Temporeicher, aktueller Politthriller
Der Wortschatz des TodesIrina Starilenko,eine ehemalige BKA-Ermittlerin, wird von ihrem Bruder Konstantin kontaktiert, mit der Bitte seinem Freund Oeksi zu helfen. Oleksandr, Oleksi, der nach dem russischen Angriffskrieg aus ...
Irina Starilenko,eine ehemalige BKA-Ermittlerin, wird von ihrem Bruder Konstantin kontaktiert, mit der Bitte seinem Freund Oeksi zu helfen. Oleksandr, Oleksi, der nach dem russischen Angriffskrieg aus der Ukraine geflüchtet ist, steht unter Verdacht einen polnischen Geschäftsmann namens Majewski erschossen zu haben. Zu allem Überfluss hat er auch schon gestanden. Irina unterstützt Oleksis Verteidiger Julian Bergmann bei diesem Fall als Privatermittlerin, auch um ihren Bruder zu schützen.
Die Geschichte ist sehr dicht an Informationen und wird dicht und temporeich erzählt. Der Schreibstil ist flüssig, klar und verständlich. All dies sorgt dafür, dass man rasch durchs Buch kommt, unter anderem auch weil die Spannung, durch immer neue Ereignisse hoch bleibt. Dies ist auch nicht zuletzt auch dem aktuellen Thema geschuldet und der doch eher höheren Plausibilität, dass sehr viele Dinge so schon passiert ist oder passieren können.
Man erfährt im Laufe der Erzählung mehr über die Geschichte der Familie der Protagonisten und taucht damit auch immer weiter in die Geschichte der Ukraine ein. Es werden Aufstände, Hungersnöte, Repressalien und Unterdrückung in der Sowjetunion und der neuern Zeit behandelt. Man erkennt welche Auswirkungen all dies bis in die heutige Zeit und die heutigen Konflikte hat. Auch wie sehr das private Leben und Schicksale, durch all das beeinflusst werden. In manchen Geschichts- und Hintergrund lastigen Bereichen benötigt man als nicht so informierte Person jedoch sicher etwas Ruhe um die Dinge zu verarbeiten und einordnen zu können. Immerhin sind die Zusammenhänge doch komplex.
Die Charaktere sowohl der Haupt- und Nebenfiguren sind gut und glaubwürdig gezeichnet. Speziell Irina Starilenko weist viele Ecken und Kanten auf, und kämpft auch gegen ihre eigenen Dämonen. Dies macht den Charakter sehr glaubwürdig und spannend. Aber auch Nebenfiguren wie ehemalige BKA-Kollegen und Kontakte waren für mich gut getroffen, auch da sehr originell.
Insgesamt kann ich das Buch jedem empfehlen, der einen temporeichen, gut recherchierten Politthriller mit sehr aktuellem Bezug sucht. Ich hoffe noch mehr von Irina Starlineko lesen zu dürfen.