Cover-Bild Wildes Vergessen
Band der Reihe "Reiseerzählungen"
(3)
  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
19,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Polyglott ein Imprint von GRÄFE UND UNZER Verlag GmbH
  • Themenbereich: Lifestlye, Hobby und Freizeit - Reiseberichte, Reiseliteratur
  • Genre: keine Angabe / keine Angabe
  • Seitenzahl: 256
  • Ersterscheinung: 03.01.2023
  • ISBN: 9783846409541
Steph Jagger

Wildes Vergessen

Heide Horn (Übersetzer), Christa Prummer-Lehmair (Übersetzer)

Wie eine Tochter ihre Mutter kennenlernt, während diese sie nach und nach vergisst... Steph Jagger hatte nie das beste Verhältnis zu ihrer Mutter. Doch mit einem Mal muss sie miterleben, wie die Erinnerungen von sich und ihren Liebsten der Frau, die sie geliebt und großgezogen hat, unter dem Einfluss ihrer Demenzerkrankung mehr und mehr verschwinden. Wie viel weiß sie als Tochter eigentlich selbst von ihrer Mutter?Die beiden begeben sich auf eine (erste und letzte) gemeinsame Reise in die Wildnis der Nationalparks von Wyoming und Montana – auf einen Campingtrip, der schöne und traurige Erinnerungen weckt, aber auch neue Momente des Glücks und der Versöhnung schafft. Ein schonungslos ehrlicher und erstaunlich erkenntnisreicher persönlicher Blick auf die Krankheit Demenz und eine alles verändernde Reise.

Weitere Formate

Dieses Produkt bei deinem lokalen Buchhändler bestellen

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.02.2023

Die ganz besondere Beziehung im Leben

0

"Wildes Vergessen" von Steph Jagger beschäftigt sich mit einem Thema, dass immer wichtige wird und auch im Mittelpunkt stehen sollte. Demenz braucht man nicht verbergen, man sollte darüber reden können, ...

"Wildes Vergessen" von Steph Jagger beschäftigt sich mit einem Thema, dass immer wichtige wird und auch im Mittelpunkt stehen sollte. Demenz braucht man nicht verbergen, man sollte darüber reden können, um Betroffenen und Angehörigen helfen zu können.
Sehr nahe geht mir die Erzählung in Form einer Mutter-Tochter-Geschichte, das ich selber Tochter bin und auch eine habe.
Steph unternimmt mit ihrer Mutter, die an Demenz erkrankt ist einen Camping-Roadtrip in die Wildnis der Rocky Mountains, wobei sich die Frauen sehr nahe kommen und sich kennen lernen, sich sehen lernen, auf sich selbst besinnen.
Mir gefällt diese Reise in die Natur, die Beschäftigung damit. Mir gefällt auch, wie Stepg Fragen aufwirft, Fragen, die neue hervoer bringen und die wohl nie beantwortet werden. Hier geht es viel um die Gedanken und Gefühle von Steph ihre Mutter auf diese Art und Weise zu verlieren, ohne ihre Herkunft und Vergangenheit vollständig aufgearbeitet zu haben.
Dieses Buch soll auch Mut machen, es soll Verständnis wecken, es werden sehr schöne Gedanken und Gefühle beschrieben und es tut auch manchmal sehr weh, wenn man an eigene Unterlassungen erinnert wird.
Man kann hier mit sich ins Reine kommen, wenn man es zulässt. Viele der Gespräche haben mir sehr gut getan, viele Ansätze geholfen, auch die Naturschilderungen empfand ich als großartig. Andererseits driftete mir der Text zu oft ins Esoterische ab.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.01.2023

Unterwegs mit einer Vergessenden

0

Steph Jagger hatte es ihr Leben lang nicht leicht mit ihrer Mutter - und nun steht etwas anderes im Vordergrund: die Mutter ist dabei, alles zu vergessen, auch ihre Tochter und nicht zuletzt sich selbst. ...

Steph Jagger hatte es ihr Leben lang nicht leicht mit ihrer Mutter - und nun steht etwas anderes im Vordergrund: die Mutter ist dabei, alles zu vergessen, auch ihre Tochter und nicht zuletzt sich selbst.

Steph fasst einen ebenso mutigen wie impulsiven Entschluss: sie wird sich mit ihrer Mutter auf eine letzte Reise begeben und nicht auf irgendeine - nein, es wird ein Campingtrip in die Rocky Mountains, wo die Frauen der Natur und einander vollkommen ausgeliefert sind.

Und ausgerechnet hier lernt Steph ihre Mutter neu kennen. Und nicht zuletzt auch sich selbst!

Veröffentlicht am 13.06.2023

unsympathisch und rücksichtslos

0


„Wildes Vergessen“ ist ein autobiographischer Roman, der das Verhältnis zwischen der Autorin und deren demenzkranker Mutter beschreibt. Steph Jagger hatte leider nie das beste Verhältnis zu ihrer Mutter ...


„Wildes Vergessen“ ist ein autobiographischer Roman, der das Verhältnis zwischen der Autorin und deren demenzkranker Mutter beschreibt. Steph Jagger hatte leider nie das beste Verhältnis zu ihrer Mutter und hatte lange Zeit das Gefühl, nicht ausreichend über sie und ihre Vergangenheit zu wissen.

Erst seit der Diagnose kommen sich Mutter und Tochter näher und so erfährt die Autorin auf einem Roadtrip durch die Wälder von Montana und Wyoming immer mehr aus dem Leben ihrer Mutter, reist mit ihr durch die Vergangenheit und lernt sie zu verstehen.

Was auf dem ersten Blick spannend und interessant klingt, veränderte sich bei mir allerdings in reine Ernüchterung, denn es ist teilweise unerträglich, wie die Autorin mit ihrer Mutter umgeht. Es ist natürlich klar, dass jeder Mensch ganz anders mit Diagnosen umgeht und einige eher den humorvollen, als den dramatischen Weg einschlagen. In „Wildes Vergessen“ war es mir jedoch oftmals zu viel von allem, denn die Autorin spricht unter anderem davon, wie sie ihre Mutter immer wieder in Form von Ablenkung ruhig stellt.

Es werden sehr oft Formulierungen verwendet, die zwar schonungslos sein sollen, aber auf mich rücksichtslos, unsympathisch und verantwortungslos wirken. Dies ist sehr schade, denn Steph Jagger kann tatsächlich gut schreiben, allerdings hat sie es für mich hier und da deutlich übertrieben und somit konnte ich mich leider weder mit ihrer persönlichen Geschichte, noch mit ihren Worten sonderlich anfreunden.