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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.10.2024

Unverbindlich oder für immer

Say It With A Love Song
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„Say It With A Love Song“ von Katharina Katz ist eine emotionale Gefühlachterbahn, in der gezeigt wird, dass man sich auch für die Liebe niemals selbst aufgeben sollte.
Die eher zurückhaltende und unsichere ...

„Say It With A Love Song“ von Katharina Katz ist eine emotionale Gefühlachterbahn, in der gezeigt wird, dass man sich auch für die Liebe niemals selbst aufgeben sollte.
Die eher zurückhaltende und unsichere Emilie wagt nach ihrer Ausbildung den Sprung ins kalte Wasser und zieht für ein begehrtes Praktikumsjahr nach Brighton. Dort wird sie in einer Chocolaterie arbeiten, aber der Start ist alles andere als einfach. Völlig auf sich allein gestellt, muss sich Emilie nun öfter aus ihrer Komfortzone wagen und dabei lernt sie den Schlagzeuger und Frauenhelden Jake kennen. Für den bindungsscheuen Jake vergisst Emilie alle ihre Prinzipien und tut so, als wäre eine unverbindliche Affäre völlig in Ordnung für sie. Innerlich zerbricht sie jedoch jeden Tag ein Stückchen mehr an der Situation, während Jake bei jeder Annäherung die Flucht ergreift. Erst als er Emilie komplett zu verlieren droht, wird ihm bewusst, was er wirklich will.

Ich mag den leichten und lockeren Schreibstil von Katharina Katz, der auch in ernsten Momenten funktioniert. Ich habe zwar schon Romances gelesen, in denen das Thema People Pleasing aufgegriffen wurde, aber noch nicht in dieser direkten Form. Ich finde es gut, wie die Hauptfigur mit ihrem Verhalten konfrontiert wird und sie damit die Möglichkeit erhält, ihre Entscheidungen zu reflektieren.
Grundsätzlich ist bewundernswert, dass Emilie den Schritt ins Unbekannte wagt, um in einem fremden Land durchzustarten. Der holprige Start ist erfreulich realistisch, denn das Buch ist nicht unbedingt eine humorvolle RomCom. Manchmal hätte ich Emilie gern vor sich selbst beschützt, vor allem, wenn sie mal wieder völlig blind und naiv von einem Happy End mit Jake träumt und sich dafür selbst verleugnet.
Jake hat durchaus seine guten Seiten, aber leider muss er erst alle verletzen und fast alles verlieren, bevor ihm klar wird, was er eigentlich will. Ich fand eigentlich gut, dass er so offen und direkt kommuniziert. Er macht Emilie nichts vor, denn er ist sehr klar in seinen Aussagen. Ihre Gefühle kann man ihm nicht zum Vorwurf machen, obwohl ich ihn trotzdem oft unnötig ar***ig fand.
Die Entwicklung von Emilie hat mir gut gefallen, obwohl ich die Wendung am Ende nicht ganz so glaubwürdig empfand. Das Thema Mental Health ist äußerst wichtig und ich denke, dass Emilies Beispiel vielleicht gar nicht so selten ist. Deshalb finde ich die Auseinandersetzung damit sehr gut.

Mein Fazit:
Von mir gibt es sehr gern eine Leseempfehlung und sehr gute 4,5 Sterne!

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Veröffentlicht am 28.10.2024

Traumprinz gesucht

The True Love Experiment – Sie sucht im Fernsehen nach Mr Right, dabei steht er hinter der Kamera
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„The True Love Experiment“ von Christina Lauren ist die Fortsetzung von The Soulmate Equation, in der es diesmal um die damalige Nebenfigur Fizzy geht.
Felicity Chen, genannt Fizzy, ist eine äußerst erfolgreiche ...

„The True Love Experiment“ von Christina Lauren ist die Fortsetzung von The Soulmate Equation, in der es diesmal um die damalige Nebenfigur Fizzy geht.
Felicity Chen, genannt Fizzy, ist eine äußerst erfolgreiche Autorin von Liebesromanen. Privat ist sie eher ein Schmetterling, der von Blüte zu Blüte fliegt, ohne lange zu Verweilen. Als ihr plötzlich klar wird, dass sie selbst nie die Liebe erlebt hat, rutscht Fizzy in eine Schreib- und Romantikblockade, die nun schon ein Jahr andauert und ihr immer größere Sorgen bereitet. Da erscheint der unerwartete Vorschlag eines TV-Produzenten als perfekte Ablenkung. Fizzy soll in einer eigenen Dating-Show ihren Traumprinzen finden, wofür sie natürlich ihre speziellen Bedingungen stellt. Der britische Dokumentarfilmer Connor ist mit einer Reality-TV-Show völlig außerhalb seiner Komfortzone, aber durch Fizzy ist diese Herausforderung weit weniger schlimm, als erwartet. Zumindest solange, bis sie anfängt die ausgewählten Kandidaten zu daten.

Das Vorgängerbuch mit Fizzys bester Freundin Jess und deren Diamond-Match River konnte mich absolut begeistern und schon dort war die vorlaute und ungefilterte Fizzy eines meiner Highlights. Man kann dieses Buch aber sicher auch ohne Vorkenntnisse lesen.
Christina Hobbs und Lauren Billings haben einen humorvollen und mitreißenden Schreibstil, der es nie langweilig werden lässt. Natürlich sorgt dafür auch die funkensprühende Chemie zwischen Fizzy und Connor, die locker einen Flächenbrand auslösen kann.
Fizzy ist die Queen of Romance, aber sie sie hat noch nie diese tiefe Liebe erlebt, die ihre Eltern oder ihre besten Freunde verbindet. Ich mag ihre lebenslustige und positive Art, mit der sie jeden verzaubert, aber auch manchmal mit ihren filterlosen Kommentaren schockiert.
Connor ist weitaus zurückhaltender, aber nicht weniger sympathisch. Seine anfänglichen Vorurteile machen ihn menschlich, doch es ist umso positiver, dass er daran arbeitet und zu seinen Fehlern steht.
Die Ausgangslage verspricht eine ziemliche Gefühlsachterbahn, denn schließlich soll Fizzy in der Show ihren Seelenverwandten finden, der möglicherweise bereits hinter der Kamera wartet. Das ist unterhaltsam, witzig und natürlich sehr romantisch erzählt, so dass ich jede Menge Spaß hatte.

Mein Fazit:
Ich gebe eine ganz klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 28.10.2024

Vorurteile und Fake Love

Vier Wochen im Dezember
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„Vier Wochen im Dezember“ von Laura Jane Williams ist eine unterhaltsame Enemies-to-Lovers, in der eine Fake Love immer echter wird.
Evie Bird ist Autorin einiger Bestseller, aber sie lebt völlig zurückgezogen ...

„Vier Wochen im Dezember“ von Laura Jane Williams ist eine unterhaltsame Enemies-to-Lovers, in der eine Fake Love immer echter wird.
Evie Bird ist Autorin einiger Bestseller, aber sie lebt völlig zurückgezogen und abseits der Öffentlichkeit. Leider verpflichtet sie ihr Vertrag, bei der Verfilmung eines ihrer Bücher am Set anwesend zu sein, welches sich im verschneiten Bayern befindet. Die männliche Hauptrolle spielt Hollywoodliebling Duke Carlisle, der alles versucht, um Evies Aufmerksamkeit zu gewinnen. Leider hält sie ihn für einen schmierigen Schnösel, der nur vorgibt, nett zu ihr zu sein. Also geraten die beiden bei jeder Gelegenheit aneinander, was auch der Presse nicht verborgen bleibt. Um den Erfolg des Filmes nicht zu gefährden werden Evie und Duke deshalb verdonnert, für die restliche Zeit ein frisch verliebtes Paar zu spielen. Und das fühlt sich bald echter an, als gedacht.

Das winterliche und verschneite Setting in Deutschland passt hervorragend zu dieser weihnachtlich angehauchten Lovestory, in der jede Menge Vorurteile und Ängste abgebaut werden müssen. Laura Jane Williams hat einen leichten und lockeren Schreibstil, bei dem man schnell in die Geschichte eintauchen kann. Die Erzählperspektive gehört jetzt nicht unbedingt zu meinen Favoriten, aber hier in diesem Buch funktioniert sie recht gut.
Evie ist zurückhaltend, introvertiert und extrem verschlossen und misstrauisch gegenüber anderen Menschen. Die Erfahrungen der Vergangenheit haben sie gelehrt, dass sie lieber keine engen Bindungen aufbauen will, um nicht verletzt zu werden. In ihren Büchern verkörpert sie ein völlig anderes Bild, so dass Duke zurecht völlig überrascht ist, als er auf die echte Evie trifft.
Duke ist nach außen hin der glänzende und immer fröhliche Star, aber hinter seiner Schutzmauer ist er äußerst sensibel und verletzlich. Es ist herzerwärmend, wie sich Evie und Duke langsam annähern, auch wenn ihr Weg mit Missverständnissen und falschem Timing gepflastert ist.
Diese Lovestory ist weit tiefgründiger, als man vermuten würde und es werden einige sehr ernste und berührende Themen aufgegriffen. Die Balance zwischen humorvollen Schlagabtauschen und Deep Talk ist sehr gut gehalten, so dass man bis zum Schluss mit Evie und Duke mitfiebern darf.

Mein Fazit:
Von mir gibt es sehr gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 27.10.2024

Retro Love

Love Me Like It's Yesterday
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„Love Me Like It’s Yesterday“ von Juliane Käppler ist eine ungewöhnliche Lovestory, in der zwei völlig gegensätzliche Welten aufeinanderprallen.
Die 36-jähre Juno ist mit Herz und Seele Möbelrestauratorin ...

„Love Me Like It’s Yesterday“ von Juliane Käppler ist eine ungewöhnliche Lovestory, in der zwei völlig gegensätzliche Welten aufeinanderprallen.
Die 36-jähre Juno ist mit Herz und Seele Möbelrestauratorin und setzt auch ansonsten lieber auf Altbewährtes. Ein Handy besitzt sie nicht und von Sozialen Medien hält sie sich komplett fern. Stattdessen liebt Juno alles aus den 80-er Jahren, sowie Videokassetten, Musiktapes und Schallplatten. Als überraschend der attraktive Taro in ihrer Werkstatt auftaucht, damit sie seinen japanischen Teeschrank restauriert, ahnt Juno nicht, dass Taro eigentlich ein bekannter YouTube-Star ist und sie seine neue Challenge. Dating-Coach Taro hat unter Druck einer Wette zugestimmt, dass er mit seinen Methoden jede Frau von sich überzeugen kann. Also dokumentiert er seine Fortschritte mit Juno auf seinem Kanal, während er langsam echte Gefühle für sie entwickelt.

Wer eine leichte und humorvolle RomCom erwartet, der wird wahrscheinlich enttäuscht werden. Ich gebe zu, dass meine Erwartungshaltung nach dem Cover und Klappentext auch zunächst eine andere war, aber trotzdem kann man sich auf diese besondere Lovestory einlassen.
Die Autorin lässt sowohl Juno als auch Taro aus ihren Sichtweisen erzählen, was mir immer sehr gefällt. Die Einblicke in ihre Gefühle sind aufschlussreich, auch wenn man als Beobachter weiß, dass wie bei einem Unfall in Zeitlupe alles auf den großen Knall zusteuert.
Juno ist sympathisch, aber sie ist mit ihren Ansichten etwas aus der Zeit gefallen. Ich kann ihre Beweggründe verstehen und es ist erschreckend, wie groß der Druck der Gesellschaft ist, sich anzupassen, damit man nicht zurückgelassen wird.
Taro ist dazu der Gegensatz, aber er merkt langsam, dass er sich in den Welten der Sozialen Medien selbst verloren hat. Zuerst erscheint ihm Junos Welt völlig unverständlich, aber bald beginnt er, sich darauf einzulassen und die Vorteile zu verstehen.
Juliane Käppler spricht sehr viele ernste Themen an und bringt einen damit automatisch zum Nachdenken. Das finde ich auch gut und wichtig, aber ehrlicherweise war mir die generelle Sichtweise oft zu negativ. Es ist richtig, die Dinge zu hinterfragen und zu reflektieren, doch hier gibt es ausschließlich Negativbeispiele. Diese existieren ohne Frage und leider viel zu häufig, aber eben nicht ausschließlich. Es kommt, wie überall, auf das richtige Maß an.
Die Lovestory zwischen Taro und Juno konnte mich definitiv abholen und der Funke sprang auch über. Welchen Kompromiss sie wählen oder ob sie überhaupt zueinander finden, sollte man auf jeden Fall selbst im Buch lesen.

Mein Fazit:
Ich gebe gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 27.10.2024

Neuanfang in Kanada

Puck for Love
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„Puck for Love“ von Ava Avery ist eine unterhaltsame und weihnachtliche Sports Romance, die uns ins verschneite Kanada führt.
Die Physiotherapeutin Melody Dawson braucht aus privaten Gründen dringend einen ...

„Puck for Love“ von Ava Avery ist eine unterhaltsame und weihnachtliche Sports Romance, die uns ins verschneite Kanada führt.
Die Physiotherapeutin Melody Dawson braucht aus privaten Gründen dringend einen Neuanfang, der sie vom sonnigen Miami ins tief verschneite Kanada führt. Hier will sie mit ihrem kleinen Sohn Ted ein neues Zuhause finden, wobei ihr ihre beste Freundin Amy tatkräftig hilft. Auch der Start bei den Eishockeyprofis der Arctic Bears läuft eigentlich gut, aber mit dem grummeligen Mannschaftskapitän Maverick Wolf gerät Melody immer wieder aneinander. Maverick scheint ihr aus dem Weg zu gehen und ihre Sitzungen zu sabotieren, dabei ahnt Melody nicht, dass der bisher einsame Wolf nur nicht möchte, dass sie seine sehr offensichtlichen Gefühle für sie bemerkt. Doch als sich beide endlich näherkommen, könnte Melodys Vergangenheit alles wieder zerstören.

Das Small-Town-Setting und die warmherzige Atmosphäre, die Melody in Kanada empfängt, haben mir von Anfang sehr gut gefallen. Der leichte und lockere Schreibstil von Ava Avery lässt einen schnell durch die Seiten fliegen und die sympathischen Charaktere wachsen einem schnell ans Herz.
Melody ist eine alleinerziehende Mutter und kümmert sich liebevoll um ihren Sohn. In einigen Momenten zeigt sich, dass ihr Vergangenheit immer noch dunkle Schatten wirft, aber was wirklich dahintersteckt, erfahren wir erst im Laufe der Handlung.
Maverick ist nach dem Verrat seiner Ex-Frau zu einem grummeligen Einsiedler geworden, der erst von der neuen Physiotherapeutin aus dem Dornröschenschlaf erweckt wird. Seine Flirt-Skills sind etwas eingerostet, aber auch Melody hat lange niemanden an sich herangelassen. Es ist süß, wie sich die beiden trotz aller Missverständnisse langsam annähern und die winterlichen Eisschichten zum Schmelzen bringen.
Wer im Advent eine kleine romantische Lese-Auszeit braucht, der ist mit dieser warmherzigen Sports Romance gut beraten. Einige Spannungsmomente sorgen für Aufregung, aber auf unnötig konstruierte Dramen wird verzichtet. Die Liebe trifft unsere Hauptfiguren unerwartet, denn Gefühle kann man eben nicht berechnen.

Mein Fazit:
Ich gebe sehr gern eine Leseempfehlung!

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