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Veröffentlicht am 03.07.2026

Bis dass der Tod uns scheidet! Irland kurz vor der Verabschiedung des Scheidungs-Referendums

Coast Road
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*Inhaltsangabe Verlag:
Herbst 1994. Die Bewohner des irischen Küstenstädtchens Ardglas beschäftigt nur ein Thema: Colette Crowley – Dichterin, Bohemienne, die Frau, die ihre Familie verlassen hat, um ...

*Inhaltsangabe Verlag:
Herbst 1994. Die Bewohner des irischen Küstenstädtchens Ardglas beschäftigt nur ein Thema: Colette Crowley – Dichterin, Bohemienne, die Frau, die ihre Familie verlassen hat, um in Dublin ihr Glück zu finden – ist zurück und wohnt in einem kleinen Cottage an der Coast Road. Jeder ihrer Schritte wird von der Gemeinde argwöhnisch beäugt. Hat sie es verdient, dass ihr Mann ihr den Zugang zu den Kindern verwehrt? In ihrer Verzweiflung bittet Colette eine Bekannte um Hilfe, Izzy Keaveney, Hausfrau und Mutter, unglücklich verheiratet mit einem Lokalpolitiker, der sich ausgerechnet für die Legalisierung der Scheidung im Land einsetzt. Und so entsteht zwischen den beiden sehr unterschiedlichen Frauen eine Bindung, die ihre Leben in ungeahnte Bahnen lenkt.

In schnörkelloser Prosa, mit psychologischem Feingefühl und großartiger Beobachtungsgabe erzählt Alan Murrin von den gesellschaftlichen Einschränkungen, die Frauenleben in Irland vor gerade einmal dreißig Jahren bestimmten – kurz bevor Scheidung in einem Referendum mit knapper Mehrheit legalisiert wurde – und beleuchtet dabei subtil, was Frauen überall auf der Welt auch heute noch davon abhält, ihre Partner zu verlassen.

Meine Inhaltsangabe:
Ardglas, County Donegal, Irland: Colette Crowley kehrt an den Ort an der Küste zurück, den sie kurz vorher verlassen hat, um mit einem anderen Mann ihr Glück in Dublin zu suchen. Dafür hat sie Mann und Kinder verlassen. Ihre Rückkehr wird mit Argwohn betrachtet, ihr Ehemann verbietet ihr den Umgang mit ihren drei Söhnen und schnell hat Colette den Ruf als Schlampe weg. Sie ist eine bekannte Dichterin und gibt daher im Ort einen Schreibkurs, über den sie Izzy kennenlernt, die Frau des Gemeindepolitikers. Izzy hadert mit ihrer Ehe und möchte eigentlich nur noch ausbrechen. Doch das ist in den 90er Jahren in Irland nicht einfach, wie man an Colette sehen kann. Die trinkt zu viel und lässt sich auf Donal ein, den Vermieter des Cottages und Ehemann von Dolores, die ebenfalls unglücklich in dem Eheleben mit einem Schürzenjäger ist. Als Spielbälle ihrer Männer sehr eingeschränkt versuchen die drei, irgendwie mit ihrem jeweiligen Leben klarzukommen und wissen doch, dass sie damit u.U. Dramen heraufbeschwören, die sie nicht mehr aufhalten können.

Erster Satz: »Als der Detective Izzy fragte, was sie in jener Nacht geweckt habe, konnte sie es nicht genau sagen.«

Mein Eindruck:*
Das ist mal wieder eins der Bücher, die lange nachwirken. Völlig ruhig und unaufgeregt geschrieben geht es direkt unter die Haut und ins Herz. Alan Murrin beschreibt seine Figuren, allen voran die beiden Hauptdarstellerinnen Colette und Izzy, aber auch die so wichtigen Nebenfiguren wie den Priester Brian (einer meiner Favoriten), Dolores, die Ehemänner und Kinder dermaßen bildhaft, dass ich beim Lesen jede Szene, jede Figur, jedes Detail vor mir gesehen habe. Besonders aufgefallen ist mir, wie der Autor das Innenleben der Frauen, deren Empfindungen und Gedanken beschrieben hat. Das lässt auf eine extrem ausgeprägte Beobachtungsgabe und Einfühlungsvermögen schließen, was mich sehr beeindruckt hat. Die Geschichte selbst hat mich komplett gefangen genommen, ich war angepisst, verzweifelt, hoffnungsvoll, angewidert und entsetzt und fühlte mich teilweise völlig hilflos. Die Situationen der Frauen hat sich fast 1 zu 1 auf mich übertragen. Großartig, wenn ein Buch es schafft, Emotionen so lebendig zu transportieren. Zum Ende hin nahm der Fortgang der Story dann eine Wendung, die sich im Prolog zwar schon abgezeichnet, mich aber dennoch komplett umgehauen hat. Heilige Scheiße! Was hätte ich gern den einen oder anderen scheinheiligen Dreckskerl aus dem Buch gezogen und ordentlich vermöbelt. Ihr seht schon: ich bin voll dabei! Und das liebe ich an dem Buch, es nimmt mich mit und lässt mich erleben, statt nur darüber zu lesen. Großes Kino und einfach nur klasse! 5/5 Sterne.

Der Autor wurde 2024 für Coast Road als Gewinner der Kategorie Newcomer of the Year bei den Irish Book Awards ausgezeichnet.

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Veröffentlicht am 28.06.2026

Phoebe – mitten ins Herz

Phoebe - Eine Straßenhündin checkt ein
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Inhaltsangabe Verlag:
Phoebe, eine clevere, sehr liebenswerte Terrier-Mischlingshündin, findet nach einer langen Zeit in einem kroatischen Tierheim ein neues Zuhause in einem niederbayerischen Dorf. Sie ...

Inhaltsangabe Verlag:
Phoebe, eine clevere, sehr liebenswerte Terrier-Mischlingshündin, findet nach einer langen Zeit in einem kroatischen Tierheim ein neues Zuhause in einem niederbayerischen Dorf. Sie wird dort ab sofort mit zwei männlichen Hotelbesitzern leben und hat die beiden schon nach kürzester Zeit ziemlich gut im Griff. Sie erzählt vom ersten Jahr in ihrer neuen Heimat, welches voller Begegnungen und Erlebnisse steckt, mit denen sie den Leser zum Lachen, Nachdenken aber manchmal auch zum Weinen bringt. Phoebe findet sehr schnell zwei Freunde: den übergewichtigen Mops Hector und die sanftmütige Mischlingshündin Flora, mit denen sie einige spannende Abenteuer zu bestehen hat. Die beiden Hunde helfen ihr, die täglichen Herausforderungen in der Welt der manchmal doch recht komplizierten Menschen zu meistern und ihr Verhalten ein wenig nachvollziehen zu können. Die unterschiedlichsten Personen kreuzen den Weg der schwulen Hotelbesitzer samt Hotelhund und sorgen dafür, dass ihr Leben nicht langweilig wird. So lernt Phoebe z.B. Uwes Schwiegermutter kennen, die so gar nicht den Vorstellungen der kleinen Hündin entspricht, während sie von dem recht einfach gestrickten Ehepaar Marilyn und Dieter aus dem tiefsten Ruhrpott hellauf begeistert ist. Auch der Hotelalltag, samt nicht immer ganz einfachen Gästen, sorgt für reichlich Abwechslung und es ergeben sich einige unglaubliche Situationen.

Meine Inhaltsangabe:
Phoebe, einst eine Straßenhündin, wird von den Hotelbesitzern Uwe und Oliver aus dem kroatischen Tierheim vom Fleck weg adoptiert und in ihre neue Heimat nach Bodenmais in Niederbayern gebracht. Sie muss erst noch ein bisschen lernen, was es heißt, ein geliebter Hund mit Heimat zu sein, doch das hat sie bald raus. Denn ihrem knopfäugigen Frechdachs-Charme kann kaum einer widerstehen. Im Hotel darf sie die wichtige Aufgabe des Hotelhundes wahrnehmen und mit Herrchen Uwe zusammen den Hotelgästen auf geführten Wanderungen ihre neue, schöne Heimat zeigen. Nebenbei lernt sie noch so einiges im Umgang mit den Menschen durch ihre beiden neuen Hundefreunde Mops Hector und die schöne Flora. Doch Phoebe stellt nicht nur das Leben von Uwe und Oliver komplett auf den Kopf und unternimmt so manchen Unsinn, sondern sie bringt vor allem ganz viel Leben, Freude und Liebe nach Bodenmais.

Erster Satz: »Ich habe Angst, ich habe ganz schreckliche Angst.«

Mein Eindruck:
Ich habe schon das eine oder andere Buch von Uwe Krauser gelesen und kenne daher seinen lockeren, humorvollen und liebenswerten Schreibstil schon. Und das ist auch hier wieder absolut Programm. Erzählt wird die Geschichte von Phoebe selbst und da bleibt kein Auge trocken. Sei es vor Lachen oder aus Rührung. Jede Zeile macht überdeutlich, mit wie viel Liebe der Autor Phoebe, Tieren allgemein und auch den Menschen verbunden ist. Es ist eigentlich nur die Geschichte von der Ankunft eines ehemaligen Straßenhundes in seiner neuen Familie, doch die ist so rasant und mit so viel herrlichen Szenen und Situationen gespickt, dass ich quasi in einem Rutsch durch das Buch durchgerauscht bin. Ich wollte nicht aufhören zu lesen, weil die Story nicht nur lesens-, sondern auch über die Maßen liebenswert ist. Eine tierische Komödie voller Herz und Witz, spritzig, frech, wunderbar. Wer Tiere, insbesondere Hunde liebt, gern lacht aber auch mal ein kleines Tränchen verquetscht, wer Geschichten rund um Familie, Freundschaften, Trauer, Freude, Spaß und Liebe mag, der wird hier auf seine Kosten kommen. 5/5 Sterne. Am Ende gibt es noch mehrere Seiten mit einigen s/w-Fotos von Phoebe und ihrer tierischen und menschlichen Familie. Denn Phoebe ist keine Fiktion! Es gab Phoebe wirklich. Leider gab, also Vergangenheit. Denn sie durfte nach einem glücklichen, langen Leben vor nicht allzu langer Zeit auf die ewige Hundewiese im Himmel umziehen. Ich bin mir sicher, dass sie immer mal von einer besonders kuscheligen Wolke gähnend zu ihren Lieblingsmenschen herabschaut und von da oben auf sie aufpasst.

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Veröffentlicht am 27.06.2026

Gewalttaten an Obdachlosen geben Rätsel auf

Was wir nicht sehen wollen
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Inhaltsangabe Verlag:
Ein Mord an einem Obdachlosen in der Innenstadt von Pori. Das Opfer wurde mit Benzin übergossen und angezündet. Eine entsetzliche Tat. Der Verdacht richtet sich sogleich auf eine ...

Inhaltsangabe Verlag:
Ein Mord an einem Obdachlosen in der Innenstadt von Pori. Das Opfer wurde mit Benzin übergossen und angezündet. Eine entsetzliche Tat. Der Verdacht richtet sich sogleich auf eine Gruppe von Jugendlichen, die dafür bekannt ist, hilflose Menschen zu schikanieren. Aber würden die Randalierer so weit gehen und einen Menschen auf dermaßen brutale Weise umbringen? Die Ermittlungen in diesem heiklen Fall übernimmt Kommissarin Susanna Manner. Die Spur führt sie schon bald in die Welt der Ausgegrenzten, in Drogenhöhlen und Waldlager, unter Brücken und in Nachtunterkünfte. Und sie sieht ihren anfänglichen Verdacht mehr und mehr bestätigt: Ihr eigener Sohn ist womöglich in den Mord verwickelt ...

Meine Inhaltsangabe:
Die Gewalt an Obdachlosen in Pori nimmt zu, offensichtlich von einer Bande Jugendlicher begangen. Als es dann aber eskaliert und Obdachlose mit Benzin übergossen und angezündet werden, wirft ein Video aus einer Überwachungskamera, dass einen der Anschläge gefilmt hat, viele Fragen auf. Diese führen das Team von Chefin Susanne Manner, allen voran Juri Paloviita, Oksman und Linda, in die Obdachlosenszene, wo ihnen vom sogenannten Erlöser erzählt wird. Während das Team ermittelt, versucht Susanne Manner ihren auf die schiefe Bahn geratenen Sohn zu schützen, der in den organisierten Drogenhandel gerutscht ist. Wie weit wird sie dafür gehen?

Erster Satz: »Der Erlöser legte Harri die Hand auf die Schulter.«

Mein Eindruck:
Jeder der inzwischen fünf Bände widmet sich einem der Figuren, diesmal steht Susanne Manner im Vordergrund. Ihr Interessenkonflikt (einerseits das Gesetz und ihr damit verbundener verantwortungsvoller Job, andererseits die Liebe zu ihrem Kind) ist fast schon körperlich spürbar und nimmt einen großen Teil der Handlung ein, ohne diese zu dominieren. Vielmehr wird auch jetzt wieder jeder der Charaktere beleuchtet, hat seine Momente und Auftritte, die letztlich zu einem spannenden, fesselnden und berührenden Krimi führen. Der stille, unaufgeregte Schreibstil Arttu Tuominens steht nur scheinbar im Konflikt mit der Brutalität der Gewalt gegen die Obdachlosen. Tatsächlich empfinde ich diese gerade dadurch noch viel eindrücklicher und unter die Haut gehend. Das ist schon kein leichtes Thema und ich habe richtig mitgelitten. Letztlich geht es um Macht in all ihren Facetten: Macht ausüben, Macht ausgeliefert sein, Macht missbrauchen. Ich mochte die beiden Schienen (die Obdachlosenmorde und die Drogensituation) sehr und auch wie die Figuren sich weiterentwickeln (mein heimlicher Favorit Oksman wird glatt ein wenig menschlicher und nahbarer) hat mir super gefallen. Ich hoffe, sie noch das eine oder andere Mal auf ihrem jeweiligen Weg weiter begleiten zu dürfen. Ein ruhiger, aber nicht minder an die Nerven gehender und spannender Krimi, der mich auf falsche Fährten gelockt und aller bestens unterhalten hat. 5/5 Sterne.

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Veröffentlicht am 26.06.2026

Düsterer, brutaler Überlebenskampf in einer tödlichen Schule, dennoch humorvoll und überaus spannend

Scholomance – Der letzte Absolvent
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Inhaltsangabe Verlag:
Für El und Orion beginnt das letzte Jahr an der Scholomance und das tödliche Ritual der gefürchteten Abschlussprüfung wirft seine Schatten voraus. El setzt alles daran, dass ihre ...

Inhaltsangabe Verlag:
Für El und Orion beginnt das letzte Jahr an der Scholomance und das tödliche Ritual der gefürchteten Abschlussprüfung wirft seine Schatten voraus. El setzt alles daran, dass ihre Gruppe überlebt. Doch die Chancen stehen von Tag zu Tag schlechter und der Kampf gegen die Schule wird immer brutaler. Bis El herausfindet, dass man manche Spiele nur gewinnen kann, wenn man alle Regeln über den Haufen wirft …
Unzählige Fans lieben die geistreichen, genial erzählten Geschichten der Bestsellerautorin Naomi Novik. Ihre starken Heldinnen widersetzen sich Konventionen und kämpfen für Gerechtigkeit. »Scholomance« bietet dunkle und rasante Abenteuer voller unerwarteter Wendungen.

Meine Inhaltsangabe:
Das letzte Jahr vor der Abschlussprüfung ist da. El, Orion und die anderen müssen üben und trainieren, um irgendwie lebend aus der Scholomance rauszukommen. Man geht Bündnisse ein, aber oftmals nur zu einem hohen Preis und letztlich ist jeder nur für sich selbst verantwortlich. Doch irgendwie verhält sich die Scholomance anders als sonst und El ist sich nicht sicher, was sie davon halten soll. Auch wenn sie bisher im Leben eine Einzelgängerin war, kommt es El falsch vor, wenn immer nur eine Handvoll Absolventen es schaffen, lebend der Scholomance-Hölle zu entgehen. Und so formt sich in ihrem Kopf ein völlig verrückter Plan, der alles bisher Dagewesene über den Haufen werfen würde. Kann sie andere davon überzeugen? Oder muss sie alles allein in die Hand nehmen? Die Vorbereitungen und Proben für die alles entscheidende Abschlussprüfung fordern vollen Einsatz und nicht selten auch das Leben.

Erster Satz: »Halte Dich fern von Orion Lake.«

Mein Eindruck:
Ich war mir eine lange Zeit nach dem Lesen noch sicher, dass das hier ein 4-Sterne-Buch ist. Tja, falsch gedacht. Inzwischen ist es auf 5 Sterne hochgerückt. Warum? Weil ich feststelle, dass es total nachwirkt. Und dass es, je öfter ich darüber nachdenke, was ich da alles gelesen und erlebt habe, einfach nur krass geil ist, um mal kurz in die Jugendsprache zu fallen. Es hätte an mancher Stelle vielleicht ein wenig kürzer gehalten werden können und Els (zugegebenermaßen sehr sarkastische, schnodderige, ausufernde) Monologe bzw. Gedankengänge waren mir manchmal ein bisschen zu allumfassend. Dennoch war ich völlig gefesselt. Endlich mal ein Academy-Reihe, in der es alles andere als rosarot, charmant, angepasst zugeht. Hier werden Kinder von Monstern gefressen, in ihre blutigen Bestandteile aufgelöst, ausgeschlürft und tödlich verletzt. Das Essen ist bestenfalls miserabel, schlimmstenfalls lebensgefährlich, von Hygiene kann kaum die Rede sein und Freundschaften gibt es so gut wie keine, dafür ist der Druck des eigenen Überlebenswillens zu groß. Dennoch entwickeln sich die Figuren, die nebenbei bemerkt super interessant sind und unglaublich vielschichtig. Lovestorys? Fehlanzeige. Obwohl, eine kleine schon: zwischen El und Orion. Doch die ist so außergewöhnlich unromantisch und so weit entfernt von schnulzig wie der Nordpol vom Südpol. Einfach klasse und sehr erfrischend! Das Ende, ich sage euch, ich hätte das Buch am liebsten aus dem Fenster geschmissen! Nicht! Dein! Ernst! Band 3 ruft schon nach mir! Ganz großes Kino, dreckig, düster, brutal und richtig gut. Daher natürlich 5/5 Sterne.

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Veröffentlicht am 21.06.2026

Spannender Rundgang durch die Museen der Welt

Im Museum bei Nacht
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Inhaltsangabe Verlag:
Für eine Nacht im Museum – und hinter jeder Ecke atemberaubende Schätze! In diesem Kindersachbuch ab 8 Jahren finden sich die größten Museumsstücke aller Zeiten wieder: „Lucy“, das ...

Inhaltsangabe Verlag:
Für eine Nacht im Museum – und hinter jeder Ecke atemberaubende Schätze! In diesem Kindersachbuch ab 8 Jahren finden sich die größten Museumsstücke aller Zeiten wieder: „Lucy“, das Urmenschen-Skelett, der aztekische Sonnenstein, Rembrandts „Nachtwache“ oder der Düsen-Rucksack der NASA! Anhand der spannenden Exponate aus Museen der ganzen Welt lassen sich in diesem Sachbuch atemberaubenden Geschichten aus der Naturkunde, Geschichte, bildenden Kunst, Technik oder Raumfahrt entdecken. Ideal für junge neugierige Forscherinnen und Forscher. Hier kommt alles zusammen – unter einem Museumsdach!
- Nachts im Museum: Hier ruht die Vergangenheit nicht starr hinter Glas – sie läuft, brüllt und fliegt umher!
- 120 reelle Artefakte aus Ländern der ganzen Welt: zum Stöbern, Erforschen und Staunen
- Mit 6 ausklappbaren Panorama-Seiten zum Entdecken
- Behandelt auch aktuelle Fragestellungen wie Eurozentrismus und Beutekunst
- Mit Glossar und einer Liste über sämtliche Museen, aus denen die Exponate stammen

Meine Inhaltsangabe:
Thematisch in elf verschiedene Bereiche unterteilt werden auf großformatigen, opulent und anschaulich gestalteten Seiten inkl. 6 ausklappbaren Panoramaseiten die unterschiedlichsten Exponate aus den Museen der ganzen Welt vorgestellt:
• Fossilien der Urzeit
• Naturkundliche Sammlung
• Ursprünge der Menschheit
• Alte Kulturen
• Kunst
• Fahrzeuge und Verkehr
• Weltraum
• Wissenschaft und Technik
• Unsere Erde
• Blickwinkel
• Das Museum der Zukunft

Erster Satz: »Museen sind magische Orte«

Mein Eindruck:
Ich bin schon immer sehr gern in Museen gegangen, auch schon als Kind. Daher bin ich mir sicher, dass dieses wundervoll opulent, bunt, informativ und lebendig gestaltete Sachbuch für wissbegierige Kids ein echtes Schätzchen ist. Es ist so aufgezogen, dass quasi ich als Leser die Hauptfigur bin, die nachts im Museum eingesperrt wird und durch die einzelnen Räume und Sammlungen schlendert und dabei von dem einen oder anderen lebendig gewordenen Exponat überrascht werde. Das macht das Buch erlebbar und ist weit entfernt von trockener Wissensvermittlung. Auf jeder Seite gibt es so viel zu sehen und entdecken, viele Bilder, viele kleinere Texte mit Wissen zu den Ausstellungsstücken und dann natürlich noch die insgesamt sechs ausklappbaren Panoramaseiten, die das ohnehin schon große Buch gleich noch riesiger machen. Fabelhaft! Hinten gibt es dann noch ein Glossar mit Erklärungen zu den verschiedensten Begriffen rund um Museen sowie eine Auflistung möglicher Berufe für Museumsfans. Außerdem noch ein Verzeichnis aller im Buch erwähnten Museumsexponate und wo auf der Welt man die Originale bewundern kann. Wer schon immer mal nachts alle großen Museen dieser Welt unter einem Dach besuchen wollte, dem sei dieses Buch ans Herz gelegt. Humorvolle, lebendige Wissensvermittlung und einfach ein großer Spaß. 5/5 Sterne.