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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.01.2021

Jagd durch Paris

Die Romanfabrik von Paris
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Paris 1850. In der Romanfabrik von Alexandre Dumas schreiben siebzig Angestellte die beliebten Folgen von Die drei Musketiere und Der Graf von Monte Christo, die als Fortsetzungsgeschichten die Zeitungsleser ...

Paris 1850. In der Romanfabrik von Alexandre Dumas schreiben siebzig Angestellte die beliebten Folgen von Die drei Musketiere und Der Graf von Monte Christo, die als Fortsetzungsgeschichten die Zeitungsleser begeistern. Doch im jüngsten Werk ist etwas faul zwischen den Zeilen, denn es ist gespickt mit Staatsgeheimnissen. Um seinen Ruf zu retten, muss sich Dumas ausgerechnet mit seiner größten Kritikerin verbünden: der deutschen Lehrerin Anna Moll, die ihn wegen freizügiger Texte angezeigt hat. (Klappentext Buch/ Verlag)

Anna Moll ist aber kein unbeschriebenes Blatt, denn die gnädige Frau ist eigentlich eine Gräfin aus Karlsruhe die in Paris nach einer Anstellung suchte. Aber Sie ist sehr streng mit den moralischen und Sitten des 19. Jahrhunderts verbunden und würde jede Sünde in die Hölle schicken ohne Hoffnung auf Besserung. Die Geschichten, die Sie in der Tageszeitung von Dumas liest, sind Ihr zuwider und Sie will ihn mit jeder Möglichkeit zum Schweigen bringen. Aber ist Dumas wirklich für alles verantwortlich oder könnte es sein, dass da doch mehr hinter steckt als beide zuerst annehmen.
Mir gefiel die Umsetzung der berühmten Protagonisten sehr gut. Der Schreibstil ist flüssig und die Charaktere sind gut umgesetzt. Anna Moll war mir Anfang etwas zu schwierig, wurde aber dann nach und nach immer besser. Dumas hatte ich zwischendurch das Gefühl, dass der Autor die Figur nicht wirklich gut recherchiert hat. Ansonsten finde ich die Jagd durch Paris wirklich super an den Leser gebracht.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.01.2021

Palais Teil 1

Palais Heiligendamm - Ein neuer Anfang
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Heiligendamm, 1912: Die Berliner Hotelierfamilie Kuhlmann hat große Pläne, man will dem berühmten Grand Hotel Konkurrenz machen. Doch die High Society steigt lieber weiter bei dem etablierten Rivalen ab. ...

Heiligendamm, 1912: Die Berliner Hotelierfamilie Kuhlmann hat große Pläne, man will dem berühmten Grand Hotel Konkurrenz machen. Doch die High Society steigt lieber weiter bei dem etablierten Rivalen ab. In dieser schweren Zeit zeigt ausgerechnet die junge Tochter Elisabeth kaufmännisches Geschick, während sich der sensible Sohn Paul für Musik begeistert. Vater Kuhlmann sieht sich gezwungen, den Emporkömmling Julius Falkenhayn um Hilfe zu bitten. Und der hegt recht unkonventionelle Ansichten ...(Klappentext Buch/ Verlag)

Der Klappentext ist wirklich nur ein kleiner Auszug von dem was eigentlich in diesem Buch steckt. Die Familie Kuhlmann besteht aus fünf Kindern, die alle irgendwie doch anders sind. Elisabeth eine taffe junge Frau die eigentlich mehr aus sich machen möchte als nur späte die Frau von zu sein. Ihr Arrangement im kaufmännischen Bereich nimmt der Vater zwar war, aber nicht wirklich ernst. Für Frauen waren berufliche Dinge zu der Zeit eher übersteigert Selbstwertgefühle, gerade was, dass Kaufmännische anging hat man da eher auf den Mann vertraut. Vater Kuhlmann hätte lieber einen seiner Söhne als Zugpferd gesehen, aber Paul wollte gerne im Bereich Musik seine berufliche Karriere machen und Friedrich hat Medizin studiert, damit musste sich der Vater irgendwann klein beigeben und sich jemand anders suchen.
Die Geschichte an sich ist wirklich gutgeschrieben und zieht einen auch in die Anfänge des 20. Jahrhunderts, aber manchmal wirkten die Aussagen nicht aussagekräftig genug. Mir viel es dann sehr schwer die Protagonisten ernst zu nehmen. Da war mir einfach zu viel Melancholie drin, dies war aber nur stellenweise im Buch zu finden. Aufgrund dessen muss ich hierfür einen Stern abziehen, aber trotzdem bin ich auf den zweiten Teil gespannt.

  • Cover
  • Erzählstil
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Veröffentlicht am 03.01.2021

In den 20er Jahren war nicht immer alles so Golden

Die juten Sitten - Goldene Zwanziger. Dreckige Wahrheiten
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Mal ein Buch was nicht alles schön beschreibt, die Autorin hat hier eine wirklich derbe Sprache zu Tage geführt. Man lernt die kleine Hedwig Hallig kennen und wie Sie groß geworden ist, dann lernt man ...

Mal ein Buch was nicht alles schön beschreibt, die Autorin hat hier eine wirklich derbe Sprache zu Tage geführt. Man lernt die kleine Hedwig Hallig kennen und wie Sie groß geworden ist, dann lernt man Hedwig 1954 kennen als eine berühmte und bekannte Schauspielerin. Nur das Sie gerade nicht gefeiert wird, sondern zum Tode verurteilt werden soll bzw. ist und kurz vorher noch einem Journalisten ein Interview geben möchte. In diesem erzählt Sie Ihren Werdegang und der Leser erhält immer wieder Rückblenden zu Ihrem Erwachsenwerden.
Das Buch ist nicht für jeden was, dass muss man ganz offen sagen. Der Schreibstil ist sehr frech und rotzig geschrieben, sowie man die Berliner Schnauze halt kennt. Die Autorin erzählt Dinge, wo man als Leser erstmal selbst alles verarbeiten muss. Nicht, dass es besonders schrecklich ist, sondern dass man einfach mit der Art des Schreibstils der Autorin zurechtkommen muss. Mir persönlich hat das Buch wirklich gut gefallen, an manchen Stellen fand ich es langatmig und sehr gezogen. Ansonsten ist es wirklich ein gelungenes und frisches Buch mit einer frechen Art.

  • Cover
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Veröffentlicht am 03.01.2021

Guter Beginn

Silvershade Academy 1: Verborgenes Schicksal
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Nacht für Nacht quälen die 17-jährige Eve seltsam verstörende Albträume voller Rauch, Feuer und Zerstörung. Doch es kommt noch schlimmer: Kaum kriegt ihre Tante Wind davon, schickt sie Eve an die mysteriöse ...

Nacht für Nacht quälen die 17-jährige Eve seltsam verstörende Albträume voller Rauch, Feuer und Zerstörung. Doch es kommt noch schlimmer: Kaum kriegt ihre Tante Wind davon, schickt sie Eve an die mysteriöse Silvershade Academy. Und obwohl Eve am liebsten ganz weit weg wäre, muss sie schon bald feststellen, dass sie sich auf einem Internat für magische Wesen befindet und es dort gar nicht so schlecht ist. Als Nachfahrin eines Ahnengeschlechts von Sehern besitzt auch sie die Gabe des Sehens und hält damit die Zukunft in ihren Händen. Diese ist jedoch nicht so leicht zu beherrschen, wenn eine dunkle Macht droht, die Ordnung der gesamten magischen Welt zu zerstören. Nur der düstere Bad Boy und Dämon Alistair scheint ihr jetzt noch helfen zu können …
Mich hat es sehr gereizt, dass es sich hierbei um eine Academy handeln soll. Das es aber dazu auch noch um Magie ging, kam erst nach und nach raus. Mit Eve leidet man schon ganz schön mit in der Academy, denn dort erfährt Sie immer nur bruchstückhaft was mit Ihr ist und warum Sie auf der Schule ist. Was ich schade fand ist, dass die Protagonisten wieder sehr jung waren. Persönlich habe ich nichts dagegen, aber ich finde man kann solche Geschichte auch in etwas älteren Alter machen.
Ansonsten eine wirklich schöne Geschichte, die spannend anfing und sicherlich auch gut fortgesetzt wird.

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Veröffentlicht am 03.01.2021

Absolut Lesenswert

Das Findelkind
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Die Tochter eines Apothekers, als Hure verurteilt.
Die Dienstmagd eines Vogts, als Findelkind gebrandmarkt.
Vom Glück verlassen, verbindet beide Frauen scheinbar nur der Traum von einem selbstbestimmten ...

Die Tochter eines Apothekers, als Hure verurteilt.
Die Dienstmagd eines Vogts, als Findelkind gebrandmarkt.
Vom Glück verlassen, verbindet beide Frauen scheinbar nur der Traum von einem selbstbestimmten Leben – und das in einer Zeit, in der den Frauen jedes Träumen verboten war: ein spannender historischer Roman über das Leben zweier Frauen am Rande der Gesellschaft

Celle, Mitte des 18. Jahrhunderts: Die 17-jährige Catharine wächst in dem Glauben auf, Tochter der Dienstmagd des Vogts zu sein. Als sie sich jedoch in dessen Sohn verliebt, wird sie nicht nur überraschend als elternloses Findelkind beschimpft, sondern auch sofort aus dem Haus geworfen. Damit rückt ihr Traum, irgendwann ihrer Berufung zu folgen und in einer Apotheke zu arbeiten, in unerreichbare Ferne. Mittellos, obdachlos und ohne Identität muss sich Catharine entscheiden: Ergibt sie sich ihrem Schicksal oder kämpft sie um Vergangenheit, Zukunft und die Liebe? (Klappentext Buch/Verlag)
Ein Buch mit sehr starken Frauen, anders kann ich es nicht sagen. Es gibt Catharine die immer gedacht hätte die Tochter des Vogts zu sein und dann noch Magdalena, die Tochter des Apothekers ist. Aber beide Frauen spielen zu unterschiedlichen Zeiten, was aber zum Ende des Buches einem Strang wird. Catharine verliebt sich sozusagen in den eigenen Bruder, bis Ihr die Tochter die Wahrheit offenbart. Bevor Catharine überhaupt klar denken kann wird Sie aus dem Haus des Vogts geworfen. Magdalena hingegen wird vom Bösen umzingelt und verliebt sich auch in einen Mann, der leider nicht standesgemäß ist….
Wirklich gut recherchiert, toll umgesetzt. Die Autorin hat hier wirklich eine fantastische Geschichte an den Leser gebracht.

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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere