Cover-Bild Die Hebamme von Venedig
5,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Piper ebooks in Piper Verlag
  • Genre: Romane & Erzählungen / Historische Romane
  • Ersterscheinung: 01.12.2016
  • ISBN: 9783492983020
Roberta Rich

Die Hebamme von Venedig

Historischer Roman
Werner Löcher-Lawrence (Übersetzer)

Ein opulenter und fesselnder historischer Roman aus dem mittelalterlichen Venedig. Die perfekte Mischung aus Historie, Spannung, Abenteuer und Romantik
Mitten in der Nacht steht ein venezianischer Adliger aufgewühlt vor der Tür der jüdischen Hebamme Hannah: Seit Tagen liegt die Frau des Conte schon in den Wehen, und nun fürchtet er um das Leben von Mutter und Kind, sollte Hannah ihnen nicht helfen. Doch der jungen Hebamme ist die medizinische Behandlung von Christen untersagt. Hin- und hergerissen zwischen Mitgefühl und Angst, erkennt Hannah in der Bitte des Conte auch eine Chance und stellt mutig eine Bedingung: Wenn es ihr gelingt, das Kind des Conte di Padovani zu retten, verlangt sie jene Geldsumme, die sie braucht, um ihren auf Malta als Sklaven gefangen gehaltenen Mann Isaak freizukaufen. Der Conte willigt ein. Doch mit der Geburt des Kindes gerät Hannah in immer größere Gefahr. Die um ihr Erbe fürchtenden Brüder des Conte di Padovani trachten ihr und dem Baby nach dem Leben, Venedig wird von der Pest bedroht, und es bleibt kaum noch Zeit bis zum Ablegen des Schiffes, das sie zu Isaak bringen soll ...

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.06.2018

Eine Hebamme in Venedig

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Zum Klappentext:
Mitten in der Nacht steht ein venezianischer Adliger aufgewühlt vor der Tür der jüdischen Hebamme Hannah: Seit Tagen liegt die Frau des Conte schon in den Wehen, und nun fürchtet er um ...

Zum Klappentext:
Mitten in der Nacht steht ein venezianischer Adliger aufgewühlt vor der Tür der jüdischen Hebamme Hannah: Seit Tagen liegt die Frau des Conte schon in den Wehen, und nun fürchtet er um das Leben von Mutter und Kind, sollte Hannah ihnen nicht helfen. Doch der jungen Hebamme ist die medizinische Behandlung von Christen untersagt. Hin- und hergerissen zwischen Mitgefühl und Angst, erkennt Hannah in der Bitte des Conte auch eine Chance und stellt mutig eine Bedingung: Wenn es ihr gelingt, das Kind des Conte di Padovani zu retten, verlangt sie jene Geldsumme, die sie braucht, um ihren auf Malta als Sklaven gefangen gehaltenen Mann Isaak freizukaufen. Der Conte willigt ein. Doch mit der Geburt des Kindes gerät Hannah in immer größere Gefahr. Die um ihr Erbe fürchtenden Brüder des Conte di Padovani trachten ihr und dem Baby nach dem Leben, Venedig wird von der Pest bedroht, und es bleibt kaum noch Zeit bis zum Ablegen des Schiffes, das sie zu Isaak bringen soll ...

Mein Leseeindruck:
Das Buch lässt sich durch den tollen Schreibstil der Autorin wunderbar lesen. Auch die Handlung ist spannend und mitreißend, stellenweise auch recht emotional gehalten. Geschrieben ist sie in zwei unterschiedlichen Strängen, einmal aus der Sicht der Frau und einmal aus der Sicht ihres Mannes. Dies hat mir gut gefallen, zumal ja die beiden verschiedenen Geschlechter eh anders denken. Was die damalige Zeit angeht, in der das Buch sich abspielt, hat die Autorin sehr gut recherchiert und dies auch sehr gut bildlich ausmalen können, so dass man sich die damalige Zeit wunderbar vorstellen und sich einfühlen kann. Ein lesenswertes Buch, womit man sich viele unterhaltsame Stunden beschert. Zum Cover kann ich nur sagen, dass es zwar gut gewählt, aber nicht unbedingt so ins Auge fällt, dass man das Buch gleich in die Hand nehmen würde. Es ist mir persönlich ein wenig zu blass und fast zu schlicht, auch wenn Venedig gut zur Geltung kommt, dafür aber geht die junge Frau eher unter, da sie nicht so die Wirkung entfaltet, wie ich es mir gern gewünscht hätte.

Mein Fazit:
Wunderbar und gut recherchierter historischer Roman, welchem ich eine klare Leseempfehlung gebe sowie 5 Sterne.

Veröffentlicht am 14.01.2018

Tolle Geschichte

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Hannah ist Jüdin und von Beruf aus Hebamme, sie lebt auch venezianischen Judenviertel der Stadt. Sie hat ein besonders Werkzeug wofür sie verflucht und verflogt wird von der Inquisition. Als Sie eines ...

Hannah ist Jüdin und von Beruf aus Hebamme, sie lebt auch venezianischen Judenviertel der Stadt. Sie hat ein besonders Werkzeug wofür sie verflucht und verflogt wird von der Inquisition. Als Sie eines Nachts bei einer christlichen Geburt zugegen sein soll, sieht sie darin die Chance ihren Mann freizukaufen. Denn dieser wird als Sklave auf Malta gefangen gehalten, sie verlangt vom Conte eine hohe Summe damit Sie bei der Geburt hilft. Hannah gelingt die Geburt ohne größere Probleme und das Kind überlebt, aber die Erbe des Conte möchten das Kind eher Tod als lebendig sehen. Als wäre das nicht das einzige Problem bricht auch noch die Pest aus und Hannah ist auf der Flucht…

Ich mag historische Bücher total gerne vor allem wenn Sie gut beschreiben wie es zu dem angegebenen Zeitraum war, sowas zeigt auch immer, dass die oder der Autor gut recherchiert haben. Persönlich mag ich das Detail verliebte, ich finde das macht so ein Buch immer aus. Was ich schade fand ist das Cover, finde ich persönlich zu langweilig, ansonsten gutes und solides Buch!

Veröffentlicht am 30.12.2017

Nur als "Zwischenmahlzeit" geeignet

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16. Jh. Venedig. Die junge Jüdin Hannah ist Hebamme und lebt im venezianischen Judenviertel. Eines Nachts kommen Abgesandte eines Contes zu ihr und fordern sie auf, mit ihnen zu kommen. Sie soll bei einer ...

16. Jh. Venedig. Die junge Jüdin Hannah ist Hebamme und lebt im venezianischen Judenviertel. Eines Nachts kommen Abgesandte eines Contes zu ihr und fordern sie auf, mit ihnen zu kommen. Sie soll bei einer schwierigen Geburt einer christlichen Frau mithelfen. Dies ist Hannah jedoch gesetzlich und auch von ihrer Glaubensgemeinschaft her strengstens verboten. Trotzdem geht Hannah mit, denn ihr Ehemann ist als Sklave in Malta und um ihn freizukaufen, verlangt sie für ihren Dienst vom Conte ein hohes Entgelt, dass dieser ihr auch zu zahlen bereit ist. Nachdem Hannah erfolgreich bei der Geburt geholfen hat, sind es die Verwandten des Conte, die dem Kind nach dem Leben trachten, da sie selbst das große Erbe nicht teilen wollen. Gleichzeitig kommt die Pest nach Venedig und Hannah sieht sich von allen Seiten Gefahren ausgesetzt, denen sie sich widersetzen muss, um zu überleben. Wird es ihr gelingen und auch ihr Ehemann endlich frei kommen?
Roberta Rich hat mit ihrem Buch „Die Hebamme von Venedig“ einen unterhaltsamen historischen Roman vorgelegt. Der Schreibstil ist recht einfach gehalten und verlangt durch die Erzählversion in der dritten Person einige Konzentration. Gleichzeitig fallen Aussprüche, die zur damaligen Zeit bestimmt so nicht gefallen sind und recht deplatziert wirken. Gedanklich wird der Leser in das alte und mystische Venedig entführt und erlebt an Hannahs Seite so einige Abenteuer. Die Handlung ist in zwei Erzählperspektiven aufgeteilt, die eine befasst sich mit Hannah und ihrem Leben in Venedig, während die andere Hannahs Ehemann und dessen Sklavendasein auf Malta beschreibt. Die Arbeit der Hebamme zur damaligen Zeit steht bei der Autorin eindeutig im Vordergrund, zu detailliert sind die Vorgänge beschrieben und nehmen dabei leider einen großen Raum in der Geschichte ein. Ebenfalls verliert sich die Autorin in vielen Nebensächlichkeiten und manche Dinge sind gar völlig unglaubwürdig und nicht nachvollziehbar. Der Spannungsbogen bleibt über den gesamten Zeitraum relativ flach und unaufgeregt.
Die Charaktere sind nicht besonders individuell ausgearbeitet. Sowohl Hannah als auch ihr Ehemann kommen dem Leser während der Lektüre nicht sehr nah und bleiben sehr eindimensional und flach. Da baut sich keine große Sympathie auf und als Leser erlebt man die Handlung eher aus der Distanz, anstatt mitfiebern, mitleiden oder mitfreuen zu können, was sehr schade ist.
In „Die Hebamme von Venedig“ geht es um Religion, Liebe, Verrat, Intrigen und die Zustände Venedigs zur damaligen Zeit. Das Buch eignet sich für einen Urlaubstrip, wird allerdings nicht lange im Gedächtnis des Lesers haften bleiben. Für zwischendurch ganz ok.