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Veröffentlicht am 30.09.2025

Luc Verlain ermittelt im Baskenland

Wolfstal
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Buchmeinung zu Alexander Oetker – »Wolfstal«

»Wolfstal« ist ein Kriminalroman von Alexander Oetker, der 2025 bei Hoffmann & Campe erschienen ist. Dies ist der neunte Fall für Commissaire Luc Verlain, ...

Buchmeinung zu Alexander Oetker – »Wolfstal«

»Wolfstal« ist ein Kriminalroman von Alexander Oetker, der 2025 bei Hoffmann & Campe erschienen ist. Dies ist der neunte Fall für Commissaire Luc Verlain, der seine Fälle in der Aquitaine löst.

Zum Autor:
Alexander Oetker, geboren 1982, ist Bestsellerautor und TV-Journalist, als Frankreich-Experte von RTL und n-tv berichtet er seit 15 Jahren über Politik und Gesellschaft der Grande Nation. Er ist zudem Kolumnist und Restaurantkritiker der Gourmetzeitschrift Der Feinschmecker. Er lebt mit der Familie zwischen Brandenburg, Berlin und der französischen Atlantikküste.

Zum Inhalt:
Ein menschenscheuer Schäfer wird in Espelette am Rand des Jacobweges auf brutale Art umgebracht. Luc Verlain wird von seinem baskischen Kollegen Etxeberria um Hilfe gebeten. Zusammen mit einer neuen Kollegin nehmen sie die Ermittlungen auf, stoßen aber auf eine Mauer des Schweigens.

Meine Meinung:
Bei den Kriminalromanen von Alexander Oetker freue ich mich immer auf die Informationen um den Fall herum. Diesmal geht es um das französische Baskenland, den Jacobsweg samt zugehörigem Tourismus und den Piment d’Espette. Der zu Tode gekommene Schäfer hat das ganze Dorf gegen sich aufgebracht, weil er einen Wolf angelockt und geschützt hat und weil er den Touristen gegenüber unfreundlich aufgetreten ist. Auch die Nach- und Auswirkungen der ETA werden thematisiert.
Mit Rose Schillinger begleitet eine neue Ermittlerin Luc Verlain bei seinen Ermittlungen. Sie wirkt unsympathisch, sondert sich ab und macht ihr eigenes Ding. Verlain und Etxeberria müssen ohne sie auskommen, glauben aber an einen persönlichen Hintergrund für ihr Verhalten. Die Figuren sind mit etlichen Grautönen gezeichnet und bieten Raum für Überraschungen. Die Ermittlungen kommen nur schleppend voran und so stehen atmosphärische Landschaftsbeschreibungen, geschichtliche Einschübe, touristische Sehenswürdigkeiten und leckere Mahlzeiten an. Das eiserne Schweigen der Dorfbewohner scheint undurchdringlich, bis neue Hinweise den Fall voranbringen. Tempo und Spannung nehmen zu und es kommt zu einem Showdown in der Grenzregion.
Die Auflösung ist überraschend, vollständig und nachvollziehbar, hat mich aber nur bedingt überzeugt. Mich hat der Titel sehr gut unterhalten und wie eigentlich immer Lust auf einen Urlaub in der Region gemacht. Grenzwertig war für mich die Entwicklung der Figur Rose Schillinger und der Umgang Verlains damit.

Fazit:
Mich hat auch dieses Buch des Autor sehr gut unterhalten und die Zusatzinformationen um den Fall herum sind ein deutlicher Mehrwert. Deshalb bewerte ich den Titel mit vier von fünf Sternen (80 von 100 Punkten). Empfehlen kann ich das Werk als atmosphärischen Urlaubskrimi.

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Veröffentlicht am 25.09.2025

Morde im faszinierenden Kosmos Prater

Der Totengräber und die Pratermorde (Die Totengräber-Serie 4)
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Buchmeinung zu Oliver Pötzsch – »Der Totengräber und die Pratermorde«

»Der Totengräber und die Pratermorde« ist ein Historischer Kriminalroman von Oliver Pötzsch, der 2025 bei Ullstein erschienen ist. ...

Buchmeinung zu Oliver Pötzsch – »Der Totengräber und die Pratermorde«

»Der Totengräber und die Pratermorde« ist ein Historischer Kriminalroman von Oliver Pötzsch, der 2025 bei Ullstein erschienen ist. Das ungekürzte Hörbuch ist bei Hörbuch Hamburg erschienen und wird von Hans Jürgen Stockerl vorgetragen. Dies ist der vierte Band in der Reihe um den Wiener Totengräber.

Zum Autor:
Oliver Pötzsch, Jahrgang 1970, arbeitete nach dem Studium zunächst als Journalist und Filmautor beim Bayerischen Rundfunk. Heute lebt er als Autor mit seiner Familie in München.

Zum Sprecher:
Hörbuchsprecher Hans Jürgen Stockerl lässt das historische Wien lebendig werden und sorgt für spannende Krimi-Unterhaltung. Er macht einen herausragenden Job.

Zum Inhalt:
Wien, 1896:
Eine zersägte Jungfrau und mehrere verschwundene junge Frauen, die später tot aufgefunden werden, beschäftigen Inspektor Leopold von Herzfeldt und die Wiener Polizei. Reporterin Julia Wolf und Totengräber Augustin Rothmayer unterstützen den Inspektor bei seinen Ermittlungen.

Meine Meinung:
Auch in diesem Buch gelingt es dem Autor Historie und Fiktion auf fesselnde Art zu verknüpfen. Die Handlung ist komplex und umfasst einige Nebenstränge. Die Figuren sind interessant mit etlichen Grautönen gezeichnet und bieten Raum für Überraschungen. Treibende Kraft der Geschichte ist diesmal die Reporterin Julia Wolf, die zur Artikelrecherche tief in den Praterkosmos eintaucht. Der Prater ist eine eigene Welt und man möchte öffentliche Institutionen außen vorlassen. Auch der allgegenwärtige technische Fortschritt findet seinen Niederschlag in der Handlung, seien es die bewegten Bilder oder Weiterentwicklungen bei der Zauberei. Kriminaltechnisch sind es Fingerabdrücke und die Insektenkunde, der sich der Totengräber mit Hingabe widmet. Anna, die beim Totengräber aufwächst, kommt in die Pubertät und Augustin wendet sich hilfesuchend ausgerechnet an Leo. Die aufkommende Fußballbegeisterung und die Furcht vor Anschlägen von radikalen Elementen bei den anstehenden Staatsbesuchen spielen ihre Rolle. Durch etliche überraschende Wendungen wurden meine eigenen Überlegungen zum Täter immer wieder ad Absurdum geführt und ich habe es genossen. Die drei Hauptfiguren geraten in große Gefahr und brauchen neben Glück auch jede Unterstützung, die sie bekommen können. Der Spannungsbogen ist gekonnt konstruiert und ruhige Phasen lockern die harten Handlungselemente auf. Die Sprache ist eindringlich, der Zeit angepasst und mit humorvollen Einschüben durchsetzt. Auch wird der Gegensatz zwischen strahlender Fassade und dem oft schweren Leben der Schausteller deutlich. Besonders beeindruckt hat mich Hans Jürgen Stockerl, der den Figuren mit seinem Vortrag Leben einhaucht und die Atmosphäre spüren lässt.
Selbstverständlich sind am Ende alle Verbrechen nachvollziehbar aufgelöst und Julia und Leo nähern sich einander an.

Fazit:
Ein opulentes Meisterwerk in allen Facetten, gekrönt durch den herausragenden Vortrag des Sprechers Hans Jürgen Stockerl. Deshalb bewerte ich den Titel mit fünf von fünf Sternen (100 von 100 Punkten) und spreche eine Lese- und Hörempfehlung aus.

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Veröffentlicht am 16.09.2025

Die Hummerfrauen liefern Denkanstöße

Die Hummerfrauen
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Buchmeinung zu Beatrix Gerstberger – »Die Hummerfrauen«

»Die Hummerfrauen« ist ein Roman von Beatrix Gerstberger, der 2025 bei dtv erschienen ist.

Zum Autor:
Beatrix Gerstberger, geboren 1964, ist freie ...

Buchmeinung zu Beatrix Gerstberger – »Die Hummerfrauen«

»Die Hummerfrauen« ist ein Roman von Beatrix Gerstberger, der 2025 bei dtv erschienen ist.

Zum Autor:
Beatrix Gerstberger, geboren 1964, ist freie Autorin für ›Brigitte‹, ›Stern‹ und ›Geo‹. Sie schrieb den SPIEGEL-Bestseller ›Keine Zeit zum Abschiednehmen‹ über den frühen Tod ihres Partners und die Geschichten von weiteren jungen Witwen vor 20 Jahren, als sie für sechs Monate in einem Hummerfischerdorf in Maine lebte. Viele Jahre später kehrte sie an diesen Ort zurück, fuhr mit Hummerfischerinnen hinaus aufs Meer und sprach mit ihnen über das Leben, über Verluste, Trauer und das Weitermachen. Daraus entstand die Idee für diesen Roman. Beatrix Gerstberger lebt in Hamburg.

Zum Inhalt:
20 Jahre zuvor hat Mina ihren letzten Urlaub als Kind mit Bruder und Eltern auf Eagle Island verbracht, einem Dorf mit Hummerfischern und wundervoller Natur. Nach dem Tod ihres Bruders und dem Zerwürfnis mit ihrer Mutter, will Mina einen Neuanfang an dem Ort wagen, an dem sie glückliche Tage verbracht hat. Dort begegnet sie den starken Frauen und Hummerfischerinnen Ann und Julie sowie ihrer Jugendbekanntschaft Sam.

Meine Meinung:
Dieses Buch bietet reichlich Denkansätze, vor allem zum Thema Umgang mit Verlusten. Ann (72) und Julie (Mitte 50) haben selbst einen Neuanfang auf Eagle Island gewagt und kümmern sich um Mina (Anfang 30). Die Hummerfischerei bietet einen festen, aber auch harten Rahmen für die Inselbewohner. Wenn etwas Schlimmes passiert wird kurz getrauert und dann wird zum Alltag zurückgekehrt. Durch mehrere Rückblenden erfahren wir mehr über Ann und Julie, aber auch über andere Dorfbewohner und Ereignisse jener Zeit. Sam hatte andere Pläne, aber durch den Tod seines Bruders akzeptiert er ungeschriebene Gesetze und bleibt auf der Insel. Sam und Mina kommen sich näher, aber der unterschiedliche Umgang mit Geschehenem macht es nicht einfach. Mina möchte Dinge hinterfragen, während Sam sie als abgeschlossen betrachtet. Schnell ist man bei der Frage »Wie hättest du dich unter diesen Umständen verhalten?« angelangt und gerät ins Grübeln.

Fazit:
Dieses Buch hat mich wiederholt zum Nachdenken angeregt, auch wenn die eigentliche Geschichte eher unaufgeregt abläuft. Deshalb bewerte ich den Titel mit vier von fünf Sternen (80 von 100 Punkten) und spreche eine Leseempfehlung aus.

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Veröffentlicht am 15.09.2025

Härter und direkter als der erste Band, aber nicht besser

Bittere Nacht
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Buchmeinung zu Nikolas Kuhl & Stefan Sandrock – »Bittere Nacht«

»Bittere Nacht« ist ein Kriminalroman von Nikolas Kuhl & Stefan Sandrock, der 2025 bei Rowohlt erschienen ist. Dies ist der zweite Band ...

Buchmeinung zu Nikolas Kuhl & Stefan Sandrock – »Bittere Nacht«

»Bittere Nacht« ist ein Kriminalroman von Nikolas Kuhl & Stefan Sandrock, der 2025 bei Rowohlt erschienen ist. Dies ist der zweite Band der LKA Hamburg-Reihe.

Zum Autor:
Stefan Sandrock, geb. 1976 in Bilbao, arbeitet für den NDR und kuratiert Ausstellungen.
Nikolas Kuhl, geb. 1986 in Münster, schreibt Drehbücher und ist Kopf der Musikband Giant Crow.

Zum Inhalt:
Die Ermittler Juha Karhonen und Lucas Adisa vom LKA Hamburg ermitteln in zwei Tötungsdelikten an Geschäftspartnern, aber die Suche nach Motiv und Täter gestaltet sich schwierig.

Meine Meinung:
Meine Erwartungen waren sehr hoch, da mir der erste Band ausgezeichnet gefallen hatte. Der Einstieg war spektakulär mit einer Wasserleiche und einem Opfer in einer Sauna, deren Leiden live übertragen wurde und die Ermittler in Aufruhr versetzte. Auch im weiteren Verlauf gab es Szenen von unglaublicher Gewalt gepaart mit Gefühlskälte der Protagonisten. Dies war mir doch etwas zu viel, auch wenn Einschübe aus dem Privatleben der Kommissare für Entspannung sorgten. Der Grundton blieb dunkel und die Kommissare stocherten im Dunkel herum. Lucas fühlt sich zu einer Verdächtigen hingezogen und gerät in Problemen mit den Dienstvorschriften und wird schließlich von den Ermittlungen freigestellt. Seine Aufgaben werden von Kollegen übernommen und Juha diskutiert den Fall nun meist mit seiner Kollegin Selma, die einen positiven Akzent setzen konnte. Ein positives Element waren auch die Einschübe mit einem asiatisch stämmigen Privatdetektiv, der seine Spiele mit den Ermittlern trieb.
Wie gewohnt wird die Geschichte aus mehreren Perspektiven vorgetragen und der Leser erlebt die Gefühle der agierenden Personen intensiv mit. Die Handlung ist verschachtelt und spielt auf drei Zeitebenen. Ein Bootsausflug 2017 in Spanien und ein Erholungskurs von vor einem halben Jahr bleiben vorerst unklar, gewinnen aber an Bedeutung. In der Jetztzeit wird atmosphärische Handlung aus Hamburg und Umgebung präsentiert. Das Erzähltempo und die Spannung sind moderat, nehmen aber zum Ende hin deutlich zu. Es gibt etliche überraschende Wendungen und erst mit Verzögerung werden die wahren Vorgänge klar. Der Showdown auf der gefrorenen Wasserfläche wirkte auf mich etwas überzogen. Der aktuelle Fall und die Vorgänge in der Vergangenheit werden vollständig und nachvollziehbar aufgelöst. Mich hat dieser Band trotz einiger Abstriche sehr gut unterhalten und ich bin gespannt, wie es mit dem Team des LKA weitergehen wird.

Fazit:
Meine hohen Erwartungen konnte dieser Titel nicht vollständig erfüllen und blieb deutlich hinter dem ersten Band zurück. Trotzdem habe ich mich sehr gut unterhalten und bewerte das Buch mit vier von fünf Sternen 80 von100 Punkten). Ich kann dieses Buch allen Krimifreunden empfehlen.

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Veröffentlicht am 31.08.2025

Ein herausragender historischer Krimi

Gesetz des Midas – Wiener Abgründe
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Buchmeinung zu Peter Lorath – »Gesetz des Midas«

»Gesetz des Midas« ist ein historischer Kriminalroman von Peter Lorath, der 2025 bei between pages by Piper erschienen ist. Dies ist der dritte Band um ...

Buchmeinung zu Peter Lorath – »Gesetz des Midas«

»Gesetz des Midas« ist ein historischer Kriminalroman von Peter Lorath, der 2025 bei between pages by Piper erschienen ist. Dies ist der dritte Band um den Sonderermittler Leopold Kern.

Zum Autor:
Der gebürtige Wiener Peter Lorath, im Hauptberuf Arzt, beschäftigt sich seit einigen Jahren mit den politischen und gesellschaftlichen Zuständen im Wien des Fin-de-Siècle. 2022 erschien sein erster historischer Kriminalroman um den Sonderermittler Leopold Kern, der es gleich auf die Shortlist des Leo-Perutz-Preis geschafft hat.

Zum Inhalt:
Wien 1881: Nach der Ermordung des russischen Zaren fürchtet der Polizeipräsident ein Attentat aus dem Arbeitermilieu, zumal der Fall eines ermordeten Ziegelarbeiters Ungereimtheiten aufweist.

Meine Meinung:
Bisher hatte ich kein Buch von Peter Lorath gelesen und ich wurde positiv überrascht. Atmosphäre und Setting haben mich sofort in das Wien von 1881 gebracht. Leopold Kern ist Sonderermittler des Wiener Polizeipräsidenten Marx und ist meist auf sich allein gestellt. Er ist in der Halbwelt gut vernetzt und nimmt im Zweifel auch große Risiken in Kauf. Unterstützt wird er vom Herrn Johann, der sein Leben als Diener in besseren Kreisen verbracht hat. Beeindruckend und zugleich erschreckend ist das Bild der Arbeits- und Lebensbedingungen der Ziegelarbeiter und ihrer Familien. Die Geschichte wird aus wechselnden Perspektiven erzählt, aber meist begleitet der Leser den sympathischen Sonderermittler. Viele der Figuren, denen Leo begegnet, agieren undurchsichtig und sind mit Ecken und Kanten gezeichnet. Die Handlung beinhaltet etliche Szenen voller Gewalt und Grausamkeiten, manchmal allerdings auch einen Hauch Romantik. Etliche Nebenhandlungen sorgen für kurzzeitige Entspannung. Leopold Kern agiert nicht fehlerfrei und manchmal bricht sein Temperament durch. Die Spannung nimmt stetig zu und Leo und Herr Johann geraten in scheinbar ausweglose Situationen.
Mich hat dieses Teil hervorragend unterhalten, weil es einerseits spannend ist und andererseits ein glaubwürdiges Bild der damaligen Zustände zeichnet. Lesenswert und interessant sind die Anmerkungen des Autors am Ende des Buches.

Fazit:
Dieser Titel konnte mich mit Handlung, Figurenzeichnung, historischen Beschreibungen, Spannungskurve und Schreibstil begeistern. Auch dank der Hauptfigur ist dies mein Lesehighlight des Jahres. Deshalb bewerte ich diesen Titel mit fünf von fünf Sternen (100 von 100 Punkten) und spreche eine Leseempfehlung aus.

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