Cover-Bild Frieden nicht in Sicht
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18,50
inkl. MwSt
  • Verlag: Geest-Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Kurzgeschichten
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Seitenzahl: 320
  • Ersterscheinung: 29.08.2025
  • ISBN: 9783690645102
Bernhard M. Schulz

Frieden nicht in Sicht

Ein Lern- und Lesbuch mit Karikaturen von Fritz Wolf
Fritz Wolf (Illustrator)

Das vorliegende Buch vereint eine Auswahl wichtiger, auch längerer Kurzgeschichten und Erzählungen von Bernhard M. Schulz, kombiniert mit einer Vielzahl von erstveröffentlichten Weltkrieg II-Skizzen und Karikaturen von Fritz Wolf.
„Während Schulz sich ... parteipolitisch nicht zu erkennen gab, war Wolf ein überzeugter Linker und trat später auch in die SPD ein. Was aber beide bei ihrer Arbeit verband, war der Antimilitarismus und der Antiklerikalismus“, so beschreibt Heiko Schulze in einem Beitrag in der ‚Osnabrücker Rundschau‘ das journalistische Engagement von Schreiber und Zeichner.
Eine Auswahl der zum Teil erstaunlich kritischen Feldpostbriefe aus den Jahren 1941 bis 1945 an seine Frau Gerda (einige auch in Original Sütterlin-Handschrift) verdeutlicht die skeptische Haltung von Bernhard M. Schulz gegenüber Militarismus und faschistischer Politik.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.11.2025

Dieses Buch hat bei mir Spuren hinterlassen

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Buchmeinung zu Bernhard M. Schulz – »Frieden nicht in Sicht«

»Frieden nicht in Sicht« ist ein Lern- und Lesebuch von Bernhard M. Schulz mit Illustrationen von Fritz Wolf, das 2025 im Geest-Verlag erschienen ...

Buchmeinung zu Bernhard M. Schulz – »Frieden nicht in Sicht«

»Frieden nicht in Sicht« ist ein Lern- und Lesebuch von Bernhard M. Schulz mit Illustrationen von Fritz Wolf, das 2025 im Geest-Verlag erschienen ist.

Zum Autor:
Bernhard Metternich Schulz wurde 1913 in Lindlar geboren. Das Handwerk eines Journalisten und Redakteurs lernte er „von der Pike auf“ bei Zeitungen, Zeitschriften und Pressediensten. Sein Weg führte von Köln über Hannover nach Berlin. In diesem Buch verarbeitet er seine Erfahrungen als Soldat der Wehrmacht. Schulz verstarb 2003.

Klappentext:
Das vorliegende Buch vereint eine Auswahl wichtiger, auch längerer Kurzgeschichten und Erzählungen von Bernhard M. Schulz, kombiniert mit einer Vielzahl von erstveröffentlichten Weltkrieg II-Skizzen und Karikaturen von Fritz Wolf. „Während Schulz sich ... parteipolitisch nicht zu erkennen gab, war Wolf ein überzeugter Linker und trat später auch in die SPD ein. Was aber beide bei ihrer Arbeit verband, war der Antimilitarismus und der Antiklerikalismus“, so beschreibt Heiko Schulze in einem Beitrag in der ‚Osnabrücker Rundschau‘ das journalistische Engagement von Schreiber und Zeichner. Eine Auswahl der zum Teil erstaunlich kritischen Feldpostbriefe aus den Jahren 1941 bis 1945 an seine Frau Gerda (einige auch in Original Sütterlin-Handschrift) verdeutlicht die skeptische Haltung von Bernhard M. Schulz gegenüber Militarismus und faschistischer Politik.

Meine Meinung:
Dieses Buch hat mich zum Nachdenken angeregt, gerade in der heutigen wenig friedvollen Welt. Bernhard Schulz hat etliche Kurzgeschichten vorwiegend aus den Zeiten vor und während des zweiten Weltkrieges beigesteuert, die das damalige Leben beschreiben. Meist sind es kurze Alltagsgeschichten, in denen die Veränderung der Lebenssituationen thematisiert wird. Die Soldatengeschichten beschreiben zuerst die ruhige Zeit in Frankreich und auf Alderney und später das tägliche Grauen im Russlandfeldzug, ohne besondere Kampfhandlungen in den Mittelpunkt zu stellen. Stattdessen wird unspektakulär gehungert und gestorben und die Leichen für die Zeit nach dem Frost gesammelt. Betroffen hat mich besonders die Situation der russischen Menschen in den besetzten Dörfern. Ebenso beeindruckend sind die Karikaturen von Fritz Wolf, die sehr gut zu den Geschichten passen.
Zusätzlich sind etliche Feldpostbriefe des Autors an seine spätere Frau enthalten, manche sogar in Sütterlinschrift abgebildet. Diese wirken erstaunlich offen und geben die Entwicklung des Kriegsgeschehens auf besondere Art wieder.

Fazit:
Dieses Lern- und Lesebuch hat bei mir Spuren hinterlassen und deshalb bewerte ich es mit fünf von fünf Sternen (90 von 100 Punkten) und gebe eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 14.10.2025

Geschichte zum Anfassen: Hoffnung, Humor und harte Realität

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Das Buch, das wir in unserer Leseeinheit gelesen haben, ist weit mehr als eine einfache Sammlung von Geschichten – es ist ein Lern- und Lesebuch, das sich hervorragend für weiterführende Schulen eignet ...

Das Buch, das wir in unserer Leseeinheit gelesen haben, ist weit mehr als eine einfache Sammlung von Geschichten – es ist ein Lern- und Lesebuch, das sich hervorragend für weiterführende Schulen eignet und sich fast wie ein Geschichtsbuch für das gesamte Schuljahr verwenden lässt. Besonders beeindruckend sind die zahlreichen Karikaturen von Fritz Wolf, die den ernsten Inhalt der Texte auflockern und gleichzeitig zum Nachdenken anregen. Sie vermitteln auf humorvolle, aber zugleich tiefgründige Weise die Stimmung der jeweiligen Zeit und ergänzen die Geschichten perfekt.

Die Leseeinheit beginnt mit einem persönlichen Vorwort der Autoren, das sofort zeigt, wie aktuell die behandelten Themen trotz der Ereignisse vor über 80 Jahren noch immer sind. Die Geschichten sind sehr menschlich erzählt, etwa die Szene vor dem alten Lateinlehrer, die sowohl humorvoll als auch berührend wirkt. Besonders beeindruckend war für mich die Erzählung „Es war das Wort für Brot“. Sie handelt von einer Frau, die Russisch lernt und zunächst belächelt wird. Während des Krieges benötigen jedoch genau die Menschen, die sie verspottet haben, das Wort für Brot. Diese Geschichte zeigt eindrucksvoll, wie wichtig Wissen, Mut und Menschlichkeit in schwierigen Zeiten sein können.

Im zweiten Leseabschnitt wurden viele persönliche Geschichten gesammelt. Dabei wird deutlich, dass die Erlebnisse nicht nur von Soldaten, sondern auch von Zivilpersonen aller Nationalitäten stammen. Es gibt sowohl traurige als auch hoffnungsvolle Geschichten, die zeigen, dass es selbst in kriegsbedingten Krisen Momente der Menschlichkeit gibt. Die Karikaturen am Ende jedes Kapitels runden die Erzählungen ab und regen zum Nachdenken an.

Der dritte Abschnitt widmet sich dem Leben auf dem Schlachtfeld und im Lazarett. Kleine Dinge wie Brot oder ein Schluck Apfelsaft gewinnen hier eine enorme Bedeutung, und man merkt beim Lesen, wie intensiv die Gefühle der Menschen waren. Auch hier unterstreichen die Karikaturen die Eindrücke und machen die Geschichten besonders wertvoll.

Im vierten Abschnitt wird die Zeit nach dem Krieg behandelt. Es geht um Aufbruch, Hoffnung und die Verarbeitung von Traumata. Originalaufnahmen und Berichte – etwa von Bernhard Schulz – geben authentische Einblicke in das Leben nach dem Krieg. Die Geschichten zeigen, wie Kriegsgefangenschaft und traumatische Erlebnisse die betroffenen Generationen beeinflusst haben und wie schwer es war, diese Erfahrungen zu verarbeiten. Gleichzeitig vermitteln die Texte aber auch Mut und Inspiration.

Besonders interessant ist auch der Anhang des Buches. Die kurzen Einleitungen von Bernhard Metternich Schulz und die Feldpostbriefe im Original sind sehr eindrucksvoll. Leider sind die Briefe übersetzt, da die alte Schrift heute kaum noch gelernt wird. Dennoch wird deutlich, wie stark die Zensur die Ausdrucksmöglichkeiten einschränkte und wie sich die Stimmung in den Briefen im Laufe der Zeit verschlechterte.

Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen, da es eine ausgewogene Mischung aus Information, persönlichen Erzählungen und visuellen Elementen bietet. Es vermittelt historische Inhalte auf eine lebendige und nachvollziehbare Weise, die sowohl nachdenklich macht als auch Hoffnung gibt. Durch die Kombination aus Geschichten, Karikaturen und Originaldokumenten eignet es sich hervorragend als Lern- und Lesebuch in weiterführenden Schulen und könnte ein ganzes Schuljahr im Geschichtsunterricht begleiten.

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Veröffentlicht am 08.12.2025

Über den Tellerrand hinaus

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„Frieden nicht in Sicht“ ist ein eindrucksvolles Werk, das die komplexen politischen und gesellschaftlichen Spannungen in einer Zeit des Umbruchs beleuchtet. Die Autoren schaffen es, historische Fakten ...

„Frieden nicht in Sicht“ ist ein eindrucksvolles Werk, das die komplexen politischen und gesellschaftlichen Spannungen in einer Zeit des Umbruchs beleuchtet. Die Autoren schaffen es, historische Fakten mit analytischer Tiefe zu verbinden, ohne dabei den roten Faden zu verlieren. Besonders gelungen ist die klare Sprache, die auch schwierige Zusammenhänge verständlich macht.

Die Stärke des Buches liegt in seiner gründlichen Recherche und der Fähigkeit, verschiedene Perspektiven darzustellen. Allerdings wirken manche Passagen etwas trocken, was den Lesefluss gelegentlich hemmt. Wer sich für internationale Politik und die Hintergründe von Konflikten interessiert, findet hier eine fundierte und zugleich kritische Analyse.

Fazit: Ein wichtiges Buch für alle, die über den Tellerrand hinausblicken wollen – informativ, anspruchsvoll und relevant.

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Veröffentlicht am 23.10.2025

Menschlichkeit im Schatten des Krieges

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Das Buch von Bernhard Schulz hat mich wirklich bewegt. Schon gleich am Anfang bin ich über ein Zitat gestolpert, das mich bis heute beschäftigt:

„Den Krieg zu beginnen ist nicht schwer, ihn aber zu verhindern, ...

Das Buch von Bernhard Schulz hat mich wirklich bewegt. Schon gleich am Anfang bin ich über ein Zitat gestolpert, das mich bis heute beschäftigt:

„Den Krieg zu beginnen ist nicht schwer, ihn aber zu verhindern, das erst wäre eine Leistung gewesen, deretwegen man einen Menschen hochheben dürfte.“

Dieser Satz trifft mitten ins Heute – und beschreibt genau die Nachdenklichkeit, die sich durch das ganze Buch zieht.

Schulz schreibt ruhig, ehrlich und sehr menschlich. Man merkt, dass er die Zeit selbst erlebt hat und versucht, sie zu verstehen, ohne sie zu beschönigen. Besonders interessant fand ich die kurzen Erzählungen und Feldpostbriefe – sie geben ganz persönliche Einblicke und zeigen, wie viel Hoffnung, Zweifel und Mitgefühl in den kleinen Momenten des Krieges stecken. Mir gefällt, dass Schulz nie „groß“ erzählen will, sondern sich auf die Menschen konzentriert.

Insgesamt ist Friede nicht in Sicht ein Buch, das man nicht einfach wieder zuklappt – es bleibt im Kopf, weil es uns daran erinnert, wie wichtig Frieden und Mitgefühl sind. Außerdem finde ich es sehr angenehm, dass man die Geschichten auch einzeln voneinander betrachten kann und so seine eigene Struktur im Buch finden kann.

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Veröffentlicht am 17.11.2025

Eindringlich, lehrreich und absolut zeitrelevant!

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„Frieden nicht in Sicht“ ist ein außergewöhnliches Lern- und Lesebuch. Es verbindet historische Texte, Karikaturen und persönliche Dokumente zu einem eindrucksvollen Gesamtbild des Zweiten Weltkriegs. ...

„Frieden nicht in Sicht“ ist ein außergewöhnliches Lern- und Lesebuch. Es verbindet historische Texte, Karikaturen und persönliche Dokumente zu einem eindrucksvollen Gesamtbild des Zweiten Weltkriegs. Die Kombination aus Bernhard M. Schulz’ Kurzgeschichten und Erzählungen sowie den erstmals veröffentlichten Karikaturen von Fritz Wolf ist nicht nur gelungen, sondern verstärkt auch die Wirkung jedes einzelnen Beitrags spürbar.

Schulz schreibt klar, ehrlich und ohne Pathos. Seine Erfahrungen als junger Soldat, die er weder glorifiziert noch verherrlicht, sondern kritisch und reflektiert darstellt, gehen nahe und machen den Irrsinn des Krieges greifbar. Besonders die Feldpostbriefe an seine Frau Gerda – einige davon in originaler Sütterlin-Schrift – verleihen dem Buch eine enorme Authentizität. Sie zeigen den Menschen hinter dem Soldaten, der voller Zweifel, Skepsis und stillem Widerstand gegen Militarismus und faschistische Ideologie ist.

Fritz Wolfs Karikaturen sind ein weiteres Herzstück des Buches. Pointiert, manchmal bitter, manchmal zynisch, aber immer eindrücklich, kommentieren sie die Realität des Krieges. Die visuelle Kraft seiner Zeichnungen ergänzt die Texte nicht nur, sondern intensiviert auch die Aussage und regt zum Nachdenken an.

Dieses großformatige Buch braucht Zeit, Ruhe und Offenheit. Es ist keine leichte Kost, aber ein Werk, das nachhallt. Es ist ein Muss für Geschichtsinteressierte, für Schulen und für alle, die verstehen wollen, wie sich Krieg anfühlt – jenseits von Zahlen und Daten.

Ein beeindruckendes, wichtiges Buch – und definitiv eine Empfehlung.