Profilbild von tkmla

tkmla

Lesejury Star
offline

tkmla ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit tkmla über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.02.2025

Aberglaube

Something Old, Someone New
0

„Something Old, Someone New“ von Jessie Rosen ist eine Mischung aus Lovestory und Selbstfindungs-Trip mit einer vom Aberglauben beherrschten Heldin.
Für Shea Anderson ist der romantische Heiratsantrag ...

„Something Old, Someone New“ von Jessie Rosen ist eine Mischung aus Lovestory und Selbstfindungs-Trip mit einer vom Aberglauben beherrschten Heldin.
Für Shea Anderson ist der romantische Heiratsantrag von ihrem Freund John kein glücklicher Augenblick, sondern der größte Albtraum. Entgegen ihren deutlich geäußerten Wünschen, hat John einen Vintage-Verlobungsring gewählt, der dank Sheas ausgeprägtem Aberglauben für ihre Ehe nur Unglück bedeuten kann. Schon ihre Nonna hat Shea gewarnt und bevor sie völlig verzweifelt, fasst sie einen abenteuerlichen Plan. Shea macht sich auf die Suche nach den Vorbesitzerinnen des Rings, denn vielleicht hatten diese ja glückliche Beziehungen und das Karma meint es gar nicht schlecht mit ihr. Ihre Stationen führen sie nach Italien, Portugal und schließlich Boston, wo Shea ihre vorgefassten Meinungen über Liebe und Ehe überdenken muss. Begleitet wird sie dabei von dem attraktiven und zynischen Journalisten Graham, der ihre Gefühle zusätzlich durcheinanderbringt.

Der Schreibstil von Jessie Rosen liest sich leicht und flüssig und die Handlung wird komplett aus der Perspektive von Hauptfigur Shea erzählt. Ihre Entwicklung steht eindeutig im Vordergrund, denn sie ist es, die ihren eigenen Weg für die Liebe finden muss.
Ich gebe zu, dass ich mich mit ihrem strengen und absoluten Aberglauben nicht ganz anfreunden konnte, auch wenn manche Argumente tatsächlich irgendwie nachvollziehbar waren. Sheas Besessenheit von der Geschichte des Rings lässt sie ihr eigenes Glück hinterfragen und hat etwas von Selbstsabotage.
Der Roadtrip durch mehrere Länder hat aufgrund des tollen Settings durchaus etwas für sich, doch er wirkt auch ein wenig gehetzt. Ich mochte Sheas Schwester, die in diesem Chaos oft die Stimme der Vernunft ist, wenn sich Shea in ihrer obsessiven Besessenheit verrennt. Natürlich spielt auch Sheas eigene Familiengeschichte in diesen inneren Konflikt mit hinein, doch es dauert, bis Shea dies wirklich erkennen kann.
Die Story ist unterhaltsam, humorvoll und berührend, auch wenn ich mit Shea nicht hundertprozentig warmgeworden bin. Trotzdem lohnt sich diese Reise und man darf gespannt sein, welche Geheimnisse und Erkenntnisse der Ring letztendlich in sich trägt.

Mein Fazit:
Ich gebe gern eine Leseempfehlung!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.02.2025

Der erste Funke

Spark of the Everflame
0

„Spark of the Everflame“ von Penn Cole ist der spannende Auftakt ihrer vierteiligen Kindred’s Curse Saga.
Seit die Götter auf die Erde gekommen sind und sie unter ihren Nachkommen, den Descendeds, aufgeteilt ...

„Spark of the Everflame“ von Penn Cole ist der spannende Auftakt ihrer vierteiligen Kindred’s Curse Saga.
Seit die Götter auf die Erde gekommen sind und sie unter ihren Nachkommen, den Descendeds, aufgeteilt haben, leben die Menschen unter deren Herrschaft. Bisher konnte die zwanzigjährige Diem Bellator relativ unbehelligt als Heilerin leben, aber seitdem ihre Mutter spurlos verschwunden ist, beginnt auch Diem, ihre Welt und deren ungerechte Regeln zu hinterfragen. Diem will unbedingt die Wahrheit herausfinden und so nutzt sie sofort die Gelegenheit, als der Palast des sterbenden Königs ihre Dienste benötigt. Dort stößt sie aber nur auf weitere Fragen, die sich vor allem um den geheimnisvollen Erben drehen. Diem muss sich entscheiden, wem sie vertrauen will, denn bisher scheint selbst ihre Familie ihr viel zu viel verschwiegen zu haben. Aber sind die gewaltbereiten Rebellen eine gute Alternative?

Penn Cole hat mit ihrer High Fantasy eine faszinierende Welt erschaffen, in der Magie einzig der privilegierten adligen Gesellschaftsschicht vorbehalten ist. Die Sterblichen müssen hungern und unter den grausamen Gesetzen leiden, doch unter der Oberfläche brodelt es gefährlich.
Der fesselnde Schreibstil und vor allem die Perspektive von Diem konnten mich mitreißen, auch wenn sich vor allem in der ersten Hälfte des Buches ein paar Längen einschleichen. Gegen Ende zieht das Tempo deutlich an, bevor natürlich der obligatorische Cliffhanger folgt.
Diem ist eine großartige Heldin, deren innere Konflikte einen Großteil der Handlung einnehmen. Sie ist hin- und hergerissen und weiß absolut nicht, ob sie ihrem Bauchgefühl und ihrer inneren Stimme vertrauen kann. Sie steht zwischen ihrem besten Freund Henri, der bisher ihr Safe Space war, und dem düsteren Thronerben Luther, der völlig anders zu sein scheint, als sie bisher glaubte. Für meinen Geschmack wechselt Diem hier zu oft und zu schnell ihre Meinung und Überzeugung, aber das gehört auch zu ihrem Entwicklungsprozess. Die Twists sind gut gemacht und dieser Auftakt legt einen gelungenen Grundstein für die weiteren Teile.
Ich bin definitiv gespannt, wie es weitergehen wird, und ob Diem ihrem Herzen oder erneut anderen Einflüssen von außen folgen wird.

Mein Fazit:
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.01.2025

Berührende Sports Romance

Ice & Dreams: Spicy Hockey Romance
0

„Ice & Dreams“ von Aurelia Velten ist eine berührende Sports Romance und der erste Band der Boston Badgers Reihe.
Niemand konnte verstehen, dass der talentierte Eishockeyspieler Bennett Weston sein Erfolgsteam ...

„Ice & Dreams“ von Aurelia Velten ist eine berührende Sports Romance und der erste Band der Boston Badgers Reihe.
Niemand konnte verstehen, dass der talentierte Eishockeyspieler Bennett Weston sein Erfolgsteam verlassen hat und zu den Boston Badgers gewechselt ist. Dabei hatte diese Entscheidung tragische Gründe, von denen so gut wie niemand weiß. Bennett hat in den letzten Monaten seinen besten Freund Tom gepflegt, bevor dieser im Oktober verstarb. Dabei hat sich Bennett mit dessen Schwester abgewechselt, die eine alleinerziehende Mom ist. Nach Toms Tod hatte sich Bennett zurückgezogen, aber als er merkt, wie sehr ihm Ivy und die dreijährige Holly fehlen, kehrt er zurück, um sie zu unterstützen und sich seine kleine Familie wiederzuholen.

Die emotionale und bittersüße Lovestory bildet den Auftakt der fünfteiligen Reihe um die Boston Badgers, in der jedes Buch von einer anderen Autorin beigesteuert wird. Ich mag solche Kooperationen immer sehr, denn dadurch bekommt jeder Teil seine ganz besondere Note. Der gefühlvolle Schreibstil von Aurelia Velten liest sich sehr gut und es fiel mir überhaupt nicht schwer, mit den Charakteren mitzufühlen.
Bennett wirkt nach außen gefühlskalt und stoisch, was er mit seinem Standard-Todesblick unterstreicht. Dabei ist er eigentlich absolut liebenswert und fürsorglich, denn er würde für die Menschen, die er liebt so ziemlich alles tun. Das zeigt sich vor allem in seinem Verhalten gegenüber Holly, was einfach nur zuckersüß und zum Dahinschmelzen ist.
Ivy ist unsicher, denn Bennett war immer nur der beste Freund ihres großen Bruders. Ich kann verstehen, dass sie diesen neuen Gefühlen noch nicht ganz traut, denn sie hat mit Job, Kind und allem rundherum jede Menge zu jonglieren.
Die wachsende Zuneigung zwischen den beiden entwickelt sich so, dass ich ihnen ihre Gefühle hundertprozentig abgenommen habe. Die kleine Familie harmoniert perfekt und ich bin jetzt schon neugierig auf die Geschichten von Bennetts Teamkollegen.

Mein Fazit:
Ich gebe sehr gern eine Leseempfehlung!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.01.2025

Wo die Liebe hinfällt

Fame Game
0

„Fame Game“ von Anna Rush und Hazel Wells ist der erste Band eine Sports Romance Reihe um das Footballteam der Las Vegas Legends.
Zachary „Zeus“ Hayes ist der Tight End der Las Vegas Legends und ein absoluter ...

„Fame Game“ von Anna Rush und Hazel Wells ist der erste Band eine Sports Romance Reihe um das Footballteam der Las Vegas Legends.
Zachary „Zeus“ Hayes ist der Tight End der Las Vegas Legends und ein absoluter Star. Sein Privatleben hält der zurückgezogen lebende Sportler größtenteils unter Verschluss, denn er ist nicht unbedingt ein Freund der Klatschpresse, die sein Leben schön öfter negativ beeinflusst hat. Die Entscheidung, den impulsiven Gefühlen für eine faszinierende Frau nachzugeben, bereut er trotzdem nicht. Auch wenn dies sein Leben ins Chaos stürzen könnte. Zeus rettet Daphne aus einer gefährlichen Situation, doch er kann sie im Anschluss nicht einfach gehen lassen. Auch Daphne sieht in Zeus mehr als nur ihren Retter und stürzt sich kopfüber in eine Gefühlsachterbahn, bei der hoffentlich keiner von beiden aus der Kurve fliegt.

In vier Teilen steht das Team der Las Vegas Legends im Mittelpunkt und jedes Buch stammt aus der Feder einer anderen Autorin. Ich mag solche Gemeinschaftsprojekte, denn so bekommen die Geschichten ihre ganz persönliche Note und vielleicht bekommt man Lust, noch mehr von der jeweiligen Autorin zu lesen. Einige kenne ich schon und ihr Schreibstil hat mir immer sehr gefallen.
Den Start macht die etwas komplizierte Lovestory um Zeus und Daphne, die von außen betrachtet von Anfang an zum Scheitern verurteilt sein müsste. Die Gesamtumstände sind alles andere als einfach und definitiv nicht der übliche Junge-trifft-Mädchen-Stoff.
Ich konnte mich bis zum Schluss nicht so richtig entscheiden, ob ich Zeus selbstlos, wie er sich selbst darstellt, oder egoistisch und konfliktscheu, das war mein Eindruck, finden sollte. Er ist auf jeden Fall ein spannender Charakter und kein oberflächlicher Klischee-Sportler.
Daphne erschien mir in manchen Momenten zu naiv und rosarot verblendet, obwohl sie die Situation durchaus häufig kritisch hinterfragt. Ihre Fragen sind auch hundert Prozent berechtigt, vor allem, da Zeus immer im Scheinwerferlicht stehen wird.
Durch die wechselnden Perspektiven bekommt man einen guten Einblick in die Gefühlswelten von beiden Hauptfiguren. Das ist hier besonders wichtig, denn sonst wäre das Verständnis für Zeus noch geringer. Der Funke springt auf jeden Fall über und ich bin schon gespannt auf den nächsten Teil.

Mein Fazit:
Von mir gibt es gern eine Leseempfehlung!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.01.2025

Ein Highlight für Fans

BRIDGERTON - Violet
0

„Bridgerton – Violet“ von Julia Quinn ist ein echtes Geschenk an die Fans, denn in dieser kurzen Novella geht es ausschließlich um die herzzerreißende Geschichte der Matriarchin Violet Bridgerton.
Die ...

„Bridgerton – Violet“ von Julia Quinn ist ein echtes Geschenk an die Fans, denn in dieser kurzen Novella geht es ausschließlich um die herzzerreißende Geschichte der Matriarchin Violet Bridgerton.
Die Bridgertons wären nichts ohne ihren Dreh- und Angelpunkt Violet Bridgerton, die als Mutter von acht Kindern bereits sehr früh ihre große Liebe verloren hat. In dieser Geschichte erfahren wir, wie sich Violet und Edmund zum allerersten Mal begegnet sind und wie sie sich später verliebt haben. Natürlich müssen wir Violet auch im schlimmsten Moment ihres Lebens begleiten, der ihrem Glück zwanzig Jahre später ein jähes Ende setzte. Doch wir kennen ja auch ihre unglaubliche Stärke, denn Violet hat niemals aufgegeben und immer für das Glück ihrer Kinder gekämpft. Das macht sie so besonders und Julia Quinn würdigt dies in dieser bewegenden Kurzgeschichte.

Wer die Bridgerton-Reihe genauso lebt wie ich, für den ist diese Novella ein absolutes Highlight. Wir schauen nicht nur in die Vergangenheit der kleinen Violet, sondern wir begleiten sie kurz zu einigen wichtigen Eckpunkten in ihrem aufregenden Leben, auch wenn diese manchmal schmerzhaft sind.
Es gibt ein Wiedersehen mit all ihren Kindern und man darf lachen, weinen und Spaß haben. Violet ist einer der wichtigsten Charaktere der Reihe, auch wenn sie in den einzelnen Büchern eigentlich immer nur eine Nebenfigur ist. Ohne sie wäre Bridgerton nicht das, was es ist, denn sie ist das Herz und der Kopf hinter allem. Mama ist und bleibt eben die Beste!

Mein Fazit:
Für alle Fans eine klare Empfehlung!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere