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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.08.2021

Über das Glück

Die Kunst, einen Elefanten zu reiten
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Das Buch zeigt dem Leser, wie viele Wege zum Glück führen können. Der Leser kann aus simplen Tipps lernen und sein persönliches Glück finden.



Meine Meinung:
Das Buch unterteilt sich in viele kurze ...

Das Buch zeigt dem Leser, wie viele Wege zum Glück führen können. Der Leser kann aus simplen Tipps lernen und sein persönliches Glück finden.



Meine Meinung:
Das Buch unterteilt sich in viele kurze Kapitel, die sich angenehm leicht und schnell lesen lassen. Die Kapitel handeln von Begegnungen der Protagonisten mit verschiedenen Persönlichkeiten ab, die jedoch leider alle noch nicht so glücklich sind und einen entscheidenden Anstoß brauchen. Gerne hätte ich hier auch von einer Perspektive von Personen gelesen, die bereits rundum zufriedengeben und daraus Empfehlungen ableiten können. Die Autoren binden viele Themen mit ein, die das Privat- und Berufsleben umfassen, wie beispielsweise der Buddhismus oder etwaige Freizeitaktivitäten. Und wer sich fragt, warum der Elefant Teil des Titels ist – er verhilft auch zum Glück, aber lest selbst.
Es wird viel in Dialogen verpackt, die erfrischend und locker zu lesen sind. Die Pointe zum Glück wird stetig in einem Glückstagebuch festgehalten, welches durch eine hervorgehobene Schriftart erkenntlich wird. Beim alleinigen Durchblättern sticht das Wichtigste demnach schon ins Auge.



Fazit:
Das Buch ist sehr bereichernd in dem Punkt, sein persönliches Glück zu finden. Das Buch lebt von Begegnungen, die jedoch teilweise konstruiert wirken, sowie seinen Dialogen. Mich jedenfalls hat es schon glücklich gemacht, dieses Buch zu lesen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.08.2021

Spannendes Thema

Totentier: Psychothriller
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Inhalt:
Der von dem Tod seiner Frau geprägte Ermittler Markus Pennig muss in Grubingen grausamen Mordfällen nachgehen. Allen gefundenen Leichen wurde das Herz entfernt und das ist nicht die einzige Gemeinsamkeit. ...

Inhalt:
Der von dem Tod seiner Frau geprägte Ermittler Markus Pennig muss in Grubingen grausamen Mordfällen nachgehen. Allen gefundenen Leichen wurde das Herz entfernt und das ist nicht die einzige Gemeinsamkeit. Alle Opfer waren Tierquäler. Markus selbst ist Tierliebhaber, doch darf Tierquälerei Morde rechtfertigen?


Meine Meinung:
Mit diesem Psychothriller greift die Autorin ein sehr wichtiges und zeitloses Thema auf, die Tierquälerei. Nicole Siemer schreibt dabei sehr authentisch. Zwar steht die Tierquälerei im Fokus, jedoch lässt es sich nicht allzu bedrückend lesen, da der Leser keine oftmals gar keine Details zu den betroffenen Tieren erfährt.
Der Ermittler Markus zeigt von Beginn an seinen vielschichtigen Charakter. Einerseits ist er enthusiastisch und ist gefesselt von seiner Arbeit, andererseits plagt ihn die Zerrissenheit, den der Tod seiner Frau ausgelöst hat. Auch die Nebenfiguren sind interessant gestaltet und sind fernab von Klischees.
Bei der Geschichte dreht es sich nicht um klassische Ermittlungen, sondern der Leser erfährt viel von dem Privatleben der Figuren. An die Identität des Täters gelangt man also nicht über einen zähen Ermittlungsweg, Lange Zeit bleibt unklar, wer wirklich welche Rolle in der Geschichte einnimmt.
Die Komposition dieses Buches ist überzeugend, er einzige Knackpunkt ist für mich die Länge einiger Szenen. Manchmal bekam ich den Eindruck, wichtige Situationen seien zu schnell abgehandelt, die aber noch mehr Aufmerksamkeit und Drama verdient hätten.



Fazit:
Ein Psychothriller, der ein auf dem Buchmarkt viel zu seltenes Thema behandelt und dieses in ein interessantes Setting setzt. Ich habe es gern gelesen.

Veröffentlicht am 10.08.2021

Tolle Charaktere

Die letzte Bibliothek der Welt
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Freya Sampson schreibt über das, was wohl zu den liebsten Orten eines Buchliebhabers gehört: Die Bücherei. Doch daraus entwickelt sich schnell ein Albtraum, denn aufgrund von Kürzungen der Gelder sollen ...

Freya Sampson schreibt über das, was wohl zu den liebsten Orten eines Buchliebhabers gehört: Die Bücherei. Doch daraus entwickelt sich schnell ein Albtraum, denn aufgrund von Kürzungen der Gelder sollen Bibliotheken in ganz County geschlossen werden. Auch die Chalcoter Bücherei steht auf der roten Liste, doch das können die Bibliothekarin June und die treuen Leser nicht zulassen!
Die Handlung scheint auf den ersten Blick recht einfach zu sein, doch mehr Bedarf es auch gar nicht. Diese Geschichte ist nicht auf die Atemlosigkeit angewiesen, sondern lebt von einer Wohlfühlatmosphäre mit außergewöhnlichen Figuren, bei der keine der anderen gleicht. Sie alle verbindet das Zwischenmenschliche und auf den Zusammenhalt nicht nur der Angehörigen der Bibliothek, sondern der ganzen Stadt kommt es an.
“Die letzte Bibliothek” ist eine sehr ruhige Geschichte, die doch an mancher Stelle die Emotionen hochkochen lässt. Besonders hat mir dabei Junes besonnene, bodenständige Art gefallen. Dieser liebevolle Mensch führt uns durch die Geschehnisse in Chalcot.
Wie es in einer Bücherei sein muss, wird oftmals auch Bezug auf andere Bücher genommen. Vorwissen ist dafür nicht nötig, aber ich konnte dafür die ein oder andere Leseempfehlung für mich mitnehmen.
Einen minimalen Abzug gibt es für ein Ereignis, dass der Leser sich im Groben schon vorher denken kann, da es für mich zu plump angedeutet wurde. Daraus hätte die Autorin auch geschickt eine Pointe erschaffen können.


Fazit:
“Die letzte Bibliothek” ist mit 4 ½ Sternen eine klare Leseempfehlung von mir. Wer eine Wohlfühlatmosphäre sucht und in einem Buch voll mit Büchern abtauchen möchte, wird hier auf seine Kosten kommen.

Veröffentlicht am 08.08.2021

Rassismus und Klischees

Narbenherz
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Inhalt:
Als der junge Lukas spurlos verschwindet, steht die Welt seiner Eltern Kopf. Die Journalistin Heloise wird durch die Arbeit in seinen Fall involviert und lässt die Polizisten Erik Schäfer und ...

Inhalt:
Als der junge Lukas spurlos verschwindet, steht die Welt seiner Eltern Kopf. Die Journalistin Heloise wird durch die Arbeit in seinen Fall involviert und lässt die Polizisten Erik Schäfer und Lisa Augustin nicht alleine ermitteln.
Bei dem Buch handelt es sich um Band 2, doch Vorkenntnisse aus Band 1 nicht zwingend erforderlich.



Meine Meinung:
Der Schreibstil von Anne Mette Hancock lässt sich locker leicht lesen. Mit den Figuren wurde ich direkt auf den ersten Seiten warm. Heloise ist eine ambitionierte Journalistin und steht in engem Kontakt zu ihrem Freund und Ermittler Erik Schäfer. Auch dieser war mir von Beginn an sympathisch. Es sind nicht nur die Ermittlungen des Falls Lukas zu verfolgen, sondern die Autorin gewährt dem Leser Einblicke in das Privatleben der Ermittler.
Leider gelingt es der Autorin lange nicht, Spannung auszubauen, da die Ermittlungen dahinplätschern. Diese Ermittlungen endeten teilweise im Nichts, manches wurde ohne große Erklärung stehen gelassen und zu der Auflösung führte ein Gedanke, der nicht aus den vorangegangenen Ermittlungen resultierte. Zudem finde ich es fragwürdig, warum Heloise eine so tragende Rolle bekommt, wo gegen Ende deutlich wird, dass doch die Kriminalpolizei ihren Job auch ohne sie vollbringt.
Zudem häufen sich in einigen Passagen rassistische Aussagen und ins Visier geraten Verdächtige, die nicht der “Norm” entsprechen. Somit wird man beim Lesen häufig mit Klischees konfrontiert.

Die Auflösung konnte mich überraschen, wenn sie auch unspektakulär und auf einigen Seiten abgehandelt wurde. Für mich ist das Buch vielmehr Krimi- lastig, als dass ich es als Thriller betiteln würde, denn von grausamen Szenen wird man hier verschont.



Fazit:
Eine nicht aufkommende Spannung, die Arbeit mit Klischees und Rassismus haben mir zunehmend das Leseerlebnis verdorben. Wer bis zum Ende am Ball bleibt, darf aber noch auf eine unerwartete Auflösung hoffen.

Veröffentlicht am 08.08.2021

Gelungen

Little People, Big Dreams. Mini – Rosa Parks
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“Rosa Parks” ist ein Pappbilderbuch der Reihe “Little People, Big Dreams”, in welcher berühmte historische Persönlichkeiten kindgerecht vorgestellt werden All die behandelten Menschen haben für Großes ...

“Rosa Parks” ist ein Pappbilderbuch der Reihe “Little People, Big Dreams”, in welcher berühmte historische Persönlichkeiten kindgerecht vorgestellt werden All die behandelten Menschen haben für Großes gekämpft, wie beispielsweise für Bürgerrechte und die Freiheit. Rosa Parks ist US-amerikanischen Bürgerrechtlerin, die ihr Leben dem Kampf gegen die rassistisch begründete Rassentrennung in den USA gewidmet hat.

Marta Angelos Illustrationen sind sehr schlicht gehalten, doch sie geben das Wichtigste wieder und helfen den jungen Lesern oder auch Zuhörern beim Verstehensprozess. Auf einer Seite steht oftmals nicht mehr als ein kurzer Satz, sodass Kinder sich ganz auf diesen fokussieren können. Zudem ist die Sprache sehr kindgerecht. Ich kenne kein anderes Buch, welches so früh den Rassismus thematisiert, zumal es ein sehr aktuelles Thema in unserer Gesellschaft ist. Ist die letzte Seite geschafft, bleibt der Inhalt noch im Kopf und es können sich anregende Fragen und Gespräche zwischen Kind und Erwachsenem entwickeln.



Fazit: Ein sehr gelungenes Buch für die Kleinsten, um sich dem wichtigen gesellschaftlichen Thema Rassismus anzunähern.