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Veröffentlicht am 03.02.2026

Zu viel Gewalt, zu wenig Zugang

The Poet Empress
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Leider konnte mich The Poet Empress nicht überzeugen, sodass ich den Roman vorzeitig abgebrochen habe. Obwohl die Grundidee und der kulturelle Hintergrund viel Potenzial bieten, habe ich emotional keinen ...

Leider konnte mich The Poet Empress nicht überzeugen, sodass ich den Roman vorzeitig abgebrochen habe. Obwohl die Grundidee und der kulturelle Hintergrund viel Potenzial bieten, habe ich emotional keinen richtigen Zugang zur Geschichte gefunden.
Der Roman ist stark geprägt von Gewalt, Intrigen und gegenseitigem Hass, was für mich sehr dominant war und andere Aspekte – wie Charakterentwicklung oder poetische Tiefe – in den Hintergrund gedrängt hat. Die fast durchgehend düstere Stimmung machte das Zuhören zunehmend anstrengend, statt fesselnd. An dieser Stelle muss ich aber eine Lanze für die Sprecherin aussprechen, die eine sehr angenehme Stimme hat und auch die schwierigen chinesischen Namen sehr gekonnt vertont. Da wären wir bei einem weiteren Punkt, es gibt so viele Personen, dessen Namen ich nicht immer einordnen konnte. Weshalb es mir an einigen Stellen schwer gefallen ist zu erfassen um wen es gerade geht. Ich könnte mir vorstellen, dass das beim lesen einfacher ist, da man die Namen vor sich hat.
Es ist inzwischen das zweite Buch einer chinesischen Autorin, mit dem ich nicht richtig warm geworden bin. Das liegt weniger an der Qualität des Schreibens, sondern vielmehr daran, dass mir Erzählweise, Ton und thematische Schwerpunkte persönlich nicht liegen. Mir fehlte eine Figur oder Perspektive, mit der ich wirklich mitfühlen konnte.
Insgesamt ist The Poet Empress sicher ein Roman für Lesende, die komplexe Machtspiele, politische Intrigen und harte Konflikte schätzen. Für mich jedoch war die Geschichte zu schwer und zu von Gewalt und Feindseligkeit durchzogen, um das Leseerlebnis genießen zu können. Spannend und auch erschreckend, dass dieses Werk als Jungendbuch gilt.

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Veröffentlicht am 31.01.2026

Winkelmann Liebe!

Mord im Himmelreich
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Mord im Himmelreich hat mich von der ersten Seite an gepackt – und bis zum Schluss nicht mehr losgelassen. Andreas Winkelmann versteht es einfach meisterhaft, Spannung aufzubauen und eine Atmosphäre zu ...

Mord im Himmelreich hat mich von der ersten Seite an gepackt – und bis zum Schluss nicht mehr losgelassen. Andreas Winkelmann versteht es einfach meisterhaft, Spannung aufzubauen und eine Atmosphäre zu schaffen, die gleichzeitig beklemmend, rätselhaft und unglaublich fesselnd ist. Er hat sich mit diesem Werk mal an eine andere Art gewagt und ich war begeistert! Ich mag seine Thriller noch mehr, aber auch diese Cosy Crime Reihe lese ich absolut gerne. Teil 2 liegt auch schon bereit und wird gleich im Anschluss verschlungen.
Besonders gefallen hat mir, wie Winkelmann mit psychologischer Tiefe arbeitet und den Leser immer wieder auf falsche Fährten lockt. Das Setting trägt zusätzlich zur dichten Stimmung bei und macht das Buch zu einem echten Pageturner. Außerdem bin ich selber gerade mit dem Camper unterwegs und konnte sie Geschichte noch näher ranlassen.
Für mich bestätigt Mord im Himmelreich einmal mehr, warum Andreas Winkelmann zu meinen absoluten Lieblingsautoren gehört. Sein Schreibstil ist packend, präzise und emotional genau richtig dosiert. Ich habe das Buch regelrecht verschlungen und konnte es kaum aus der Hand legen.

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Veröffentlicht am 28.01.2026

Plätschert dahin wie Wasser

Heaven's Gate
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Heaven’s Gate von Daniel Faßbender ist ein Roman, der sich sehr angenehm lesen lässt und mich über weite Strecken gut unterhalten hat. Der Stil ist flüssig, ruhig und zugänglich, was dazu führt, dass man ...

Heaven’s Gate von Daniel Faßbender ist ein Roman, der sich sehr angenehm lesen lässt und mich über weite Strecken gut unterhalten hat. Der Stil ist flüssig, ruhig und zugänglich, was dazu führt, dass man mühelos durch die Seiten gleitet. Die Geschichte entfaltet sich ohne große Brüche oder Längen und erzeugt eine gleichmäßige Lesedynamik, die fast schon meditativ wirkt – wie Wasser, das stetig dahinplätschert. Ich habe streckenweise gar nicht gemerkt, wie viel ich bereits gelesen hatte.
Inhaltlich hat mich das Buch absolut abgeholt und mich sehr neugierig gemacht. Da gab es viel Potenzial für mehr Tiefe, Abgründe und Dramen. Allerdings bleiben die aus meiner Sicht aus. Figuren werden eingeführt und begleitet, entwickeln sich aber nur begrenzt weiter. Emotionale Konflikte, innere Spannungen oder moralische Fragen werden eher angerissen als wirklich durchdrungen. Es gab starke Emotionen bzw Situationen, aber stets nur an der Oberfläche, es sind keine Emotionen von den Seiten übergelaufen. Das macht Heaven’s Gate zu einer sehr leichten und gut konsumierbaren Lektüre, nimmt der Geschichte aber auch etwas von ihrer Nachhaltigkeit.
Dennoch möchte ich das Buch nicht schlechtreden. Als entspannte Lektüre für zwischendurch funktioniert es gut. Wer eine ruhige, stimmige Geschichte sucht, die nicht überfordert und sich angenehm weglesen lässt und auch etwas Spannung hat, wird hier sicher Freude haben. Wer jedoch auf der Suche nach Tiefgang oder einer intensiven Emotionen ist, könnte etwas unbefriedigt zurückbleiben.

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Veröffentlicht am 28.01.2026

Seichte Unterhaltung mit Campingbezug

Monstertouren
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Wir sind gerade auf großer Campingtour und da durfte Monstertouren natürlich nicht fehlen. Denn wie die Autorin selbst sind wir vorher nie Camper gewesen und haben uns das neue Reisegefühl erschließen ...

Wir sind gerade auf großer Campingtour und da durfte Monstertouren natürlich nicht fehlen. Denn wie die Autorin selbst sind wir vorher nie Camper gewesen und haben uns das neue Reisegefühl erschließen müssen. Den Anfang fand ich wahnsinnig lustig und konnte vieles nachempfinden. Durch die kurzen Kapitel eignet es sich auch wunderbar zum gemeinsamen vorlesen mit dem Reisegefährten.
Allerdings muss ich auch sagen, dass es am Ende auch einige Geschichten gab, die mich nicht so begeistern konnten und ich mich darin überhaupt nicht verlieren, eintauchen konnte oder abgeholt fühlte. Seichte Unterhaltung mit Bezug zum Camping, also kein reines Ratgeberbuch, was ich sehr schätze!
Statt Checklisten, detaillierter Ausrüstungstipps oder klar strukturierter Anleitungen setzt Sandra Schulz auf persönliche Eindrücke, Atmosphäre und einen sehr individuellen Blick auf das Unterwegssein mit dem Camper. Das Buch ist kreativ gestaltet, sprachlich locker gehalten und vermittelt viel Begeisterung für das Reisen, Entdecken und das Lebensgefühl Camping.
Aber wir reisen dann doch ganz anders, als sie mit ihrer Familie, sodass ich nicht immer identifizieren konnte.

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Veröffentlicht am 23.01.2026

Unschlüssig!

Haunting Adeline
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Haunting Adeline ist eines dieser Bücher, bei denen ich nach dem Lesen immer noch nicht genau weiß, ob ich es mochte. Aber ich kann auch nicht so tun kann, als ob es mich kalt gelassen hätte... Die Geschichte ...

Haunting Adeline ist eines dieser Bücher, bei denen ich nach dem Lesen immer noch nicht genau weiß, ob ich es mochte. Aber ich kann auch nicht so tun kann, als ob es mich kalt gelassen hätte... Die Geschichte ist ohne Frage fesselnd und schafft es, eine düstere, fast schon beklemmende Atmosphäre aufzubauen. Genau das ist vermutlich auch der Grund, warum ich das Buch trotz aller "Abscheu" nicht einfach abbrechen konnte.
Gleichzeitig ist der Inhalt an vielen Stellen mindestens problematisch. Die Dynamik zwischen Zade und Adeline überschreitet permanent Grenzen, die nicht romantisiert werden sollten, und einige Szenen wirken extrem unrealistisch oder überzogen. Besonders das Verhalten von Zade wird oft als „dark romance“ verkauft, fühlt sich aber eher verstörend als spannend an.
Trotzdem hat das Buch einen gewissen Sog. Man liest weiter, obwohl man innerlich die Augen verdreht oder sich fragt, warum man sich das eigentlich antut. Genau dieser Widerspruch macht es so schwer einzuordnen: Es ist kein Buch, das ich guten Gewissens empfehlen würde, aber auch keines, das man leicht vergisst.
Ob ich den zweiten Teil lesen werde, weiß ich noch nicht. Ich habe gehört, dass viele ihn besser und tiefgehender finden – gleichzeitig bin ich unschlüssig, ob ich mich erneut auf eine weitere Episode der beiden einlassen möchte. Haunting Adeline bleibt für mich ein Buch, das polarisiert, herausfordert und definitiv Gesprächsstoff liefert – im Guten wie im Schlechten.

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