Profilbild von yezz

yezz

Lesejury Star
offline

yezz ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit yezz über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.11.2023

Wer hat ein Klugscheisserchen zu Hause?

Das Klugscheißerchen
0

Jeder kennt mindestens einen dieser Art: einen Klugscheißer. Aber wie sieht es mit einem Klugscheißerchen aus? Mit war diese possierliche, türkisfarbenen Spezies bisher gänzlich unbekannt. Bisher.

Denn ...

Jeder kennt mindestens einen dieser Art: einen Klugscheißer. Aber wie sieht es mit einem Klugscheißerchen aus? Mit war diese possierliche, türkisfarbenen Spezies bisher gänzlich unbekannt. Bisher.

Denn mit den Kindern der Familie Theufel (mit Th!) konnte ich es entdecken. Und noch so manches mehr.

Die Geschichte beginnt mit herrlichem Wortwitz. Dadurch, dass sie aus der Perspektive der Kinder geschrieben ist, bietet sie so allerlei lustige Meinungen und Situationen. Mir hat generell auch gefallen, dass die ganze Familie sehr menschlich dargestellt wurde.

Der Text hat sich super locker lesen lassen und die Bilder waren lustig. Sie haben die Geschichte wunderbar begleitet. So war die Geschichte auch etwas für unsere 4-Jährige.

Das Klugscheißerchen ist so eine überraschend clevere, süße und unterhaltsame Geschichte für die ganze Familie.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.10.2023

Spannendes Finale

Mitternachtskatzen, Band 4 - Der Geisterkater von Bakerloo
0

Mit der Zeit sind mir die Felidix, Mitternachtskatzen und Straßenkatzen aus London wahnsinnig ans Herz gewachsen. Daher habe ich dieses Buch mit einem lachenden und einem weinenden Auge begonnen. Denn ...

Mit der Zeit sind mir die Felidix, Mitternachtskatzen und Straßenkatzen aus London wahnsinnig ans Herz gewachsen. Daher habe ich dieses Buch mit einem lachenden und einem weinenden Auge begonnen. Denn dies ist das Finale der Reihe und nur noch der Adventskalender kann ich nächsten Monat trösten.

Es wird auch nicht lange rumgeplänkelt, sondern geht schon ziemlich direkt los. Ich habe so sehr mit Said, der schon von Anfang an super sympathisch war, gelitten. So begann eine richtige, emotionale Achterbahnfahrt für mich.

Während der Handlung konnte man noch mal allerhand alte und liebgewonnene Bekannte treffen und es richtig auskosten. Es war schon ein bisschen wie Heimkommen.

Ich war mir nicht sicher, wie sehr mir diese "Geisterkater-Thematik" gefallen würde, aber ich fand sie sehr gut umgesetzt. Mit genau der nötigen Menge Fantasie, wie schon die ganze Reihe.

Der Schreibstil war - wie immer - super angenehm zu lesen. Die kurzen Kapitel sind für die jüngere Leserschaft perfekt. Die Bilder haben die Atmosphäre erneut wunderbar unterstrichen und dem Buch "das gewisse Etwas" verliehen. Eine wirklich wunderbare Reihe, die einen Ehrenplatz bei mir erhalten wird (wenn ich sie irgend von meiner Nichte zurückbekommen sollte).

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.10.2023

Heim und Herd sind Goldes wert

Wie viel von diesen Hügeln ist Gold
0

Ein Sprichwort, das mir beim Lesen dieses Buchs recht häufig in den Sinn gekommen ist. Denn nach dem Tod ihres Vaters ziehen Lucy und Sam auf der Suche nach einem Zuhause durch die Wildnis.

Die Autorin ...

Ein Sprichwort, das mir beim Lesen dieses Buchs recht häufig in den Sinn gekommen ist. Denn nach dem Tod ihres Vaters ziehen Lucy und Sam auf der Suche nach einem Zuhause durch die Wildnis.

Die Autorin schafft es dabei unglaublich gut, eine passende Atmosphäre mit ihren bildgewaltigen Worten aufzubauen. Meist ist diese Atmosphäre düster und beklemmend. Auch in den schöneren Rückblenden schwebt das Damoklesschwert über ihren Köpfen, da man nur allzu gut weiß, dass das Glück der Familie bald durch ihre Hände rinnt. Daher ist es keinesfalls eine leichte Lesekost.

In dem Buch gibt es gefühlt so viele Themen wie Seiten. (Kinder-)Armut, Krankheit, Tod, Rassismus, Missbrauch, Gewalt, Mord, Ausbeute von Mensch und Land, Zuhause/Heimat und noch so viele mehr. Ob weniger Themen das Buch besser oder zumindest gefälliger gemacht hätten? Schwer zu sagen, aber ich denke, dies war eine sehr bewusste Entscheidung der Autorin. Ich denke auch, dass diese Themen für Einwanderer zu dieser Zeit auch durchaus zutreffend waren, denn viele sind es heute leider auch noch.

Die Reise der beiden Figuren hat mich einerseits gefesselt, auf der anderen Seite hat sie auch mein Herz (vor allem als Mutter) bluten lassen. Doch auch wenn ich es durchaus zu schätzen weiß, wenn ein Buch Emotionen in mir auslöst, war es hier oftmals kein Genuss. Woran das lag, ist schwer zu sagen. Da kam zu viel zusammen, um ein paar Punkte hervorzuheben.

Die Geschichte wurde sehr bildhaft erzählt, was mir gut gefallen hat. Die Autorin hat an vielen Stellen Mandarin einfließen lassen. Im Interview am Ende wird klar, warum sie diese Worte verwendet hat und das ist sehr authentisch. Nur finde ich schade, dass sie nicht auch noch in einem Glossar am Ende erklärt werden.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.10.2023

Zwischen Leselust und Lesefrust

Selbst in dunkelster Nacht
0

In diesem Buch spielen Verlust, Mobbing, Trauer und deren Verarbeitung eine große Rolle. Diese Umsetzung ist größtenteils sehr behutsam und angenehm gewesen.

Einer der Hauptschauplätze war ein Blumenladen, ...

In diesem Buch spielen Verlust, Mobbing, Trauer und deren Verarbeitung eine große Rolle. Diese Umsetzung ist größtenteils sehr behutsam und angenehm gewesen.

Einer der Hauptschauplätze war ein Blumenladen, was mir persönlich gut gefallen hat. Es hat auch zu den Hauptfiguren gepasst.

Mit den Hauptfiguren bin ich leider nur teilweise warm geworden. Liora war mir ein kleines bisschen zu gut, Kieran konnte ich nur selten nachvollziehen. Vor allem seine Entscheidungen in Bezug auf Liora waren für mich bis zum Schluss ein Rätsel. Sein dunkles Geheimnis, ein Trauma - ganz klar - und doch für noch recht übertrieben.

Hie und da waren noch ein paar kleinere Punkte, die für mich nicht ganz stimmig waren, ich jedoch aufgrund von Spoilergefahr nicht weiter erwähnen möchte.

Die Nebencharaktere boten eine vielfältige Palette. Von blass und schon fast unnötig über einfach nur nervig bis hin zu liebevoll und süß. Gerade Tessa und Chris waren mir vielleicht ein bisschen zu viel. Vor allem Tessa.

Die ganze Gefühlsachterbahn war mir irgendwann ein bisschen zu viel. Liora und Kieran waren in ihren "guten Stunden" wirklich süß zusammen. Aber manchmal zog sich für mich die Handlung einfach zu sehr.

Das Cover hat mir sehr gut gefallen, da die düstere Grundstimmung und Floristik als Setting gut aufgenommen wurde.

Der Schreibstil fand ich einfach toll. Er ließ sich locker und leicht lesen und der Umgang mit den potentiellen Triggerthemen war angenehm sensibel und empathisch. Auch, wenn mich diese Reihe jetzt nicht überzeugt hat, möchte ich sehr gerne noch einmal etwas von diesem Autor lesen. Vielleicht passt es dann besser zu mir und meinem Geschmack.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.10.2023

Wenn das Leben andere Pläne hat

Stolen Kisses
0

Der Einstieg war klasse,es ging direkt mit etwas Würze los. Aber auch eine erste Ahnung von den Hauptfiguren wurde gut vermittelt. Danach flaute es erst einmal für mich ab, sodass ich etwas Probleme hatte, ...

Der Einstieg war klasse,es ging direkt mit etwas Würze los. Aber auch eine erste Ahnung von den Hauptfiguren wurde gut vermittelt. Danach flaute es erst einmal für mich ab, sodass ich etwas Probleme hatte, so richtig im Buch anzukommen.

Die beiden Hauptfiguren waren auch sehr süß und passten super zusammen. Doch so ein bisschen hat noch gefehlt, dass ich komplett warm mit ihnen geworden bin. Die Nebencharaktere haben mir größtenteils auch gut gefallen. Wobei mir die ein oder andere Sichtweise vielleicht auch ein bisschen zu viel war. Das ist aber vermutlich eher Einstellungssache.

Die Handlung an sich hat an nichts fehlen lassen. Von allem war dabei, aber vor allem auch Tiefgang. Die Leserschaft wird hier auch ernsteren Themen "ausgesetzt", mit der die queere Community unglücklicherweise bis heute noch zu kämpfen hat. Das finde ich sehr gut, denn für diese Probleme kann einfach nicht genug sensibilisiert werden.

Das Ende war an sich sehr schön, vielleicht ein bisschen zu viel Friede, Freude, Eierkuchen. Trotzdem sehr gut fürs Herz, nach einigen turbulenten Szenen im Vorfeld.

Der Schreibstil war gut zu lesen. Am Anfang musste ich mich daran gewöhnen, da es auf mich ab und zu wirkte, als würde da noch ein Wort fehlen. Einfach ein Stil, auf den man sich einlassen muss und dann flutscht es nach kurzer Zeit auch beim Lesen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere