Cover-Bild Alice im Land der Ideen
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23,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Ullstein Buchverlage
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: Heranwachsen
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 480
  • Ersterscheinung: 25.06.2026
  • ISBN: 9783550204333
Roger-Pol Droit

Alice im Land der Ideen

Roman | »Diese Odyssee ist ein Lichtblick in dunklen Zeiten, die einen besser aufbaut als so manches Selbsthilfebuch.« Elle 
Luisa Maria Schulz (Übersetzer)

»Diese Odyssee ist ein kleiner Lichtblick in dunklen Zeiten, die einen besser aufbaut als so manches Selbsthilfebuch.« Elle 

Alice ist auf der Suche. Sie ist ein junges Mädchen, aber, so ihre Mutter an ihrem letzten Geburtstag, jetzt kein Kind mehr. Und Alice stellt sich Fragen. Die Frage etwa, wie wir leben sollen. Da fällt sie eines Tages wie die gleichnamige Heldin aus Lewis Carrolls Roman in einen Kaninchenbau und gelangt so zwar nicht ins Wunderland, aber doch in das wunderbare Land der Ideen. Mit ihren Gefährten bereist sie es vom Okzident bis in den Orient und ins ferne Asien, von der Antike bis in unsere Gegenwart. Sie trifft Sokrates auf dem Markt in Athen, Buddha in einem Boot auf einem grenzenlosen See, frühstückt mit Kant in Königsberg und lässt sich von Louise Dupin über die Gleichheit von Mann und Frau unterrichten. An der Seite ihrer Freunde entdeckt Alice die großen Ideen der großen Philosoph:innen und lernt, dass sie uns noch heute Kompass und Wegweiser sein können.  

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.07.2026

Philosophie, die Spaß macht

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Als anfänglich philosophisch Interessierter, der keine trockene Theorie mag, war „Alice im Land der Ideen“ genau richtig. Es ist eine Mischung aus unterhaltsamen Abenteuerroman und philosophischer Wissensreise. ...

Als anfänglich philosophisch Interessierter, der keine trockene Theorie mag, war „Alice im Land der Ideen“ genau richtig. Es ist eine Mischung aus unterhaltsamen Abenteuerroman und philosophischer Wissensreise.
Alice Gedanken kreisen um große Fragen, über die Menschen schon seit Jahrtausenden nachdenken, um globale Krisen, das Erwachsenwerden und auch um kleine Fragen, die sie gerade beschäftigen. Das verlangt nach Antworten und so begegnet Alice großen Philosophen und Denkern, die ihre Weisheiten mit ihr teilen. Eine Interessante Frage dabei lautet: Alles, was wir denken, fühlen oder tun, soll auf Ideen basieren, die in unseren Köpfen oder denen anderer entstehen?

Angenehm schräg, komödiantisch, voller verrückter und fantasievoller Anregungen, präsentiert Roger-Pol Droit in einem vorstellungsstarken und surrealen Stil, kultur- und literarische Anspielungen, andere Länder und andere Zeiten. Was sind Ideen? Wie prägen sie unser Leben? Wie können wir die Welt verändern? Was haben anderen darüber gedacht und geschrieben?
Das Buch lädt zum Nachdenken ein, ohne belehrend zu wirken – stattdessen schafft er eine Atmosphäre, in der Abstraktes greifbar wird und anregende Gespräche stattfinden. Insgesamt ist mir aber etwas zu oberflächlich geraten und kann mit Werken, wie „Sophies Welt“ nicht mithalten. Trotzdem kann ich empfehlen, mit Alice und ihren mausigen Begleitern ins Land der Ideen zu reisen.

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Veröffentlicht am 02.07.2026

Oberflächlich

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Die Grundidee, Alice wie ihre berühmte Namensvetterin durch ein „Land der Ideen“ reisen zu lassen und dabei den großen Philosoph:innen zu begegnen, klang zunächst vielversprechend. Für mich funktionierte ...

Die Grundidee, Alice wie ihre berühmte Namensvetterin durch ein „Land der Ideen“ reisen zu lassen und dabei den großen Philosoph:innen zu begegnen, klang zunächst vielversprechend. Für mich funktionierte dieses erzählerische Konzept jedoch kaum. Das Setting wirkte zunehmend albern und schien vor allem dazu zu dienen, die eher oberflächlichen Erklärungen zu den einzelnen Denkern (!) aufzulockern. Darüber hinaus hatte die Rahmenhandlung für mich aber kaum eine eigene Funktion oder Entwicklung.

Auch inhaltlich blieb ich etwas enttäuscht zurück. Das Buch konzentriert sich fast ausschließlich auf den westlichen philosophischen Kanon. Nichteuropäische Denktraditionen tauchen nur als Exkurs und in Form von Religion auf. Gerade bei einer Frage wie „Wie sollen wir leben?“ hätte ich mir gewünscht, dass auch philosophische Konzepte wie Ubuntu oder Buen Vivir ihren Platz finden. Diese Perspektiven bieten spannende Antworten auf aktuelle Fragen des Zusammenlebens und der Klimakrise und hätten den Blick über Europa hinaus deutlich bereichert.

Wer einen literarisch gelungenen und gleichzeitig fundierten Einstieg in die westliche Philosophie sucht, ist meiner Meinung nach mit „Sophies Welt“ deutlich besser beraten. Und wer sich für konkrete Überlegungen zu einem verantwortungsvollen Leben in der Gegenwart interessiert, findet bei Timothy Snyder wesentlich inspirierendere Denkanstöße als in diesem Buch. Schade!

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