Wer ist die Leiche im Kirchgarten?
Inhaltsangabe Verlag:
Ein humorvolles Krimivergnügen mit Pfälzer Eingeborenen, deftigem Essen und einer Prise Mord.
Wenn ein harmloser Seniorenbegleitpudel eine Leiche in einem Kirchgarten findet, dann ...
Inhaltsangabe Verlag:
Ein humorvolles Krimivergnügen mit Pfälzer Eingeborenen, deftigem Essen und einer Prise Mord.
Wenn ein harmloser Seniorenbegleitpudel eine Leiche in einem Kirchgarten findet, dann kann das nur eines bedeuten: Es gibt Arbeit für das fränkisch-pfälzische Ermittler-Dreamteam Paula Stern und Bernd Keeser. Einen Mordanschlag später haben die beiden zwar Verdächtige zuhauf, aber noch keinen klaren Hinweis auf den Mörder. Muss es erst noch einen weiteren Toten geben ...?
Meine Inhaltsangabe:
Othello, der Pudel, den Paula Stern vorübergehend zur Pflege bei sich aufgenommen hat, avanciert zum PoPu (PolizeiPudel), als er eines Tages im Kirchgarten der alten Kirche in Minfeld einen skelettierten Finger ausbuddelt und zu Paula und Keeser bringt. Die besuchen dort gerade zusammen ein Orgelkonzert. Wo ein Finger ist, muss noch mehr sein und so finden sie bald die ganze Leiche. Der Zustand der sterblichen Überreste machen eine sofortige Identifizierung unmöglich, was die Ermittlungen, die Paula gemeinsam mit Krankheitsvertretung Weber anstellt (Keeser ist vom letzten Fall noch krankgeschrieben), schwierig macht. Auch das angespannte Verhältnis zwischen Weber und Paula trägt nicht gerade zur Entspannung bei ebenso wie die Tatsache, dass Paulas Freund Sebastian sie meidet. Dann ist da auch noch diese ständige Übelkeit, die Paula am liebsten einfach nur auf eine Magenverstimmung schieben möchte. Als kurz nach dem Leichenfund in der Kirche ein weiterer Mordanschlag geschieht, zieht sich der Kreis der Verdächtigen zusammen. Denn von denen gibt es genug, die Gerüchteküche von Minfeld brodelt.
Erster Satz: »Der Wasserhahn bohrte sich schmerzhaft in ihren Hinterkopf, als sie ruckartig den Kopf hob.«
Mein Eindruck:
Einfach klasse! Ein super spannender Fall, Figuren, die sich ihren Platz in meinem Herzen schon längst gesichert haben und ein Schreibstil, der sehr humorvoll, wunderbar leb- und bildhaft und richtig supergut zu lesen ist. Der neue Vertretungskollege bringt ordentlich Zunder in die Story, Paulas private Probleme lassen mich mitfühlen und die Dialoge zwischen Paula und Keeser bringen mich so oft zum Kichern. Viel Spannung also, gepaart mit ganz viel Humor, gekrönt mit immer mal wieder herrlichem Pfälzer Dialekt und einem schönen Setting (die Südpfalz ist halt auch schön). Das I-Tüpfelchen sind dann auch hier die kulinarischen und kulturellen Ausflugstipps, die in der Story vorkommen, aber auch im Anhang nochmal aufgeführt sind. Zudem gibt es auch jetzt am Ende wieder ein paar Rezepte. Diesmal: Dampfnudeln mit Weinschaumsoße und Walnuss-Orangenkuchen. Erstmals gibt es jetzt auch ein Glossar, in dem vorkommende Fachbegriffe aus der Polizeiarbeit und auch sonstige erklärt werden. Ich weiß jetzt z.B., wie der beleuchtete Kasten heißt, an den die Gerichtsmediziner oder Ärzte in Film und Fernsehen immer die Röntgenbilder ranhängen: Negatoskop. Ha! Wieder was gelernt! Ich feiere diese Krimireihe sehr, vergebe natürlich erneut die vollen 5/5 Sterne und habe direkt mit Band 5 losgelegt.