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Veröffentlicht am 23.06.2020

atmosphärischer Debütkrimi

Nordsee-Nacht
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Es handelt sich hierbei um den Debütkrimi der Autorin Hannah Häffner.

Der Krimi spielt in zwei verschiedenen Zeitebenen. Zuerst wird in den achtziger Jahren aus einem Ferienlager berichtet, aus dem ein ...

Es handelt sich hierbei um den Debütkrimi der Autorin Hannah Häffner.

Der Krimi spielt in zwei verschiedenen Zeitebenen. Zuerst wird in den achtziger Jahren aus einem Ferienlager berichtet, aus dem ein sechsjähriges Mädchen spurlos verschwindet. Da nie eine Leiche auftaucht, weiß das Ermittlungsteam um Ulrich Wedeland nicht, ob es sich um Entführung oder Mord handelt. Der Fall konnte also nie geklärt werden und wird als Cold Case zu den Akten gelegt. Die ersten Kapitel handeln von dem Verschwinden des Mädchens und den Ermittlungen der Kriminalpolizei.

Der zweite Strang spielt dann fast 25 Jahre später, als am gleichen Ort eine Frau am Strand gefunden wird, die anscheinend keinerlei Erinnerung an ihre Vergangenheit hat. Sie weiß nicht mal wie sie heißt. Es kommt die Vermutung auf, dass es sich um das damals verschwundene Mädchen handeln könnte.

Die Autorin schreibt in einem bildhaften und zugleich wortgewaltigen Schreibstil. So benutzt sie viele Metaphern und teilweise kam beim Lesen allein schon durch diesen schönen Schreibstil düstere Spannung auf. Aber auch vom Plot her kam schnell Spannung auf. Prinzipiell hat diese dann auch wirklich bis zum Ende gehalten, d.h. der Ausgang war nicht vorhersehbar. Aber trotzdem kamen am Ende ein wenig Unklarheiten für mich auf und es war nicht alles so ganz in sich schlüssig oder stimmig.

Aber das sind nur kleine Abstriche die ich machen möchte. Alles in allem ein düsterer und atmosphärischer Krimi, der sich wirklich gut lesen lässt und durchaus auch Lust auf mehr von der Autorin erweckt. Also alles in allem ein gelungenes Krimidebüt, für das ich 4 Sterne vergebe.

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Veröffentlicht am 18.06.2020

Schöner Wohlfühlroman und beste Leseunterhaltung

Sommerzauber in Paris
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n diesem Buch geht es um zwei sehr unterschiedliche Frauen, die in Paris aufeinandertreffen. Sowohl vom Alter als auch vom Charakter liegen Welten zwischen den beiden. Aber trotzdem entwickelt sich eine ...

n diesem Buch geht es um zwei sehr unterschiedliche Frauen, die in Paris aufeinandertreffen. Sowohl vom Alter als auch vom Charakter liegen Welten zwischen den beiden. Aber trotzdem entwickelt sich eine wunderbare Freundschaft zwischen den beiden.
Ich lese die Bücher von Sarah Morgan immer sehr gerne. Aber hier hat sie sich wirklich selbst übertroffen. Es handelt sich diesmal nicht in erster Linie um einen Liebesroman, sondern eher um einen Roman über Freundschaft und Selbstfindung. Dementsprechend enthält das Buch sehr viel Tiefgang. Eingebettet ist zwar auch eine Liebesgeschichte, die aber keineswegs im Vordergrund steht.
Trotz der ernsten Töne, die eingeschlagen werden, ist das Buch wieder mit viel Gefühl und auch etwas Humor, sowie viel Charme geschrieben. Es bleibt sogar ein wenig spannend, denn bis kurz vor dem Ende, wusste ich nicht, für welchen Mann sich Hauptprotagonistin Grace entscheiden wird.
Es sind auch sehr viele wunderschöne Zitate enthalten, die ein wenig zum Nachdenken anregen. Hier ein Beispiel: „Liebe ist nichts Sicheres. Bindung braucht Mut, denn das Risiko ist hoch, dass du verletzt wirst.“ (S. 362)
Auch die Protagonisten hat Sarah Morgan wieder wunderbar und sehr authentisch dargestellt, so dass sie mit ihren Ecken und Kanten aus dem wirklichen Leben gegriffen sein könnten. Dadurch dass die Sichtweise der Protagonisten immer wechselt und die Geschichte abwechselnd aus der Sicht der beiden Hauptprotagonistinnen Grace und Audrey erzählt wird, kann man sich in beide sehr gut hineinversetzen.
Das Flair von Paris wurde genauso wunderbar eingefangen wie auch der Charme der schönen Buchhandlung. So hatte man beim Lesen regelrecht Bilder vor Augen.
Alles in allem ein absolut schöner Wohlfühlroman, der beste Leseunterhaltung bietet, aber zugleich auch ein wenig zum Nachdenken anregt.

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Veröffentlicht am 16.06.2020

Schöner Frauenroman zum Abschalten und Entspannen

Das kleine Hotel auf Island
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Es handelt sich hierbei bereits um den vierten Band der Romantic Escapes-Serie von Julie Caplin. Aber jeder Band kann völlig unabhängig von den anderen Bänden gelesen werden, da die einzelnen Bände nichts ...

Es handelt sich hierbei bereits um den vierten Band der Romantic Escapes-Serie von Julie Caplin. Aber jeder Band kann völlig unabhängig von den anderen Bänden gelesen werden, da die einzelnen Bände nichts miteinander zu tun haben.
Diesmal geht es um die Hotelmanagerin Lucy, die arbeitslos ist und verzweifelt einen neuen Job sucht. Zusammen mit ihrem letzten Arbeitsplatz hat sie auch ihren Freund verloren. Also ist es an der Zeit für einen Neuanfang. Als ihr eine auf zwei Monate befristete Stelle in einem kleinen Hotel in Island angeboten wird, sagt sie zu, und macht sich auf nach Island. Doch irgendwie werden ihr im Hotel immer wieder Steine in den Weg gelegt und es sieht nach einem neuerlichen Alptraum aus….doch Lucy wäre nicht Lucy, wenn sie sich nicht immer zu helfen wüsste.
Vorweg muss ich sagen, dass ich noch nie in Island war. Aber die Landschaft wird in diesem Buch einfach unglaublich schön beschrieben, so dass ich regelrecht Sehnsucht bekommen habe.
Auch der Schreibstil der Autorin hat mir wieder sehr gut gefallen. Sie schreibt unterhaltsam und es kommen keinerlei Längen auf. Das Buch ist immer wieder mit Humor und Wortwitz durchsetzt, so dass einfach viel Leichtigkeit entsteht. Es ist wieder eine schöne Liebesgeschichte mit viel Romantik eingebunden, natürlich gibt es auch einige Klischees. Und diesmal ist sogar auch ein wenig Spannung enthalten.
Die Protagonisten sind sehr liebevoll gezeichnet und irgendwie habe ich sie alle ins Herz geschlossen.
Alles in allem handelt es sich um ein richtiges Wohlfühlbuch mit ein wenig Urlaubsatmosphäre. Mich hat das Buch wieder richtig bezaubert und ich vergebe gerne 5 Sterne für entspannte Lesestunden.

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Veröffentlicht am 11.06.2020

Sehr berührend, aber keineswegs traurig, sondern unterhaltsam

Pandatage
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Inhalt:
Danny Malooley hat es nicht leicht. Vor einem Jahr ist seine Frau bei einem Unfall ums Leben gekommen. Nun ist er alleine mit seinem kleinen Sohn Matt. Seit dem Tod der Mutter spricht Matt überhaupt ...

Inhalt:
Danny Malooley hat es nicht leicht. Vor einem Jahr ist seine Frau bei einem Unfall ums Leben gekommen. Nun ist er alleine mit seinem kleinen Sohn Matt. Seit dem Tod der Mutter spricht Matt überhaupt nicht mehr. Nun hat Danny auch noch ganz unerwartet seinen Job verloren und sein Vermieter steht ständig auf der Matte, weil er mit den Mietzahlungen im Rückstand ist und gibt ihm noch eine Frist von 2 Monaten. Vor lauter Verzweiflung kauft sich Danny ein Pandakostüm und beginnt im Park als Straßenkünstler zu aufzutreten und als Pandabär zu tanzen. Allerdings ist er im Tanzen nicht wirklich gut….

Meine Meinung:
Wow, was für ein berührendes und bezauberndes Buch! Ich habe mit Danny und Matt gehofft, geweint und gelacht. Der Schreibstil von James Gould-Bourn hat ich sehr überrascht. Eigentlich habe ich ein etwas trauriges Buch erwartet. Aber der Autor schreibt mit so viel Charme und Herzwärme, dass ich immer wieder schmunzeln und lächeln musste. Das Buch war sehr berührend aber keineswegs traurig. Der Autor schreibt sehr feinfühlig und durchsetzt das Buch mit feinem Humor, sowie Situationskomik.
Aus einem sehr ernsten Thematik hat James Gould-Bourn eine wunderbare Vater-Sohn-Geschichte mit viel Tiefgang geschaffen, die sich aber absolut unterhaltsam liest. Für mich ist dies ein ganz wunderbarer und gefühlvolle Leseunterhaltung!

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Veröffentlicht am 11.06.2020

viel mehr als ein Reisebericht! eine tolle Möglichkeit den Jaobsweg virtuell zu gehen!

Schritt für Schritt zur eigenen Mitte
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Mit „Schritt für Schritt zur eigenen Mitte“ hat Katharina Lankers ein sehr persönliches Buch geschrieben, in dem sie wirklich sehr viel Privates von sich preisgibt.
In erster Linie ist es ein Reisebericht ...

Mit „Schritt für Schritt zur eigenen Mitte“ hat Katharina Lankers ein sehr persönliches Buch geschrieben, in dem sie wirklich sehr viel Privates von sich preisgibt.
In erster Linie ist es ein Reisebericht über ihre Wanderung über sechs Wochen und 800 Kilometer auf dem Jakobsweg. Aber ich habe es als viel mehr als nur einen Reisebericht empfunden. Hautnah lässt Katharina Lankers einem ihre Wanderung, ihre Erlebnisse und Eindrücke miterleben.
Im Prolog erfährt man, warum sie überhaupt auf die Idee kam, den Jakobsweg zu gehen. Danach gibt es wenige Seiten mit „Einstimmung und Vorbereitung“ und schon geht es los und man ist virtuell auf dem Jakobsweg. Dieser Hauptteil ist in 39 Tage gegliedert. Jeden Tag hat die Autorin also ihre Erlebnisse zu Papier gebracht. Das Schöne war für mich beim Lesen nicht nur die Strecke kennenzulernen, sondern auch das Drumherum. Ich fand es sehr interessant zu lesen, welche Leute aus aller Welt Katharina Lankers kennengelernt hat, und was deren Motivation und Beweggründe waren. Interessant war es auch etwas über die Übernachtungsmöglichkeiten usw. zu erfahren. Aber darüber hinaus hat die Autorin sehr viel Persönliches über sich preisgegeben, was ich sehr berührend fand.
Am Ende gibt es dann noch einen kleinen praktischen Teil mit Tipps und Packliste.
Der Schreibstil ist absolut gut zu lesen. Das Buch ist ein wenig in Tagebuchform abgefasst. Die einzelnen Kapitel sind kurz. Schwarz-weiß Illustrationen runden den bildhaften Schreibstil und die schönen Landschaftsbeschreibungen noch ab.
Fazit: Es gibt inzwischen viele Bücher über den Jakobsweg. Aber dieses ist ein ganz Besonderes, weil es sehr persönlich und sehr ehrlich ist. Und obwohl ich nicht plane den Jakobsweg zu gehen, so hat mich das Buch wirklich absolut begeistern können!

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