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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.11.2025

Umgang mit einer Krankheit

Elf ist eine gerade Zahl
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Mit nur 14 Jahren erhält Paula eine erneute Krebsdiagnose. Eine schwere Zeit für sie und besonders ihre Mutter, die wollte, sie hätte Superkräfte für ihre Tochter, beginnt…
Schon zu Beginn zeigt sich Martin ...

Mit nur 14 Jahren erhält Paula eine erneute Krebsdiagnose. Eine schwere Zeit für sie und besonders ihre Mutter, die wollte, sie hätte Superkräfte für ihre Tochter, beginnt…
Schon zu Beginn zeigt sich Martin Beyers besonderer Schreibstil. Er nutzt viele Ellipsen und Fragen, auf die, wie es in der Natur der Sache bei so einer schweren Krankheit liegt, noch keine eindeutigen Antworten gefunden werden können. Hauptsächlich wird man mit den Innenleben von Katja, Paulas Mutter, vertraut gemacht. Die innere Zerrissenheit zwischen Hoffnung und Trauer hat mich sehr zum Nachdenken angeregt. Hierbei hätte ich mir jedoch auch mehr Einblicke in Paulas Gedanken und Gefühle gewünscht. Für den Leser blieb es aber bei einer Draufsicht, die oberflächlich blieb, da man Paula größtenteils nur als vegetierende Person im Krankenbett erlebt.
Doch neben der Krankheit spielen auch die Familie und der Umgang mit Paula eine Rolle. Als alleinerziehende Mutter ergeben sich mit Paulas Vater Differenzen. Das hätte gerne noch weiter ausgeführt werden dürfen.
Über die ganze Geschichte hinweg erzählt Katja ihrer Tochter eine Geschichte um einen Fuchs. Diese hat mich leider weder gefesselt noch habe ich den Sinn bzw. die Verbindung zur Rahmhandlung erfassen können. Für mich persönlich schade, da dieser Teil viel Raum eingenommen hat.
Alles in allem habe ich das Buch mit gemischten Gefühlen beendet. Paulas Schicksalsschlag ist sehr berührend und ich finde, man hätte ihr mehr Raum zur Entfaltung geben können und die Binnengeschichte um den Fuchs sinnvoller einbinden können.

Veröffentlicht am 16.11.2025

Gesamtpaket 1A

Our darkest Lies
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Tagsüber ist Cheryl Baker die perfekte Studentin, nachts jedoch schlüpft sie in eine andere Rolle. Sie wird in die geheime Gesellschaft der Styx geladen, die großes Potenzial in ihr sieht und sie zu einem ...

Tagsüber ist Cheryl Baker die perfekte Studentin, nachts jedoch schlüpft sie in eine andere Rolle. Sie wird in die geheime Gesellschaft der Styx geladen, die großes Potenzial in ihr sieht und sie zu einem gefährlichen Auftrag anheuert.
Mit Cheryl Baker erschafft die Autorin eine unglaublich taffe Figur, die durch ihre Ecken und Kanten authentisch wird. Denn auch sie ist nicht unfehlbar. Zwischen ihr und zwei männlichen Figuren in der Geschichte entsteht eine knisternde Atmosphäre, bei der die Spannung über das ganze Buch hinweg gehalten wird. Sara Rivers zaubert heiße, kreative, intensive intime Szenen, wie ich sie selten in Büchern gelesen habe.
Es besteht zudem ein ausgewogenes Verhältnis zur Haupthandlung um die Gesellschaft der Styx. Puzzleteil für Puzzleteil erfährt man mehr über die Mitglieder und ihrer Vielschichtigkeit. Die Autorin watet mit Überraschungsmomenten auf und steigert die Spannung zum Ende dieses ersten Teils ins Unermessliche.
Insgesamt verkörpert dieses Buch die perfekte Mischung aus Action, unerwarteten Wendungen und heißen Szenen.

Veröffentlicht am 15.11.2025

Enttäuschend umgesetzt

Girls of Dark Divine − Eine Tänzerin. Ein Fluch. Eine verzweifelte Liebe.
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Emberlyn und die Marionetten dachten, sie würden sich ihren Lebenstraum erfüllen, indem sie unter Malcolms Hand tanzen. Doch dieser steuert sie mit einem Fluch, der ihnen nicht nur jegliche Lebensfreude ...

Emberlyn und die Marionetten dachten, sie würden sich ihren Lebenstraum erfüllen, indem sie unter Malcolms Hand tanzen. Doch dieser steuert sie mit einem Fluch, der ihnen nicht nur jegliche Lebensfreude genommen hat, sondern auch an ihren physischen Kräften zerrt…
Für mich war er sehr problematisch, dass die Protagonistin zwar sehr viel darüber spricht und nachdenkt, dem ihnen auferlegten Fluch zu entkommen, jedoch nicht in die Tat umsetzt. Das, was sie versucht, spielt sich auf wenigen Seiten ab, sodass es schnell wieder still wird.
Mitfiebern konnte ich auch nicht so richtig, denn warum auch? Die Autorin hat mir nicht gezeigt, was die anderen Mädchen, die anderen Marionetten ausmacht. So habe ich mein Hauptaugenmerk auf Emberlyn gerichtet, die ihr Kämpferherz täglich unter Beweis stellt.
Während mir die Geschichte durchweg zu ruhig war, konnte das turbulente Ende mich abholen. Hier hat die Autorin gezeigt, dass sie ihr Potenzial doch ausschöpfen kann. Nur warum nicht schon eher?
Alles in allem bleibe ich enttäuscht von der Umsetzung, zumal die Idee so genial war.

Veröffentlicht am 15.11.2025

Fehlende Connection

House of the Beast
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Um ihre schwer erkrankte Mutter zu retten, opfert Alma ihren Arm. Doch als ihre Mutter es trotzdem nicht überlebt, schwört sie Rache und hat dabei einen mächtigen Gott an ihrer Seite.
Die Geschichte klingt ...

Um ihre schwer erkrankte Mutter zu retten, opfert Alma ihren Arm. Doch als ihre Mutter es trotzdem nicht überlebt, schwört sie Rache und hat dabei einen mächtigen Gott an ihrer Seite.
Die Geschichte klingt zunächst vielversprechend und Michelle Wongs Schreibstil ist wortgewaltig und teilweise nichts für schwache Nerven. So findet auch Gewalt Einzug in ihr Buch. Und dennoch fehlte mir etwas, dass ich mich in dieser düsteren, detailreichen Welt in die Protagonistin Alma einfühlen konnte, mit ihr eifern konnte. Und das, obwohl Alma sehr viel miterleben muss.
So bleibt die Handlung zu keinem Zeitpunkt auf der Strecke. Ständig passiert etwas Neues und Unerwartetes. Wiederum interessant machen es insbesondere die anderen Figuren, von denen man als LeserIn nicht weiß, ob man ihnen trauen kann. Ständig habe ich mich diesbezüglich hin- und hergerissen gefühlt.
Wer ausgeklügelte Fantasy mit unvorhersehbaren Wendungen sucht, der ist hier genau richtig.

Veröffentlicht am 09.11.2025

Super Gesamtpaket

Velvet Falls, but the Gods forgot to die (Velvet-Dilogie 1)
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Velvets größter Wunsch ist es, zum Hexenzirkel zu gehören. Doch in der Realität jagt sie Dämonen. Als sie erfährt, dass sich die Götter aufgrund eines Virus in Gefahr befinden, kontaktiert Velvet notgedrungen ...

Velvets größter Wunsch ist es, zum Hexenzirkel zu gehören. Doch in der Realität jagt sie Dämonen. Als sie erfährt, dass sich die Götter aufgrund eines Virus in Gefahr befinden, kontaktiert Velvet notgedrungen ihren Exfreund Kashmere. Mit seiner Hilfe hofft sie, das Gegenmittel besorgen zu können…
Julia Dippel erschafft eine ausgereifte futuristische Welt, die aufgrund der bunt gemixten Elemente einen besonderen Sog auf mich hatte. Damit meine ich nicht nur das Worldbuilding und die Gegebenheiten, sondern auch die skurrilen, eigensinnigen Figuren. Velvet hat mich als Protagonistin absolut begeistern können, da sie eine große Willenskraft hat, aber auch ihrem Leben Steine in den Weg gelegt werden. Der Dämon, der in ihrem Inneren schlummert, verleiht ihr jedoch Kräfte, mit denen sie sämtliche Herausforderungen zu bewältigen vermag. Das jedoch nicht ohne einen Preis, denn ihr unbändiger Hunger auf Essen und Intimitäten kommt nicht immer gelegen!
So gelingt es der Autorin, Ernsthaftigkeit mit einer Situationskomik zu paaren, was mich immer mal wieder schmunzeln lies. Aufgrund des Hungers auf Sex sollte man auch wissen, dass die Geschichte einige spicy- Szenen beherbergt.
Zu Kashmere, Velvets Exfreund, habe ich weniger Zugang finden können. Er behandelte Velvet herablassend. Das hat die Geschichte allerdings gebraucht, denn so konnte Velvet einmal mehr beweisen, dass sie nicht kleinbeigibt, sondern ihm die Kante zeigt.
Das große Finale konnte mich nochmal komplett mitreißen. Die Geschichte nahm eine unerwartete Richtung an, die sich authentisch zu den vorangegangenen Ereignissen darstellte.
Alles in allem kann ich das Buch jedem ans Herz legen, der sich nicht an dem toxischen männlichen Protagonisten stört. Julia Dippels Fantasyroman hat von kreativen Figuren, einem faszinierenden Worldbuilding und straffen Handlungen alles zu bieten.

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