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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.07.2018

Psychothriller vom Feinsten

Gleis der Vergeltung
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Zum Klappentext:
„Sein Tod hat sich wie Stacheldraht um mich gewickelt. Ich kenne die Wahrheit und ich will Vergeltung ...“

Lynn-Elisabeth von Raaben erlebt den dunkelsten Tag ihres Lebens, der ihr schönster ...

Zum Klappentext:
„Sein Tod hat sich wie Stacheldraht um mich gewickelt. Ich kenne die Wahrheit und ich will Vergeltung ...“

Lynn-Elisabeth von Raaben erlebt den dunkelsten Tag ihres Lebens, der ihr schönster hätte werden sollen. Benedikt, ihr Verlobter, verunglückt tödlich auf dem Weg zu seiner Braut.

Sieben Jahre später erhält Lynn den Anruf einer Frau, der sie völlig aus der Bahn wirft und der Benedikts Unfalltod in ein anderes Licht rückt.

Sie trifft eine folgenschwere Entscheidung.

Als wenig später ein Mord geschieht, stürzt Lynn in den Abgrund ihrer eigenen Vergangenheit ...

Mein Leseeindruck:

Da ich schon einige Bücher der Autorin kannte, war ich sehr gespannt, was mich diesmal wieder erwarten würde. Es begann gleich sehr spannend und psychologisch sehr gut gemacht und ging in eine superspannende, zeitweise sehr verwirrende Handlung über, wo man dermaßen unsicher war, was man noch glauben sollte und wo der Weg noch hinführt. Interessant fand ich wieder einmal den Aspekt, wie man mit gezielter Manipulation einen Menschen derart in eine andere Richtung führen kann, dass er alles glaubt, was ihm erzählt wird und auch derart davon überzeugt ist, das dies seine Richtigkeit hat. Auch die Episoden der Vergangenheit sind derart gut beschrieben, dass sie eine Welle von Gänsehaut verursacht haben und einem zeitweise das Entsetzen schon wahrlich im Gesicht geschrieben stand. Schockierend wird hier eine Thematik aufgegriffen, die oftmals runtergespielt und nicht ernst genommen wird. Da es sich hierbei um eine wahre Begebenheit handelt, muss ich ehrlich gestehen, dass es wirklich sehr sehr gut recherchiert wurde und der Autorin sicherlich einiges an Kraft gekostet hat, was die Recherche angeht, aber auch beim Verfassen des Buches. Hut ab dafür. Ich war zeitweise fassungslos, was es doch alles an Unmenschlichkeit und Perversion geben kann.

Mein Fazit:

Wieder einmal ein absolutes Meisterwerk für einen Psychothriller mit einem brisanten Thema, was einen an die Nieren geht. Von mir gibt es eine glasklare Leseempfehlung und volle 5 Sterne.

Veröffentlicht am 05.02.2018

Psychothriller der Extraklasse

Lilith
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Zum Klappentext:
Eine Obsession mit verheerenden Folgen.
Das Leben von Anna und Max Gavaldo könnte so schön sein. Sie sind glücklich miteinander und freuen sich auf ihr zweites Kind. Doch ein Verbrechen ...

Zum Klappentext:
Eine Obsession mit verheerenden Folgen.
Das Leben von Anna und Max Gavaldo könnte so schön sein. Sie sind glücklich miteinander und freuen sich auf ihr zweites Kind. Doch ein Verbrechen erschüttert den Ort und auch Anna wird bedroht. Die 16-jährige Tochter Katharina hat das zweite Gesicht und scheint etwas darüber zu wissen.
Eines Tages taucht der mysteriöse Baan in Katharinas Leben auf. Sie ahnt nicht, dass damit das Böse seinen Einzug in ihr Leben und das ihrer Familie hält.
Ein atemberaubender Thriller über Wut und Rache, Wahn und Machtlosigkeit.

Mein Leseeindruck:
Anfangs hatte ich zwar so meine Schwierigkeiten in das Buch reinzufinden, was durch die verschiedenen Abschnitte zu deinen einzelnen Protagonisten bedingt war, womit man sich erst zurechtfinden musste, aber im späteren Verlauf des Buches ging es dann ganz gut und wurde immer spannender. Der Autorin ist es gelungen, einen spannenden Thriller zu schaffen, welcher das Blut in Wallung bringt und wo man zeitweise ins Grübeln kommt. Psychologisch gut durchdacht und sehr gut recherchiert, schafft sie eine Welt zwischen Gut und Böse, wo man überlegt, ob solch böse Züge im wahren Leben vererbbar sein könnten und ob man diese, sofern dem so wäre, beeinflussen könnte. Der Leser gelangt in ein Wechselbad der Gefühle und so einige Schauer laufen über den Rücken. Es bleibt spannend mit zum Schluss und lässt einen fast nicht entkommen - zurück bleibt ein schockierendes Gefühl.

Mein Fazit:
Ein superspannender Psychothriller und ein unverkennbarer Schreibstil einer außergewöhnlichen Autorin, welcher wieder einmal sehr gelungen ist und den man unbedingt weiterempfehlen muss.
Ich vergebe 5 Sterne und möchte nicht vergessen, das wunderschöne Cover zu loben, welches wieder einmal perfekt passt.

Veröffentlicht am 09.10.2016

2 starke Frauen mitten in Norwegen

Das Geheimnis der Mittsommernacht
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Zur Buchbeschreibung:
Zwei Familien im Schatten eines dunklen Geheimnisses -

Norwegen, 1895. Im Bergbaustädtchen Røros begegnen sich zwei junge Frauen, deren Schicksal kaum unterschiedlicher sein könnte. ...

Zur Buchbeschreibung:
Zwei Familien im Schatten eines dunklen Geheimnisses -

Norwegen, 1895. Im Bergbaustädtchen Røros begegnen sich zwei junge Frauen, deren Schicksal kaum unterschiedlicher sein könnte. Die Deutsche Clara ist ihrem Ehemann in dessen Heimatstadt gefolgt, wo sich dieser endlich mit seinen Eltern aussöhnen will. Doch die Ordals begegnen Clara und ihrem kleinen Sohn Paul mit unverhohlener Ablehnung. Als wenig später ein furchtbares Unglück geschieht, ist Clara plötzlich auf sich allein gestellt. Unerwartete Hilfe erfährt sie ausgerechnet durch Sofie, die Tochter des mächtigen Bergwerksbesitzers, dem die Ordals schon lange ein Dorn im Auge sind. Sofie empfindet ihr behütetes Dasein als goldenen Käfig und bewundert es, wie Clara ihr Leben meistert. Während Clara und Sofie zu Freundinnen werden, kommen sie einem Geheimnis auf die Spur, das ihre Familien seit Jahrzehnten überschattet -

Große Gefühle vor atmosphärischer Kulisse - ein opulent erzählter Roman voller bewegender Einblicke in eine der spannendsten Epochen der norwegischen Geschichte

Mein Leseeindruck:
Die Autorin, Christine Kabus, die mir bisher noch völlig unbekannt war, hat hier ein beeindruckendes Werk geschaffen, was man kaum noch aus den Händen legen kann. Es spielt Ende des 19., Anfang des 20. Jahrhunderts und schildert das Leben zweier völlig verschiedener Frauen in Norwegen und ihren Weg. Man leidet und fiebert mit diesen beiden faszinierenden Frauen das ganze Buch durch hinweg mit und spürt die Intensität der Gefühle und Emotionen, die die beiden erleben. Erst sind die Handlungen der beiden Frauen voneinander getrennt, doch im Verlaufe des Buches treffen sie aufeinander, was ich als sehr schön empfand.


Mir hat das Buch sehr sehr gut gefallen und mich auch gut unterhalten. Man konnte einiges über das damalige Norwegen erfahren und es kam keine lange Weile auf. Ein beeindruckendes Werk, was ich nur weiterempfehlen kann.

Veröffentlicht am 16.09.2018

depressiver Fisch

Fische
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Zum Klappentext:
Fische ist ein Roman über eine obsessive Liebe, der Unwirkliches so selbstverständlich in einen Gegenwartskontext einbettet, dass es heutiger nicht sein könnte. Lucy verliebt sich in Theo, ...

Zum Klappentext:
Fische ist ein Roman über eine obsessive Liebe, der Unwirkliches so selbstverständlich in einen Gegenwartskontext einbettet, dass es heutiger nicht sein könnte. Lucy verliebt sich in Theo, den Meermann, dessen Fischschwanz unterhalb der Lenden beginnt. Als Undine 4.0 zwingt er sie, alles, was sie über Liebe, Lust und die Bedeutung des Lebens zu wissen geglaubt hat, neu zu ordnen.

Mein Leseeindruck:
Das Buchcover und der knappe Titel hatten mich neugierig gemacht und so durfte ich dieses Buch als Rezensionsexemplar lesen, wofür ich mich hiermit beim Verlag bedanken möchte.

Leider entsprach das Buch dann doch nicht so ganz meinen Erwartungen, auch wenn der Klappentext so einiges erwarten lies. Ich musste mich leider teilweise durch das Buch quälen, da es zeitweise langweilig und sogar ein wenig nervig wurde. Die Protagonistin scheint von Depressionen geplagt und auf der Suche nach einem Mann geht sie eigenwillige Wege, was schon sehr anstrengend war. Schade, denn da hätte man mehr herausholen können.

Mein Fazit:
Ein Roman über eine gescheiterte Liebe, welche so vor sich hinplätscherte mit einer Protagonistin, mit der man erst einmal auf einer Wellenlänge liegen muss, um mit ihr klarzukommen. Da mich das Buch leider nicht überzeugen konnte, vergebe ich nur 2 Sterne.

Veröffentlicht am 16.09.2018

Wunderbare Urlaubslektüre

Das kleine Café an der Mühle
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Zum Klappentext:
Sophie ist eine absolute Stadtpflanze, doch ihr Leben in Hamburg läuft eher schlecht als recht. Als sie dann auch noch vom Tod ihrer lieben Tante Dotti erfährt, zieht es ihr den Boden ...

Zum Klappentext:
Sophie ist eine absolute Stadtpflanze, doch ihr Leben in Hamburg läuft eher schlecht als recht. Als sie dann auch noch vom Tod ihrer lieben Tante Dotti erfährt, zieht es ihr den Boden unter den Füßen weg. Aber Dotti hatte einen Plan für sie - und so findet sich Sophie kurze Zeit später in Wümmerscheid-Sollensbach wieder, einem idyllischen, wenn auch verschlafenen kleinen Ort zwischen Rhein und Mosel.

Dort steht sie überrascht vor ihrem Erbe: ein renovierungsbedürftiges, altes Mühlengebäude mit einem Café im Erdgeschoss. Doch die Sache hat einen Haken, denn Sophie kann nur erben, wenn sie das Café weiterführt. Sie nimmt die Herausforderung an - trotz aller Widrigkeiten. Mit Improvisationstalent und viel Einsatz beginnt sie, das Café auf Vordermann zu bringen. Die sehr eigenwilligen Dorfbewohner sind ihr dabei keine große Hilfe. Aber zum Glück gibt es da ja noch ihren Nachbarn Peter Langen, alleinstehend und gutaussehend ...

Mein Leseeindruck:
Ich durfte das Buch als Rezensionsexemplar lesen, was meine Meinung in keinster Weise beeinflusst hat. Vielen Dank an den Verlag für das zur Verfügung gestellte Exemplar.

Mich hatte der Klappentext angesprochen und das wundervoll gestaltete Cover hat mich sehr neugierig auf das Buch gemacht. Abgesehen davon kannte ich die Autorin bisher noch nicht, was mich immer richtig neugierig macht, was mich dann erwarten könnte. Hierbei versteckt sich hinter diesem Autorenpseudonym jedoch ein Ehepaar, was diesen wundervollen Roman zusammen verfasst hat. Der Schreibstil ist sehr flüssig und einfach wunderbar mitreissend. Die Geschichte hat mich sofort in den Bann gezogen und ich musste unbedingt immer weiterlesen, da ich total gefesselt von der Story war. Es ist so echt und so emotional geschrieben, dass man mit Sophie regelrecht mitleidet und man stellenweise sogar das Gefühl bekommt, man wäre mittendrin. Dies hat mir sehr gut gefallen. Ein wunderbarer Roman, wo man mal so richtig schön die Seele baumeln lassen und abtauchen kann.

Mein Fazit:
Die richtige Lektüre, um mal so richtig abzuschalten kann und die ideale Lektüre für den Urlaub. Ich werde mir das Autorenduo auf jeden Fall merken und das Buch wärmstens weiterempfehlen.