Tödliche Naschereien
RieslingtrüffelInhaltsangabe Verlag:
Pfälzer morden süßer.
Eine Tote auf einem Friedhof ist eigentlich nichts Besonderes – läge sie nicht auf einem Grab, frisch verstorben und das auf ganz und gar nicht natürliche Weise. ...
Inhaltsangabe Verlag:
Pfälzer morden süßer.
Eine Tote auf einem Friedhof ist eigentlich nichts Besonderes – läge sie nicht auf einem Grab, frisch verstorben und das auf ganz und gar nicht natürliche Weise. Eindeutig ein Fall für das fränkisch-pfälzische Ermittler-Dreamteam Paula Stern und Bernd Keeser. Die Spur führt sie direkt in eine Konditorei, die pfalzweit für ihre Pralinen bekannt ist – ein besonders schwerer Fall für Keeser, wo er doch gerade von seiner höchstpersönlichen Staatsanwältin auf strenge Diät gesetzt wurde ...
Meine Inhaltsangabe:
Eine 89jährige Frau bricht auf dem Friedhof tot zusammen. Nicht wirklich überraschend, in dem Alter. Doch die Freundin und Nachbarin der Dame vermutet ein Verbrechen und das mit gutem Grund, wie die Obduktion ergibt: vergiftet wurde die Gute! Paula Stern und Bernd Keeser haben also einen neuen Fall und der dreht sich ausgerechnet um leckere Trüffel. Und das, wo Keeser von seiner ganz persönlichen Staatsanwältin doch auf strenge Diät gesetzt wurde, was seiner Laune nicht wirklich guttut. Doch der Fall hält die beiden auf Trab, Verdächtige gibt es genug und die liebe Familie der kürzlich Verstorbenen gibt zusätzlich Anlass zu weiteren Nachforschungen. Schön, dass Paula, schwanger und frisch verliebt, wieder auf der Sonnenseite des Lebens steht und gut gelaunt ihren Lieblings-Keeser liebevoll ärgern und mit dessen Diät aufziehen kann.
Erster Satz: »Sag es ruhig, ich kann damit leben«, sagte Bernd Keeser mit missmutiger Miene und rieb gedankenverloren seine rechte Schulter.«
Mein Eindruck:
Bereits zum 5. Mal ermittele ich nun gemeinsam mit Paula und Keeser in der Südpfalz und es wird kein bisschen langweilig. Dafür sorgt nicht nur der überaus humorvolle, lebendige und frische Schreibstil der Autorin, sondern natürlich auch die liebgewonnenen Figuren und die pfälzische Lebensart, dir mir fröhlich aus den Seiten entgegenschlägt. Der Fall ist auch wieder spannend und erst gegen Ende für mich klar. Wenn mir auch diesmal die ganzen Umstände rund um das Opfer ab und zu ein bisschen zu dolle, zu viel waren. Aber egal, weil mir super gefällt, wie die Ermittlertätigkeit dargestellt wird. Es geht um Spurensuche, Befragungen und damit verbunden viel Fahrerei von A nach B geht, gewürzt mit Lagebesprechungen und den immer wieder interessanten Szenen in den Katakomben des Grauens, also der Gerichtsmedizin. Das liebenswert-frotzelnde Miteinander zwischen den Kollegen mag ich total und natürlich auch die Dialoge, die immer mal auch in schönstem pfälzischem Dialekt daherkommen. Neben dem üblichen Wissenswerten zu den Tatorten der Schauplätze (Ausflugstipps, Restaurant, Orte) gibt es auch wieder ein Glossar mit diversen erklärten Begriffen sowie erneut Rezepte. Diesmal: Weihnachtstrüffel, Dornfeldertrüffel sowie Vanille-Nektarinenkonfitüre mit Mandelblättchen. Klasse! 4/5 Sterne und die Empfehlung, unbedingt bei Band 1 anzufangen, auch wenn die Teile eigentlich auch separat gut zu lesen sind.