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Veröffentlicht am 12.05.2020

fesselnder Thriller

Blackout
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Klappentext: "Die Ärzte sagen, dass Drew Glück hatte: Ohne die Notoperation nach dem epileptischen Anfall hätte sein Hirntumor ihn binnen kurzem umgebracht. Die Polizei hat weniger gute Nachrichten: Sie ...

Klappentext: "Die Ärzte sagen, dass Drew Glück hatte: Ohne die Notoperation nach dem epileptischen Anfall hätte sein Hirntumor ihn binnen kurzem umgebracht. Die Polizei hat weniger gute Nachrichten: Sie hat Drew nachts neben der Leiche seiner Ex-Freundin gefunden, das blutverschmierte Messer noch in der Hand. Verzweifelt beteuert er seine Unschuld. Doch in Wahrheit kann er sich an nichts erinnern …"

Vom Autor habe ich die Orphan-Reihe gelesen, die mich schwer begeistert hat. In "Blackout" bleibt er seinem Schreibstil treu, wunderbar flüssig zu lesen, bildhaft und lebendig, ich hatte die meiste Zeit über Kopfkino und die Szenerie bildlich vor Augen.

Drew ist in einer wirklich misslichen Lage. Er hat keine Erinnerung an den Abend, ist sich nicht sicher, ob er seine Ex ermordet hat. Doch dies versucht er unter vollem Einsatz herauszufinden. Sämtliche Kontakte, die er als Schriftsteller zu Rate gezogen hat, sollen ihm nun helfen. Während er noch nach der Wahrheit sucht, wird er erneut festgenommen. Eine Frau wurde auf gleiche Art und Weise wie seine Ex ermordet, alles spricht für ihn als Täter.

Mit Drew bin ich schnell warm geworden, er und auch die anderen wichtigen Protagonisten sind toll beschrieben. Vor allem haben sie Wiederekennungwert. Sein kleiner neuer Freund Junior ist ein besonders helles Kerlchen. Auch Caroline, die er im Verlauf kennenlernt, ist als Figur gut angelegt. Lebendige Figuren, die authentisch wirken.

Der Plot ist fesselnd, gut aufgebaut, so dass ich bis zum Ende keinen blassen Schimmer hatte, was den Mörder angeht. Ich habe die ganze Zeit mitgerätselt und überlegt, was hinter allem steckt. Der Schluss war überraschend, aber stimmig und schlüssig, es bleiben keine Fragen offen.

Fazit: Ein rundum fesselnder Thriller, von mir gibt es eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 08.05.2020

spannender Plot und viel Atmosphäre

Blutige Düne
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Klappentext: "Ein kalter Sturm fegt über Sylt, und wer schuldig ist, wird sterben ...

Der lang ersehnte Kurzurlaub von Kommissarin Liv Lammers endet abrupt, als in der Mörderkuhle bei Tinnum ein Toter ...

Klappentext: "Ein kalter Sturm fegt über Sylt, und wer schuldig ist, wird sterben ...

Der lang ersehnte Kurzurlaub von Kommissarin Liv Lammers endet abrupt, als in der Mörderkuhle bei Tinnum ein Toter gefunden wird. "Schuldig" steht mit schwarzem Nagellack auf seiner Haut. Das Opfer: ein Rocker, der für seine Skrupellosigkeit bekannt ist. Liv und ihre Kollegen von der Flensburger Mordkommission denken zunächst an eine Vergeltungsaktion. Doch bald gibt es einen zweiten Mordanschlag auf einen jungen Mann, der als Freiwilliger für eine Meeresschutz-Organisation arbeitet. Die Handschrift des Täters ist dieselbe ..."

"Blutig Düne" ist der vierte Fall für Liv Lammers, für mich war es der erste. Hier habe ich bisher definitiv etwas verpasst. Ich mag Küsten-/Inselkrimis besonders wegen ihrer Atmosphäre, wegen den schnell wechselnden Wetterlagen, bedrohlichen Stürmen, das Küstenfeeling an sich. Außerdem sind sie für mich wie ein kleines Stückchen Urlaub.


Hier hat für mich alles gestimmt. Die Atmosphäre auf Sylt fängt die Autorin wunderbar ein, die Szenerie war für mich greifbar mit markanten Orten auf Sylt, dem Meer, den Dünen, all das hatte ich bildlich vor Augen. Geschrieben in einem wunderbar flüssigen, bildhaften Schreibstil.


Liv Lammers ist ist eine Figur zum mitfiebern, eine Frau mit Vergangenheit, die ihr Päckchen zu tragen hat. Neben der Ermittlungsarbeit, die durch einige eigenwillige Kollegen auch noch erschwert wird, erfährt man einiges über Livs Privatleben. Das macht sie für mich greifbar, ihr Hintergrund ist wichtig, um sie als Persönlichkeit verstehen zu können. Sie ist vielschichtig und sehr gut skizziert, eine starke Frau in die ich mich gut hineinversetzen konnte. Ihr direkter Kollege und Partner ist ein interessanter Gegenpart, zusammen sind sie ein sehr gutes Team.


Der Fall ist komplex und überhaupt nicht zu durchschauen, was mir gut gefallen hat. Nichts ist schlimmer als ein vorhersehbarer Plot. Bis fast zum Ende hatte ich keinen blassen Schimmer, wer als Täter infrage kommt. Mit meinen Vermutungen war ich diesmal auf dem Holzweg. Die Ermittlungsarbeit ist klasse beschrieben, ein Krimi zum miträtseln.


Fazit: Ein rundum gelungener Sylt-Krimi mit interessanten Figuren, einem fesselnden Plot und jeder Menge Spannung. Die vorigen Teile werde ich definitiv lesen und freue mich jetzt schon auf eine Fortsetzung. 5 verdiente Sterne

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Veröffentlicht am 05.05.2020

nicht ganz überzeugt

Lied des Zorns
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Mark Fahnert behandelt in seinem Thriller "Lied des Zorns" ein ganz aktuelles Thema: Islamistischen Terrorismus. Abu Kais, der Drahtzieher eines geplanten Anschlags auf europäischem Boden, wird von den ...

Mark Fahnert behandelt in seinem Thriller "Lied des Zorns" ein ganz aktuelles Thema: Islamistischen Terrorismus. Abu Kais, der Drahtzieher eines geplanten Anschlags auf europäischem Boden, wird von den Geheimdiensten schon lange gesucht. Diesmal soll er endlich zur Strecke gebracht werden.
Saskia Meinert, eine Geheimagentin, stirbt bei einem Einsatz. Sie war mit der Aufgabe betraut, Anschläge zu verhindern und wußte, dass ihre Feinde auf ihrer Spur waren. Ihrer Zwillingsschwester, der früheren Elitesoldatin Wiebke, kann sie vor ihrem Tod noch eine Nachricht hinterlassen. Als Wiebke von Saskias Tod erfährt, will sie den oder die Mörder finden.

Thriller mit aktuellem Themen finde ich besonders fesselnd, der politische Hintergrund hatte mich hier gereizt. Leider fiel mir der Einstieg und die Handlung nicht leicht, zu viele Akteure, zu viele Handlungsstränge, um den roten Faden zu finden, der durch die Geschichte führt. Grundsätzlich habe ich kein Problem mit vielen Protagonisten und Strängen, doch hier fehlte mir einfach die klare Linie. Durch die vielen schnellen Szenenwechsel wurde der Spannungsbogen oft unterbrochen, schade.

Die angeschnitten politischen und religiösen Themen sind gut aufbereitet, es wird klar wie schwer es ist, den Kampf gegen den religiösen Terrorismus zu führen und international zu koordinieren.

Etwas schade fand ich, dass Saskia, die gut gezeichnet war und mit der ich mich ansatzweise identifizieren konnte, so früh aus der Handlung genommen wurde. An ihre Stelle tritt ihre Schwester Wiebke, der ich leider nicht nahe kam. Aufgrund der Vielzahl der Akteuer blieben die meisten für mich oberflächlich angelegt, austauschbar, mir fehlte der Wiedererkennungswert, die Tiefe.

Fazit: Fesselnde Thematik, guter Schreibstil. Das Potential wurde jedoch nicht ausgeschöpft, die Handlung verlor sich in zu vielen Schauplätzen und Nebenhandlungen. Da mich das Thema interessiert würde ich der Fortsetzung noch eine Chance geben. 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 03.05.2020

Romance-Thriller

Der Bodyguard
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Klappentext: "Eine alte Schuld, ein mörderischer Racheplan und verbotene Gefühle:

Der Personenschützer Maik ist neu im Sicherheitsteam der Familie des schwerreichen Industriellen Peter van Holland – sein ...

Klappentext: "Eine alte Schuld, ein mörderischer Racheplan und verbotene Gefühle:

Der Personenschützer Maik ist neu im Sicherheitsteam der Familie des schwerreichen Industriellen Peter van Holland – sein Auftrag: er soll Lynn beschützen, die das behütete Leben einer äußerst wohlhabenden jungen Frau genießt.

Was zunächst wie ein einfacher Job erscheint, bringt Maik bald in unerwartete Schwierigkeiten. Nach einem ungewöhnlichen Kennenlernen verliebt sich Maik hoffnungslos in Lynn, die seine Gefühle trotz aller Schwierigkeiten erwidert. Als die Sicherheitsstufe wegen verdächtiger Vorkommnisse erhöht wird, unterschätzt Maik die Gefahr und muss zusehen, wie die Frau, die er liebt, brutal entführt wird. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, der nur gewonnen werden kann, wenn Maik gegen alle Regeln verstößt."

"Der Bodyguard" ist ein Thriller mit Love-Story im Personenschutzmilieu, genau das hatte mich gereizt. In einem super zu lesenden, lebendigen Schreibstil rollt sich die Story auf. Anfangs lernt man Maik kennen, seinen Background, seine Freunde, wie er seinen neuen Job beginnt und Lynn kennenlernt. Ich fand die Figuren klasse beschrieben, Maik hat eine sehr sympathische Art, er hat das Herz auf dem rechten Fleck. Auch Lynn kommt sympathisch rüber. Einige Nebencharaktere sind auch toll ausgearbeitet, immer wieder unglaublich wie man sich in Menschen täuschen kann.


Die Story fängt eher geruhsam an, es dauert ein wenig bis es spannend wird, aber dann ist die Spannung schlagartig da und hält sich auch bis zum überraschenden Ende.

Insgesamt hat mir der Thriller gut gefallen, es gibt einige überraschende Wendungen und ein in sich rundes Ende, das mir sehr gut gefallen hat. 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 28.04.2020

ein Pageturner

Vengeful - Die Rache ist mein
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"Vengeful - Die Rache ist mein" ist die Fortsetzung von "Vicious - Das Böse in uns". Um die Zusammenhänge zu verstehen empfiehlt es sich auf jeden Fall mit Teil eins der Reihe zu beginnen. Die Autorin ...

"Vengeful - Die Rache ist mein" ist die Fortsetzung von "Vicious - Das Böse in uns". Um die Zusammenhänge zu verstehen empfiehlt es sich auf jeden Fall mit Teil eins der Reihe zu beginnen. Die Autorin gibt zwar genügend Infos preis, so dass der Band auch für sich gelesen werden kann, trotzdem empfehle ich mit Teil 1 zu beginnen. Zum einen, um die Zusammenhänge wirklich verstehen zu können, zum anderen weil man sich den Auftaktband einfach nicht entgehen lasen sollte. Vom ersten Teil der Reihe war ich begeistert, ich kann nur sagen dass Teil 2 diesen noch toppt. Wir haben die schon bekannten Protagonisten, wobei das Zurückholen von Victor seine Spuren hinterlassen hat, er hat ein ernstes Problem und ist auf der Suche nach jemanden, der ihm helfen kann. Auf der Suche nach dieser Person reisen Victor, Sydney und Mitch von Ort zu Ort, bleiben nie länger, um nicht zu viele Spuren zu hinterlassen. Für Sydney wird dies allerdings belastend, sie sehnt sich nach einer Freundin, der sie sich anvertrauen kann, nach Stabilität. Als sie June kennenlernt schließt sie sofort Freundschaft mit ihr und irgendwann führt der Weg für die kleine "Patchworkfamilie" wieder zurück nach Merit. Und dann wird es richtig gefährlich. Werden sich die Wege von Victor und Eli nochmals kreuzen?
Wow, was für ein temporeicher und actionreicher zweiter Teil, der spannungsmäßig richtig viel bietet. Mit Marcella Riggins und June kommen zwei neue interessante Protagonisten ins Spiel, zwei EOs mit außergewöhnlichen Fähigkeiten. Ich hatte eigentlich gedacht, dass mich in der Hinsicht nichts mehr überraschen kann, aber nein. Spannend wie Sydney ihre Fähigkeiten verfeinert, sie wirkt reifer als das Kind aus dem ersten Band. Mitch hat in diesem Teil eigentlich nur eine Nebenrolle, im Fokus stehen Marcella, June, Victor und Eli. Victor geht mit seiner Rückkehr nach Merit ein großes Risiko ein, denn die Organisation EON unter der Leitung von Stell, sucht immer noch nach Extraordinären, um sie einerseits untersuchen zu können, andererseits um sich ihre Gaben zunutze zu machen. Aber auch Stell geht ein großes Risiko ein, denn auch Eli Ever ist wieder mit von der Partie. Dazu verrate ich aber nicht mehr. Spannend fand ich diesmal, dass man in Rückblicken sehr viel über Elis Kindheit erfährt, was ihn plastisch erscheinen lässt.
Die Story ist von der ersten Seite an total fesselnd, wie schon im ersten Teil springt die Handlung immer wieder von der Gegenwart in die Vergangenheit, so dass eine ganz eigene Dynamik entsteht. Die Spannung ist konstant vorhanden, steigert sich ab der Mitte enorm um dann in einem genialen, actionreichen Showdown zu enden. Ein wahrer Pageturner. Der Plot ist gut durchdacht, mir sind keine Logikfehler aufgefallen. Allein die Idee zu der Story ist genial und hat Suchtpotential. Eigentlich eine perfekte Vorlage, um verfilmt zu werden.

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