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Veröffentlicht am 23.01.2026

Ein außergewöhnliches Leben

Das Dreizehnte Kind
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Das Dreizehnte Kind von Erin A. Craig ist ein düsterer Fantasy-Einzelband und handelt von Hazel, die ein außergewöhnliches Leben vor sich hat. Es beginnt mit einer schwierigen Kindheit. Da sie als dreizehntes ...

Das Dreizehnte Kind von Erin A. Craig ist ein düsterer Fantasy-Einzelband und handelt von Hazel, die ein außergewöhnliches Leben vor sich hat. Es beginnt mit einer schwierigen Kindheit. Da sie als dreizehntes Kind dem Tod versprochen ist, bekommt sie von ihren Eltern kaum Liebe oder Fürsorge. Mit zwölf Jahren wird sie vom Todesgott geholt und beginnt ihr Studium zur Heilerin. Hier erlebt sie zwar Bindung, aber weiterhin keine Stabilität und ist in so jungen Jahren mit Einsamkeit, zu viel Verantwortung und Tod konfrontiert. Jahre später wird sie als Heilerin an den königlichen Hof geholt. Es herrscht Krieg und der König droht an einer geheimnisvollen Krankheit zu sterben. Am Hof muss sie weitreichende Entscheidungen treffen und begegnet zudem Prinz Leopold, den sie - zumindest zunächst - nicht leiden kann.

Die erste Hälfte hat mich sehr abgeholt, in der zweiten Hälfte hätte ich mir manche Entwicklung oder inhaltliche Schwerpunkte anders gewünscht, sodass es einige Längen gab. Aber durch viele spannende und emotionale Momente habe ich das Buch bis zum Ende gerne gelesen.

Besonders die düstere Atmosphäre war in dem Buch spürbar. Die Welt ist geprägt von Leid, Krankheit, Krieg, Armut und Tod. Wir begleiten auch Hazel durch viele schwierige Phasen in ihrem Leben, die sie erträgt und aus denen sie sich kämpfen muss. Ihre Entwicklung ist dabei spürbar. Ich habe mit Hazel gelitten und sie dabei schnell in mein Herz geschlossen. Prinz Leopold ist für mich eher ein Nebencharakter geblieben, ich konnte die Slow-Burn-Romance zwischen den beiden aber trotzdem nachempfinden.
Den Tod fand ich als Charakter sehr spannend. Als Gott ist er nahezu allmächtig und trotzdem so unperfekt, was sich auch in der Beziehung zwischen ihm und Hazel zeigt. Er nimmt gleich mehrere Rollen in ihrem Leben ein und liebt Hazel, wenn auch nicht ohne Erwartungen oder auf die gesündeste Art und Weise. Er ist irgendwie eine unkonstante Konstante in Hazels Leben.

Insgesamt hatte ich mit Das Dreizehnte Kind eine gute Lesezeit und würde es allen weiterempfehlen, die eine düstere Fantasy suchen. Aufgrund ein paar persönlicher Kritikpunkte bekommt das Buch 3,5 Sterne von mir.

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Veröffentlicht am 20.01.2026

Herzzerreißend und wichtig

Da, wo ich dich sehen kann
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Da, wo ich dich sehen kann von Jasmin Schreiber ist ein herzzerreißend emotionaler Roman über eine Familie, die einen Femizid verarbeiten muss. Denn Emma wird von ihrem Mann Frank ermordet. Zurück bleiben ...

Da, wo ich dich sehen kann von Jasmin Schreiber ist ein herzzerreißend emotionaler Roman über eine Familie, die einen Femizid verarbeiten muss. Denn Emma wird von ihrem Mann Frank ermordet. Zurück bleiben die neunjährige Tochter Maja, ihre Eltern Brigitte und Per, ihre beste Freundin Liv und die Wunder - aber auch Grausamkeiten - des Universums.

Das Buch wird abwechselnd aus den verschiedenen Perspektiven geschrieben und zeigt Gegenwart, aber auch Einblicke in die Vergangenheit vor dem Femizid. Dabei werden verschiedene Themen bearbeitet: die Frage nach individueller Schuld bei gesellschaftlichem Versagen, ohne tatsächlich Schuld zuzuweisen - außer dem Täter natürlich; die Trauerverarbeitung, die gerade bei so einem gewaltvollen Tod besonders herausfordernd ist und die damit verbundene Verarbeitung von Wut; die Beurteilung und Vergabe des Sorgerechts und Femizide in einem übergeordneten Kontext. Die Themen fand ich psychologisch unfassbar gut und sensibel - ohne dabei zu verweichen oder Kritik zu mindern - aufgearbeitet, was nicht nur in den Therapie-Szenen bemerkbar ist.

Den Erzählstil fand ich den Personen ebenfalls passend gewählt und durch Zeichnungen, Zeitungsartikel, die Transkription des Notrufs, gerichtliche Dokumente und medizinische Akten wirkte die Geschichte umso realer. Dem Vorwort ist zu entnehmen, dass Schreiber diese Geschichte aufgrund eines Vorfalls in ihrem unmittelbaren Umfeld auch persönlich betrifft und das merkt man dem Buch an. Die Geschichte hat mich auf beste und schmerzhafteste Weise emotional getroffen und mir an so vielen Stellen das Herz zerrissen.
Wichtig anzumerken finde ich noch, dass die Täterperspektive nahezu unberücksichtigt bleibt, worüber ich sehr dankbar bin.

Da, wo ich dich sehen kann ist ein Roman, der vielleicht nicht leicht zu lesen ist, dafür aber umso wichtiger. Jasmin Schreiber gelingt es, das Thema Femizid vielschichtig zu beleuchten und dabei Fragen zu stellen, die mich noch lange begleiten werden. Eines meiner Jahreshighlights und eine große Empfehlung!

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Veröffentlicht am 20.01.2026

Spannende Unterhaltung

Blackspell
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Blackspell ist der Auftakt einer YA-Romantasy-Dilogie von Celine Leonora und handelt von Eden Blackspell, die unerwartet ein Vermögen von ihrem Vater erbt. Allerdings muss sie dafür seine Bedingung erfüllen ...

Blackspell ist der Auftakt einer YA-Romantasy-Dilogie von Celine Leonora und handelt von Eden Blackspell, die unerwartet ein Vermögen von ihrem Vater erbt. Allerdings muss sie dafür seine Bedingung erfüllen und ihren Abschluss an der Wyndhouse Academy machen. Doch schon in ihrer ersten Nacht sieht sie im Traum ein totes Mädchen, das von Motten bedeckt ist. Was hat es mit dem Mädchen auf sich, das die kürzlich verstorbene Mitschülerin von Eden ist? Und sie soll nicht die letzte Tote bleiben, denn eine Mordserie mit verschwindenden Leichen stellt Eden vor ein gefährliches Rätsel. Während sie selbst eigentlich damit beschäftigt sein sollte, diese neue, magische Welt kennenzulernen, in der sie sich plötzlich wiederfindet.

Ich finde Leonoras Schreibstil sehr angenehm und sie schafft es, eine düstere Atmosphäre und Spannung durch das gesamte Buch aufzubauen. Dadurch hat die Geschichte eine unglaubliche Sogwirkung, sodass ich es in nur zwei Tagen verschlungen habe.

Eden finde ich sehr sympathisch, auch wenn sie mich manchmal genervt hat, wenn sie zum Beispiel nicht über ihre Erlebnisse und Erkenntnisse kommuniziert oder logische Schlussfolgerungen nicht erkannt hat. Trotzdem habe ich mit ihr mitgefiebert und die Geschichte hat zum Miträtseln eingeladen. Es gab ein paar Wendungen, die ich erahnt habe, aber auch einige, die mich überrascht und zum Teil kalt erwischt haben.

Den Romance-Aspekt habe ich leider nicht ganz fühlen können, vielleicht weil ich die Anziehung nicht verstehen oder nachvollziehen konnte. Da hoffe ich in Band 2 auf etwas mehr Klarheit. Insgesamt würde ich mir eine tiefe Aus- und Einarbeitung der zwischenmenschlichen Beziehungen wünschen, die im ersten Band etwas oberflächlich geblieben sind.

Mich konnte Blackspell insgesamt unglaublich gut unterhalten und ich bin sehr gespannt auf die Fortsetzung, weil das Ende schon wirklich fies ist.

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Veröffentlicht am 17.01.2026

Spicy, darke Romantasy mit Werwölfen

Rabid
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Rabid ist eine darke Romantasy mit Werwolf-Gestaltwandlern von Ivy Asher und Raven Kennedy und wurde von Barbara Ostrop übersetzt. Es handelt sich um einen Einzelband, was ich sehr angenehm finde, wenn ...

Rabid ist eine darke Romantasy mit Werwolf-Gestaltwandlern von Ivy Asher und Raven Kennedy und wurde von Barbara Ostrop übersetzt. Es handelt sich um einen Einzelband, was ich sehr angenehm finde, wenn man sich nicht für eine ganze Reihe committen möchte. Auch um das Genre einmal auszuprobieren, kann dies ein gutes Argument sein.

Ich empfehle bei Bedarf, da das Buch durchaus schwere Themen behandelt, vorab die Content Notes zu lesen, die ich sehr gelungen finde, auch wenn sie natürlich spoilern.

Ich mochte Seneca als Protagonistin sehr und habe mit ihr gelitten und mitgefiebert. Ich fand besonders ihre Entwicklung schön anzusehen, wie sie den toxischen und gewaltvollen Strukturen entkommt und ihr wahres Ich und echte Verbundenheit findet. Verbundenheit in sich selbst, einer Partnerschaft und einem ganzen Rudel.

Spannend fand ich die Umsetzung der Gestaltwandlung, die erst durch ein Ritual und die Verbindung mit einem Wolfsgeist möglich ist. Dabei haben Mensch und Wolf ein Eigenleben und müssen erst zueinanderfinden, was sich bei Seneca durch die Umstände des Rituals besonders schwierig gestaltet. Denn ihr Wille und der ihrer Wölfin könnten nicht gegensätzlicher sein. Doch wer kann ahnen, dass gerade Tyran, der monströse Alpha eines wilden Rudels, genau diese Gegensätzlichkeiten zusammenführt?

Die Handlung war durchgehend spannend und ich bin in gutem Lesefluss durch die Seiten geflogen. Allerdings hat mich der viele, abwechslungsreiche Spice immer wieder aus diesem Lesefluss rausgeworfen, was aber natürlich eine persönliche Abneigung ist. Wer Spice liebt oder weiß, was ein "Knoten" ist, könnte mit Rabid auf seine Kosten kommen.

Von mir bekommt Rabid definitiv eine Empfehlung, auch wenn es aufgrund persönlicher Abzüge für mich nicht zu einem Highlight gereicht hat.

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Veröffentlicht am 16.01.2026

Tödliche Prüfungen

The Ordeals
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The Ordeals ist der Auftakt der Killmarth Academy-Reihe von Rachel Greenlaw und wurde von Kerstin Fricke übersetzt. Zusammen mit unserer Protagonistin Sophia De Winter stellen wir uns den Ordeals, also ...

The Ordeals ist der Auftakt der Killmarth Academy-Reihe von Rachel Greenlaw und wurde von Kerstin Fricke übersetzt. Zusammen mit unserer Protagonistin Sophia De Winter stellen wir uns den Ordeals, also den Aufnahmeprüfungen, die absolviert werden müssen, um an der Killmarth Academy Magie studieren zu dürfen. Dabei lauern die verschiedensten Gefahren, die nicht selten tödlich enden.

Ich war von Seite eins an gefesselt von der Geschichte, was nicht zuletzt an dem angenehm flüssigen Schreibstil und der Atmosphäre lag, die Greenlaw geschaffen hat. Und auch das Magiesystem konnte mich begeistern: magiebegabte Wirker teilen sich in Illusionisten, Botaniker, Maskierer und Alchemisten mit unterschiedlichen Fähigkeiten auf, aber es gibt auch übernatürliche Wesen, über die ich an dieser Stelle noch nicht zu viel verraten möchte.

Besonders hat mir dabei gefallen, dass Sophia zwar bereits Teil der magischen Welt ist, wir aber mit ihr zusammen lernen und Stück für Stück mehr hinter die Fassade blicken und verstehen, wie alle Geheimnisse wie Fäden versponnen sind.

Sophia habe ich beim Lesen schnell und tief in mein Herz geschlossen, sodass ich nicht nur während der Prüfungen mit ihr mitgefiebert habe. Auch auf romantischer Ebene, die eher einen kleinen - aber bedeutenden - Teil einnimmt, konnte ich mich gut in Sophia hineinfühlen. Denn während den Ordeals ergibt sich Alden Locke als Sophias Partner, was die beiden einander zwangsläufig näher bringt.

Das Ende, wie sich so viel zusammenfügt und gleichzeitig ein Cliffhanger aufgemacht wird, der mich sehnend auf Band 2 warten lässt, finde ich - auf sehr gemeine Art - gelungen. The Ordeals war zu Beginn des Jahres bereits eines meiner Jahreshighlights und ist eine große Empfehlung von mir an alle Fantasy-Lesenden.

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