Philosophie, die Spaß macht
Als anfänglich philosophisch Interessierter, der keine trockene Theorie mag, war „Alice im Land der Ideen“ genau richtig. Es ist eine Mischung aus unterhaltsamen Abenteuerroman und philosophischer Wissensreise. ...
Als anfänglich philosophisch Interessierter, der keine trockene Theorie mag, war „Alice im Land der Ideen“ genau richtig. Es ist eine Mischung aus unterhaltsamen Abenteuerroman und philosophischer Wissensreise.
Alice Gedanken kreisen um große Fragen, über die Menschen schon seit Jahrtausenden nachdenken, um globale Krisen, das Erwachsenwerden und auch um kleine Fragen, die sie gerade beschäftigen. Das verlangt nach Antworten und so begegnet Alice großen Philosophen und Denkern, die ihre Weisheiten mit ihr teilen. Eine Interessante Frage dabei lautet: Alles, was wir denken, fühlen oder tun, soll auf Ideen basieren, die in unseren Köpfen oder denen anderer entstehen?
Angenehm schräg, komödiantisch, voller verrückter und fantasievoller Anregungen, präsentiert Roger-Pol Droit in einem vorstellungsstarken und surrealen Stil, kultur- und literarische Anspielungen, andere Länder und andere Zeiten. Was sind Ideen? Wie prägen sie unser Leben? Wie können wir die Welt verändern? Was haben anderen darüber gedacht und geschrieben?
Das Buch lädt zum Nachdenken ein, ohne belehrend zu wirken – stattdessen schafft er eine Atmosphäre, in der Abstraktes greifbar wird und anregende Gespräche stattfinden. Insgesamt ist mir aber etwas zu oberflächlich geraten und kann mit Werken, wie „Sophies Welt“ nicht mithalten. Trotzdem kann ich empfehlen, mit Alice und ihren mausigen Begleitern ins Land der Ideen zu reisen.