Cover-Bild Erschütterung
(3)
  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
13,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Heyne
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 288
  • Ersterscheinung: 15.11.2023
  • ISBN: 9783453428423
Percival Everett

Erschütterung

Roman
Nikolaus Stingl (Übersetzer)

»Ein meisterlicher Roman von seltener menschlicher Tiefe, literarischer Intelligenz und außerordentlicher Sprachkraft.« Ursula März, Deutschlandfunk Kultur

Der Paläontologe Zach Wells hat sich in seiner selbstironischen Abgeklärtheit bequem eingerichtet: Idealen misstraut er, ob an der Universität, wo er, selbst Afroamerikaner, sich nicht für Gleichberechtigung einsetzt, oder zu Hause in der erkalteten Beziehung zu seiner Frau. Einzige Freude in seinem Leben ist die zwölfjährige Tochter Sarah. Als diese ihr Sehvermögen verliert und eine erschütternde Diagnose folgt, flieht Zach in die Wüste New Mexicos. Dort geht er einem mysteriösen Hilferuf nach, den er in einer Second-Hand-Jacke gefunden hat. Ebenso mitreißend wie psychologisch feinsinnig erzählt der Pulitzer-Preis-Finalist eine große Geschichte über Verlust und Erlösung.

Dieses Produkt bei deinem lokalen Buchhändler bestellen

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.12.2024

Der Name ist programm

0

Percival Everett's Roman hätte wohl keinen besseren Titel als Erschütterung tragen können. Denn um Erschütterung geht es.

Zach Wells, Paläontologe ist ein Mann der sich nie für denk Kampf um Gerechtigkeit ...

Percival Everett's Roman hätte wohl keinen besseren Titel als Erschütterung tragen können. Denn um Erschütterung geht es.

Zach Wells, Paläontologe ist ein Mann der sich nie für denk Kampf um Gerechtigkeit eingesetzt hat. Er fühlt sich als Professor seinen weißen Kollegen weder im vor - noch im Nachteil, seine Ehe ist eher bequem als Glücklich. Nur seine Tochter liebt er abgöttisch. Er lebt so vor sich hin....

Bis seine kleine Welt erschüttert wird. Seine Tochter leidet am Batten Syndrom einer schweren, neurodegenerativen, unheilbaren Krankheit und wird bald sterben. Zach verliert den Boden unter den Füßen, versucht seiner Tochter noch jeden Wunsch zu erfüllen und erkennt das, egal was er tut es nichts an der Diagnose ändern wird.

Als er in einer online gekauften Jacke einen anonymen Hilferuf entdeckt ist das sozusagen der letzte Strohhalm an den er sich klammert um vor Schmerz nicht durchzustehen. Er will diesem Hilferuf unbedingt Nachgehen und flieht in die Wüste New Mexikos. Dort erfährt er noch eine Erschütternde Wahrheit, nämlich das viele Frauen immer wieder von Cartellen verschleppt, misshandelt und getötet werden. Nun will er unbedingt die Wahrheit herausfinden. Er will diese Frauen retten und hofft sich damit selbst retten zu können.


Mir hat der Roman unglaublich gut gefallen. Er war sehr anspruchsvoll, tiefgründig und bewegend. Der Schreibstil war eher ungewöhnlich und Zach war ein sehr interessanter Protagonist. Auch das Cover fand ich ebenso wie den Titel sehr passend da es versinnbildlicht wie Zach versucht seine Tochter festzuhalten und zu beschützen, auch wenn er weiß das er sie früher oder später loslassen muss.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.03.2025

Wie der Titel so der Inhalt

0

Der Titel passt hier durchaus zum Buch. Anfangs fängt es eher langatmig an. Es sind viele verschachtelte Sätze und eingeschobene Absätze über Höhlen und Gesteine, die zum restlichen Kontext nicht passen. ...

Der Titel passt hier durchaus zum Buch. Anfangs fängt es eher langatmig an. Es sind viele verschachtelte Sätze und eingeschobene Absätze über Höhlen und Gesteine, die zum restlichen Kontext nicht passen. Man merkt auch, dass das Buch einen psychologischen Background hat.
Ab Seite 40 ungefähr wechselt der Autor meiner Meinung nach den Schreibstil und die Geschichte nimmt Fahrt auf. Es geht nun um seine Tochter, bei der Symptome einer Krankheit bemerkt werden. Anfangs können diese nicht gedeutet werden, doch recht schnell wird klar, dass es sich um eine Krankheit ohne Heilung handelt. Im Buch wird weiter der tragische Verlauf der Krankheit beschrieben. Hier wird es durchaus sentimental und emotional, sodass der Titel genau ins Schwarze trifft.
Während es immer schlimmer um die Tochter aussieht, gibt es einen Wandel im Buch. Der Vater entdeckt einen Hilferuf in einer Jacke, welchem er nachforscht bis er diese Person findet.
Interessanterweise gibt es in diese Richtung tatsächlich noch ein Happy End.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.02.2025

Was tut man nicht alles, um mit einem Schicksalsschlag klarzukommen

0

Der Geologe und Paläontologe Zach Wells hat sich in seiner Welt als schwarzer Uniprofessor an einem kalifornischen College mehr oder weniger gut eingerichtet. Seine Frau, eine Literaturwissenschaftlerin ...

Der Geologe und Paläontologe Zach Wells hat sich in seiner Welt als schwarzer Uniprofessor an einem kalifornischen College mehr oder weniger gut eingerichtet. Seine Frau, eine Literaturwissenschaftlerin und Dichterin, unterrichtet ebenfalls am College. Sie leben irgendwie nebeneinander her, aber die gemeinsame 12jährige Tochter Sarah ist ihr ein und alles.
Dann passiert etwas Schreckliches: bei Sarah wird ein Gen-Defizit diagnostiziert, gegen den man noch kein Mittel hat, unheilbar! Sie wird binnen kürzester Zeit verfallen, dement werden und dann sterben. Das trifft Zach bis ins Mark. Er macht weiter wie bisher, ist aber nicht so recht bei der Sache.
Bei einem Ebay-Kauf, einer Jacke, findet sich in einer Jackentasche ein kleiner Zettel auf dem in Spanisch um Hilfe gebeten wird. Um sich von seinem Schmerz abzulenken bestellt er noch ein Hemd vom selben Anbieter und findet wieder einen solchen Zettel. Er findet heraus, woher die Pakete kommen und fährt dann nach New Mexiko. Dort stellt er fest, dass eine Gruppe von Frauen dort wie Sklaven festgehalten und zur Arbeit gezwungen werden. Er fasst den Entschluss ihnen zu helfen.
Eigentlich ist diese Geschichte todtraurig, wird jedoch in einem fast launigen Ton dargestellt. Der Autor schreibt gut, ist gut lesbar, doch sind mir die Protagonisten dieses Romans, speziell Zach Wells nie wirklich nahe gekommen. Ich konnte seine Handlungen und seine Verhaltensweisen nicht nachvollziehen. Ich begann mit Vergnügen zu lesen, doch dann wurde Zach mir immer rätselhafter. Gestört haben mich Einschübe von Texten aus Zachs Berufsleben, Funde von versteinerten Tieren aus längst vergangenen Zeiten aus einer Höhle. Diese Textschnipsel standen für mich in keinerlei Zusammenhang mit der Geschichte und trugen nicht zur fortlaufenden Handlung bei. Ich empfand sie als sinnlos. Später folgten noch andere kurze Texte, die mir unverständlich waren.
Letzten Endes konnte ich mit diesem Roman nicht so viel anfangen, er hat nicht meinen Nerv getroffen und hat mich ein wenig enttäuscht. So ist das manchmal, eine ganz persönliche Sache: Ich habe zu diesem Buch keinen wirklichen Zugang gefunden!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere