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Veröffentlicht am 13.03.2025

Illusionslose Analyse

Die Kriege der Gegenwart und der Beginn einer neuen Weltordnung
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Joschka Fischer, heute mit 75 in einer Rolle, die früher Helmut Schmidt als Altkanzler inne hatte.
Er ist raus aus dem aktuellen Politikleben, hat aber viele Kemnntnisse. Hier schreibt er illusionslos ...

Joschka Fischer, heute mit 75 in einer Rolle, die früher Helmut Schmidt als Altkanzler inne hatte.
Er ist raus aus dem aktuellen Politikleben, hat aber viele Kemnntnisse. Hier schreibt er illusionslos über die Kriege in der Ukraine und Israel/Palästina sowie der Rolle der USA und was das für Deutschland bedeutete.
Die realistische, schonungslose Einschätzung tut gut, denn die Versprechungen der Parteien im Wahlkampf waren kaum glaubhaft.

Zwar sind noch nicht die neuesten Entscheidungen von Donald Trump im Buch enthalten, aber im Kapitel „Qua Vadis, USA“ blickt Fischer zurück bis in die Zeit nach 9/11, dem Krieg gegen Irak, auch die Obama-Zeit und fasst somit gut zusammen.
Auch ein Kapitel zu China ist enthalten. Dann wieder ein umfassender Blick auf Europa.

Ein lesenswertes Politsachbuch, wobei kaum ein Warn- und Weckruf, wie etwas übertrieben beworben, denn konkrete Lösungen hat auch Fischer nicht. Einen kritischen Blick auf Europas Zustand hat Joschka Fischer aber schon länger.

Veröffentlicht am 13.03.2025

Sommer 2006

Das Leben fing im Sommer an
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Christoph Kramer beschreibt erstaunlich ehrlich seine erste Liebe, als 15 Jahre alt war. Es ist 2006 und ein heisser Sommer.
Seine Angebetete heißt Debbie. Und eines Abends nach dem Kino kommt es zum ersten ...

Christoph Kramer beschreibt erstaunlich ehrlich seine erste Liebe, als 15 Jahre alt war. Es ist 2006 und ein heisser Sommer.
Seine Angebetete heißt Debbie. Und eines Abends nach dem Kino kommt es zum ersten Kuss.
Christoph Kramer ist offenbar ein Romantiker, denn diese Passage beschreibt er ausführlich als zentrale Stelle im Buch.
Diese neue Beziehung scheitert aber schnell.
Konstant bleibt aber seine Freundschaft zu seinem Kumpel Johnny.

Der Roman ist die Momentaufnahme der Gefühlswelt eines Jugendlichen in der beschriebenen Zeit.
Christoph Kramer beschreibt das auf lockere, überwiegend positive Art.

Veröffentlicht am 12.03.2025

abgebrannt

Tiny House
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Der Protagonist und Icherzähler ist ein junger Mann, der Literatur und Soziologie studierte und jetzt einen ungewöhnlichen Job angenommen hat. Er zieht in ein Tiny House und es wird gefilmt und gestreamt, ...

Der Protagonist und Icherzähler ist ein junger Mann, der Literatur und Soziologie studierte und jetzt einen ungewöhnlichen Job angenommen hat. Er zieht in ein Tiny House und es wird gefilmt und gestreamt, wie er darin lebt. Eine Werbemaßnahme der Hersteller. Doch eines Tages brennt das Tinyhouse ab und kurze weitere Versuche scheitern, so das er den Job verliert.
Eigentlich kennt man diesen Teil des Buches schon durch den Text „Das Tiny House ist abgebrannt“, der 2023 beim Bachmannpreis gelesen wurde. Mario Wurmister hat den Text weiter ausgebaut, aber man muss schon sagen, dass der erste Teil der stärkste ist. Danach plätschert es streckenweise. Der Plot ist solide, aber lange nicht viel mehr. Erst das letzte Romanviertel stellt wieder eine Steigerung dar. Es ist ein lesenswertes Buch, da eine feine Ironie den Roman durchzieht.

Veröffentlicht am 12.03.2025

Hochzeitstag

Die Hochzeit
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Ein Buch, das einen Tag zeigt, einen Hochzeitstag.
Es beginnt schon morgens schlecht mit einem Hexenschuss des Wirts, die Köchin motzt und im Verlaufe des Tages geht noch mehr schief, zum Beispiel taucht ...

Ein Buch, das einen Tag zeigt, einen Hochzeitstag.
Es beginnt schon morgens schlecht mit einem Hexenschuss des Wirts, die Köchin motzt und im Verlaufe des Tages geht noch mehr schief, zum Beispiel taucht die Braut nicht auf.

Überraschenderweise ist das Buch außerordentlich viel illustriert. Jedoch sind es relativ einfache, wenig ansprechende Illustrationen.

Dadurch sind auf manchen Seiten wenig Text, der abschnittsweise sogar gereimt ist.

Das Problem mit dem Buch ist dessen Derbheit. Das liegt nicht jedem.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.03.2025

Hella Karl

Der Einfluss der Fasane
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Der Einfluss der Fasane ist auf dem ersten Blick nicht so komplex wie Antje Ravic Strubels Erfolgsbuch Die blaue Frau. Aber auch dieses Buch hat ein relevantes Thema.
Mit der Journalistin Hella Karl hat ...

Der Einfluss der Fasane ist auf dem ersten Blick nicht so komplex wie Antje Ravic Strubels Erfolgsbuch Die blaue Frau. Aber auch dieses Buch hat ein relevantes Thema.
Mit der Journalistin Hella Karl hat die Autorin eine gute Figur geschaffen, stark und sensibel zugleich.
Trotzdem muss sie sich mit einer schwierigen Situation auseinandersetzen. Die Verantwortung für den Selbstmord eines Mannes wird ihr vorgeworfen, da sie einen kritischen Artikel gegen ihn geschrieben hat.
Der Roman ist relativ ruhig gehalten, sprachlich weniger fordernd als erwartet. Das sie damit noch einmal den Deutschen Buchpreis gewinnt, wie sie es 2021 schaffte, glaube ich nicht.
Es ist ein interessantes Buch, aber vielleicht zu unspektakulär für meinen Geschmack. Doch für die Sorgfalt, mit der der Roman geschrieben ist, kann man als Leser dankbar sein.