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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.08.2024

Sophie und Nora

Du kennst sie
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Der Thriller fällt aus dem Rahmen, denn hier ist der Killer weiblich. Sophie Braam ist Chef hinter dem Bartresen, sie mixt Cocktails und kennt sich mit den Zutaten und noch so einigem anderen bestens aus. ...

Der Thriller fällt aus dem Rahmen, denn hier ist der Killer weiblich. Sophie Braam ist Chef hinter dem Bartresen, sie mixt Cocktails und kennt sich mit den Zutaten und noch so einigem anderen bestens aus. Wissen, das ihr ihre Grandma vermittelt hat. Als Barkeeperin muss sie sich mit unfreundlichen Gästen herumschlagen. Nervige oder sexistische Kommentare, ungeduldige Gäste, Besoffene, Grapscher. Irgendwann wird ihr alles zu viel und sie zieht ihre eigenen tödlichen Konsequenzen.


Zu allererst fällt der atmosphärische Schreibstil auf, er transportiert Stimmungen und lässt die Kulisse bildhaft auferstehen. Doch das alleine reicht leider nicht aus, mir fehlte die Spannung. Ich habe den Thriller gern gelesen, aber irgendwie ist die Story ziemlich geradlinig, vorhersehbar. Mir fehlte der Twist, irgendeine Überraschung, ein Aha-Effekt. Auch das Ende bleibt irgendwie zu offen, ich hätte mir einen ausführlichen Abschluss gewünscht.

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Veröffentlicht am 10.08.2024

Yokos Rache

Yoko
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Von Bernhard Aichner habe ich die Blum-Trilogie gelesen, die für mich ein Highlight war. Auf Yoko war ich gespannt, aber die Lektüre lässt mich etwas zwiegespalten zurück. Yoko ist zur falschen Zeit am ...

Von Bernhard Aichner habe ich die Blum-Trilogie gelesen, die für mich ein Highlight war. Auf Yoko war ich gespannt, aber die Lektüre lässt mich etwas zwiegespalten zurück. Yoko ist zur falschen Zeit am falschen Ort. Als sie einem Hund helfen möchte, der von zwei Männern brutalst getreten und schließlich getötet wird, ändert sich alles. Die Männer nehmen sie mit in den Wald. Nachdem die Tortur vorbei ist, hat Yoko nur noch einen Gedanken: Rache.

Der Schreibstil ist aichner-typisch, lässt sich gut lesen. Es gibt einige brutale Szenen, das ist ok. Yoko lernt man gut kennen, aber irgendwie war sie mir trotzdem nicht so nah, als dass ich hätte mitfiebern können. Erinnert irgendwie an Blum. Die Handlung ist spannend, aber viel zu unrealistisch. Es läuft für meinen Geschmack zu glatt. Der Rachegedanke nimmt den ganzen Raum ein, Yoko trifft ihre Entscheidungen und muss mit den Folgen leben. Das Ende fand ich überraschend, das hat mir gut gefallen.

Fazit: Auch wenn es Kritikpunkte gibt, hat mich das Buch doch ganz gut unterhalten. 3,5 Sterne, aufgerundet auf 4.

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Veröffentlicht am 26.07.2024

sehr genial mit viel Spannung und Wendungen

Letzte Lügen
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Will Trent und Sara Linton verbringen ihre Flitterwochen auf einer abgelegenen Lodge in den Appalachian. Die Ridgeview Lodge verspricht ein Glamping Erlebnis inmitten der Natur, abgeschieden und nur zu ...

Will Trent und Sara Linton verbringen ihre Flitterwochen auf einer abgelegenen Lodge in den Appalachian. Die Ridgeview Lodge verspricht ein Glamping Erlebnis inmitten der Natur, abgeschieden und nur zu Fuß zu erreichen, nur wenige Gäste, was will man mehr? Doch für die beiden sind die Flitterwochen schon nach einem Tag beendet, als ein Mord geschieht. Will Trent trifft einen "alten Bekannten" wieder und ist voll in die Ermittlungen eingebunden. Wer ist der Mörder, was das Motiv? Schnell stellt sich heraus, dass jedes Familienmitglied des McAlpine Clans dunkle Geheimnisse hat....

Wow, hier bekommt man Thrill, Karin Slaughter zeigt einmal mehr, dass sie die Queen of Crime-Thrill ist. Nicht ist wie es scheint, es gibt Wendungen und Überraschungen bis zum bitteren Ende. Jetzt schon mein Jahreshighlight 2024.

In gewohnt flüssigem Schreibstil konnte ich tief in die Story eintauchen, durch die Karte konnte man die Wege der Personen auch gut nachvollziehen. Ich habe mitgerätselt und musste meine Theorien immer wieder begraben, neue Erkenntnisse und Wendungen lassen mich sprachlos zurück. Menschliche Abgründe tun sich auf, die teils schwere Kost sind.

Fazit: Sehr genialer Thriller, eigentlich nicht mehr zu toppen!

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Veröffentlicht am 26.07.2024

schwache Fortsetzung

Signum
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"Signum" ist der zweite Teil der Stormland-Trilogie, die Handlung setzt nahtlos an den ersten Teil an. Insofern sollte man logischerweise mit dem ersten Teil "Refugium" beginnen, sonst könnte man Verständnisprobleme ...

"Signum" ist der zweite Teil der Stormland-Trilogie, die Handlung setzt nahtlos an den ersten Teil an. Insofern sollte man logischerweise mit dem ersten Teil "Refugium" beginnen, sonst könnte man Verständnisprobleme bekommen.
Es geht weiter mit den bekannten Protagonisten Kim und Julia. Im ersten Teil war ich ganz begeistert, wie sich Julia und Kim kennenlernen, wie sich die Beziehung der beiden verschiedenen Charaktere gestaltet. In diesem Teil war die Luft für mich raus. Julia wünscht sich eine feste Beziehung und das nimmt für meinen Geschmack viel zu viel Raum ein. Ich empfand Julia zunehmend nervig, auch mit ihrer Verbissenheit, endlich mal ein Buch zu schreiben das mehr Substanz hat.
Kim ist für mich nach wie vor der interessantere Charakter, auch wenn er in diesem Teil auf Abwegen ist und den Rächer spielt.
Die Handlung wirkt gewollt konstruiert, hatte teilweise groteske Züge, so kam für mich auch leider wenig Spannung auf. Sehr schade, denn der erste Teil war ein wirkliches Highlight. Jetzt warte ich auf den nächsten Teil und hoffe dass er es schafft, mich wieder voll mitzureißen.

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Veröffentlicht am 08.07.2024

endet ziemlich abrupt mit offenem Ende

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Die 16jährige Lena Palmer wird von ihrem Vater vermisst gemeldet, bei ihrem älteren Freund ist sie nie angekommen. Was ist passiert? Kurze Zeit später kursiert ein Video im Internet, das sich rasant verbreitet: ...

Die 16jährige Lena Palmer wird von ihrem Vater vermisst gemeldet, bei ihrem älteren Freund ist sie nie angekommen. Was ist passiert? Kurze Zeit später kursiert ein Video im Internet, das sich rasant verbreitet: Die Gruppenvergewaltigung von Lena.

BKA-Kommissarin Yasira Saad und ihre Kollegen übernehmen den Fall, die Ermittlungen laufen auf Hochtouren, doch es stellen sich keine Erfolge ein. Weder der Tatort noch die Täter können ermittelt werden. Nicht der kleinste Hinweis. Der mediale Druck wird enorm, in den sozialen Medien kocht die Stimmung noch. Yasira Saad und ihre Tochter geraten in Gefahr.

Ein aktuelles Thema, sehr gut geschrieben, doch mit viel Luft nach oben. Außer Yasira Saad bleiben alle anderen Beteiligten viel zu blass. Die Figuren kommen auch zu stereotyp rüber, keiner ist vielschichtig, es gibt nur s/w. Yasira wirkt verbissen und bringt sich durch ihre Alleingänge in Gefahr.

Die Handlung nimmt irgendwann ab Mitte an Tempo auf, vor allem, als Yasira eine ganz neue Idee zu den Ermittlungen kommt. Nur leider endet die Story dann ziemlich abrupt. Lenas Schicksal wird nicht aufgeklärt und was mit Yasira passiert, bleibt offen. Geht für mich gar nicht, die Geschichte ist nicht zu Ende erzählt. So bleibe ich als Leser unzufrieden zurück, schade um die Zeit.

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