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Veröffentlicht am 15.06.2025

Sie ist der Sturm

The Wind Weaver (Wind Weaver 1)
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Schon der Klappentext hat es angedeutet. "The Wind Weaver" hat das Zeug, zu einem Romantasy-Highlight. Und meine Erwartungen hat das Buch nicht enttäuscht. Alleine optisch ist das Buch ja schon unglaublich. ...

Schon der Klappentext hat es angedeutet. "The Wind Weaver" hat das Zeug, zu einem Romantasy-Highlight. Und meine Erwartungen hat das Buch nicht enttäuscht. Alleine optisch ist das Buch ja schon unglaublich.

Ich habe nun schon ein paar Bemerkungen gelesen, dass das Buch sehr nach Schema F geht. Ja, das ist auch so. Allerdings finde ich es nicht weiter tragisch, denn für mich kommt es darauf an, wie dieses Schema aufgefüllt wird. Denn seien wir mal ehrlich, was komplett Neues, nie Dagewesenes ist schon schwierig bei der Menge an Büchern, die es gibt.

Rhya als Hauptfigur gefällt mir gut. Hie und da konnte ich ihre Entscheidungen nicht ganz so nachvollziehen, aber es war zumindest nie völlig unlogisch.

Scythe/Penn mochte ich sehr gerne. Er hatte durchaus seine Fehler, hat aber nach seiner Überzeugung gehandelt. Demnach war auch sein Handeln vom Charakter her schlüssig, wenn auch in der ein oder anderen Situation frustrierend bis fahrlässig (stimme Soren zu).

Dazu kommen eine Fülle an Nebencharaktere. Selten habe ich so viele Nebencharaktere geliebt. Ob Soren, Uther, Mabon, Cardogan, Farley, Carys, Jac... ich würde sie so gerne alle in Band 2 wieder lesen! Alle!

Die Geschichte an sich mit ihren Verlauf war eine gute Mischung aus Vorhersehbarem und Überraschendem. Sie war spannend erzählt, ich hatte nur vereinzelt ein paar Längen.

Der Schreibstil war sehr angenehm und leichtgängig. Ich freue mich sehr auf Band 2 und hoffe, dass es bald erscheint.

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Veröffentlicht am 06.06.2025

Blutige Machtkämpfe im historischen Setting

The Ravages of Time
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Da ich schon ein großer Fan von Biaoren war, hat mich diese Reihe natürlich auch interessiert. Ich mag es sehr, wenn Historisches und Fiktion aufeinander treffen und gekonnt miteinander verwoben wird. ...

Da ich schon ein großer Fan von Biaoren war, hat mich diese Reihe natürlich auch interessiert. Ich mag es sehr, wenn Historisches und Fiktion aufeinander treffen und gekonnt miteinander verwoben wird. So auch hier.

Nicht nur, aber auch wegen diesem Hintergrund ist der Manhua natürlich gespickt von Intrigen, Brutalität, Machtkämpfen und Schicksalsschlägen. Gefallen hat mir, das oft nicht (offensichtlich) in "gut" und "böse" aufgeteilt wurde.

Bei dem Setting hat mich die Komplexität und die Menge an Figuren nicht überrascht. Ab und zu fiel es mir schwer, den Überblick zu behalten.

Auch die Zeichnungen waren sehr lebendig und in den Kampfszenen sehr rasant. Es war auch ein Blick fürs Detail zu erkennen, der die Zeichnungen noch fesselnder machte. Die Aufmachung hat mir ebenfalls wieder gefallen.

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Veröffentlicht am 06.06.2025

Fesselnd bis zur letzten Seite

Oath & Betrayal
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Als ich mir den Klappentext durchgelesen habe, war ich sofort neugierig. Das Setting klang super spannend und versprach eine spannende Romantasy. Was mich jedoch etwas zögern ließ war die Frage, wie düster ...

Als ich mir den Klappentext durchgelesen habe, war ich sofort neugierig. Das Setting klang super spannend und versprach eine spannende Romantasy. Was mich jedoch etwas zögern ließ war die Frage, wie düster dies Handlung sein würde. Als ich dann aber sah, dass hinter dem Autor „Judith Amelia“ die Autorinnen Judith B. Carrol (habe schon viel Gutes von ihr gehört) und Amelia Cadan (eine meiner Lieblingsautorinnen) steckt, wurde „Oath & Betrayal“ zu einer Pflichtlektüre.

Ich bin sehr gut ins Buch gestartet, das Setting hat mich sofort fasziniert. Aber auch die Charaktere haben es mir sehr einfach gemacht. Sowohl Hailey als auch Nate mochte ich von Anfang an. Beide waren in ihrer Handlung an sich eigentlich gut nachvollziehbar. Auch wenn sie natürlich ihre Fehler machen, bei denen ich mir hie und da gerne die Haare gerauft hätte.

Was ich aber besonders gut fand: Auch wenn das Setting stellenweise etwas düsterer war, zeigte das Duo hier, dass der männliche Hauptcharakter keineswegs toxisch sein muss. Das war so unglaublich erfrischend und angenehm.

Die Handlung an sich hat immer noch Überraschungen bereitgehalten, ohne dass es zu konstruiert wirkte. Deswegen hat sich das Buch für mich zu einem echten Pageturner entwickelt. Der super angenehme Schreibstil hat dazu noch ein übriges getan und so habe ich bereits im ersten Drittel schon Band 2 vorbestellt. Jetzt muss ich nur noch wissen, wie ich das bis Oktober aushalten soll…

Ich habe auch zusätzlich das Hörbuch gehört, da ich einfach wissen musste, wie es weitergeht. Vor allem Leonie Landa hat mir in der Rolle von Hailey sehr gut gefallen.

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Veröffentlicht am 03.06.2025

Robin und die Gefühle

Feeling Nothing
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Ein wunderschönes Cover, Sport und dank dem Klappentext die Aussicht auf eine ungewöhnliche und schöne Liebesgeschichte. Was braucht man mehr, um zuzugreifen?

Doch leider war es diesmal einer dieser Griffe, ...

Ein wunderschönes Cover, Sport und dank dem Klappentext die Aussicht auf eine ungewöhnliche und schöne Liebesgeschichte. Was braucht man mehr, um zuzugreifen?

Doch leider war es diesmal einer dieser Griffe, mit denen ich am Ende nicht so zufrieden bin. Denn hier gab es viele Punkte, die mir nicht gepasst haben.

Und damit meine ich nicht, dass die Campus-Bar Wolves in Anlehnung der Universitätseigenen Footballmannschaft Wolverines heißt. Auch, wenn das zwei unterschiedliche Tiere sind.

Mir machte eher Robins Art nach dem ersten Drittel zu schaffen. Denn obwohl es so gut angefangen hat, ich gut in die Geschichte reinkam und Sympathien für beide entwickelt hatte (obwohl es eine Szene gab, in der Robin echt mies war), kam dann der große Fall.

Die Thematik zum Robin mit Alexithymie (Gefühlsblindheit) hat mir gefallen und natürlich kann das nicht nur zu "lustiger" Situationskomik führen. Aber einige Entscheidungen und Handlungen von Robin ließ sich für mich nicht mit Alexithymie erklären. Sie ist übergriffig, stalkt und akzeptiert Tylers "Nein" nicht.

Tyler hingegen hat mir manchmal mit seinem Wankelmut zugesetzt. Wirkte für die großen Ziele, die er angeblich so hart verfolge, zu leichtsinnig. Alles in allem war er aber ein ganz süßer Hauptcharakter.

Auch die Thematik im Tylers Familie finde ich nicht so gut getroffen. Vielleicht wäre es besser gewesen, sich von einen der beiden Hintergründe zu beschränken und diesen mit mehr Tiefgang und weniger Logikfehlern auszubauen.

Aus dem "großen Finale" und der anschließenden Versöhnung hätte mehr herausgeholt werden können. Finde ich zumindest. Natürlich gibt es für die beiden ein Happy End, aber hier hätte ich mir eine bessere Lösung gewünscht.

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Veröffentlicht am 01.06.2025

Griechische Mythologie mal anders

Blood of Hercules
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Blood of Hercules versprach, anders zu sein. Die Leseprobe war interessant, Alexis schien ein recht interessanter, aber starker Charakter und Nyx als ihr Sidekick brachte den nötigen Humor, um dieses heftige ...

Blood of Hercules versprach, anders zu sein. Die Leseprobe war interessant, Alexis schien ein recht interessanter, aber starker Charakter und Nyx als ihr Sidekick brachte den nötigen Humor, um dieses heftige Thema zu verpacken. Aber das war nur die Theorie. Denn Nyx konnte nicht alles retten.

Alexis war am Anfang erfrischend und anders. Es wird schnell klar, warum. Ich fand, gerade am Anfang wurde gut rüber gebracht, warum sie so ist. Auch wenn mir diese Szenen eine Spur zu heftig waren. Gewalt gegen Kinder kommt bei mir einfach nicht gut an. Aber auch danach hat mir ihre charakterliche Entwicklung nicht zugesagt. Sie war keineswegs die starke Figur, die ich mir in solch einem Setting gewünscht hätte.

Auch die männlichen... Love Interests... Ich bin mir noch nicht mal sicher, ob das die angemessene Bezeichnung ist. Denn im Grunde ist hier ein Haufen frauenverachtendes Verhalten dabei. Das und die Lücken sowie Logikfehler haben für mich am Ende dazu geführt, eine für mich seltene ein-Stern-Bewertung abzugeben.

Die Umsetzung der griechischen Mythologie hat mir ebenfalls nichts zugesagt. Bis zuletzt habe ich mich gefragt, warum hier ein solcher Bezug gestellt wird, denn an sich wird sie nahezu komplett zerpflückt und neu zusammengesetzt.

Der Schreibstil war an sich leicht zu lesen. Doch empfand ich eine zu starke Diskrepanz zwischen dem lockeren, umgangssprachlichen Stil und dem Inhalt des Buches. Es hatte manchmal den Eindruck auf mich, als würde dadurch die teilweise brutale, misogyne Handlung bagatellisiert.

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