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Veröffentlicht am 25.05.2021

Zurück an die Nordsee

Hinter den Wolken leuchtet ein neuer Tag
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„Hinter den Wolken leuchtet ein neuer Tag“ von Liane Wilmes führt die Protagonistin in den Ort ihrer Kindheit und Jugend zurück, wo sie mit den Schatten ihrer Vergangenheit zu kämpfen hat.
Ein Hundehaufen ...

„Hinter den Wolken leuchtet ein neuer Tag“ von Liane Wilmes führt die Protagonistin in den Ort ihrer Kindheit und Jugend zurück, wo sie mit den Schatten ihrer Vergangenheit zu kämpfen hat.
Ein Hundehaufen sorgt dafür, dass Fee ihren Freund beim vollen Körpereinsatz mit ihrer verhassten Chefin erwischt und nun ohne Job, Wohnung und Partner dasteht. Um wieder auf die Beine zu kommen, verschafft ihr ihr Vater einen dreimonatigen Job beim neu zu eröffnenden Meereskundemuseum ihres kleinen Heimatortes an der Nordsee. Seit zwölf Jahren hat Fee Süderbüll gemieden. Und kurz nach ihrer Ankunft wird sie an ihre glücklichsten und gleichzeitig dunkelsten Stunden erinnert, denn sie steht plötzlich ihrer großen Jugendliebe Jasper gegenüber.

Die Autorin entführt die Leser an die wunderschöne Nordseeküste und bietet damit schon mal ein absolutes Wohlfühl-Setting. Für die Protagonistin Fee ist die idyllische Atmosphäre jedoch mit traumatischen Erinnerungen und tiefen Schuldgefühlen verknüpft, die ihr gesamtes Leben beeinflusst haben. Jetzt hätte sie die Chance, sich damit auseinanderzusetzen, aber Fee sträubt sich weiterhin hartnäckig, nach vor zu blicken und einen objektiven Blick auf die damaligen Ereignisse zu werfen. Auf der einen Seite konnte ich sie gut verstehen, aber andererseits waren viele ihrer Entscheidungen für mich persönlich nicht nachvollziehbar.
Unterstützung bei ihrer Rückkehr in die Heimat erhält Fee von ihren alten Freunden, aber auch neuen Bekanntschaften, wie Meghan, die für lustige Abwechslung sorgt. Jasper ist ein spezielles Thema für sich, aber ich persönlich mochte ihn uneingeschränkt gern. Man leidet förmlich mit ihm mit, wie er damals und heute um seine Liebe kämpfen muss.
Der Schreibstil liest sich leicht und flüssig, auch wenn ich am Anfang etwas Anlaufzeit brauchte, bevor ich komplett in die Geschichte eingestiegen bin. Die Autorin erzählt humorvoll und emotional über zweite Chancen, Freundschaft und Liebe und trifft damit oft mitten ins Herz.

Mein Fazit:
Die gefühlvolle Story hat mir gutgefallen und bekommt von mir gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 25.05.2021

Schicksalsbegegnung

Bis du mich berührst
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„Bis du mich berührst“ ist der zweite Band der Miami-Nights-Reihe von Marie Force.
Maria Giordino ist Krankenschwester in einer Sozialklinik im Armenviertel von Miami. Doch nicht nur beruflich hilft sie ...

„Bis du mich berührst“ ist der zweite Band der Miami-Nights-Reihe von Marie Force.
Maria Giordino ist Krankenschwester in einer Sozialklinik im Armenviertel von Miami. Doch nicht nur beruflich hilft sie selbstlos Bedürftigen, sondern auch privat. So zögert sie keine Sekunde, als sie mit ihrer Knochenmarkspende das Leben eines kleinen Mädchens retten kann. Die dankbare Email des alleinerziehenden Vaters berührt ihr Herz und sie fiebert jeder Nachricht von ihm entgegen. Als der Austausch nach einem Jahr nicht mehr anonym bleiben muss, lernt sie endlich ihren Emailschreiber näher kennen und verliebt sich im Laufe der vielen ausgetauschten Nachrichten in Austin, der ein bekannter Baseballprofi ist.

Man muss den ersten Band nicht unbedingt kennen, auch wenn Jason und Carmen in der Fortsetzung weiterhin eine Rolle spielen. Maria ist Carmens Cousine und damit ebenfalls keine Unbekannte.
Was als anonymer Austausch begann, entwickelt sich schnell zu einem intensiven und tiefgründigen Seelenstriptease, denn Maria und Austin haben sofort eine enge Vertrautheit entwickelt, ohne sich jemals begegnet zu sein. Die Nachrichten gehen nach kürzester Zeit richtig in die Tiefe, was meiner Meinung nach ein wenig zu schnell war. Beide legen ein rasantes Tempo vor, auch wenn immer mal wieder kurze Bedenken wegen der unterschiedlichen Lebensumstände und der weiten Entfernung aufkommen. Trotzdem beschleunigen Maria und Austin in wenigen Tagen von null auf hundert, was einerseits von der Chemie schon passte, aber andererseits vor allem wegen der forcierten Mutterrolle für mich persönlich nicht immer nachvollziehbar war. Sehr berührend geschildert fand ich hingegen die Sorge, die Austin immer noch um seine kleine Tochter hat und wie fürsorglich er sich um sie kümmert. Das bringt jedes Herz zum Schmelzen.
Für meinen Geschmack hätte es durchaus eine Portion Zuckerguss und Perfektion weniger sein können, denn dadurch hätten die Charaktere etwas authentischer gewirkt. Das tut der Romantik unter Sonne Floridas aber keinen Abbruch und man kann sich Zurücklehnen und Genießen.

Mein Fazit:
Sonniges Setting, viel Romantik und ein paar dosierte Dramen ergeben eine unterhaltsame Mischung, die abwechslungsreiche und leichte Lesestunden garantiert. Von mir gibt es gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 21.05.2021

Verstörend und fesselnd zugleich

Rattenkönig
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„Rattenkönig“ ist der dritte hochspannende Thriller aus der Feder von Pascal Engman und der zweite Fall für die Sonderermittlerin Vanessa Frank.
In Stockholm wird eine junge Frau in ihrer Wohnung brutal ...

„Rattenkönig“ ist der dritte hochspannende Thriller aus der Feder von Pascal Engman und der zweite Fall für die Sonderermittlerin Vanessa Frank.
In Stockholm wird eine junge Frau in ihrer Wohnung brutal ermordet und der Täter scheint auch schnell festzustehen. Ihr gewalttätiger Exfreund, von dem sie sich kurz zuvor getrennt hatte, hatte an diesem Abend unbeaufsichtigten Freigang aus dem Gefängnis. Kommissarin Vanessa Frank wird aufgrund der eindeutigen Spurenlage jedoch misstrauisch, da diese für den abgebrühten Berufsverbrecher viel zu laienhaft wirkt. Sie beginnt tiefer zu graben und entdeckt, dass die junge Frau nicht das einzige Opfer ist, bei dem der Tatort wie aus dem Lehrbuch auf einen bestimmten Täter hinweist.

Pascal Engman hat es schon wieder getan und einen grandiosen Thriller abgeliefert, den ich überhaupt nicht aus den Händen legen konnte. Es ist der zweite Band für die Ermittlerin Vanessa Frank, die mit ihrem sicherem Instinkt und ihrer professionellen Art ein untrügliches Gespür dafür hat, hinter die Fassaden zu blicken und versteckte Puzzleteile zusammenzufügen. Wieder mit dabei ist auch Nicolas Paredes, der schon im Vorgängerteil eine wichtige Rolle spielte. Beide verbindet ein ganz besonderes Verhältnis, was immer wieder Thema ist, sich aber nie in den Vordergrund drängt.
Für mich gab es viele Parallelen zum ersten Thriller des Autors, denn erneut radikalisiert sich ein unscheinbarer Täter, wenn auch diesmal aus ganz anderen Gründen. Engman gibt wieder sehr verstörende Einblicke in den Kopf und die Gedanken dieses Mannes, der eine tickende Zeitbombe ist. Er fühlt sich in den Kreisen der sogenannten Incels zuhause, die einen ungeheuren Hass auf Frauen schüren, denen sie die Schuld an all ihren persönlichen Problemen zuschreiben. Der Autor nähert sich dem Thema auf verschiedenen Wegen, die am Ende alle zusammenlaufen. Die Perspektiven wechseln zwischen den unterschiedlichen Charakteren, was tiefe Einblicke in das Innerste der Figuren gibt und eine besonders fesselnde Atmosphäre erzeugt.
Die hohe Spannungskurve zieht sich durch die gesamte Handlung und steigert sich gegen Ende nochmals in ungeahnte Höhen. Obwohl der Täter von Anfang an festzustehen scheint, gibt es immer wieder überraschende Wendungen oder Schockmomente. Der packende Schreibstil spart nicht an grausamen Darstellungen oder beängstigenden menschlichen Abgründen, die erschreckenderweise sehr realistisch wirken. Aber gerade das macht Intensität der Bücher von Pascal Engman aus. Mit wenigen Worten bringt er oft mehr Emotionen zum Ausdruck, als andere in vielen Seiten.

Mein Fazit:
Dieser Thriller besticht erneut durch das brisante und aktuelle Thema und seinen absolut fesselnden Erzählstil. Pascal Engman ist in kürzester Zeit einer meiner liebsten Thrillerautoren geworden und ich kann nur eine ganz klare Leseempfehlung aussprechen!

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Veröffentlicht am 21.05.2021

Romantische Kleinstadt

Maywood Lovestorys: Emma & Jake
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„Maywood Lovestorys: Emma & Jake“ ist der Auftakt der Maywood Lovestorys Reihe von Tina Köpke.
Maywood ist eine amerikanische Kleinstadt, wie sie im Buche steht. Ungekrönte Königin dieser kleinen idyllischen ...

„Maywood Lovestorys: Emma & Jake“ ist der Auftakt der Maywood Lovestorys Reihe von Tina Köpke.
Maywood ist eine amerikanische Kleinstadt, wie sie im Buche steht. Ungekrönte Königin dieser kleinen idyllischen Stadt mit ihren schrulligen, aber liebenswerten Einwohnern, ist Emma. Deren heile Welt gerät ins Wanken, als ihr verhasster Exfreund Jake nach zwölf Jahren wieder in die Stadt zurückkehrt. Einst hatte er Emma auf die schlimmstmögliche Art das Herz gebrochen und war dann ohne Erklärung weggegangen. Nun steht er mit seinen unwiderstehlichen Grübchen erneut vor ihr und ihre Rachepläne lösen sich langsam in Luft auf.

Mit Maywood hat die Autorin eine amerikanische Bilderbuchkleinstadt geschaffen, die hinter Stars Hollow oder Bluebell in keinster Weise zurücksteht. Die Bewohner sind in ihrer schrulligen Einzigartigkeit einfach nur liebenswert, die Bürgerversammlung, die verschiedenen Clubs und natürlich das Gründerfest. Wie die Einwohner versuchen, Emma zu beschützen, ist absolut einzigartig. Tina Köpke haucht dieser zauberhaften Kulisse mit ihrem tollen Schreibstil echtes Leben ein und am liebsten würde man diese charmante Kleinstadt selbst einmal besuchen.
Emma ist mir sofort sympathisch gewesen. Ihre offene und positive Art wirkt total authentisch. Außerdem zeigt sie in der Geschichte wahre Größe und kann über ihren Schatten springen. Auch Jake ist im Grunde ein netter Kerl, der mittlerweile zu seinen Fehlern stehen kann. Die Annäherung der beiden ist richtig unterhaltsam und hochromantisch.
Ich liebe die Maywood Reihe jetzt schon. In diesem Buch ist eine der romantischsten Szenen enthalten, die ich seit langem gelesen habe. Und es gibt noch jede Menge interessante Charaktere, von denen ich in den Fortsetzungen gern mehr lesen würde. Der humorvolle und leichte Schreibstil konnte mich von Anfang bis Ende fesseln und die beiden Protagonisten sind ein so süßes Pärchen, dass man ihnen nur die Damen drücken konnte.

Mein Fazit:
Von mir gibt es für alle Freunde romantischer Liebesgeschichten eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 15.05.2021

Prinzessin und Pirat

Fluch der sieben Seelen
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„Der Fluch der sieben Seelen“ ist der Auftakt der spannenden Fantasy-Dilogie von Adalyn Grace.
Amora Montara wurde als Prinzessin des Inselreiches Visidia ihr ganzes Leben lang darauf vorbereitet, an ...

„Der Fluch der sieben Seelen“ ist der Auftakt der spannenden Fantasy-Dilogie von Adalyn Grace.
Amora Montara wurde als Prinzessin des Inselreiches Visidia ihr ganzes Leben lang darauf vorbereitet, an ihrem achtzehnten Geburtstag das Erbe ihres Vaters anzutreten. Als einzige Thronfolgerin muss sie in einer öffentlichen Zeremonie ihre tödliche Seelenmagie vorführen, die ausschließlich den Mitgliedern ihrer Familie vorbehalten ist. Doch bei der Vorführung verliert Amora die Kontrolle über ihre Kräfte und wird gefangen genommen. Der mysteriöse Pirat Bastian verhilft ihr zur Flucht, unter der Bedingung, dass sie ihn bei seinen eigenen Plänen unterstützt. Amora hat keine andere Wahl und so begibt sie sich mit Bastian auf eine abenteuerliche Reise auf einem magischen Piratenschiff.

Die Beschreibung hält durchaus, was sie verspricht. Man darf sich auf eine actionreiche Fahrt durch farbenfrohe und magische Inselwelten freuen, die voller Geheimnisse und Gefahren stecken.
Die Hauptfigur Amora ist nicht unbedingt ein einfacher Charakter und ich hatte bis auf wenige Momente so meine Probleme ihr. Auf der positiven Seite kann man vermerken, dass sie für die Zukunft ihres Reiches ihr Leben aufs Spiel setzen würde und wirklich mutig ist. Aber anderseits ist sie oft unfassbar arrogant, selbstbezogen und rücksichtslos, so dass sie nicht immer Sympathiepunkte sammeln konnte.
Ihre Begleiter sind da deutlich liebenswerter, angefangen beim charmanten Piraten Bastian, dem treuen und freundlichen Ferrick bis hin zur toughen Meerjungfrau Vataea. Gerade der selbstlose Ferrick tat mir manchmal richtig leid, wenn er mit der schroffen Art von Amora konfrontiert wurde. Dafür darf er ihr in einer meiner Lieblingsszenen mal richtig die Meinung sagen. Im Zusammenspiel mit den anderen Charakteren entwickelt sich auch Amora zum Glück ein wenig weiter, wobei sie gegen Ende meiner Meinung nach wieder in die falsche Richtung driftet. Bastian ist definitiv meine Lieblingsfigur, auch wenn er es nicht schafft, an meinen persönlichen Lieblingspiraten im Fantasygenre heranzukommen.
Die Handlung wird von der Autorin durchaus spannend erzählt und es gibt einige überraschende Twists. Es geht immer wieder ziemlich brutal zur Sache und bei mir kam beim Lesen zumindest keine Langeweile auf. Der Cliffhanger am Schluss des Buches hinterlässt zahlreiche Fragezeichen, so dass auf jeden Fall die Neugier auf den zweiten Band geweckt ist.

Mein Fazit:
Eine Reise in die bunte und gefährliche Inselwelt lohnt sich unbedingt und ich gebe gern eine Leseempfehlung!

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