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Veröffentlicht am 23.01.2025

Biografie mit viel Wissen

Friedrich Merz
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Es gibt jetzt schon ein paar gute Bücher über Friedrich Merz und Volker Resing hat ein weiteres, gut lesbares und informatives Buch hinzugefügt.

Volker Resing hat große Expertise im Bereich der CDU und ...

Es gibt jetzt schon ein paar gute Bücher über Friedrich Merz und Volker Resing hat ein weiteres, gut lesbares und informatives Buch hinzugefügt.

Volker Resing hat große Expertise im Bereich der CDU und er kann schreiben. So ist man im Buch schon schnell in a flow.

Resing nimmt einen großen Ansatz, geht weit zurücj und zeigt den Weg von Merz über einen längeren zeitraum. Damit zeigt er, wie sich etwas ergibt, wo die Rückschläge waren, aber auch das große, ungewöhnliche Comeback. Gerade diese Abschnitte sind nahezu spannend zu lesen.
Volker Resing schafft dann am Schgluß auch noch ein schlüssiges Resümee!

Fazit: Ein lesenswertes Politsachbuch!

Veröffentlicht am 19.01.2025

Ein unsteter Mann

Frühstück in Helsinki
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Ein dick vorgetragener Monolog eines Mannes, der seine Heimatstadt Wien vermisst und seine frühere Liebe Nina, obwohl er in den letzten 10 Jahren 8 Beziehungen und 36 Seitensprünge hatte. Auch den Job ...

Ein dick vorgetragener Monolog eines Mannes, der seine Heimatstadt Wien vermisst und seine frühere Liebe Nina, obwohl er in den letzten 10 Jahren 8 Beziehungen und 36 Seitensprünge hatte. Auch den Job hat er oft gewechselt.
Der Erzähler wirkt wie aus einem Philippe Djian-Roman entsprungen mit einer Spur Bukowski. So ganz kaufe ich David Schalko seine großspurige Hauptfigur nicht ab. Er ist dann auch viel unterwegs auf der Suche nach Nina, Beirut, London, Amsterdam … Man spürt seine Ruhelosigkeit.

Manchmal ist es ein amüsantes Buch, aber auch ein derbes und gelegentlich fehlt es an Tiefe.
Dennoch kann man David Schalko eine erzählerische Frische und Kraft nicht absprechen.

Veröffentlicht am 17.01.2025

idealistisch

Den Bach rauf
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Ein Buch eines Kanzlerkandidaten mitten im Wahlkampf macht neugierig, ist auch ein Risiko, wie man seit Baerbocks Desaster damals weiß.
Überraschenderweise erzählt Robert Habeck aber auch von seinen Erfahrungen ...

Ein Buch eines Kanzlerkandidaten mitten im Wahlkampf macht neugierig, ist auch ein Risiko, wie man seit Baerbocks Desaster damals weiß.
Überraschenderweise erzählt Robert Habeck aber auch von seinen Erfahrungen und Befindlichkeiten. Nicht selten drückt er sich sehr pathetisch aus und obwohl ich dem Autor prinzipiell gewogen bin, ist es wohl besser, dass das Buch kurz gehalten ist. Immerhin ist es einigermaßen kompakt.

Manche Gedankengänge Habecks sind ganz interessant zu lesen, zum Beispiel die zur Bewältigung der Energiekrise oder über den Ukrainekrieg, nur bleibt er leider zu vage.

Insgesamt betont das Buch Habecks Bekenntnis gegen den Stillstand und versucht auch, Hoffnung zu verbreiten. Das hat er vielleicht mit dem Papst und dessen aktueller Autobiografie gemeinsam.
Es gilt auch Positionen zu benennen.
Ob das Buch reicht, um neuen Wähler außerhalb des grünen Lagers für ihn zu mobilisieren, bezweifle ich. Ein Stück weit kann es Bindung der bestehenden Wähler bewirken.

Veröffentlicht am 13.01.2025

Von Wien nach München

In einem Zug
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In einem Zug heißt der neue Roman von Daniel Glattauer sehr zutreffend, da der Protagonist die ganze Handlung im Zug sitzt, in einem Gespräch mit einer Mitreisenden, die er dort getroffen hat.
Er heißt ...

In einem Zug heißt der neue Roman von Daniel Glattauer sehr zutreffend, da der Protagonist die ganze Handlung im Zug sitzt, in einem Gespräch mit einer Mitreisenden, die er dort getroffen hat.
Er heißt Eduard Brünhofer, ist ein Schriftsteller, sogar ein erfolgreicher mit dem Thema Liebe, doch seit einiger Zeit mit Schreibblockade.
Die Plaudereien sind temporeich und amüsant zu lesen. Es wechseln die Dialoge und die Gedanken Eduards blitzartig. Ständig wertet er seine Antworten, die er den Fragen seiner eloquenten Mitreisenden entgegensetzt. Mit der Zeit wird er immer lockerer.
Mich erinnert das neue Buch mehr an Glattauers Erfolgsroman Gut gegen Nordwind und weniger an seinen ernsteren Die spürst du nicht.
Er ist deutlich leichter und zugänglich. Glattauer und sein alter Ego im Buch setzen sehr auf Ironie. Das kann schon nerven, aber vieles hat dann doch Wortwitz.

Veröffentlicht am 13.01.2025

Ein sehr aktuelles Buch zum Wahlkampf

Der Unvermeidbare
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Der Autorin gelingt es, eine grundsätzliche Spannung mit ihren Schilderungen aufzubauen, die auch kontinuierlich anhält.
Sie schildert die Ereignisse sachlich, fair, aber nicht unkritisch.
Dabei hat ihr ...

Der Autorin gelingt es, eine grundsätzliche Spannung mit ihren Schilderungen aufzubauen, die auch kontinuierlich anhält.
Sie schildert die Ereignisse sachlich, fair, aber nicht unkritisch.
Dabei hat ihr Stil eine große Bildsprache. Immer wieder glaubt man, die geschilderten Ereignisse plastisch vor sich zu sehen.

Friedrich Merz steht in diesem Buch natürlich im Mittelpunkt, aber es wird auch einiges von anderen Politikern erzählt, und sie werden als Vergleich herangezogen. Söder, Laschet, Kramp Karrenbauer, Linnemann, Hendrik Wüst, sogar ein wenig Merkel.

Sara Sievert konnte mich mit ihrem lebhaften Stil und ihrer Genauigkeit in diesem Buch wirklich beeindrucken.