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Veröffentlicht am 01.02.2020

Scarlet & Billy

Winston Brothers (Green Valley 6)
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Der sechste Band der Winston Brothers liefert die Vorgeschichte zum nächsten Teil und fällt damit etwas aus der Reihe.
Scarlet St. Clair ist die einzige legitime Tochter des gefürchteten Präsidenten des ...

Der sechste Band der Winston Brothers liefert die Vorgeschichte zum nächsten Teil und fällt damit etwas aus der Reihe.
Scarlet St. Clair ist die einzige legitime Tochter des gefürchteten Präsidenten des Motorradclubs und seiner Old Lady. Sie musste schon früh lernen, dass sie außer Gewalt von ihren Eltern nichts zu erwarten hat. Aber das hat sie gleichzeitig stark und unabhängig gemacht.
Billy Winston ist der zweitälteste Bruder und kümmert sich um die gesamt Familie. Er trägt auf seinen Schultern eine enorme Verantwortung und will am liebsten alles kontrollieren. Er gestattet sich keine Freiheiten oder Schwächen. Wahrscheinlich weiß er nicht mal, was das ist. Bis er Scarlet trifft.

Die Autorin Penny Reid warnt bereits im Vorwort, dass dieser Teil etwas aus dem gewohnten Rahmen fällt. Das lässt bereits das Cover erahnen, auf dem diesmal kein bärtiger Winston zu sehen ist. In zwei Sachen würde ich ihr aber nicht zustimmen. Ich würde das Buch nicht unabhängig lesen, denn es ist im Prinzip auch die Vorgeschichte der gesamten Reihe und es ist von erheblichem Vorteil, wenn man die Zusammenhänge und Figuren bereits kennt. Und zum zweiten würde ich diesen Teil auch nicht weglassen, auch wenn sie bereits andeutet, dass die Geschichte nicht schön endet. Es zerreißt einem wirklich das Herz, wenn man die Lovestory von Scarlet und Billy liest, vor allem, wenn man die beiden bereits aus den anderen Bänden kennt. Aber diese Liebesgeschichte ist so bewegend und tiefgründig, dass man definitiv etwas verpassen würde. Außerdem geht die Geschichte im nächsten Band weiter und dort will ich dann auf jeden Fall mein Happy End haben.
Sowohl Scarlet als auch Billy sind beeindruckende Charaktere, denen man sofort jedes Glück gönnen würde. Die Reise in die Vergangenheit der Winstons lohnt sich unbedingt, auch wenn man bei einigen Szenen einen Kloß im Hals hat. Zum Glück gibt es auch viele humorvolle Szenen, die die gewohnte Leichtigkeit aufleben lassen.
Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung und ich warte sehnsüchtig auf den siebten Teil!

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Veröffentlicht am 01.02.2020

Spuren der Vergangenheit

Cold Case - Das verschwundene Mädchen
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Tina Frennstedt setzt mit diesem Band den Auftakt zu ihrer Cold Case Reihe um die Kommissarin Tess Hjalmarsson.
Vor sechzehn Jahren verschwand die neunzehnjährige Annika spurlos. Alle Indizien deuten darauf ...

Tina Frennstedt setzt mit diesem Band den Auftakt zu ihrer Cold Case Reihe um die Kommissarin Tess Hjalmarsson.
Vor sechzehn Jahren verschwand die neunzehnjährige Annika spurlos. Alle Indizien deuten darauf hin, dass sie nachts auf dem Nachhauseweg überfallen wurde. Eine Leiche tauchte nie auf und die Angehörigen blieben verzweifelt zurück.
Nun gibt es eine Übereinstimmung der Spuren bei einem aktuellen Fall eines Serienvergewaltigers und Mörders, der seine Opfer in ihren eigenen Häusern in den frühen Morgenstunden überfällt. Tess und ihre Kollegen ermitteln parallel in beiden Fällen, aber ihnen läuft die Zeit davon. Der Mörder könnte jederzeit wieder zuschlagen.

Der schwedische Thriller befasst sich, wie der Titel schon sagt, hauptsächlich mit einem alten Fall, der nie abgeschlossen wurde. Gleichzeitig tickt die Uhr für den aktuellen Fall.
Das Buch startet sehr spannend und irgendwie erwartet man, dass es in diesem Tempo weitergeht. Das ist jedoch nicht der Fall. Natürlich gibt es auch in der Folge spannende und temporeiche Szenen, aber der Thriller konnte mich nicht in dem Maße fesseln, wie ich es erwartet hatte.
Tess ist grundsätzlich eine sympathische Ermittlerfigur, die professionell und besonnen vorgeht. Was mich aber etwas gestört hat, war der enorme Fokus auf ihrem Privatleben. Das wäre an sich auch nicht unbedingt schlimm und macht die Figur ja auch menschlich, aber hier wiederholte sich alles einfach immer wieder. Dafür wurden zu anderen Charakteren immer nur Andeutungen gemacht, so dass die Figuren etwas blass blieben.
Die Handlung bietet durchaus überraschende Wendungen und verknüpft geschickt Gegenwart und Vergangenheit. Sehr bewegend sind die kurzen Einschübe aus der Sicht des Opfers Annika, die einen Blick auf die damaligen Geschehnisse werfen. Ansonsten folgt die Erzählweise chronologisch den Ermittlungen in der Gegenwart.
Der Thriller liefert solide Spannung ab, auch wenn er nicht unbedingt ein Pageturner ist. Die Kommissarin hat definitiv Potential und ich gebe gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 31.01.2020

Endgame

Wolves – Die Jagd beginnt (Ein New-Scotland-Yard-Thriller 3)
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Im dritten Teil der New Scotland Yard Reihe von Daniel Cole kehrt der umstritten Detective Sergeant William Fawkes, genannt „Wolf“ zurück.
Der Anlass ist sehr traurig. Sein Mentor und väterlicher Freund ...

Im dritten Teil der New Scotland Yard Reihe von Daniel Cole kehrt der umstritten Detective Sergeant William Fawkes, genannt „Wolf“ zurück.
Der Anlass ist sehr traurig. Sein Mentor und väterlicher Freund Finlay Shaw hat auf dem Dachboden seines Hauses offenbar Selbstmord begangen. Die Tür war von innen verriegelt und alles spricht dafür, dass Shaw sich selbst erschossen hat. Wolf kann das nicht glauben und beendet für die Ermittlungen seine spektakuläre Flucht. Gemeinsam mit Emily Baxter und seinen alten Kollegen versucht er verzweifelt Beweise zu finden, die belegen, dass Shaw ermordet wurde. Und der Zufall führt ihn auf die Spur eines 37 Jahre zurückliegenden Falles, der damals die Karriere von Finley Shaw begründete und ihn zum Helden machte.

Ich bin ein großer Fan des fesselnden Schreibstils des Autors. Auch mit dem dritten Teil hat er wieder einen Pageturner abgeliefert, der mich bis zum Ende mitgerissen hat.
Wolf ist ein Antiheld, der nach seiner achtzehnmonatigen Flucht zurück in sein altes Umfeld finden muss. Dabei wird er nicht immer mit offenen Armen empfangen. Seine brillanten Fähigkeiten hat er nicht eingebüßt, aber sein Hang zur Selbstzerstörung ist zum Glück weniger geworden.
Dieser dritte Band hat nicht mehr die Düsternis, die Wolf im ersten Band noch andauernd umgab. Die Dynamik zwischen ihm und seinem Team und zwischen ihm und Emily ist einfach klasse. Der Humor, der immer wieder aufblitzt, trifft genau meinen Geschmack und macht diesen Thriller besonders.
Auch wenn sich verhältnismäßig schnell abzeichnet, wer hier die Fäden zieht, bleibt das Katz-und-Maus-Spiel trotzdem bis zum Schluss spannend. Es gibt immer wieder Überraschungen und unerwartete Twists, die die Handlung aufmischen.
Dieser dritte Band, der wahrscheinlich der Letzte zu sein scheint, hat mir von Anfang bis Ende sehr gut gefallen. Daniel Cole knüpft alle Fäden perfekt zusammen und bekommt von mir eine ganz klare Leseempfehlung und volle Punktzahl!

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Veröffentlicht am 31.01.2020

Naturgewalt

Das Gesetz der Rache
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„Das Gesetz der Rache“ von Brendan Duffy ist wie ein gewaltiger Sturm, der sich zusammenbraut, bevor er alles zerstört.
Nate McHale kehrt nach vierzehn Jahren in seine Heimatstadt Greystone Lake zurück. ...

„Das Gesetz der Rache“ von Brendan Duffy ist wie ein gewaltiger Sturm, der sich zusammenbraut, bevor er alles zerstört.
Nate McHale kehrt nach vierzehn Jahren in seine Heimatstadt Greystone Lake zurück. Der Grund ist die Beerdigung einer jungen Frau, die damals als vermisst galt und deren Leiche nun gefunden wurde. Noch immer brodelt es unter der Oberfläche der Bewohner und die Geheimnisse des Ortes brechen langsam hervor. Irgendwer scheint die Vergangenheit wieder aufleben zu lassen, denn wie damals verschwinden Jugendliche und eine Schneise der Verwüstung zieht sich durch den malerischen Ort.

Die Geschichte beginnt eigentlich mit einem Schockmoment, der aber so ruhig und analytisch erzählt wird, dass es im Nachhinein tatsächlich wie die Ruhe vor dem Sturm wirkt. Die Hauptfigur Nate McHale ist eine charismatische Persönlichkeit, dessen viele Facetten erst im Laufe der Handlung langsam enthüllt werden. Der Autor schafft es mit seiner Erzählweise perfekt, den sich zusammenbrauenden Sturm zu beschreiben. Er erzeugt einen Sog, dem man sich ab einem gewissen Zeitpunkt überhaupt nicht mehr entziehen kann. Stück für Stück werden die Puzzleteile der Vergangenheit enthüllt und fallen dann ineinander, während gleichzeitig die Gegenwart unbarmherzig auf das Auge des Sturms zusteuert.
Hier ist nichts vorhersehbar. Absolut jede Figur überrascht mit plötzlichen Twists oder Offenbarungen und man kann sich einfach nur mitreißen lassen. Die Charaktere decken jede Art von Grauschattierung ab. Es gibt kein Gut oder Böse, aber jede Menge menschliche Abgründe, in die man blicken muss.
Der Schreibstil von Brendan Duffy ist unheimlich intensiv und fesselnd. Die Spannung ist unmittelbar greifbar und bleibt bis zum Ende auf sehr hohem Niveau. Mich hat das Buch echt umgehauen und ich konnte und wollte es gar nicht zur Seite legen.
Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung für diesen hochspannenden Thriller und natürlich volle Punktzahl!

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Veröffentlicht am 30.01.2020

Schönes Abenteuer

Die Wichtel aus dem Hundertwurzelwald - Einladung zum Elfenfest
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Mit einer Einladung zum Elfenfest startet die Reihe um die Wichtel aus dem Hundertwurzelwald von Anna Taube.
Im Mittelpunkt steht das kleine Wichtelmädchen Imme, das in jeder freien Minute ihrem Onkel ...

Mit einer Einladung zum Elfenfest startet die Reihe um die Wichtel aus dem Hundertwurzelwald von Anna Taube.
Im Mittelpunkt steht das kleine Wichtelmädchen Imme, das in jeder freien Minute ihrem Onkel Doktor Wiesenfeld aus der Wurzelwaldklinik, hilft. Im Wichteldorf herrscht helle Aufregung, denn eine Einladung vom Elfenkönig flatterte per Brieftaube herein. Zum ersten Mal darf Imme die Elfenstadt besuchen, wo auch gleich ein spannendes Abenteuer wartet.

Zuerst fällt das niedlich Cover mit der kleinen Imme ins Auge. Die liebevolle Gestaltung ist sehr ansprechend und lädt sofort zum Lesen ein. Auch im Inneren des Buches finden sich jede Menge der hübschen Illustrationen von Marie Braner, die die kleine Abenteuergeschichte perfekt untermalen.
Die Autorin entführt die kleinen Leser in eine fantastische Welt der Wichtel, Elfen, Trolle und sprechenden Tiere. Und auch wenn die Hauptfigur ein Wichtelmädchen ist, können sich die Kinder hervorragend mit ihr identifizieren. Die wunderschöne Geschichte über Freundschaft, Familie, Vorurteile und Zusammenhalt ist nicht nur auf den Hundertwurzelwald beschränkt, sondern lässt sich auch auf reale Situationen übertragen. Der Schreibstil ist kindgerecht und leicht verständlich, so dass auch kleinere Kinder beim Vorlesen schön in die Geschichte hineinfinden. Es gibt einen Spannungsbogen, der dafür sorgt, dass die Leser bis zum Ende mitfiebern. Dabei wird es aber nicht zu gruselig und der Bösewicht wird auf friedliche Art besiegt. Einen klitzekleinen Minuspunkt gibt es von uns für die vielen Figuren und Namen, die zu Beginn etwas verwirren. Im Laufe der Handlung wird das aber besser.
In der Geschichte werden spielerisch Kenntnisse zur Kräuterkunde vermittelt, die am Ende in einem kurzen Anhang nochmal vertieft werden. Dieser kleine Praxisteil weckt die Neugier der kleinen Leser und kann mit Hilfe der Erwachsenen im Anschluss weiter ausgebaut werden, z.B. mit echten Fotos der Pflanzen und weiteren Informationen, die man gemeinsam heraussucht.
Von uns gibt es sehr gern eine Leseempfehlung und wir freuen uns auf die Fortsetzung!

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