Cover-Bild Schatten Eis
Band 3 der Reihe "Privatermittlerin Marit Rauch Iversen"
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9,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Gmeiner-Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Thriller / Spannung
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Ersterscheinung: 13.05.2026
  • ISBN: 9783734935718
Anne Nordby

Schatten Eis

Thriller
»Der Anngiaq ist ein böser Geist. Er riecht Geheimnisse, fühlt sich magisch davon angezogen. Er schleicht sich in dein Leben und vergiftet es langsam. Wie der Kadaver eines verwesenden Tieres, der oben in einem Bachlauf liegt und das Wasser vergiftet, das man unten schöpft und durstig trinkt.«

Ein altes Geheimnis, tief verborgen in Grönlands Geschichte. Wer es ans Licht bringt, muss sterben. So besagt es ein alter Fluch. Marit Rauch Iversen war noch ein Kind, als der Anngiaq ihre Familie in Grönland tötete. Heute arbeitet sie als Super-Recognizerin für die Polizei in Kopenhagen. Den Fluch von damals hat sie längst vergessen. Bis eine Reihe grausamer Morde die dänische Hauptstadt erschüttert.

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Veröffentlicht am 08.06.2026

Der böse Geist

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Ein lang gehütetes Geheimnis schlummert über Grönland, Anngiaq, der böse Geist, verfolgt auch heute noch Menschen, die damit zu tun haben. Einer davon ist Marit, Super-Recognizerin für Kopenhagens Polizei. ...

Ein lang gehütetes Geheimnis schlummert über Grönland, Anngiaq, der böse Geist, verfolgt auch heute noch Menschen, die damit zu tun haben. Einer davon ist Marit, Super-Recognizerin für Kopenhagens Polizei. Nach dem Beginn einer Mordserie gerät sie selbst in größte Gefahr.

Eiskalte Spannung zieht sich auch durch diesen Band der packenden Reihe rund um „Gesichtserkennerin“ Marit Rauch Iversen und die beiden Ermittler Kirsten Vinther und Jesper Jørn Bæk. Eine grausame Mordserie erschüttert Kopenhagen, jede einzelne Tat wird durch einen Tupilak, ein Symbol für Unglück, angekündigt. Marit, die als Kind adoptiert und von Grönland nach Dänemark gebracht worden ist, erfasst ein Sog von Beklemmung und Irritation, als sie aufgrund der Ereignisse ihrer eigenen Familiengeschichte nachspürt, denn auch sie ist schon als Kind dem Anngiaq begegnet.

Eloquent und bildhaft beschreibt Anne Nørdby das Geschehen, lässt durch authentische Dialoge das Ganze noch lebendiger werden. Interessante Details zur grönländischen Sagenwelt verwebt die Autorin geschickt mit historischen Begebenheiten im Rahmen der Kolonialisierung durch Dänemark, welche durchaus dunkle Seiten nach sich gezogen hat. Und schließlich wird der Leser gefesselt von einer brutalen Mordserie, zu der es unterschiedliche Theorien bezüglich Täter und Motiven gibt; ja sogar innerhalb der Ermittlergruppe herrschen Zwistigkeiten. Und auch das Privatleben der nicht immer ganz unkomplizierten, aber durchwegs sympathischen Protagonisten hält alle auf Trab. Schlüssig fließen am Ende alle Fäden zusammen und wecken Neugierde, wie es mit Marit, Kirsten und Jesper weitergeht.

Ein durchgängig hoher Spannungsbogen, fundierte Recherche und eine gekonnte Verquickung von geschichtlichen Fakten und fiktionalem Krimi lassen die 500 Seiten wie im Nu verfliegen, das Lesen ist – wie immer bei Anne Nørdby – ein wahres Vergnügen.

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Veröffentlicht am 11.06.2026

Düstere Geheimnisse aus Grönland

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Inhalt: Marit Rauch Iversen war noch ein Kind, als ihre Eltern bei einem Autounfall ums Leben kamen. Anschließend wurde sie von einem dänischen Ehepaar adoptiert und musste ihre Heimat Grönland verlassen. ...

Inhalt: Marit Rauch Iversen war noch ein Kind, als ihre Eltern bei einem Autounfall ums Leben kamen. Anschließend wurde sie von einem dänischen Ehepaar adoptiert und musste ihre Heimat Grönland verlassen. Heute arbeitet sie als sogenannte Super-Recognizerin, die Gesichter nicht vergisst und auch nach Jahren wiedererkennt. Doch die Vergangenheit holt sie ein, als eine Reihe grausamer Morde die dänische Hauptstadt erschüttert. Hat der Anngiaq, der grönländische Geist der Geheimnisse und des Unheils, etwas damit zu tun?

Mein Leseeindruck: Mit diesem Thriller tauchen wir tief in die Geschichte, Kultur und Mythologie Grönlands ein. Besonders dieser Einblick hat mir ausgesprochen gut gefallen. Die Autorin vermittelt eindrucksvoll, wie tief der Glaube an übernatürliche Kräfte in der grönländischen Kultur verwurzelt ist und welche weitreichenden Folgen die dänische Kolonialisierung für die Bevölkerung Grönlands hatte.

Der Thriller entwickelt schon nach wenigen Seiten eine starke Sogwirkung. Das liegt zum einen am fesselnden und atmosphärischen Schreibstil von Anne Nørdby, zum anderen an der mystisch-düsteren Stimmung, die sich wie ein Schatten über die gesamte Handlung legt. Gleichzeitig wächst mit jeder neuen Erkenntnis die Neugier darauf, wie die einzelnen Ereignisse zusammenhängen und wer tatsächlich hinter den grausamen Morden steckt.

Auch die Figurenzeichnung überzeugt auf ganzer Linie. Marit ist eine vielschichtige Protagonistin, deren außergewöhnliche Begabung sie ebenso faszinierend wie verletzlich macht. Seit ihrer Adoption fühlt sie sich zwischen zwei Welten gefangen, zwischen ihrer alten Heimat Grönland und ihrem Leben in Dänemark, ohne sich irgendwo wirklich zugehörig zu fühlen. Als die Mordserie beginnt, scheinen die Schatten ihrer Vergangenheit und die alten Legenden sie einzuholen. Auf der Suche nach der Wahrheit stößt sie auf verdrängte Erinnerungen und lange verborgene Geheimnisse, die ihr eigenes Leben tiefgreifend verändern.

Die Spannung ist durchgehend hoch und wird von einer düsteren, fast schon beklemmenden Atmosphäre getragen. Die Auflösung ist vielschichtig und komplex. Allerdings blieb bei mir nach dem Lesen das Gefühl zurück, dass sich nicht alle Fragen ganz klar aufgelöst haben.

Fazit: Ein atmosphärischer, ungewöhnlicher Thriller, der Kriminalfall, Mythologie und historische Hintergründe gekonnt miteinander verbindet. Besonders die Einblicke in die grönländische Kultur und die spannende Identitätssuche der Protagonistin machen das Buch zu etwas Besonderem.

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Veröffentlicht am 20.05.2026

Hokuspokus für mich

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"Schatten Eis" ist der dritte Teil aus Dänemark und kann unabhängig von den anderen gelesen werden.
Der vermeintliche Thriller mit dem düsteren eisigen Cover startet zunächst sehr vielversprechend.
Mehrere ...

"Schatten Eis" ist der dritte Teil aus Dänemark und kann unabhängig von den anderen gelesen werden.
Der vermeintliche Thriller mit dem düsteren eisigen Cover startet zunächst sehr vielversprechend.
Mehrere Personen werden auf brutalste Weise umgebracht und das Team von Kirsten beginnt zu ermitteln. Schnell bekommt auch Marit, eine Externe, davon mit und ist sehr bald involviert.


Das Buch hat für meinen Geschmack bei 100 angefangen und bei knapp über 0 aufgehört, wie die Tankuhr.
Die Ermittler wirken sehr sympathisch, Jesper braucht dringend mehr Selbstbewusstsein und hätte mit Kjell tauschen sollen.
Der Schreibstil ist auch gut und verständlich.
Es gibt unterschiedliche Sichtweisen bzw. Perspektiven, was das Interesse der Lesenden stärkt. Auch für Privates wird etwas Platz eingeräumt.

Als die Richtung nach ca dem halben Buch umschlägt auf der Suche nach Marits Wurzeln, verschiebt sich der Fokus zu sehr.

An sich finde ich es gut, wenn man den Lesenden Bräuche etc. von anderen Kulturen näherbringt. Wie abergläubisch sie sind und ihre Träume deuten bspw ist interessant.
An den richtigen Stellen.
Aber hier beim Mörder von Geistern, immateriellen Wesen usw. zu reden, war Hokuspokus und nervte an einigen Stellen.

Es sei sollte ein teuflischer Mordkomplott voller Intrigen werden, ist aber nicht komplett durchdacht.
Natürlich ist es höchst interessant und wichtig, was dort passiert ist und richtig, den Lesenden dieses Wissen auch zu vermitteln.

Leider wollte die Autorin wohl etwas zu viel.
Medizinische Eingriffe bei der Bevölkerung, Atomwaffen, militärische Stützpunkte, Spione und die böse DDR.

Das Ende ist leider völliger Quatsch.
Vom Fahrer, der keinen Verdacht schöpft, über bewachte Posten, die nur an einer Stelle stehen über Geheimagenten bis hin zu unzähligen Toten durch radioaktive Strahlung durch jahrzehntelange Suche und dann kommt Marit.

Hätte mir mehr Fokus auf Polizeiarbeit gewünscht, und weniger Verschwörungstheorien.
Weniger ist mehr.

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