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Veröffentlicht am 20.04.2025

Vorsehung oder nicht

Vorsehung
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Was würde ich tun, wenn mir eine fremde Frau ganz plötzlich vorhersagt, wann ich wie sterben werde. Eine erschreckende Vorstellung. Gerade die Ungewissheit über das eigene Ableben schien mir immer das ...

Was würde ich tun, wenn mir eine fremde Frau ganz plötzlich vorhersagt, wann ich wie sterben werde. Eine erschreckende Vorstellung. Gerade die Ungewissheit über das eigene Ableben schien mir immer das größte Geschenk an die Menschen, denn ein solches Wissen kann einen zermürben und zerstören. Aber in "Vorsehung" ist es ganz anders. Da erfahren sehr viele Menschen in einem Flugzeug, was vielleicht oder wahrscheinlich auf sie mit dem Tod zukommt. Aber dieses Wissen verursacht bei ihnen den Wunsche, diese begrenzte Lebenszeit zum besten zu machen, was es für sie gibt. Sie ändern ihr Leben, kündigen Jobs, verlassen Angehörige und suchen nach dem Glück und der Erfüllung im Leben. Das ist an mancher Stelle für mich etwas zu einfach und kitschig gewesen und die vielen verschiedenen Darsteller fand ich nicht alle interessant und nicht alle glaubwürdig. Mich konnte das Buch nicht ganz abholen.

Veröffentlicht am 20.04.2025

guter Histo

Im Wind der Freiheit
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Endlich greift Tanja Kinkel mal wieder in die große Histokiste. Das sind mir doch ihre liebsten Bücher. Und wieder stehen Frauen im Mittelpunkt des Geschehens, auch das ist eine liebgewonnene Tradition ...

Endlich greift Tanja Kinkel mal wieder in die große Histokiste. Das sind mir doch ihre liebsten Bücher. Und wieder stehen Frauen im Mittelpunkt des Geschehens, auch das ist eine liebgewonnene Tradition bei dieser Autorin.

Mit großem Vergnügen habe ich erfahren, wie es so war Mitte des 19. Jahrhunderts. Wobei, Vergnügen für mich aber nicht für die Frauen in der Geschichte. Von Gleichberechtiung keine Spur. Frauen werden für dumm gehalten und unterdrückt, klein gehalten, ins Haus und an den Herd verbannt. Aber die Frauen in diesem Buch kämpfen an verschiedenen Fronten. Ums Überleben, um das kleine Glück, aber auch um Selbstbestimmung und Selbstverwirklichung.

So ganz gelingt ihnen das nicht. Aber die Wege die sie gehen sind es, die später anderen den Weg leichter machen werden. Und es macht uns heute wieder mal bewusst, was wir schon alles gut auf den Weg gebracht haben.

Veröffentlicht am 20.04.2025

melancholisch

Was ich von ihr weiß
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Ein Buch, dass eher gemächlich daherkommt und die Geschichte eines zurückgezogen lebenden Künstlers erzählt. Michelangelo Vitaliani erlernt in Italien das Handwerk des Bildhauers. Dabei lernt er auch Viola ...

Ein Buch, dass eher gemächlich daherkommt und die Geschichte eines zurückgezogen lebenden Künstlers erzählt. Michelangelo Vitaliani erlernt in Italien das Handwerk des Bildhauers. Dabei lernt er auch Viola kennen, ein Mädchen aus der besseren Gesellschaftsschicht. Beide sehnen sich nach einer Veränderung in ihrem Leben, beiden werden aber die gesellschaftlichen Zwänge Anfang des 20. Jahrhunderts, der Faschismus und der Krieg zum Verhängnis.

Zwei Menschenleben, eine Lehrstunde der Geschichte, eine zarte und nicht gelebte Liebe, die Kunst, die sich nicht nur im Handwerk des Bildhauers sondern tatsächlich auch im Erzählstil des Romans widerspiegelt.

An mancher Stelle fehlte mir vielleicht etwas das Tempo, aber die Dramatik und die Tragik kommt gut rüber. Ein schönes Buch mit einem melancholischen Grundton. Gerne empfehle ich das Buch weiter.

Veröffentlicht am 23.03.2025

Harte Thrillerkost

Der Nachtgänger
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Warum zur Hölle lese ich in Zeiten wie diesen eigentlich solche harten Thriller, wie das Lars-Kepler-Duo sie jedes Jahr herausbringt? Was läuft da schief? Warum brauche ich Gewalt und Mord und Totschlag ...

Warum zur Hölle lese ich in Zeiten wie diesen eigentlich solche harten Thriller, wie das Lars-Kepler-Duo sie jedes Jahr herausbringt? Was läuft da schief? Warum brauche ich Gewalt und Mord und Totschlag zur Unterhaltung? Nach solchen Romanen frage ich mich das schon mal ganz leise und stelle meine Motivation und meine Buchauswahl mal kurz in Frage.

Auch im Nachtgänger geht es richtig ans Eingemachte. Da rollen im wahrsten Sinne des Wortes Köpfe und Ströme von Blut durchziehen die Geschichte. Kein Wunder, schließlich ist ein Serienkiller am Werk, der mit einer Axt unterwegs ist. Und es scheint, als wäre er überirdisch schlau, denn die Polizei hat anfangs keinerlei HInweise, tappt nahezu im Dunkeln. Klammert sich an die versunkenen Erinnerungen eines jungen Mannes, der im Schlafwandeln Zeuge gewesen ist.

Linna ermittelt noch immer alleine. Saga ist weiterhin in der Versenkung - im Innendienst - versunken. Dafür hilft diesmal wieder der bekannte Hypnotiseur um vielleicht der Wahrheit im Schlaf des Zeugen auf die Spur zu kommen.

Das Buch ist ein typischer Lars Kepler Thriller. Sehr blutig und brutal und sehr spannend und klug erzählt. Man schüttelt sich ob der Gewalttaten und kann das Buch dennoch kaum aus der Hand legen.

Mir scheint, ich brauche diese Art von Büchern um abzuschalten und mich dann beruhigt und entspannt in mein kleines langweiliges Leben zurückzubegeben. Sicher ist es kein Buch für jederman aber Thrillerfans mit starken Nerven kommen auf ihre Kosten.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 09.03.2025

unterhaltsam

Das Leben fing im Sommer an
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Der Autor Christoph Kramer ist mir als Moderator der letzten Fußball-EM ein Begriff gewesen. Da ich aber kein richtiger Fußball-Fan bin, hat mich das nicht beeinflusst, sein erstes Buch lesen zu wollen. ...

Der Autor Christoph Kramer ist mir als Moderator der letzten Fußball-EM ein Begriff gewesen. Da ich aber kein richtiger Fußball-Fan bin, hat mich das nicht beeinflusst, sein erstes Buch lesen zu wollen. Die Geschichte klang einfach nach einer Coming-of-Age-Story und sowas mag ich einfach.

Das Cover ist schön und passt zur Story. Ich verbinde die Jugend durchaus auch mit Freibadbesuchen und der Bewunderung für diejenigen, die sich mit einer Wasserbombe in die Tiefe des Sprungbrettes gestürzt haben.

Der Sprachstil des Buches passt sich dem jugendlichen Alter des Helden Chris an. Man fragt sich ständig, wie viel dieser Chris mit dem Autor zu tun hat. Ob es nicht fast eine Autobiographie ist, die hier erzählt wird. Es geht in der Hauptsache um die Themen die ein Teenager und junger Mann so für wichtig empfinden. Dazu gehört natürlich vor allem die erste große Liebe aber auch durchaus der Wunsch, sich im Erwachsenenleben zurecht finden zu wollen. Die Fragen der Berufswahl und nach der eigenen Identität werden auf nette und harmlose Weise erzählt.

Ich fand das Buch gut zu lesen und unterhaltsam.