absolut zu Recht. Seltsamerweise gelingt es dem innerlich ebenso gebrochenen Jake, ihr Vertrauen zu gewinnen und beide nähern sich fast schon zart an. Jeder von ihnen ist auf seine Art kaputt, aber zusammen ergeben sie ein wunderschönes Ganzes.
Aber wer die Autorin kennt, der weiß, dass rosarote Wölkchen nicht ihr Ding sind, und so werden alle Hoffnungen am Boden zerschmettert und die Gefühlsachterbahn stürzt in ungeahnte und schreckliche Tiefen. Unerwartete Twists machen die Handlung noch packender, was eigentlich fast schon unmöglich ist. Man fiebert mit den Protagonisten mit und würde manchmal am liebsten selbst in die Handlung eingreifen.
Mir persönlich hätte es gefallen, wenn mehr von Jakes Perspektive zu lesen gewesen wäre, damit seine Emotionen in Bezug auf Abby auch in eigene Worte gefasst wären. So bleiben ihm nur der Prolog und der Epilog, was aber letztendlich eine runde und abgeschlossene Story ergibt.

Mein Fazit:
Die Queen of Dark Romance hat wieder abgeliefert und ich kann nur die vollen fünf Sterne und eine klare Leseempfehlung geben!

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Veröffentlicht am 04.08.2021

Pflicht oder Liebe

Man of the Year - Scandal Love
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„Man oft the Year – Scandal Love“ von Lauren Layne ist der Auftakt zu ihrer neuen Reihe, die immer einen erfolgreichen Mann des Jahres in den Mittelpunkt stellt.
Robert Davenport ist der jüngste Bürgermeister ...

„Man oft the Year – Scandal Love“ von Lauren Layne ist der Auftakt zu ihrer neuen Reihe, die immer einen erfolgreichen Mann des Jahres in den Mittelpunkt stellt.
Robert Davenport ist der jüngste Bürgermeister in der Geschichte New Yorks und nun nach zwei Amtszeiten ist er mit 35 Jahren der jüngste Ex-Bürgermeister. Der nächste Schritt auf seiner Karriereleiter soll die Kandidatur um den Gouverneursposten sein, aber sein aalglatter Kontrahent zeigt leider in der Öffentlichkeit keine Schwächen. Einzig dessen skandalumwitterte Tochter scheint seine Achillesferse zu sein, aber diese ist seit über fünf Jahren aus der Öffentlichkeit verschwunden. Sein Wahlkampfmanager macht die inkognito lebende Adeline Blake jedoch ausfindig und Robert steht bald vor einer schwierigen Entscheidung.

Seit der Wolfes of Wallstreet Reihe bin ich ein Fan der Autorin und liebe ihre unterhaltsamen und romantischen Geschichten. Mit ihrem neuen Buch hat sie erneut genau meinen Geschmack getroffen und ich hatte definitiv Spaß beim Lesen.
Robert ist im Haifischbecken der Politik eine Ausnahmeerscheinung, denn seine Weste ist tatsächlich weißer als weiß. Er ist loyal, ehrlich, bodenständig und gewissenhaft. Trotzdem lässt er sich dazu hinreißen, Addie näher kennenzulernen, ohne ihr zu verraten, dass er um ihre Identität weiß. Doch das Motiv, ein paar Schwachstellen seines Gegners zu finden, ist für ihn ab der ersten Begegnung in den Hintergrund gerückt. Seine Einsamkeit und seine innere Zerrissenheit sind greifbar und für mich nachvollziehbar geschildert. Und die Entscheidung zwischen Liebe und Karriere ist definitiv nicht leicht.
Addie hat sich ein erfolgreiches Leben abseits ihres grauenvollen Vaters erarbeitet. Dass sie dafür ihre eigene Identität unterdrücken muss, ist ein Preis, den sie zu zahlen gewillt ist. Mit gefällt, wie sie Robert schlagfertig Kontra gibt und sich nicht einfach in die Reihe seiner Bewunderinnen einordnet. In den gemeinsamen Szenen sprühen die Funken und es knistert gewaltig. Ob hier jedoch die Liebe stärker als Pflicht und Vernunft ist, muss jeder selbst im Buch herausfinden. Lauren Layne überzeugt mich mit amüsanten und spritzigen Dialogen und dem Verzicht auf sinnlose Dramen und Missverständnisse.

Mein Fazit:
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 04.08.2021

Einmal Hölle und zurück

Celestial City - Akademie der Engel
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„Celestial City – Akademie der Engel: Jahr 3“ ist, wie der Titel schon sagt, der dritte Band der gleichnamigen Reihe von Leia Stone.
Nach dem furiosen Cliffhanger des zweiten Bandes findet sich Brielle ...

„Celestial City – Akademie der Engel: Jahr 3“ ist, wie der Titel schon sagt, der dritte Band der gleichnamigen Reihe von Leia Stone.
Nach dem furiosen Cliffhanger des zweiten Bandes findet sich Brielle Atwater in den Fängen Luzifers wieder, der allen glaubhaft ihren Tod vorgetäuscht hat und sie nun in der Unterwelt gefangen hält. Er hat ganz besondere Pläne mit seinem Schützling, für die er Brielles Gehorsam und Unterwerfung fordert. Mit Gewalt, Drohungen und Manipulationen wird Brielle unter Druck gesetzt und zum Schein fügt sie sich. Insgeheim plant sie jedoch ihre Flucht, die auf keinen Fall einfach werden dürfte. Außerdem sorgt sie sich um Lincoln, der ihren vermeintlichen Tod nicht verkraftet hat und in tiefe persönliche Abgründe gestürzt ist, aus denen ihn nicht einmal seine Freunde herausholen können.

Die Handlung schließt sich nahtlos an den zweiten Band an, so dass Vorkenntnisse von sehr großem Vorteil sind.
Auch in den tiefsten Tiefen der Hölle hat Brielle ihren Kampfgeist und ihre vorlaute Klappe nicht verloren, wobei sie diese nun dringend unter Kontrolle halten sollte. Jede Verfehlung wird streng bestraft und Luzifer macht eindeutig klar, dass er sich jederzeit auch an Personen, die Brielle liebt, vergreifen würde. Also spielt sie sein Spiel gezwungenermaßen mit und denkt dabei leider nicht bei allen Dingen über weitere Konsequenzen nach. Erst handeln, dann Schadensbegrenzung, bleibt weiterhin ihr unangefochtenes Motto.
Die Handlung spielt bis zur Hälfte des Buches in der Hölle, wo zum ersten Mal die Pläne und das nähere Umfeld von Luzifer beleuchtet werden. Erwartungsgemäß gelingt Brielle die schwierige Flucht aus der Unterwelt. Dabei darf man sich auf einige Überraschungen gefasst machen. Zurück zu Hause werden die Probleme aber nicht unbedingt weniger und es geht spannend weiter.
Während Brielles Aufenthalt in der Hölle noch relativ ausführlich erzählt wird, ging es mir am Ende ein wenig zu schnell und abrupt. Ich will das Zwischenfinale gar nicht kritisieren, denn es hat mich sehr glücklich gemacht, aber für meinen Geschmack hätte die Handlung vorher etwas tiefer und ausführlicher gestaltet sein können.

Mein Fazit:
Der Grundstein für einen spannenden Showdown ist gesetzt und ich bin sehr neugierig, wie die noch offenen Handlungsfäden zu einem Abschluss gebracht werden. Von mir gibt es gern eine Leseempfehlung!

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