Cover-Bild Das Hotel am Rande des Zusammenbruchs
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16,90
inkl. MwSt
  • Verlag: Haymon Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Krimi: Humor
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 250
  • Ersterscheinung: 11.06.2026
  • ISBN: 9783709982839
Theresa Prammer, Joseph Prammer

Das Hotel am Rande des Zusammenbruchs

Kriminalroman
Wenn der Investor zweimal klingelt, die angespannte Lage den Hotelbesitzer kopflos zurücklässt und sich die Notlüge als Kommunikationsmittel der Wahl etabliert.

Perfekt sind in diesem Hotel nur zwei Dinge. Nr. 1: der Name des Besitzers.
Das Haus selbst? Die Fassade bröckelt und einer der Balkone hängt schief – da hilft auch die Toplage ein bisschen abseits von Reichenau an der Rax nichts mehr. Das Wellnesshotel „Perfekt“ hat seine besten Tage definitiv schon vorgestern hinter sich gelassen. Eigentlich wird der Laden nur noch von seinen guten Geistern – auch bekannt als Angestellte – zusammengehalten. Jedenfalls von jenen, die noch nicht vor Besitzer Felix Perfekt, ausgesprochen missgünstig und noch cholerischer, davongelaufen sind. Zu dieser leidensfähigen Gruppe zählt etwa Sophie, Mitte 30, die als Physiotherapeutin angestellt wurde. Sie hatte sehr gute Gründe herzukommen, aber warum sie hierbleibt, kann sie sich selbst nicht erklären. Oder Marta, die nicht nur die Zimmer, sondern auch den Chef mit Blick fürs besondere Detail betreut. Was den bunt zusammengewürfelten Haufen, neben fraglichen Lebensentscheidungen, eint? Sie alle werden schlecht, oder strenggenommen gar nicht bezahlt. Und das seit Monaten. Ein neuer Investor kommt da so gelegen wie resche Semmeln am Frühstücksbuffet. Das Manko an der Sache mit dem potenziellen Retter: Er will das Hotel genau inspizieren. Inkognito!

Nr. 2: ein Mord. Zumindest fast.
Es tritt zwar nicht der worst case ein und die gefürchteten Bettwanzen bleiben aus, aber die Todesfälle im angrenzenden Reichenau an der Rax sind der angepriesenen Wohlfühlatmosphäre auch nicht zuträglich. Als Herr Perfekt dann auch noch, äußerst unglücklich, aus dem Fenster stürzt, und sein Hals, noch unglücklicher, Bekanntschaft mit den gefalteten Händen des überdimensionalen Buddha macht, scheint die allerletzte Chance vertan. Scheint … denn die verzweifelten Angestellten lassen sich zu einer Scharade hinreißen, wie sie schon Shakespeare schätzte. Ihr Ass im Ärmel: Felix’ Zwillingsbruder Florian, seines Zeichens Misanthrop mit Aszendent gute Seele, der mit dem Hotel auch seinen Erbanteil verlieren würde. Und Felix – eineiiger Entstehungsgeschichte sei Dank – zum Verwechseln ähnlich sieht. Ein Plan mit Potenzial für allerhand Pleiten, Pech und Pannen, vor allem dann, wenn selbst die Angestellten nicht mehr so recht wissen, wer hier eigentlich wer ist: Personal, Gast, Handwerker, Mörder?

„Der Aufenthalt war, wie seit 70 Jahren, zu unserer vorzüglichsten Zufriedenheit!“
Du liebst den morbiden Reiz von „lost places“ oder aus der Zeit gefallenen Orten? Dann hast du nichts mit den Stammgästen des Hotel „Perfekt“ gemein. Denn die wirken ein bisschen aus der Zeit gefallen und freuen sich vollkommen unironisch darüber, dass das Hotel noch ausschaut wie bei ihrer Hochzeitsreise anno Schnee. Superber K.u.K.-Schick und Charme inklusive! Wenn du auch noch schrullige bis skurrile Charaktere, schlagfertige Dialoge und eine Priese Aufregung magst, dann bist du bei Theresa und Jospeh Prammer, die sowohl Theater als auch Krimi zelebrieren, goldrichtig. Und anders als im bekannten, gleichfalls am Rande verorteten Café verschonen dich die Prammers mit Lebensweisheiten. Stattdessen gibt’s Protagonist*innen, die einen ganz eigenen unkonventionellen Blick aufs Leben haben. Denn wen verschlägt es schon in ein Hotel am Rande des Zusammenbruchs?

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.07.2026

Schräg, absurd, rasant, spannend und so witzig. Kurz: PERFEKT!

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Inhaltsangabe Verlag:
Wenn der Investor zweimal klingelt, die angespannte Lage den Hotelbesitzer kopflos zurücklässt und sich die Notlüge als Kommunikationsmittel der Wahl etabliert.
Perfekt sind im Wellnesshotel ...

Inhaltsangabe Verlag:
Wenn der Investor zweimal klingelt, die angespannte Lage den Hotelbesitzer kopflos zurücklässt und sich die Notlüge als Kommunikationsmittel der Wahl etabliert.
Perfekt sind im Wellnesshotel Perfekt eigentlich nur drei Dinge: Der Name des Besitzers Felix Perfekt. Die Toplage über dem mondänen Sommerfrischort Reichenau an der Rax. Und die Aussicht auf einen Investor. Der käme den letzten verbliebenen Angestellten des desolaten Hauses so gelegen wie den Gästen frische Semmeln am Frühstücksbuffet. Denn erste haben seit mehreren Monaten kein Gehalt gesehen. Das Manko am potenziellen Retter: Bevor er Geld in die Hand nimmt, will er das Hotel genau inspizieren. Inkognito! Als Felix Perfekt äußerst unglücklich aus dem Fenster stürzt, und sein Hals, noch unglücklicher, Bekanntschaft mit den gefalteten Händen der überdimensionalen Buddha-Statue macht, scheint die allerletzte Chance auf den plötzlichen Geldregen vertan. Scheint! Wäre da nicht sein Zwillingsbruder. Und eine Idee für eine wahnwitzige Scharade, die sich verselbstständigt, bis selbst die Angestellten nicht mehr so recht wissen, wer hier eigentlich ist: Gast, Investor, Handwerker, Mörderin oder Mörder?

Meine Inhaltsangabe:
Das Wellnesshotel Perfekt hat seine besten Zeiten schon lange hinter sich. Ziemlich heruntergekommen lockt es nur noch die ganz harten Stammgäste an. Das Personal ist verzweifelt und der cholerische Chef Felix Perfekt, der seine Mitarbeiter statt mit Gehalt mit beißender Bosheit entlohnt, macht die Situation auch nicht gerade leichter. Da kommt der mögliche Investor gerade recht, der sich für eine Inkognito-Inspektion angemeldet hat. Blöderweise findet genau jetzt Felix Perfekt den Tod. Noch dazu überaus skurril: enthauptet durch einen Fenstersturz, den die übergroße Buddhastatue im Garten unglücklich aufgefangen hat. Jetzt ist guter Rat teuer! Sophie, die Masseurin im Spa-Hotel, versucht mit allen Mitteln, den Investor an Land zu ziehen. Denn irgendwie kann es sich keiner leisten, seinen Job zu verlieren. Doch wer ist der Investor? Wer Handwerker? Wer Gast? Und (denn diese Frage ist auch nicht zu vernachlässigen) warum sterben im benachbarten Ort alle möglichen Menschen plötzlich und blutig?

Erster Satz: »Ich hätte die Einladung in die Sauna nie annehmen dürfen.«

Mein Eindruck:
Ich habe schon sehr viele Krimis gelesen und auch schon viele humorvolle Krimis. Aber was hier abgeliefert wird, ist schlicht zum Brüllen komisch und dabei gleichzeitig super spannend. Ich bin völlig gefesselt von den Zuständen und Charakteren im Wellnesshotel, gleichzeitig werden mir diverse Todesfälle (die alle dieselbe Ursache zu haben scheinen, weil sämtliche Opfer urplötzlich aus allen Köperöffnungen sturzbachartig bluten) aus dem Nachbarort Reichenau an der Rax serviert. Die ganze Zeit frage ich mich, wie das wohl zusammenhängt. Doch auf die tatsächliche Antwort auf diese Frage bin ich nicht gekommen. Was für eine Wendung, einfach genial. Wie Sophie und der Hotelkoch mit dem Tod von Chef Felix Perfekt umgehen ist echt Slapstick vom Feinsten und ich hatte permanent die absurdesten Bilder vor meinem inneren Auge. Nach und nach füllt sich das Hotel mit Menschen, die vermutlich der erwartete Investor sind, vielleicht aber auch Handwerker, eventuell aber auch nur ganz normale Gäste? Dann ist da auch noch Felix Perfekts eineiiger Zwillingsbruder. Und jeder einzelne von Ihnen sowie auch das gesamte Personal sind einfach klasse! Herrlich beschrieben, bildhaft, lebendig, skurril, schräg, aberwitzig. Ich liebs total und kann das Buch nur jedem empfehlen, der spannende Unterhaltung liebt, die an besonderen Orten spielt und für Lachkrämpfe sorgt. 5/5 Sterne. Witzige Idee übrigens: jedes Kapitel beginnt mit einem kleinen Auszug aus der Hotelbroschüre „Perfekte Wellness im Wellnesshotel Perfekt“ mit kleinen Tipps für Gesundheit und Wohlbefinden.

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Veröffentlicht am 19.06.2026

Standing Ovations für diese geniale Geschichte

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Ich habe bereits einige spannende Bücher von Theresa Prammer gelesen und bei diesem Gemeinschaftsprojekt mit ihrem Mann Josef Prammer kommt noch der Comedy Faktor hinzu, was für eine geniale Mischung bieten ...

Ich habe bereits einige spannende Bücher von Theresa Prammer gelesen und bei diesem Gemeinschaftsprojekt mit ihrem Mann Josef Prammer kommt noch der Comedy Faktor hinzu, was für eine geniale Mischung bieten diese beiden.

Das Wellnesshotel Perfekt ist alles andere als perfekt und kann nur noch mit Hilfe eines Investors vor dem endgültigen Zusammenbruch gerettet werden. Da kommt der plötzliche Tod des Hotelbesitzers höchst ungelegen. Aber die Mitarbeiter, die alle etwas zu verbergen scheinen, sind gewitzt und außerdem gibt es ja noch den geheimnisvollen Zwillingsbruder.

Hier ist nichts wie es scheint und ich komme aus dem Staunen nicht mehr raus. Geradezu schwindelerregend jagt mich das Ehepaar Prammer von einer verrückten Situation in die nächste. Meine Gefühle fahren Achterbahn und ich komme überhaupt nicht mehr hinterher bei diesen vielen Wendungen. Immer wenn ich denke, ich kenne die Zusammenhänge, werde ich erneut überrascht, herrlich!

Ich stelle mir vor, dass die Autoren beim Schreiben selbst immer wieder Lachen mussten und das überträgt sich auf mich. Hoffentlich gibt es eine Wiederholung von Prammer & Prammer.

Das Hotel am Rande des Zusammenbruchs hat mich zusammenbrechen lassen, vor Lachen und wird daher von mir wärmstens empfohlen.

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Veröffentlicht am 18.08.2026

Skurril, morbide und irgendwie liebenswert

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Das Cover hat mir richtig gut gefallen. Die alte Streifentapete, das Schwarzweiß-Hotel mit den verschnörkelten Balkonen und die leicht morbide Atmosphäre passen für mich sehr gut zur Geschichte. Schon ...

Das Cover hat mir richtig gut gefallen. Die alte Streifentapete, das Schwarzweiß-Hotel mit den verschnörkelten Balkonen und die leicht morbide Atmosphäre passen für mich sehr gut zur Geschichte. Schon äußerlich bekommt man einen Eindruck davon, was einen erwartet.

Am Anfang war ich allerdings etwas verloren und wusste nicht so recht, wohin die Geschichte führt. Nach und nach hat mich das seltsame Treiben im Hotel aber immer mehr gepackt. Die Figuren sind teilweise herrlich skurril und haben mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht. Dabei musste ich oft an alte Filme oder eine Theaterkomödie denken. Gleichzeitig liegt über allem etwas Unheimliches und Verstaubtes.

Man merkt der Geschichte allerdings an, dass sie ursprünglich als Theaterstück gedacht war. Beim Lesen hatte ich manche Szenen sofort wie auf einer Bühne vor Augen. Was dort durch Mimik, Gestik, Geräusche, Stimme und die gesamte Atmosphäre funktioniert, muss im Buch allein durch die Worte entstehen. Und genau das hat für mich an einigen Stellen nicht ganz funktioniert. Manche Szenen wirkten dadurch etwas zu sprunghaft oder konstruiert, obwohl ich mir vorstellen kann, dass sie auf der Bühne deutlich besser zur Geltung kommen.

Es blieben für mich lange sehr viele Fragezeichen, was ja wohl auch so gewollt war. Das Chaos wurde immer größer, und irgendwann musste ich mich ziemlich konzentrieren, um den Überblick zu behalten.

Besonders gut gefallen haben mir die Wellness-Tipps am Anfang der Kapitel. Gerade im Zusammenhang mit der Handlung sind sie herrlich sarkastisch.

Insgesamt hatte die Geschichte für mich einige wirklich starke, witzige und spannende Momente, war mir an anderen Stellen aber etwas zu skurril und konstruiert. So richtig ganz gepackt als Krimi hat sie mich leider nicht, trotzdem habe ich gerne immer weitergelesen. Am Ende lande ich deshalb bei guten 4 von 5 Sternen.

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