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Veröffentlicht am 05.11.2025

Die Geschichte um Mads Madsen hat mich begeistert

Über die Toten nur Gutes
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Buchmeinung zu Andreas Izquierdo – »Über die Toten nur Gutes«

»Über die Toten nur Gutes« ist ein Kriminalroman von Andreas Izquierdo, der 2025 im DUMONT Buchverlag erschienen ist.

Zum Autor:
Andreas ...

Buchmeinung zu Andreas Izquierdo – »Über die Toten nur Gutes«

»Über die Toten nur Gutes« ist ein Kriminalroman von Andreas Izquierdo, der 2025 im DUMONT Buchverlag erschienen ist.

Zum Autor:
Andreas Izquierdo ist Schriftsteller und Drehbuchautor. Er wurde am 09. August 1968 in Euskirchen (Deutschland) als Sohn einer spanischen Krankenschwester und eines deutschen Ingenieurs geboren.

Zum Inhalt:
Mads Madsen arbeitet als Trauerredner in Glücksburg an der Ostsee. Nun soll er auf Wunsch seines ehemals besten Freund Patrick die Abschiedsrede halten. Vor Jahren haben sich Mads und Patrick aus den Augen verloren. Bei der Sammlung von Informationen über den Verstorbenen sticht Mads in ein Wespennest und gerät in große Gefahr.

Meine Meinung:
Mich hat schon das Buchcover begeistert. Ein Hund hebt an einem Sarg sein Hinterbein und irgendwie gehört dies nach dem Verständnis des Trauerredners zu seinem Job. Schon die ersten Kapitel zeigen einen glänzend aufgelegten Autor, der mit den Erwartungen des Lesers spielt. Nichts ist so, wie es auf den ersten Blick aussieht. Diese Episode zeigt den mit schwarzem Humor durchsetzten Schreibstil des Autors, der ein aufmerksames Lesen erfordert. Die Geschichte wird aus der Perspektive des Trauerredners erzählt, so dass dessen Gefühle deutlich spürbar werden. Mads, sein Vater Fridtjof, sein bester Freund Fiete, dessen neue Liebe und Hauptkommissarin Luisa Mills sind alle etwas verschrobene und eigenwillige Charaktere, die aber liebenswürdig und sympathisch wirken. Der späte Patrick erscheint viel dunkler und unsympathischer als der Patrick, den Mads gekannt hat. Auch hat er mächtige Feinde gehabt, denen Mads nun auf die Füße tritt. Es braucht Ideenreichtum und einige überraschende Wendungen, damit Mads den Kopf aus der Schlinge zieht. Manches an der Geschichte wirkt wenig glaubwürdig und doch war es ein Vergnügen der amüsant erzählten Handlung zu folgen. Der Showdown und die Schlusspointe haben gepasst und für einen angemessenen Abschluss gesorgt.

Fazit:
Ein etwas anderer Krimi, der mit einem ungewöhnlichen Ermittler, schrulligen Figuren und ideenreicher Handlung punktet. Da ich mich glänzend unterhalten habe, bewerte ich den Titel mit fünf von fünf Sternen (95 von 100 Punkten) und spreche eine klare Leseempfehlung aus.

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Veröffentlicht am 02.11.2025

Die Senioren ziehen ihr Ding durch

Der Donnerstagsmordclub und der unlösbare Code (Die Mordclub-Serie 5)
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Buchmeinung zu Richard Osman – »Der Donnerstagsmordclub und der unlösbare Code«

»Der Donnerstagsmordclub und der unlösbare Code« ist ein Kriminalroman von Richard Osman, der 2025 bei List in der Übersetzung ...

Buchmeinung zu Richard Osman – »Der Donnerstagsmordclub und der unlösbare Code«

»Der Donnerstagsmordclub und der unlösbare Code« ist ein Kriminalroman von Richard Osman, der 2025 bei List in der Übersetzung von Sabine Roth erschienen ist. Der Titel der englischen Originalausgabe lautet »The Impossible Fortune« und ist 2025 erschienen. Dies ist der fünfte Band der Mordclub-Serie.

Zum Autor:
Richard Thomas Osman (* 28. November 1970 in Billericay, Essex) ist ein britischer Komiker, Produzent, Fernsehmoderator, Autor und Co-Moderator der BBC One TV-Quizshow Pointless.

Zum Inhalt:
Während einer Hochzeitsfeier wird Elizabeth von einem Gast angesprochen, der eine Bombe unter seinem Auto entdeckt hat. Als kurze Zeit später seine Geschäftspartnerin nach einem Essen mit den Senioren getötet wird, hat der Mordclub eine neue Aufgabe gefunden..

Meine Meinung:
Dieses Buch hat meine hohen Erwartungen erfüllt und mich teilweise sogar begeistert. Die vier Senioren sind ein wenig gealtert und Elizabeth ist von Trauer geplagt. Ron und Ibrahim sind mit eigenen Problemen beschäftigt, die als ausführliche Nebenhandlungen in den Roman einfließen. Die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven erzählt und enthält eine ordentliche Prise meist schwarzen Humors. Die Figuren sind gewohnt skurril und haben ihre Ecken und Kanten. Der Erzählstil ist angenehm, leicht verdaulich und sehr unterhaltsam. Die Handlung ist komplex konstruiert und die umfangreich und detailliert geschilderten Nebenhandlungen fügen sich am Ende scheinbar nahtlos ein. Lange Zeit sorgen eher die Nebenhandlungen für Spannung, während die Aktivitäten im Hauptfall nicht so recht vorankommen. Gegen Ende ziehen Tempo und Spannung deutlich an und überraschende Wendungen bringen die Wahrheit ans Licht. Mir hat es viel Spaß gemacht, dieser Schilderung zu folgen.

Fazit:
Ein ruhiger Kriminalroman, mit Humor erzählt, der die sympathischen Senioren auf typisch britische Art agieren lässt und mich sehr gut unterhalten hat. Deshalb bewerte ich den Titel mit fünf von fünf Sternen (90 von 100 Punkten) und spreche eine klare Leseempfehlung aus.

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Veröffentlicht am 25.10.2025

Groth und Gerstacker gehen einen oft steinigen Weg

Die Farbe des Schattens
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Buchmeinung zu Susanne Tägder – »Die Farbe des Schattens«

»Die Farbe des Schattens« ist ein Kriminalroman von Susanne Tägder, der 2025 bei Tropen erschienen ist. Dies ist der zweite Fall für Hauptkommissar ...

Buchmeinung zu Susanne Tägder – »Die Farbe des Schattens«

»Die Farbe des Schattens« ist ein Kriminalroman von Susanne Tägder, der 2025 bei Tropen erschienen ist. Dies ist der zweite Fall für Hauptkommissar Groth, der in der Nachwendezeit in Mecklenburg ermittelt.

Zum Autor:
Susanne Tägder, geboren 1968 in Heidelberg, hat in Deutschland und den USA studiert und arbeitete danach als Richterin in Karlsruhe. Heute lebt sie mit ihrer Familie in der Schweiz und in Kalifornien. Für ihre literarischen Texte wurde sie u. a. mit dem Walter-Serner Preis und dem Harder Literaturpreis ausgezeichnet.

Zum Inhalt:
Mecklenburg, 1992. Das neue Jahr hat gerade erst begonnen, da erreicht Hauptkommissar Arno Groth ein Notruf: Im Mönkebergviertel, einer Plattenbausiedlung, verschwindet der elfjährige Matti Beck auf dem kurzen Weg zum Einkaufen spurlos. Aus der Suchaktion wird bald eine Mordermittlung.

Meine Meinung:
Wie schon im ersten Fall stehen eher die Figuren und ihre Geschichte im Mittelpunkt als der eigentliche Fall. Kommissar Groth wirkt auch diesmal angeschlagen, obwohl er vorsichtig Kontakte knüpft. Groth leitet eine Suchaktion nach einem verschwundenen Jungen, die zu einer Mordermittlung führt. Schnell rückt ein Obdachloser als Hauptverdächtiger in das Zentrum der Ermittlungen, aber Groth ist nicht überzeugt, zumal er einen Hinweis auf einen ähnlichen Fall in der Vorwendezeit erhält. Kollege Gerstacker ist wegen seiner Stasi-Vergangenheit aus dem Dienst entfernt worden, doch er kennt den alten Fall und er geniest das Vertrauen Groths. Groth überzeugt Gerstacker zu einer Zusammenarbeit und gemeinsam machen sie sich auf die Tätersuche.
Das Buch wirkt unauffällig, leise und unspektakulär, und doch wurde ich mehr und mehr in den Bann der Geschichte gezogen. Meist wird die Geschichte aus der Perspektive des Hauptkommissars erzählt, aber einige Kapitel folgen einer jungen Frau, die als Taxifahrerin arbeitet. Oft geht es um Alltägliches, das ein Gefühl für die jeweilige Zeit und die betroffenen Personen erzeugt. Die meisten Figuren wirken angeschlagen und vom Leben gezeichnet. Viel Zeit steckt die Autorin in die Beschreibung des Lebensgefühls und der damaligen Zustände. Der angenehm zu lesende Schreibstil schildert unaufdringlich, aber dennoch präzise die Entwicklung der Ereignisse. Groth, die Taxifahrerin und der ostdeutsche Kollege wirken mit Abstrichen sympathisch, denn sie haben ihre Ecken und Kanten und sie haben jeweils etwas zu verdauen. Obwohl lange Zeit relativ wenig passiert, hat mich die Geschichte mehr und mehr fasziniert und gefesselt. Zum Ende hin zieht das Tempo deutlich an und die Ermittlungen können erfolgreich beendet werden.
Der Reiz der Geschichte liegt vor allem in den Milieuschilderungen und den aussagekräftigen Figuren, die ihren Weg gehen, auch wenn am Ende nicht alle gewonnen haben. Groth ist ein reflektierender Mensch, der seine Schwächen erkennt, sich aber schwer tut, etwas dagegen zu tun.

Fazit:
Ein Kriminalfall, der oft wie eine Milieustudie wirkt, mich aber erneut mehr und mehr fesseln und begeistern konnte. Deshalb vergebe ich fünf von fünf Sternen (90 von 100 Punkten) und spreche eine Leseempfehlung aus.

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Veröffentlicht am 18.10.2025

Gelungener Serienauftakt mit sympathischen Ermittlern

Mörderische Brise - Der Tote am Sandstrand
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Buchmeinung zu Nina Ohlandt und Jan F. Wielpütz – »Der Tote am Sandstrand«

»Der Tote am Sandstrand« ist ein Kriminalroman von Nina Ohlandt und Jan F. Wielpütz, der 2025 bei Lübbe erschienen ist.

Zum ...

Buchmeinung zu Nina Ohlandt und Jan F. Wielpütz – »Der Tote am Sandstrand«

»Der Tote am Sandstrand« ist ein Kriminalroman von Nina Ohlandt und Jan F. Wielpütz, der 2025 bei Lübbe erschienen ist.

Zum Autor:
Nina Ohlandt, ausgebildete Sprachlehrerin, arbeitete in vielen Berufen, bis sie zu ihrer wahren Berufung zurückfand: dem Krimischreiben. Ihre Nordsee-Krimireihe mit John Benthien als ermittelnden Kommissar war sensationell erfolgreich. Nina Ohlandt starb im Dezember 2020.
Die Krimireihe der 2020 verstorbenen Autorin Nina Ohlandt wird von Jan F. Wielpütz fortgesetzt, der als Verlagslektor Krimi- und Thrillerautoren betreute und - teils unter Pseudonym - mehrere Bücher veröffentlichte, die auf der SPIEGEL-Bestsellerliste standen.

Zum Inhalt:
Frisch verwitwet kehrt Kommissarin Hannah Bülow in ihr Heimatdorf Ostersande zurück. Kurz darauf wird ein Psychiater, den sie seit ihrer Jugend kannte, erschlagen am Strand aufgefunden. Zusammen mit der Kriminalpolizei aus Wismar beginnt sie zu ermitteln.

Meine Meinung:
Neben dem Kriminalfall spielen persönliche Angelegenheiten der Kommissarin eine gewichtige Rolle. Bei einem Bootsunglück war 1993 eine Jugendfreundin von Hannah gestorben und ihr Vater gibt ihr eine Mitschuld daran. Sukzessive erfährt der Leser mehr über die damaligen Geschehnisse und in der Jetztzeit gibt es einen zweiten Todesfall. Außerdem versucht Hannah das Verhältnis zu ihrem Vater zu verbessern. Lange Zeit ist nicht klar, ob die beiden Morde mit dem Unglück von 1993 zusammenhänge, denn es gibt auch aktuelle Motive.
Hannah ist Dorfpolizistin und der Autor bemüht sich sehr, Hannahs Mitarbeit an den Ermittlungen zu legitimieren. Die beiden Wismarer Kollegen scheinen Hannahs Hilfe zu brauchen, zeigen sich aber im weiteren Verlauf als kompetente Ermittler. Mir hat der angenehm zu lesende ruhige Schreibstil sehr gut gefallen, da er auch atmosphärisch wirkt. Auch die Figurenzeichnung konnte mich mit vielen Grautönen überzeugen. Die Handlung war komplex mit einigen Überraschungen. Einzig die vielen Nebenhandlungen taten dem Spannungsbild nicht immer gut. Am Ende zog das Tempo deutlich an und es gab einen passenden Showdown. Der aktuelle Fall und die Geschehnisse in der Vergangenheit wurden vollständig und nachvollziehbar aufgelöst.

Fazit:
Mir hat dieser Serienauftakt vor allem wegen des Schreibstils und der Figurenzeichnung sehr gut gefallen. Deshalb bewerte ich den Titel mit vier von fünf Sternen (80 von 100 Punkten) und spreche eine Leseempfehlung für die Freunde ruhiger und atmosphärischer Krimis aus.

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  • Spannung
Veröffentlicht am 04.10.2025

Wohlfühltipps mit Hintergrund

Fühl dich wie neugeboren!
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Buchmeinung zu Ingo Froböse, Hanka Lantzsch & Christine Kluge – »Fühl dich wie neugeboren!«

»Fühl dich wie neugeboren!« ist ein Sachbuch von Ingo Froböse, Hanka Lantzsch & Christine Kluge, der 2024 im ...

Buchmeinung zu Ingo Froböse, Hanka Lantzsch & Christine Kluge – »Fühl dich wie neugeboren!«

»Fühl dich wie neugeboren!« ist ein Sachbuch von Ingo Froböse, Hanka Lantzsch & Christine Kluge, der 2024 im Kneipp-Verlag erschienen ist.

Zum Autor:
Prof. Dr. Ingo Froböse ist Bestsellerautor, TVExperte und lehrte als Professor an der Sporthochschule Köln. Seine »Formel Froböse« für einen gesunden Lebensstil mit hoher Lebensqualität basiert auf über 30 Jahren Begeisterung für Gesundheitsförderung und Prävention.
Christine Kluge ist Resilienztrainerin, Buch- und Nordsee-Liebhaberin. Die Beraterin für Verlage und Autor:innen trainiert Achtsamkeit auch im Job. Denn kleine Auszeiten bringen die besten Ideen zu Tage.
Dr. med. Hanka Lantzsch ist Chefärztin der Klinik für Dermatologie und Allergologie der Nordseeklinik Sylt. Als ausgebildete Yogalehrerin übt sie gerne Asanas und liebt es am Sylter Strand zu joggen.

Zum Inhalt:
52 Mini-Kuren für mehr Bewegung, einen besseren Stoffwechsel und ein aktiveres Immunsystem

Meine Meinung:
Dieses Buch war für mich eine reichhaltige Fundgrube für Tipps und Tricks für ein verbessertes Gesundheitsgefühl. Kleine Übungen, verschiedene Rezepte, diverse Checklisten und allgemeine Gesundheitsinformationen sollen dabei helfen, eine positive Einstellung zu finden und zu leben. Dies ist in meinem Fall ausgezeichnet gelungen. Zwar kannte ich eine Reihe an Informationen bereits, aber in dieser Form mit der aktiven Herangehensweise waren sie sehr hilfreich und nützlich. Mir hat dieser Titel sehr geholfen und deshalb bewerte ich den Titel mit fünf von fünf Sternen (90 von 100 Punkten) und spreche eine Leseempfehlung aus.

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