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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.07.2021

Interessant, aber auch sehr speziell

Beim Sterben geht es um mehr als den Tod
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Da ich mich zwischendurch immer mal gerne mit dem Buddhismus beschäftige, war ich schon sehr auf "Beim Sterben geht es um mehr als den Tod: Inspirationen aus der Weisheit des Buddhismus" von Lama Shenpen ...

Da ich mich zwischendurch immer mal gerne mit dem Buddhismus beschäftige, war ich schon sehr auf "Beim Sterben geht es um mehr als den Tod: Inspirationen aus der Weisheit des Buddhismus" von Lama Shenpen Hookham gespannt.

Das Sterben gehört zum Leben dazu, auch wenn wir dies oftmals gerne verdrängen und uns eher mit dem Leben an sich beschäftigen. In diesem Buch beschäftigt sich die Autorin jedoch ganz bewusst mit dem Tod und gibt Tipps, wie man sich mit diesem noch ausführlicher befassen und sogar darauf vorbereiten kann.

An sich sind dabei einige Tipps ganz interessant und vielleicht auch nützlich, wenn man gerade einen geliebten Menschen verloren hat oder gerade jemand im Sterben liegt. Für mich waren es jedoch in diesem Fall fast schon zu viele Tipps im Bezug auf Meditation und den Phasen in bestimmten Zyklen des Lebens.

Gleichzeitig muss man aber auch sagen, dass das Buch sehr gut geschrieben ist und die Autorin definitiv weiß, wovon sie spricht. So gut es auch geschrieben ist: "Beim Sterben geht es um mehr als den Tod: Inspirationen aus der Weisheit des Buddhismus" ist kein Buch, dass man einfach so weglesen kann. Das Buch benötigt seine Pausen und sollte lieber nur kapitelweise gelesen werden, damit man die Tipps und Sichtweisen verinnerlichen und darüber nachdenken kann.

Somit ist "Beim Sterben geht es um mehr als den Tod: Inspirationen aus der Weisheit des Buddhismus" für mich zwar insgesamt interessant und hilfreich, allerdings ist es auch sehr speziell, sodass ich es eher für Leser empfehlen würde, die sich bereits sehr ausführlich mit dem Buddhismus befasst haben.

Veröffentlicht am 15.07.2021

Teilweise sehr unkreativ und wenig unterhaltsam

Fertig ist die Laube
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Da ich bereits einige Bücher von dem Online-Phänomen Renate Bergmann gelesen habe und von den Büchern auch häufig gut unterhalten wurde, war ich schon sehr gespannt auf "Fertig ist die Laube", bei dem ...

Da ich bereits einige Bücher von dem Online-Phänomen Renate Bergmann gelesen habe und von den Büchern auch häufig gut unterhalten wurde, war ich schon sehr gespannt auf "Fertig ist die Laube", bei dem die rüstige Renterin sich im Schrebergarten nützlich macht und sich um den Garten eines Freundes kümmert, der aufgrund einer Operation verhindert ist. Leider empfand ich das Buch jedoch nicht so gelungen, wie die anderen Werke, sodass ich letztendlich ein wenig enttäuscht bin.

Renate Bergmann ist das Pseudonym von Torsten Rohde, der regelmäßig die neuesten Abenteuer von der Rentnerin auf Papier bringt. "Fertig ist die Laube" liest sich dabei leicht und flüssig, ist an sich auch unterhaltsam, allerdings hat mir dieses Mal das gewisse Etwas gefehlt, um vollends begeistert zu sein. Manche Anekdoten empfand ich leider als sehr flach und wenig kreativ, sodass ich insgesamt schon bessere Bücher von der Online-Omi gelesen habe.

Das Thema Gärtnern an sich ist interessant und es gibt tatsächlich den ein oder anderen guten Tipp, allerdings empfand ich alle weiteren kleinen Anekdoten, wie z.B. das Verhalten auf Hochzeiten oder auch, wie man sein Gewürzregal sortiert, als sehr uninspiriert und erschreckend unlustig, teilweise sogar unsympathisch, was man bislang von der Online-Omi nicht gewohnt war. Beim Lesen fühlte es sich teilweise sogar so an, als sei bei Renate Bergmann die Luft raus, was doch sehr schade ist.

Dennoch ist hier nicht alles so schlecht, wie es auf dem ersten Blick klingt, denn mit "Fertig ist die Laube" hat man die richtige Jahreszeit zur Veröffentlichung gewählt, sodass man hier tatsächlich gute Einblicke in das Thema Garten und Gemüseanbau erhält und manche Tipps direkt umsetzen kann. Man kann also durchaus auch gute Dinge aus dem Buch mitnehmen, nur leider hat es mich nicht so sehr begeistert, wie die Werke zuvor.

Kurz gesagt: "Fertig ist die Laube" bietet zwar hin und wieder einige humorvolle Momente und interessante Tipps, allerdings wollte der Funke bei mir nicht komplett überspringen, da mir die Geschichte oft zu flach und unkreativ war. Somit ist es für mich das bislang schlechteste Buch über die Online-Omi, da ich mir mehr erhofft habe.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.07.2021

Aufkärung mal anders

Der Tag, an dem Papa ein heikles Gespräch führen wollte
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Nachdem ich bereits „Der Tag, an dem der Opa den Wasserkocher auf den Herd gestellt hat“ und "Der Tag, an dem die Oma das Internet kaputt gemacht hat" von Marc-Uwe Kling gehört habe und dabei bereits die ...

Nachdem ich bereits „Der Tag, an dem der Opa den Wasserkocher auf den Herd gestellt hat“ und "Der Tag, an dem die Oma das Internet kaputt gemacht hat" von Marc-Uwe Kling gehört habe und dabei bereits die chaotische und liebenswerte Familie kennenlernen durfte, habe ich mich schon sehr auf den Nachfolger "Der Tag, an dem Papa ein heikles Gespräch führen wollte" gefreut.

Hierbei wird dieses Mal ein deutlich ernsteres Thema aufgesprochen, denn Luisa, die älteste Tochter der Familie, wird von ihrem Vater aufgeklärt, bei dem nicht nur die gesamte Familie dabei ist, sondern auch noch nebenbei der Nachbar und Luisas Freund dabei sind.

Die Geschichte wird dabei wie immer vom Autor selbst eingesprochen, der den Figuren auf sehr charmante und witzige Art Leben einhaucht. Zwar kommt das Hörbuch noch nicht einmal auf eine halbe Stunde Laufzeit, allerdings ist dies nicht allzu schlimm, da es mich trotz allem sehr unterhalten hat und zum Schmunzeln bringen konnte.

Dabei setzt Marc-Uwe Kling wieder einmal auf seinen altbewährten Humor, der zwar teilweise sehr überspitzt ist, aber dennoch durchaus zu unterhalten weiß. Gleichzeitig ist die Geschichte aber auch tatsächlich aufklärend und zeigt teilweise auch auf, wie unbeholfen manche Eltern doch im Umgang mit ihren Kindern sind, wenn es um Aufklärung und Sexualität geht. Von daher empfinde ich die Reaktion von Luisa, aber auch von ihren Eltern als sehr gelungen.

Somit ist „Der Tag, an dem Papa ein heilkes Gespräch führen wollte“ ein sehr unterhaltsames, gut aufklärendes und toll eingesprochenes Hörbuch, das mich von der ersten bis zur letzten Minute gut unterhalten konnte. Bitte mehr davon!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.06.2021

Unterhaltsamer Lesespaß

Fangs
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Ich mag Vampir-Geschichten und ich mag Graphic Novels - somit stand für mich schnell fest, dass ich Sarah Andersens hochgelobtes Werk "Fangs: Voll verbissen" unbedingt eine Chance geben wollte und ich ...

Ich mag Vampir-Geschichten und ich mag Graphic Novels - somit stand für mich schnell fest, dass ich Sarah Andersens hochgelobtes Werk "Fangs: Voll verbissen" unbedingt eine Chance geben wollte und ich wurde nicht enttäuscht, denn Sarah Andersen hat hier nicht nur eine unterhaltsame Liebesgeschichte geschaffen, sondern vor allem eine Geschichte, die mit Vorurteilen aufräumt, Grenzen überschreitet und aufzeigt, dass Liebe vieles möglich macht.

Erzählt wird dabei die Geschichte von Elsie, einem dreihundert Jahre alten Vampir und dem Werwolf Jimmy. Sie lernen sich eher spontan kennen und merken schnell, dass sie trotz aller Unterschiede gut zusammenpassen und trotz der vielen Hindernisse, die das Leben für sie bereit hält, ein tolles Paar abgeben. Gezeigt werden Elsie und Jimmy dabei ausschließlich in Alltagssituationen.

In den vielen Momenten, die Sarah Andersen hier festhält, geht es nicht nur um die typischen Eigenschaften, die man über Vampire und Werwölfe kennt, sondern die beiden Fabelwesen werden auch ordentlich auf die Schippe genommen. So findet Elsie nicht nur Knoblauch und Tageslicht furchtbar, sondern auch "Twilight" von Stephenie Meyer, was doch insgesamt sehr sympathisch und humorvoll in den Illustrationen dargestellt wird. Auch Jimmy hat sein Päckchen als Werwolf zu tragen, denn dieser kann nicht nur keine Fotos mit seiner Partnerin machen, sondern er wird auch ordentlich auf die Schippe genommen, wenn er sich zum Werwolf verwandelt und von Elsie als Schoßhündchen gehalten wird.

Die Illustrationen sind allesamt in Schwarzweiß gehalten, sehr detailt und einfach schön anzusehen. Dabei liegt der Fokus grundsätzlich auf Elsie und Jimmy. Die Dialoge sind zwar teilweise sehr oberflächlich, aber immer sarkastisch und manchmal sogar mit bitterbösem Humor versehen, was jedoch umso unterhaltsamer ist, wenn man in vielen Situationen sieht, dass so mancher Gedanke teilweise ohne Rücksicht auf Gefühle herausposaunt wird.

Kurz gesagt: "Fangs: Voll verbissen" ist insgesamt eine humorvolle, sarkastische, teilweise klischeehafte, aber auch durchaus romantische Graphic Novel, die mit tollen Illustrationen und Dialogen zu begeistern weiß. Dies wird sicherlich nicht mein letztes Werk von Sarah Andersen gewesen sein.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.06.2021

Rotkäppchen mal anders

Rotwölfchen
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In meiner Kindheit gehörte "Rotkäppchen" schon immer zu meinen Lieblingsmärchen, das mir immer und immer erzählt und vorgelesen wurde, sodass ich auch hin und wieder Bücher lese, die mit der Geschichte ...

In meiner Kindheit gehörte "Rotkäppchen" schon immer zu meinen Lieblingsmärchen, das mir immer und immer erzählt und vorgelesen wurde, sodass ich auch hin und wieder Bücher lese, die mit der Geschichte zu tun haben. Nun bin ich durch Zufall auf "Rotwölfchen" gestoßen, ein Comic von Amélie Fléchais, der nicht nur mit einem wunderschönen Cover überzeugt, sondern vor allem mit einer schönen, aber auch traurigen Idee daher kommt.

Während im Original-Märchen ein junges Mädchen durch den Wald spaziert, um ihre kranke Oma zu besuchen und durch Wölfe in Gefahr gerät, geht es in "Rotwölfchen" um ein kleines Wolfjunges, das seine Großmutter besuchen möchte und sie mit einem kleinen Kaninchen zu überraschen, damit sie wieder gesund wird. Dabei muss Rotwölfchen jedoch aufpassen, dass er nicht vom Pfad abkommt, da er sonst auf den Jäger treffen könnte, der nichts mehr hasst als Wölfe. Leider hat das Schicksal jedoch andere Pläne mit Rotwölfchen, sodass er bereits nach einiger Zeit in großer Gefahr schwebt.

Amélie Fléchais hat die Geschichte hierbei nicht nur selbst geschrieben, sondern auch illustriert. Die Farben sind wunderschön, die Zeichnungen sehr detailliert und obwohl man hier bewusst auf zu viel Text verzichtet hat, sprechen die Bilder oft für sich, sodass es hier immer wieder etwas Neues zu entdecken gibt und man eine wunderschöne, aber auch melancholische Geschichte erhält.

Somit ist "Rotwölfchen" insgesamt eine wunderschön illustrierte, unterhaltsame, aber auch nachdenklich stimmende Geschichte, die "Rotkäppchen" in Nichts nachsteht und das Märchen von einer anderen Seite noch einmal neu erzählt. Ich kann diesen Comic somit nur empfehlen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere