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Veröffentlicht am 17.04.2022

Überschlaue Protagonistin mit Charme

Mord im Gewächshaus
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Ich habe diese Geschichte ohne große Erwartungen begonnen und habe mit einer seichten Ermittlungsarbeit eines 12- jährigen Mädchens gerechnet. Die Protagonistin Myrtle Hardcastle entpuppt sich aber als ...

Ich habe diese Geschichte ohne große Erwartungen begonnen und habe mit einer seichten Ermittlungsarbeit eines 12- jährigen Mädchens gerechnet. Die Protagonistin Myrtle Hardcastle entpuppt sich aber als viel mehr als ihr Stereotype. Sie ist überdurchschnittlich schlau, hat sich in Kindheitsjahren bereits juristisches Wissen einverleibt. Zugänglich hat dies ihr Vater, Anwalt von Beruf, gemacht, der sie nun kaum noch bremsen kann. So ist der Jugendkrimi durchaus anspruchsvoll, da eine detailreiche Ermittlungsarbeit mit Fachbegriffen, die erklärt werden, von dem Mädchen geleistet wird. Dass sie dabei schonmal over the top ist oder der Schuss nach hinten losgeht, ist vorprogrammiert – und somit ist auch der ein oder andere Lacher beim Leser. Ein weiteres Merkmal bilden die Fußnoten, die unbekannte Wörter mit viel Witz erklären.
Nachdem die Seiten regelrecht dahinflogen, geriet die Handlung bei ungefähr der Mitte des Buches ins Stocken. Ich hatte das Gefühl, auf der Stelle zu treten. Die Auflösung wurde hier bereits in Grundzügen verraten, was meine Lesemotivation dämpfte. Dennoch schätze ich die eigensinnige Protagonistin sehr und bin neugierig auf den zweiten Teil, in dem Myrtle sich einem neuen Fall widmet. 3 ½*

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Veröffentlicht am 17.04.2022

Erwartungen übertroffen

Blossom
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“Setz mich auf diese Liste. Von Menschen, denen gegenüber du nicht zu stolz bist, um sie um etwas zu bitten.” (S. 167)

Wer das Cover erblickt, wird möglicherweise von der pinken Staubwolke auf kitschigem ...

“Setz mich auf diese Liste. Von Menschen, denen gegenüber du nicht zu stolz bist, um sie um etwas zu bitten.” (S. 167)

Wer das Cover erblickt, wird möglicherweise von der pinken Staubwolke auf kitschigem rosa Hintergrund abgeschreckt sein. Doch das wäre ein fataler Fehler! Juns und Leiths Geschichte muss Aufmerksamkeit gewidmet werden und zwar weil es alles andere als kitschig ist. Es ist beflügelnd, herzzerreißend und leidenschaftlich zugleich.
Erzählt wird “Blossom” abwechselnd aus der Sicht der beiden Hauptfiguren. Jun hat eine tablettenabhängige Mutter, weshalb das ganze Familienleben angespannt ist. Mit Hingabe arbeitet sie an ihrer Schauspielkarriere und nicht nur beruflich setzt sich Jun für das ein, was sie will. Wenn sie etwas tut, dann mit voller Überzeugung. Sie ist eine Powerfrau. Leith ist mir ebenfalls auf Anhieb sympathisch gewesen. Er kommt aus einer langjährigen Beziehung und entpuppt sich als fürsorglicher Mann. Die Beziehung entwickelt sich langsam und authentisch.
Ein kleines Manko stellte die doch sehr jugendliche Sprache dar. Die Protagonisten besuchen das College und sind noch Anfang 20, doch es wirkte teilweise sehr gekünstelt.
Mit der unheimlich interessanten Jun und ihrer Backgroundstory habe ich mich gut unterhalten gefühlt. Zum Ende hin wurde mein Herz nochmal mit etwas Drama strapaziert. Ich freue mich auf den 2. Band, indem Leiths bester Freund Ryder die Hauptrolle übernehmen wird. 4 ½*

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Veröffentlicht am 04.04.2022

Schleppend

A Song of Wraiths and Ruin. Die Spiele von Solstasia
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Meine Meinung: Diese Geschichte hat es mir nicht einfach gemacht. Zahlreiche Namen, Gegenstände mit Eigennamen und ein langatmiger Schreibstil haben mir den Einstieg erschwert. Nachdem sich nach 150 Seiten ...

Meine Meinung: Diese Geschichte hat es mir nicht einfach gemacht. Zahlreiche Namen, Gegenstände mit Eigennamen und ein langatmiger Schreibstil haben mir den Einstieg erschwert. Nachdem sich nach 150 Seiten die ersten Ereignisse einstellten, habe ich wieder an Hoffnung gewonnen. Doch die Autorin wollte zu viel, die Geschichte wirkte überladen und gleichzeitig kamen essentielle Szenen für die Handlung zu kurz.
Positiv hervorgestochen ist die kreierte Welt. Die Autorin hat sich bemüht, ein komplexes Worldbuilding zu schaffen, das dabei auch verständlich ist. Besonders die magischen Elemente wie Gaben oder Serpoparden, magische Wesen, sind mir im Kopf geblieben.
Die Figuren blieben mir zu unausgereift. Karina ist die typische Rebellenprinzessin, die für ihr Volk einstehen will, aber nicht mal ihr eigenes Leben auf die Reihe bekommt. Teilweise wirkte sie pubertär und sturköpfig, statt geerdet. Aus Maliks Sicht wird der andere Handlungsstrang erzählt, konnte mich aber ebenfalls emotional abholen. Karinas Antagonist blieb mir insgesamt zu blass.
Mehr Action nimmt die Geschichte mit dem Zusammenführen der Handlungsstränge auf. Meine Hoffnung jedoch, etwas Ordnung in das wortgewaltige Buchstabenchaos zu bringen, habe ich auf den zweiten Band vertagt.

Fazit: Die magischen Elemente und Ideen der Autorin mochte ich gerne, während die Umsetzung im zweiten Teil der Dilogie noch Steigerung bedarf.

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Veröffentlicht am 04.04.2022

Innovativ

Baddabamba und die Insel der Zeit (Baddabamba, Bd. 1)
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Paula ist stets für alles zu klein oder zu jung, weshalb sie sich einen Kyte schnappt, während ihre Familie am Strand schläft. Der Wind trägt sie jedoch viel zu weit aufs Meer hinaus, bis sie die wundersame ...

Paula ist stets für alles zu klein oder zu jung, weshalb sie sich einen Kyte schnappt, während ihre Familie am Strand schläft. Der Wind trägt sie jedoch viel zu weit aufs Meer hinaus, bis sie die wundersame Insel Chronossos erreicht, wo die Zeit keine Regeln zu kennen scheint.
Der Schreibstil ist flüssig und sehr humorvoll. Nicht nur Kinder werden ihre Freude an den besonderen Figuren haben, sondern auch Erwachsene. Paula ist ein taffes junges Mädchen, dass in die Obhut von einer Oma genommen wird. Die Oma verkörpert alle drei Stunden eine bestimmte Eigenschaft, weshalb sie manchmal die Stärkste ist, dann wiederum die Verrückteste oder Traurigste. Der Gorilla Baddabamba trägt ein Geheimnis mit sich, das gelüftet werden soll und das Schwein Anna Bella sorgt stets für gute Laune.
Die Idee, der Zeit eine solche Aufmerksamkeit zu widmen, habe ich so bisher noch nicht gelesen. In verschiedenen Weisen ist sie immer wieder Thema, denn sie kann auf der Insel zurückgestellt werden oder eben die Oma beeinflussen.
Der Spaß kommt nicht zu kurz und das Abenteuer lädt zum Mitfiebern ein, doch auch wichtige gesellschaftliche Themen, wie der Umgang mit Widersachern und das soziale Miteinander haben Einfluss.
Fazit: Eine innovative Idee, von der ich nicht genug bekommen konnte. Der Band ist in sich abgeschlossen, allerdings wird nächstes Jahr ein weiteres Abenteuer folgen.

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Veröffentlicht am 21.03.2022

Liebenswert

Worlds Collide
5

“Worlds collide” entführt in die Welt der Influencer, genau genommen der erfolgreichen Youtuber. Dass Fiona etwas zu engagiert ist, wird ihr bald zum Verhängnis...

Meine Meinung:
Annabelle Stehl überzeugt ...

“Worlds collide” entführt in die Welt der Influencer, genau genommen der erfolgreichen Youtuber. Dass Fiona etwas zu engagiert ist, wird ihr bald zum Verhängnis...

Meine Meinung:
Annabelle Stehl überzeugt von der ersten Seite mit ihren ruhigen Worten, die mehr als Tinte auf Papier sind. Sie hat sich direkt in mein Herz geschrieben, ohne dass die Geschichte dafür viel Action gebraucht hat. Ganz im Gegenteil, die Geschichte um Fiona und Demian verläuft sehr ruhig und bleibt stets authentisch. Kleinere Abzüge gibt es für ein Drama zum Ende hin, wobei die Geschichte wunderbar ohne dieses ausgekommen wäre. Ein runder und vor allem realistischer Abschluss versüßt danach aber noch das Leseerlebnis.
Der Fokus liegt lange auf dem Skandal um die Youtuberin Fiona. Ihre Emotionen wurden erlebbar gemacht und es ging gar nicht anders, als mit ihr mitzubangen, zu hoffen, dass sich ihre Situation wieder besser. Sie hat ihr Päckchen zu tragen und kämpft dennoch für das, was sie begeistert. Als besonders habe ich ihre Freundschaft zu Kaycee empfunden, einen Menschen, auf den immer Verlass ist.
Demian, den männlichen Protagonisten, habe ich ebenfalls als sehr aufgeschlossenen, jungen Mann kennenglernt. Mit seinem Andersdenken über die Seiten hinweg, hat er es nochmal spannend gemacht.
Mit über 500 Seiten habe ich erst befürchtet, dass mich Längen erwarten, doch ich habe mich gut unterhalten gefühlt und würde auch nichts missen wollen, außer das Drama, wobei sich die Situation hätte anders lösen lassen.

Fazit:
Eine Geschichte, mit der sich Annabelle Stehl in mein Herz geschrieben hat. Demian und Fiona waren authentisch und so perfekt unperfekt. Ich freue mich auf die Geschichte meiner Lieblingsfigur Kaycee im zweiten Band.

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