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Veröffentlicht am 18.12.2019

Tochter der Bettlerin

Die Tochter der Bettlerin
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Nora Berger hat ihren historischen Roman Die Tochter der Bettlerin Mitte des 18.Jahrhunderts rund um Friedrich den Großen angesiedelt. Ein vielversprechendes Setting und die Hauptfigur Trenck, Leibgardist ...

Nora Berger hat ihren historischen Roman Die Tochter der Bettlerin Mitte des 18.Jahrhunderts rund um Friedrich den Großen angesiedelt. Ein vielversprechendes Setting und die Hauptfigur Trenck, Leibgardist von Friedrich, wirkt in seinem Auftreten und Verhalten glaubwürdig. Mir gefällt es gut, wenn die Figuren den Zeiten entsprechen. Viele andere historische Romane setzen ihre Figuren mit heutigem Verhalten in die alte Zeit und das wirkt dann nicht so gut.
Die weibliche Protagonistin Anna ging mir als verfolgte Unschuld ein wenig auf die Nerven, und dass sie als Tochter einer Bettlerin so leicht Anschluß in einer Familie von Stand findet, ist wohl auch die Ausnahme. Tatsächlich wird ihr aber übel mitgespielt.
Auch Voltaire hat einen Auftritt.
Die Liebe spielt eien Rolle. Anna leibt Trenck, Trenck liebt Amelie, obwohl er für Anna auch etwas übrig hat.. Keine einfache Situation für alle.
Es ist ein unterhaltsamer und interessanter Roman.

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Veröffentlicht am 16.12.2019

Eine schlesische Familiengeschichte

Heimat ist ein Sehnsuchtsort (Heimat-Saga 1)
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Ein Hörbuch, gelesen von Anne Moll, die über eine angenehme Stimme verfügt.
Es ist eine liebevolle schlesische Familiengeschichte in schlimmen Zeiten der dreißiger/vierziger Jahre. Die Sadlers auf ihrem ...

Ein Hörbuch, gelesen von Anne Moll, die über eine angenehme Stimme verfügt.
Es ist eine liebevolle schlesische Familiengeschichte in schlimmen Zeiten der dreißiger/vierziger Jahre. Die Sadlers auf ihrem Hof sind gute Menschen. Laurenz und Annemarie lieben sich und ihre Kinder. Die junge Kathi ist gescheit und mutig, ihre kleine Schwester Franzi aber ist leider behindert auf die Welt gekommen,
Zur Familie gehören auch die polnische Köchin Dorata und der Knecht Oleg.

Als die Zeit des Nationalsozialismus kommt, wird es schwer für sie.
Etwas fraglich finde ich, dass wieder einmal Widerständler die Helden sind. Das kommt bei so sehr vielen Romane vor. Da glaubt man fast, diese wären die Mehrheit und nicht die krasse Ausnahmen gewesen. Als Leser ist man natürlich dennoch froh, dass moralisch einwandfreie Protagonisten da sind, die man durch das Buch begleiten kann.

In vielen Passagen ist die kleine Kathi und ihr Freund Anton im Mittelpunkt, das sind unterhaltsame Episoden. Dem gegenüber steht die fatale politische Entwicklung mit weitreichender Auswirkung und dem Beginn des Kriegs.

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Veröffentlicht am 14.12.2019

Fotografie und Liebe in Paris

Die Zeit des Lichts
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Dieses Buch erzählt von der Fotografin Lee Miller und von der wichtiges Zeit der Fotografie, auch über die Kriegsfotografen.
Lee Miller war eine reale Figur, sie war mit dem US-amerikanischen Künstler ...

Dieses Buch erzählt von der Fotografin Lee Miller und von der wichtiges Zeit der Fotografie, auch über die Kriegsfotografen.
Lee Miller war eine reale Figur, sie war mit dem US-amerikanischen Künstler Man Ray bekannt, arbeitet mit ihm und hatte eine Beziehung mit ihm. Diese Szenen, besonders in der ersten Hälfte des Romans zwischen Lee und Man Ray sind gut gemacht und man versteht, was diese Größen zur Fotografie trieb. Es wird aber schon früh klar, das Whitney Scharer einen Künstlerroman im Unterhaltungsgenre ansiedelt. Man sollte sich als Leser seine Erwartungen darauf abstimmen. Gut möglich, dass die Autorin der historischen Figur nicht gerecht wird. Der Bezug zu Man Ray ist überbetont und die relativ wenigen Kriegsszenen finde ich zum Teil wenig überzeugend.
Für das was er ist, halte ich den Roman jedoch für in Ordnung.

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Veröffentlicht am 11.12.2019

Wistings way

Wisting und der Tag der Vermissten
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Der Roman ist ein ganz und gar norwegisches Werk und ein Krimi, der nicht auf Spektakuläres setzt. Da passt es gut, dass ein Cold Case im Mittelpunkt steht.
Der Protagonist William Wisting ist tragend ...

Der Roman ist ein ganz und gar norwegisches Werk und ein Krimi, der nicht auf Spektakuläres setzt. Da passt es gut, dass ein Cold Case im Mittelpunkt steht.
Der Protagonist William Wisting ist tragend für den Roman. Er ist gelassen, ruhig und in sich ruhend, dabei aber auch ein erfahrener Mann, der nicht locker lässt. Damit decken sich Hauptfigur und Stil. Es ist betont ruhig, die Sprache ungekünstelt, aber präzise. Das muss man mögen. Ich könnte mir vorstellen, dass Leser rasanter amerikanischer Krimis den Roman als zu schwerfällig empfinden.

Auch Wistings Privatleben mit seinen 2 erwachsenen Kindern Line und Thomas spielt eine Rolle. Selbst eine alltägliche Szene, die Wisting beim Einkaufen im Supermarkt zeigt, wird beschrieben. Das gibt den Roman die Spur Realismus, die ihn abheben lassen vom üblichen. Jorn Lier Horst war selber Kriminalbeamter, vielleicht wirkt deswegen sein Buch glaubwürdig. Und so gibt es schon einige Wisting-Romane und auf die Verfilmung, die demnächst ausgestrahlt wird, darf man gespannt sein.

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Veröffentlicht am 08.12.2019

Eine amerikanische Familie

Der größte Spaß, den wir je hatten
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Der größte Spaß den wir je hatten ist ein umfangreicher, amerikanischer Familienroman in der Folge von Jonathan Franzen. Marilyn und David, ein eher konservatives Ehepaar haben 4 Töchter, die sehr unterschiedlich ...

Der größte Spaß den wir je hatten ist ein umfangreicher, amerikanischer Familienroman in der Folge von Jonathan Franzen. Marilyn und David, ein eher konservatives Ehepaar haben 4 Töchter, die sehr unterschiedlich sind und auch ganz unterschiedliche Probleme haben.
Man erfährt viel von den 4 Schwestern Wendy, Violet, Liza, Grace.
Die Entwicklung der Familie verdeutlicht sich auch mit den Rückblicken auf Marylin und David in die siebziger Jahre und wie die ersten Kinder geboren werden. Diese frühe Zeit ist für die Familie der größte Spaß, den sie je hatten. Diese Passagen gehören zum Besten des Buches.
Weiter geht es durch die achtziger und neunziger Jahre. Auch da werden besondere Momente herausgearbeitet.
Der Jonas-Part hat bei mir nicht so gut funktioniert, dabei ist er wichtig für den Verlauf der Handlung für fast alle Figuren. Das hätte man konfrontativer gestalten können.

Der Roman ist wirklich nicht schlecht, aber für meinen Geschmack zu lang. Über 700 Seiten trägt die aufgebaute Spannung nicht, da auch die Beschreibungen von Claire Lombardo erstaunlich verhalten bleiben. Ein wenig Straffung hätte schon viel bewirkt.
Die Dialoge sind aber ganz gut gemacht, auch wenn wenig Ironie eingesetzt wird.
Ich mag amerikanische Familienromane, doch bei diesem bin ich streckenweise nicht so tief eingetaucht, wie erhofft, dennoch würde ich von der Autorin auch künftige Bücher eventuell lesen.

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