Sieben Tage, ein Herz und die Frage nach dem Leben
Manchmal braucht es nur sieben Tage, um zu begreifen, wie lange man eigentlich schon nicht mehr richtig gelebt hat.
Die letzte Liebe der Hui-wan ist ein leiser, zarter Roman, der sich anfühlt wie ein ...
Manchmal braucht es nur sieben Tage, um zu begreifen, wie lange man eigentlich schon nicht mehr richtig gelebt hat.
Die letzte Liebe der Hui-wan ist ein leiser, zarter Roman, der sich anfühlt wie ein warmer Tee an einem Tag, an dem das Herz ein bisschen schwerer ist als sonst. Hui-wan trägt ihre Vergangenheit wie einen Schatten mit sich herum. Seit Ramu gestorben ist, scheint sie zwar weiterzuatmen, aber nicht wirklich weiterzuleben. Als er plötzlich wieder vor ihr steht und ihr sagt, dass ihr nur noch eine Woche bleibt, entsteht daraus kein lauter Schockmoment, sondern etwas viel Sanfteres und Schmerzlicheres.
Diese Geschichte lebt von ihrer bittersüßen Stimmung. Liebe, Verlust, Schuldgefühle und Heilung verweben sich zu einem Roman, der nicht drängt, sondern behutsam berührt. Besonders schön fand ich, wie Ramu Hui-wan nicht einfach retten will, sondern ihr zeigt, dass Leben auch in kleinen Momenten steckt. In einem Wunsch, einem Lächeln, einem Mut, den man fast vergessen hat.
Nicht jeder Moment hat mich gleich stark getroffen, manchmal hätte ich mir noch etwas mehr Tiefe gewünscht. Trotzdem blieb dieses Buch bei mir hängen, weil es daran erinnert, dass man nicht erst am Ende anfangen sollte, wirklich zu fühlen.
Ein poetischer, tröstender Roman für alle, die leise Geschichten mit viel Herz mögen.