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Veröffentlicht am 24.11.2023

Toller Auftakt

Alex (Carolina Cold Fury-Team Teil 1)
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„Alex“ von Sawyer Bennett ist der Auftaktband zu ihrer neuen Sports Romance Reihe um das Eishockey Team der Carolina Cold Furys.
Alexander Crossman ist vielleicht der beste Spieler seines Teams oder sogar ...

„Alex“ von Sawyer Bennett ist der Auftaktband zu ihrer neuen Sports Romance Reihe um das Eishockey Team der Carolina Cold Furys.
Alexander Crossman ist vielleicht der beste Spieler seines Teams oder sogar der Liga, aber abseits seines Könnens auf dem Eis ist er der unbeliebteste und unfreundlichste Eishockeystar überhaupt. Seine Teamchefs haben sein Verhalten jetzt endgültig satt und so bekommt Alex eine einjährige Auflage für gemeinnützige Arbeit in der Drogenprävention, um seinen Ruf zu verbessern. Dabei soll er mit der Sozialarbeiterin Sutton Price zusammenarbeiten, die für das Projekt Feuer und Flamme ist. Sutton ist durch ihre Schützlinge schwierige Charaktere gewöhnt und lässt sich auch von dem attraktiven Alex nicht aus der Ruhe bringen. Und dieser hat in der selbstbewussten Rothaarigen offenbar seine Traumfrau gefunden.

Eishockey Romances gehören zum Erfolgskonzept von Sawyer Bennett und so folgen nach den Pittsburgh Titans und den Arizona Vengeances nun die Carolina Cold Furys. Ideen für interessante Geschichten hat die Autorin offenbar genug, denn auch die Story von Alex und Sutton lässt keine Langeweile aufkommen.
Alex ist wirklich kein netter Mensch und richtet seinen inneren Hass auf fast alle Menschen in seinem Umfeld. Dabei kann er auch anders, aber eben nur, wenn er sich anstrengt. Die Gründe für sein Verhalten kann ich absolut nachempfinden, aber das entschuldigt trotzdem nicht alles. Seine langsame Wandlung geht jedoch richtig ans Herz und ist sehr berührend erzählt.
Sutton ist fast schon zu gut für diese Welt und ich bewundere ihre Stärke und ihre selbstlose Einstellung. Sie steht zu ihren Gefühlen, auch wenn sie sich dadurch verletzlich macht. Mit ihrer großen Empathie bricht sie die Mauer um Alex Stück für Stück auf, aber den letzten Schritt muss er allein gehen.
Die tiefgründige Lovestory konnte mich wirklich bewegen, auch wenn ich Alex manchmal auf den Mond schießen wollte. Dafür bringt er eine der süßesten und romantischsten Aktionen, die es überhaupt gibt, und hat mich damit wieder auf seine Seite geholt.

Mein Fazit:
Ein vielversprechender Auftakt, der Lust auf mehr macht! Klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 22.11.2023

Wo die Liebe hinfällt

Birthday Girl
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„Birthday Girl“ von Penelope Douglas ist eine berührende und gefühlvolle Forbidden Love Romance, die mich genauso begeistern konnte wie „Punk 57“.
Jordan feiert ihren 19. Geburtstag mit sich allein in ...

„Birthday Girl“ von Penelope Douglas ist eine berührende und gefühlvolle Forbidden Love Romance, die mich genauso begeistern konnte wie „Punk 57“.
Jordan feiert ihren 19. Geburtstag mit sich allein in einem fast leeren Kino, wo ein alter Horror-Klassiker gezeigt wird. Durch Zufall trifft sie dort auf Pike, mit dem sie sich trotz der wahrscheinlich zwanzig Jahre Altersunterschied auf Anhieb versteht. Beide verbringen einen wunderschönen Abend und lassen ein Wiedersehen im Raum stehen. Aber Jordan hat einen Freund, den sie nie betrügen würde, und Pike ist sich sehr bewusst, wie es aussehen würde, denn er etwas mit einer Neunzehnjährigen anfangen würde. Doch dann kommt alles anders und Jordan und Pike stehen sich plötzlich näher, als sie jemals erwartet hätten.

Mit „Punk 57“ hat mich Penelope Douglas auf jeden Fall überzeugt und so war ich sehr neugierig auf ihr neues Buch. Wieder greift sie eine sehr ungewöhnliche Lovestory auf, die bei manchem sicher Kopfschütteln verursachen würde. Doch die Autorin schaffte es, ihre Charaktere so greifbar und authentisch zu gestalten, dass ich ihre widerstreitenden Emotionen zu jeder Zeit nachempfinden konnte.
Jordan ist durch ihre schwierigen Lebensumstände viel erwachsener und reifer, als es eine Neunzehnjährige eigentlich sein müsste. Sie musste immer ihr eigenes Rettungsnetz sein und konnte sich nie zurücklehnen und auf andere verlassen. Das tut einem beim Lesen schon leid, aber es macht Jordan auch unglaublich stark.
Ich will gar nicht zu viel zu Pike spoilern, denn allein die Enthüllung zu ziemlich zu Beginn, hat mich schon umgehauen. Ich hätte nie geglaubt, wie gekonnt die Autorin den Twist hinbekommt, dass Pike und Jordan niemals seltsam wirken. Man spürt die Chemie zwischen ihnen von Anfang an, aber es ist auch verständlich, warum beide zögern.
Ich mochte sowohl Jordan als auch Pike sehr gern und ihre starken Gefühle füreinander haben mich sehr berührt. Dieses Buch zeigt, dass man Liebe nicht in starre Muster pressen kann und dass auch ein großer Altersunterschied kein Hinderungsgrund sein muss.

Mein Fazit:
Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 22.11.2023

Im Schatten der Wahrheit

Starling Nights 1
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„Starling Nights 1“ von Merit Niemeitz ist eine fesselnde New Adult Fantasy mit Dark Academia Atmosphäre.
Mabel hat eines der begehrten Stipendien für die bekannte Cambridge University ergattert und will ...

„Starling Nights 1“ von Merit Niemeitz ist eine fesselnde New Adult Fantasy mit Dark Academia Atmosphäre.
Mabel hat eines der begehrten Stipendien für die bekannte Cambridge University ergattert und will unbedingt diese einmalige Chance nutzen und ihr Studium durchziehen. Auf Partys oder andere Ablenkungen würde Mabel am liebsten komplett verzichten, aber ihre beste Freundin Zoe schleppt sie zu einem mysteriösen Treffen mit den Freunden ihres neuesten Flirts. Mabel kann Zoes Begeisterung nicht wirklich teilen und ist zunehmend besorgt, weil sich diese immer weiter verändert. Bei ihren Nachforschungen stößt Mabel auf eine jahrhundertealte Geheimgesellschaft, den Bund der Stare, in deren Umfeld sich immer wieder seltsame Todesfälle häufen. Zu ihnen gehört offenbar auch Cliff, der aber ganz anders zu sein scheint als seine Freunde.

Merit Niemeitz fängt das Dark Academia Feeling sehr gut ein, aber ich habe ehrlich gesagt auch nichts anderes von ihr erwartet. Ihr Schreibstil ist immer sehr gefühlvoll und wortreich, so dass sie mit ihren außergewöhnlichen Formulierungen Bilder im Kopf malen kann. Die Grundidee der mysteriösen Geheimbünde an alten und elitären Universitäten ist vielleicht nicht neu, aber auf jeden Fall spannend und mit einigen neuen Ideen gut umgesetzt.
Zu Beginn mochte ich Mabel und ihre toughe und selbstbewusste Art definitiv mehr, als später gegen Ende des Buches. Ich konnte mit ihr und ihren Zweifeln mitfiebern, aber im Laufe der Handlung entwickelte sie sich in eine Richtung, die mich nicht mehr abholen konnte. Mabel wirft ihrer Freundin Naivität vor, was durchaus seine Berechtigung hat, aber selbst ignoriert sie alle Warnungen, Gefahren und offensichtliche Zusammenhänge, weil sie Cliff ja so toll findet. Die Red Flags schlagen ihr förmlich ins Gesicht, aber Mabel hält sich für unverwundbar und unantastbar. Das passte gar nicht zu ihrem eigentlich cleveren Charakter und hat mich irgendwann massiv gestört. Im Gegensatz zu Zoe steht Mabel nämlich nicht unter manipulativen Einflüssen, sondern trifft die hochgradig naiven Entscheidungen höchstselbst.
Cliff bleibt ein wenig blass, wobei ich bei seiner Storyline viel Potenzial sehe. Daher bin ich auf den zweiten Band gespannt, denn Zoe und Ashton sind auch sehr interessante Charaktere. Ich hoffe auf jeden Fall, dass in der Fortsetzung noch mehr Hintergründe zum Bund der Stare folgen, der ja aus mehr als nur den paar Leuten aus Cambridge besteht.

Mein Fazit:
Eine gelungene Romantasy mit kleinen Schwächen, für die ich aber trotzdem gern eine Leseempfehlung gebe!

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Veröffentlicht am 21.11.2023

Drama, Baby

Ein ganz besonderes Weihnachtsfest
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„Ein ganz besonderes Weihnachtsfest“ von Lucie Castel ist eine witzige und turbulente Weihnachts-Romance, in der eine Traumhochzeit im Chaos versinkt.
Die Französin Scarlett und der Engländer Will haben ...

„Ein ganz besonderes Weihnachtsfest“ von Lucie Castel ist eine witzige und turbulente Weihnachts-Romance, in der eine Traumhochzeit im Chaos versinkt.
Die Französin Scarlett und der Engländer Will haben sich vor zwei Jahren auf den ersten Blick ineinander verliebt. Die Verlobung folgte ein Jahr später und nun steckt Scarlett bis zum Hals in den stressigen Vorbereitungen für ihre romantische Weihnachtshochzeit. Leider scheint Will seit ein paar Monaten ziemlich abgelenkt und so bleibt alles an Scarlett hängen. Doch nur eine Woche vor dem großen Tag geht alles spektakulär den Bauch runter. Der Hochzeitsplaner segnet überraschend das Zeitliche und alle Pläne versinken spektakulär im Chaos. Kein Wunder, dass Scarlett langsam an ein Zeichen des Universums glaubt und ihre Hochzeit am liebsten absagen möchte.

Das Buch setzt die weihnachtliche Lovestory von Scarlett und Will unterhaltsam fort, aber man muss die Vorgängergeschichte um ihr Kennenlernen nicht unbedingt gelesen haben, um mit diesem Hochzeitsroman Spaß zu haben. Lucie Castel hat einen leichten und lockeren Schreibstil und mit der zum Drama neigenden Scarlett wird es garantiert nicht langweilig.
Scarlett hat in Will ihren Traummann und perfekten Partner gefunden, dessen englische Zurückhaltung und Gelassenheit ihr französisches Temperament ausgleicht. Scarletts Hang zur Theatralik und ihr gefühlsbetontes Auftreten stehen im krassen Gegensatz zu Wills steifer und snobistischer Familie, aber wie es aussieht, gibt es Vorurteile auf beiden Seiten.
Die gesamte Handlung wird aus der Perspektive von Scarlett erzählt, war zumindest sehr humorvoll ist. Will bleibt dafür ein wenig blass, aber er ist trotzdem sehr sympathisch.
Das Hochzeitschaos und die verzweifelten Rettungsversuche sind auf jeden Fall sehr amüsant und witzig. Ich liebe die spritzigen Dialoge und den trockenen Humor, der vor allem in der wundervollen Dynamik zwischen Scarlett und Will zum Ausdruck kommt.
Ob am Ende alle glücklich um den Weihnachtsbaum versammelt sind, sollte man unbedingt selbst im Buch lesen.

Mein Fazit:
Ich gebe sehr gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 21.11.2023

Verschwundene Träume

Two Lives to Rise (Breaking Waves 2)
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„Two Lives to Rise“ von Kristina Moninger ist der zweite Band ihrer spannenden Breaking Waves Reihe, die sich um das Schicksal von fünf Freundinnen dreht.
Isabella stammt aus einer reichen und einflussreichen ...

„Two Lives to Rise“ von Kristina Moninger ist der zweite Band ihrer spannenden Breaking Waves Reihe, die sich um das Schicksal von fünf Freundinnen dreht.
Isabella stammt aus einer reichen und einflussreichen Familie und ist Erbin eines Luxushotels. Das ändert aber nichts daran, dass sie in ihrer traumhaften Villa an der Küste absolut einsam ist. Gegenüber anderen Menschen zieht Isabella ihre Schutzmauern hoch und wirkt wie eine unnahbare Eiskönigin. Doch ihr neuer Nachbar Preston stört ihre selbst gewählte Isolation gewaltig. Mit seinen lautstarken Renovierungsarbeiten treibt er Isabella in kürzester Zeit zur Weißglut und lässt die sonst so beherrschte Geschäftsfrau Feuer spucken. Außerdem wühlen die Ermittlungen ihrer einst besten Freundinnen Avery und Odina zum Verschwinden ihrer Freundin Josie vor zehn Jahren alte Wunden auf.

Das Geheimnis um Josie und ihr Schicksal wird ein weiteres kleines Stückchen gelüftet und zwar diesmal aus der Perspektive von Isabella. Das ist sehr spannend und interessant, da die ungewöhnliche Dynamik zwischen den fünf Freundinnen aus einer weiteren Sichtweise betrachtet wird, die ganz anderes ist, als die von Avery. Kristina Moninger erzählt erneut aus der Gegenwart und baut zwischendrin immer wieder Rückblicke in die Vergangenheit ein, die vieles in einem anderen Licht erscheinen lassen.
Ich gebe zu, dass ich mit Isabella nicht so richtig warm geworden bin. Ihr Verhalten erklärt sich aus ihren traumatischen Erfahrungen, aber trotzdem habe ich keinen richtigen Zugang zu ihr gefunden.
Bei Preston geht es mir ähnlich. Er ist zwar sehr sympathisch, aber irgendwie bleibt immer noch eine gewisse Distanz zu ihm, die ich nicht überwinden konnte. Der Funke sprang nicht über.
Das Verhältnis der Freundinnen wird auch durch den neuen Blickwinkel nicht unbedingt besser. So wirklich Freundschaft würde ich ihre Beziehung zueinander noch nicht einmal nennen. Es hat eher manchmal etwas von einer Zweckgemeinschaft mit toxischen Zügen, denn mit dem Vertrauen und der Offenheit untereinander ist es nicht weit her.
Ungeachtet dessen ist die Story fesselnd und faszinierend, so dass ich auf die Fortsetzung gespannt bin.

Mein Fazit:
Ich gebe gern eine Leseempfehlung!

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