Platzhalter für Profilbild

witchqueen

Lesejury Star
offline

witchqueen ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit witchqueen über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.04.2023

Mord mit Hindernissen

Friesisch morden
0

Darum geht es:
Dörte, Olivia und Johanna leben in Nordfriesland. Bisher kennen sie sich nicht. Aber eines haben sie gemeinsam. Sie haben gehörig die Nase voll von ihren Ehemännern. Sie wollen endlich ...

Darum geht es:
Dörte, Olivia und Johanna leben in Nordfriesland. Bisher kennen sie sich nicht. Aber eines haben sie gemeinsam. Sie haben gehörig die Nase voll von ihren Ehemännern. Sie wollen endlich unabhängig sein und ihr Leben so leben, wie sie wollen. Aber scheiden lassen. Nee, das geht auch nicht. Schließlich haben sie sich mal geschworen „Bis dass der Tod Euch scheidet. Eine andere Lösung muss her. Aber wie bringt man seinen Ehemann um, ohne dass es einem nachgewiesen werden kann? Gar nicht so einfach. “. Die drei treffen sich zunächst im Internet, später dann regelmäßig ein einem Café und werden so zu Verbündeten. Schließlich kommt den dreien eine Idee. Aber die braucht Zeit. Viel Zeit. Viel ZUVIEL Zeit. Das muss doch auch schneller gehen. Aber die schnellere Lösung ruft auch die Kripo auf den Plan. Und es läuft noch lange nicht alles nach Plan. Ganz im Gegenteil.

Meine Meinung:
Friesisch morden ist ein schönes Buch für die seichte Unterhaltung. Personen und Schauplätze sind gut gewählt und beschrieben. Leider plätschert die Geschichte ansonsten so vor sich hin. Große Spannung wird nicht erzeugt, wodurch sich die Seiten ziemlich dahinziehen. Auch wird hier nicht groß Blut vergossen, auch wenn es mehrere Tote gibt. Das Buch eignet sich also hervorragend für Freude des Cosy-Crime.

Der Schreibstil ist leicht und flüssig. Es lässt sich alles angenehm lesen und man kommt zügig voran. Die 341 Seiten sind in 48 Kapitel unterteilt. So lässt es ich bequem auch in mehreren Abschnitten lesen und man ist nicht gezwungen, in einem durchzulesen.

Da die Geschichte in Nordfriesland spielt, begegnen wir an der ein oder anderen Stelle immer mal wieder plattdeutschen Ausdrücken und Redewendungen. Das ist aber kein Problem, denn am Ende des Buches findet sich ein kurzes Glossar, in dem diese Beschreiben werden. So kann man schnell mal nachsehen, sollte man das wirklich nicht verstehen oder herleiten können.

Mein Fazit:
Kein hochspannender Krimi, den man nicht aus der Hand legen. Eher war für Freude der seichten Krimiunterhaltung oder des Cosy-Crime. Mir persönlich hat deutlich die Spannung gefehlt. Ich würde es mit Einschränkungen empfehlen und vergebe hier 3 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.03.2023

Je Oller, je doller

Sie haben Ihr Gebiss auf der Hüpfburg verloren
0

Darum geht es:
Sybille Bullatschek ist Pflegekraft im Seniorenheim. Neben ihren Senioren, die sie ziemlich Kraft und Nerven kosten, hat sie es auch noch mit einem neuen Heimleiter zu tun. Und der will ...

Darum geht es:
Sybille Bullatschek ist Pflegekraft im Seniorenheim. Neben ihren Senioren, die sie ziemlich Kraft und Nerven kosten, hat sie es auch noch mit einem neuen Heimleiter zu tun. Und der will auf Biegen und Brechen neuen Wind wehen lassen. Und so arbeiten die Pflegekräfte fortan nicht mehr in einem Seniorenheim, sondern in einer Business-Company im Health-and-Care-Sektor. Schließlich will man Heim des Jahres werden. Aber ob das mit verlorenen Gebissen, 88-jährigen Senoritas beim Speed-Dating und abtrünnigen Senioren, die Sybille aus dem Puff abholen muss, gelingt? Wir werden sehen!

Meine Meinung:
Die Autorin dieses Buches (Ramona Schukraft) ist als Comedian seit 13 Jahren in der Rolle der Pflegekraft Sybille Bullatschek unterwegs. Und aus Sicht dieser Pflegekraft erleben wir auch das Buch. Im Altenheim geht es drunter und drüber, was immer wieder (wie sollte es bei einem Comedian auch anders sein) für Lacher sorgt. Was aber anfangs noch alles sehr witzig ist (und was man sich durchaus vorstellen kann) wird zum Ende hin immer alberner, unrealistischer und platter. So gehen die Senioren z.B. anfangs mit zu einem Speed-Dating oder ein Senior „türmt“ und wird im Puff wiedergefunden … zum Ende werden aber alle durch verschiedenen Raumsprays in verschiedene Zustände versetzt und es bricht das völlige Chaos los. Konnte ich die ersten 200 Seiten des Buches noch über die Aktionen herzlich lachen, habe ich am Ende nur noch mit dem Kopf geschüttelt. Leider.
Auch der immer wiederkehrende „Dialekt“ hat mich mit seinem ständigen „net“ (statt nicht) und „Pflägekraft“ doch deutlich genervt, denn er kam leider nicht nur in der wörtlichen Rede (wo es ja durchaus Sinn macht und hingehört) vor, sondern auch im erzählenden Teil. Das hat leider auch immer wieder den Lesefluss eingebremst. Ansonsten plätschert es so vor sich hin. Große Höhepunkte gibt es nicht.

Das Buch soll auf die Missstände in der Altenpflege aufmerksam und den Beruf des Altenpflegers attraktiv machen. Ob das gelungen ist? Ich bin mit nicht so sicher.

Das Buch ist 334 Seiten lang und in insgesamt 13 Kapitel unterteilt. So lässt es sich gut in einem Rutsch, aber auch in mehreren Abschnitten lesen.

Mein Fazit:
Wer Comedy liebt, der wird sich sicher mit diesem Buch wohlfühlen. So für „Zwischendurch“ ist es ganz gut geeignet. Von mir gibt es 3 Lesesternchen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.03.2023

Wer räumt die Kegler ab?

Fiese Brise in St. Peter-(M)Ording (St. Peter-Mording-Reihe 2)
0

Darum geht es:
Es wieder so weit. In St. Peter-Ording steht das alljährliche Kegelturnier in den Startlöchern. Einheimisch wie Touristen fiebern diesem Ereignis entgegen. Die meisten reisen schon ein paar ...

Darum geht es:
Es wieder so weit. In St. Peter-Ording steht das alljährliche Kegelturnier in den Startlöchern. Einheimisch wie Touristen fiebern diesem Ereignis entgegen. Die meisten reisen schon ein paar Tage früher an. Schließlich will niemand dieses Event verpassen. Auch die Lehrerin Ilva Feddersen ist schwer beschäftigt. Nicht nur, dass sie an ihrer Schule Sommerkurse gibt, nein, sie packt auch kräftig bei der Organisation des Kegelturnieres mit an. Doch das Turnier hat noch nicht ganz begonnen, da wird die Leiche eines der Favoriten gefunden. Er liegt tot in seinem Campingwagen. Ernie (Ilvas Bruder) und Kollege Fred nehmen die Ermittlungen auf. Und der Fall scheint auch schon kurze Zeit später gelöst zu sein. Doch irgendwie stimmt da was nicht. Ilva ist noch nicht von der Schuld des Täters überzeugt. Und es dauert nicht lange, da soll sich Ilvas Verdacht bestätigen. Es taucht eine zweite Leiche auf. Wieder einer der Favoriten-Kegler. Was geht denn da im Urlaubsparadies vor? Wer hat es auf die Kegler abgesehen? Und warum werden die gleich eiskalt abgemurkst?

Meine Meinung:
Das Cover schließt sich nahtlos an den Vorgängerband an. Man weiß sofort, um welche Reihe es sich handelt. Dünen, die Pfahlbauten von St. Peter-Ording und ein Schaf mit Gleitschirm und Kegelwimpel. Hier erschließt sich mir der Gleitschirm allerdings nicht, denn der hat überhaupt nichts mit dem Fall zu schaffen. Ansonsten ist das Cover sehr gelungen.

Sämtliche Figuren und Handlungsorte sind bestens beschrieben. Man hat von allem und jedem direkt ein konkretes Bild vor Augen. Das Kopfkino wird von der ersten Seite an angesprochen und führt den Leser direkt ans Meer.
Man erlebt diesen Kriminalfall aus zweierlei Sichtweisen. Einmal haben wir die Sicht des Erzählers. Zwischendurch gibt es aber immer wieder kurze Kapitel aus der Sicht des Täters.
Der Fall an sich ist weder brutal noch blutig und somit ganz hervorragend geeignet für all jene, die Cosy-Crime bevorzugen.
Es dauert allerdings gute 100 Seiten, bis überhaupt mal etwas passiert. Abgesehen von den Vorbereitungen für das Kegelturnier und die Sommerkurse. Auch die Fälle an sich sind jetzt nicht besonders spektakulär oder spannend. Auch der Täter hat sich sehr schnell herauskristallisiert. Man muss nicht lange mitraten, um dahinterzukommen, wer in St. Peter-Ording mordet. Ich würde hier eher keinen klassischen Krimi sehen, sondern dazu tendieren, das Buch als einen schönen Sommerroman mit Leiche zu bezeichnen.

Der Schreibstil ist leicht und flüssig. Es lässt sich alles sehr angenehm lesen und man kommt zügig voran. Die 332 Seiten sind in insgesamt 38 Kapitel unterteilt. So kann man gut in einem Rutsch, aber auch in mehreren Etappen ans Ende gelangen.

Mein Fazit:
Spannend? Nicht wirklich! Krimi? Nur bedingt! Ich würde es einem eingefleischten Krimi-Liebhaber nicht unbedingt empfehlen. ABER: Für Liebhaber von Cosy-Crime oder seichter Sommerlektüre (im Strandkorb) mit Leiche bestens geeignet. Ich vergebe hier insgesamt 3 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.03.2023

Fiese Friesen

Die Toten von Friesland
0

Darum geht es:
Iska van Loon ist Ermittlerin bei der niederländischen Polizei. Während ihres Urlaubs auf der kleinen Insel Schiermonnikoog wird eine Leiche gefunden. Ein Mann wurde erschossen und grausam ...

Darum geht es:
Iska van Loon ist Ermittlerin bei der niederländischen Polizei. Während ihres Urlaubs auf der kleinen Insel Schiermonnikoog wird eine Leiche gefunden. Ein Mann wurde erschossen und grausam verstümmelt. Auf seiner Brust findet sich eine Botschaft. Doch was will der Mörder mit dieser Botschaft sagen. Iska übernimmt den Fall, tapp aber im Dunkeln.
Ein paar Stunden später wird auch in Aurich eine Leiche gefunden. Und kurz darauf eine dritte Leiche auf Sylt. Beide ebenfalls mit einer Botschaft, die in die Brust geritzt wurde. Kommissar Marten Jaspari übernimmt diese Fälle auf deutscher Seite. Auch er hat keine Idee, was er mit diesen Botschaften anfangen soll.
Aber das kann doch kein Zufall sein. Drei Leichen, drei unterschiedliche friesische Regionen und drei Botschaften. Und es soll nicht bei diesen drei Leichen bleiben. Erst als die beiden Kommissare zusammenarbeiten kommen sie Stück für Stück einem ebenso ungeheuerlichen wie grausamen Geheimnis auf die Spur. Werden die beiden den Täter stoppen können, bevor er über weitere Leichen geht?

Meine Meinung:
„Die Toten von Friesland“ ist der Auftakt einer neuen Reihe um das deutsch-niederländische Ermittlungs-Team Iska van Loon und Marten Jaspari. Ich muss gestehen, dass ich mich mit dem Einstieg in das Buch zunächst etwas schwergetan habe. Los geht es recht spannend auf niederländischer Seite mit Iska van Loon. Schon kurz darauf geht es für längere Zeit nach Aurich und zu Marten Jaspari. Hier habe ich etwas gebraucht um „in Tritt“ zu kommen. Marten war als Ermittler für mich nicht richtig greifbar. Ich habe mich lange Zeit nicht richtig mit ihm anfreunden können. Vor allem habe ich die Ermittlungen von Marten als recht fade und langwierig empfunden. Hier hat mir der Elan und die Spannung gefehlt. Das war bei Iska anders. Es ist besser geworden, als die beiden ihre Ermittlungen gemeinsam geführt haben. Da wurde es insgesamt spannender. Im letzten Drittel überschlagen sich dann die Ereignisse und das Buch nimmt richtig Fahrt auf. Da will man es dann nicht mehr aus der Hand legen.

Der Schreibstil ist sehr angenehm, leicht und flüssig. Es lässt sich alles bestens lesen und man kommt zügig voran. Das 366 Seiten lange Buch ist in 49 Kapitel unterteilt. So kann man es gut in einem Rutsch, aber auch in mehreren Abschnitten lesen.

Mein Fazit:
Alles in allem ein gelungener Auftakt für das neue deutsch-niederländische Ermittlungsteam Jaspari und van Loon. Ich würde es weiterempfehlen und einen zweiten Band durchaus lesen. Von mir gibt es hier insgesamt 4 Sternchen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.03.2023

Schule mal anders

Luzifer junior (Band 13) - Ein Direktor dreht durch
0

Darum geht es:
Was um alles in der Welt piept denn da so penetrant? Ach so, das ist der Wecker. Die Sommerferien sind zu Ende und Luzie muss wieder die Schulband drücken. Eigentlich hätten die Ferien ja ...

Darum geht es:
Was um alles in der Welt piept denn da so penetrant? Ach so, das ist der Wecker. Die Sommerferien sind zu Ende und Luzie muss wieder die Schulband drücken. Eigentlich hätten die Ferien ja noch ewig dauern können, aber es hilft nichts … Er muss raus aus den Federn. Nach einem kurzen Zwischenfall im Duschraum, bei dem ihm sein Freund Aaron grade noch rechtzeitig zu Hilfe eilen konnte, wird der Schulalltag total verrückt. Der arme Direktor ist krank und muss sich in eine Therapie begeben. Für diese Zeit stellt er eine Vertretung ein. Doch die ist alles andere als ein Lehrer. Stundenpläne werden abgeschafft, Lehrer heißen nun Creative Promoter, Unterricht gibt es nicht mehr. Kurzum … jeder macht was er will, nur eben nicht lernen. In der Schulkantine wird sogar das Essen umgestellt. Alle bekommen plötzlich das gleiche „SuperFood“. Und alle sind völlig begeistert davon. Nach dem Essen ist man wahnsinnig gut drauf und voller Elan. Einziger Nachteil: Man hat sehr schnell danach wieder Hunger und braucht mehr SuperFood. Man wird regelrecht süchtig nach dem Zeug. Und der neue Direktor tut alles, damit die Kinder immer mehr davon verlangen.
Wird es Luzie, Cornibus Aaron, Lilly und Gustav gelingen, dem neuen Direktor das Handwerk zu legen?

Meine Meinung:
Wieder ein wunderbares Buch um Luzifer junior und seine Freund. Ein Buch bei dem man wieder mehr als nur einmal schallend lachen muss. Aber auch ein Buch, das ein etwas ernstes Thema, nämlich Sucht und ihre Folgen, sehr kindgerecht aufgreift und behandelt.
Der Schreibstil ist leicht, flüssig und für das Alter entsprechend. Es lässt sich alles sehr gut lesen und man kommt zügig voran.
Aufgeteilt sind die 207 Seiten in 15 Kapitel. So kann man das Buch gut auch in mehreren Abschnitten lesen oder auch mal kurz unterbrechen um mit den Kindern das Thema Sucht weiter zu vertiefen.
Auch in diesem Band finden sich alle paar Seiten wieder wundervolle Illustrationen von Raimund Frey, die immer wieder zum Schmunzeln anregen. Auch nicht zu kurz kommt der höllische Teil, wo Luzifer senior einen neuen Bauleiter sucht. Wir haben uns kringelig gelacht dabei. Denn so ernst das Buch mit dem Thema Sucht auch ist, so lustig ist es auch geschrieben.

Luzifer junior – Ein Direktor dreht durch – ist der inzwischen 13. Band aus der Feder von Jochen Till. Man kann dieses Buch aber durchaus aus als Einzelband lesen. Vorkenntnisse aus Vorgängerbänden sind nicht erforderlich. Allerdings bringt man sich natürlich um jede Menge Lesespaß. Für alle, die die Bücher tatsächlich noch nicht kennen, gibt es am Anfang eine Doppelseite mit einer kurzen Beschreibung der Hauptcharaktere (samt Bild), so dass man schnell einen guten Überblick bekommt.

Mein Fazit:
Ein super Buch, mit ernstem Hintergrund. Und trotzdem mit jeder Menge Humor zum schieflachen. Ich kann es jedem nur empfehlen und vergebe hier ganz klare 5 Sterne. Also … lesen!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere