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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.07.2020

Abgebrochen

Memory Game - Erinnern ist tödlich
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„Memory Game – Erinnern ist tödlich“ von Felicia Yap gehört zu den Büchern, die ich unbedingt mögen wollte, da die Geschichte einfach im Vorfeld sehr, sehr gut klang. Vielleicht habe ich es hierbei schon ...

„Memory Game – Erinnern ist tödlich“ von Felicia Yap gehört zu den Büchern, die ich unbedingt mögen wollte, da die Geschichte einfach im Vorfeld sehr, sehr gut klang. Vielleicht habe ich es hierbei schon fast zu sehr gewollt, denn dadurch wurde ich umso enttäuschter, als ich feststellen musste, dass das Buch und ich letztendlich gar nicht zusammenpassen wollten.

Dabei war der Anfang an sich noch vielversprechend und ich habe die ersten Seiten mit großem Interesse verfolgt. Je mehr ich jedoch gelesen habe, umso mehr verlor ich immer mehr den Faden, sodass ich am Ende immer weniger Bezug zur Handlung und zu den Figuren hatte. Da ich das Buch zunächst nur pausiert habe, hatte ich die Hoffnung, dass mich die Geschichte möglicherweise zu einem späteren Zeitpunkt wieder packen könnte, doch auch dies ist leider nicht eingetroffen, sodass ich das Buch letztendlich nach 137 Seiten abgebrochen habe.

Dies ist an sich sehr schade, denn die Idee, dass es nur zwei Arten von Menschen gibt und sich Menschen immer nur an die letzten knapp vierundzwanzig Stunden erinnern können, bringt jede Menge Potenzial mit sich, sodass man hier eine spannende und interessante Ideen geschaffen hat. Leider habe ich dann letztendlich doch den Faden verloren, sodass ich Claires Geschichte rund um eine Frauenleiche und ihrem Ehemann Mark leider nicht mehr packen konnte und ich immer mehr quergelesen habe, ohne mich auf die Geschichte konzentrieren zu können.

Vielleicht werde ich der Geschichte in einigen Monaten oder sogar Jahren noch einmal eine Chance geben und vielleicht auch dann offener für die Geschichte sein, aber bis dahin wird „Memory Game – Erinnern ist tödlich“ wieder zurück ins Regal gestellt. Schade, aber manchmal soll es einfach nicht sein.

Veröffentlicht am 08.07.2020

Berührende Geschichte

Du neben mir und zwischen uns die ganze Welt
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„Du neben mir und zwischen uns die ganze Welt“ ist mir schon lange vor seinem Erscheinungstag aufgefallen und ich bin sehr froh, dass ich das Buch bereits vorab lesen durfte. Schon allein das Cover hat ...

„Du neben mir und zwischen uns die ganze Welt“ ist mir schon lange vor seinem Erscheinungstag aufgefallen und ich bin sehr froh, dass ich das Buch bereits vorab lesen durfte. Schon allein das Cover hat mich sehr angesprochen, sodass ich mir hier eine wunderbare und melancholische Geschichte erhofft habe, die ich am Ende auch tatsächlich erhalte habe.

Was mich allerdings wieder einmal bei einem Buch gestört hat, sind die vielen Vergleiche, denn dieses Buch wird direkt mit den Büchern von Jojo Moyes und John Green verglichen, was bei mir nur für ein genervtes Augenverdrehen gesorgt hat. Hier hätte man das Buch vielleicht etwas bescheidener anpreisen sollen, denn dadurch können Leser schnell in die Irre geführt werden.

Ansonsten kann man das Buch hier aber nur loben, denn es besticht nicht nur mit einer wunderbaren Geschichte, die mich oftmals zum Nachdenken angeregt hat, sondern auch mit vielen Illustrationen und Skizzen, die sehr gut zur Geschichte gepasst haben. Dazu besitzt Nicola Yoon einen wunderbaren Schreibstil, der mich sehr schnell begeistern und auch berühren konnte. Obwohl in der Geschichte aufgrund von Madelines Erkrankung oftmals eine melancholische Stimmung herrscht, hat die Autorin der Geschichte eine gute Prise Humor verpasst, was mir sehr gut gefallen hat und mich unterhalten konnte.

Die achtzehnjährige Madeline leidet von Geburt an an einem schweren Immundefekt, hat die Wohnung noch nie in ihrem Leben verlassen und wird ständig von einer Krankenschwester überwacht, die sie pflegt und auf sie aufpasst, wenn ihre Mutter und gleichzeitig auch ihre Ärztin, nicht zuhause ist. Obwohl man für Madeline hier auf den ersten Blick sicherlich erst einmal nur Mitleid empfindet, war sie mir sehr schnell sympathisch, denn sie geht mit ihrer Krankheit erschreckend gut um, liest sich durch jedes Buch, das sie in die Finger bekommt und verliert nie ihren Humor, sprich: Man kann sie einfach nur mögen. Obwohl sie ein doch recht einsames Leben führt, scheint sie dennoch nie allein zu sein, denn ihre Bücher sind ihre Freunde und auch die neue Familie, die direkt nebenan eingezogen ist, scheint alles andere als verkehrt zu sein. Besonders die beiden Nachbarskinder, vor allem Olly, haben es ihr angetan, aber kann eine Freundschaft, bzw. eine Liebe trotz ihrer unfreiwilligen Isolation funktionieren?

Die Thematik wurde von der Autorin sehr gut und vor allem authentisch umgesetzt, sodass man sich bei der Geschichte trotz der eher drückenden Thematik direkt wohlfühlen kann. Man kann Madeline dabei auf einen interessanten Weg begleiten, der erst sehr wohlbehütet beginnt und sie dann allerdings immer mehr in ihrer Isolation rebelliert und für sich überlegt, wie viel sie für ihr eigenes Glück riskieren kann und und vor allem darf.

Das Cover ist ein absoluter Hingucker und hat mir mit seinen Farben und den vielen kleinen Details sehr gut gefallen. Je länger man sich das Cover anschaut, desto mehr kann man entdecken und das ist einfach toll. Auch die Kurzbeschreibung hat mir gut gefallen, allerdings hätte man auf die Vergleiche mit John Green und Jojo Moyes verzichten sollen.

Insgesamt hat mir „Du neben mir und zwischen uns die ganze Welt“ mit seinen einzigartigen Figuren und einer interessanten Thematik gut gefallen, sodass ich zukünftig sicherlich noch mehr von der Autorin lesen möchte. Ich kann das Buch demnach nur empfehlen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.07.2020

Berührende Geschichte

The Sun is also a Star
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Nachdem ich bereits „Du neben mir und zwischen uns die ganze Welt“ von Nicola Yoon gelesen habe, war ich schon sehr gespannt auf weitere Werke der talentierten Autorin. Dementsprechend neugierig war ich ...

Nachdem ich bereits „Du neben mir und zwischen uns die ganze Welt“ von Nicola Yoon gelesen habe, war ich schon sehr gespannt auf weitere Werke der talentierten Autorin. Dementsprechend neugierig war ich auch auf ihr neuestes Werk „The Sun Is Also A Star“, das sehr vielversprechend klang. Meine Erwartungen waren dementsprechend hoch und ich wurde zum Glück nicht enttäuscht.

Da mich die Autorin bereits bei ihrem ersten Werk sehr berühren und zum Nachdenken anregen konnte, hatte ich an ihrem Schreibstil wieder hohe Erwartungen. Diese wurden sogar noch übertroffen, denn die Geschichte liest sich nicht nur wahnsinnig schnell, sondern auch sehr angenehm und poetisch. Die Figuren sind liebevoll ausgearbeitet, die Dialoge sind mal unterhaltsam, mal berührend und mit der Thematik hat die Autorin wieder einmal ins Schwarze getroffen.

Das Thema Abschiebung ist in der heutigen Zeit aktueller denn je, von daher war es mal interessant zu lesen, wie es hierbei einem jungen Teenager ergeht. Natasha und Daniel treffen sich zufällig in New York und für Daniel ist es nahezu Liebe auf den ersten Blick. Sie verbringen den Tag miteinander, unterhalten sich, lernen sich kennen und am Ende muss man sich die Frage stellen, ob sich da mehr zwischen ihnen entwickelt hat. Doch manchmal zeigt sich das Schicksal als absolut gnadenlos, denn Natasha, die aus Jamaika stammt, soll noch am selben Abend abgeschoben werden…

Die Art und Weise wie hier das Thema Abschiebung thematisiert wird, hat mir gut gefallen, gleichzeitig mochte ich auch Daniel und Natasha sehr. Beide sind zwar sehr unterschiedlich, ergänzen sich aber enorm gut, sodass man hier eine tolle Konstellation vorfindet. Da die Geschichte dazu auch noch abwechselnd aus ihrer Sicht erzählt wird, lernt man sie gut kennen, aber auch die anderen Menschen in ihrem Leben, sodass man hier eine rundum gelungene Geschichte vorfindet.

Das Cover ist ist mit seinen Farben ein absoluter Hingucker, sodass mir dieses sehr gefällt. Gleiches gilt auch für die Kurzbeschreibung, die die Geschichte gut in Szene setzt, ohne dabei jedoch zu viel zu verraten.

Kurz gesagt: „The Sun Is Also A Star“ hat mir mit seinen liebenswerten Figuren und einer interessanten, nachdenklich stimmenden Thematik gut gefallen, sodass ich mich auf viele weitere Werke von Nicola Yoon freue. Ich kann das Buch demnach nur empfehlen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.07.2020

Abgebrochen

Dustlands - Die Entführung
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Als ich „Die Entführung“, den ersten Band der „Dustlands“-Trilogie, vor einigen Monaten als Geschenk erhalten habe, war ich ehrlich gesagt schon skeptisch, denn die Rezensionen, die ich bis dahin über ...

Als ich „Die Entführung“, den ersten Band der „Dustlands“-Trilogie, vor einigen Monaten als Geschenk erhalten habe, war ich ehrlich gesagt schon skeptisch, denn die Rezensionen, die ich bis dahin über das Buch gelesen habe, waren nicht unbedingt positiv. Nun, nach einiger Zeit habe ich mich dennoch an das Buch heran getraut, wurde aber – trotz wenig vorhandener Erwartungen – sehr enttäuscht, denn das Buch konnte mich leider überhaupt nicht packen, was ich hauptsächlich dem Schreibstil zu verdanken habe.

„Die Entführung“ ist das erste Buch von Moira Young, was man auch deutlich merkt. Damit will ich nun nicht sagen, dass die Autorin grundsätzlich schlecht schreibt, nein, allerdings muss ich schon sagen, dass ich mit dem eher eigenwilligen und viel zu holprigen Schreibstil leider überhaupt nicht klar gekommen bin. Normalerweise mag ich Geschichten aus der Ich-Perspektive sehr, bei „Die Entführung“ war es jedoch mehr oder weniger eine Qual, denn die siebzehnjährige Saba war für mich nur schwer zu ertragen, denn ihre Gedanken waren oft sehr bizarr und verwirrend, sodass ich sie nicht in mein Herz schließen konnte, sondern immer mehr von ihr genervt war. Dazu werden sämtliche Charaktere und Ortschaften nur sehr mäßig und vor allem unsympathisch beschrieben. So leid es mir für die Autorin auch tut, aber oftmals wirkte das Buch nach dem Motto „Gewollt, aber nicht gekonnt“. Ich kann mir vorstellen, dass weit mehr in der Autorin steckt, nur leider hat sie dies entweder nicht zeigen können oder wollen. Dazu fehlen in dem Buch an sämtlichen Stellen die wörtliche Rede, sowie viele Kommastellen, sodass dies das Lesen noch einmal erschwert hat. Durch die fehlende wörtliche Rede gab es das Problem, dass man nie genau wusste, ob manches nun einfach nur gedacht oder tatsächlich laut gesagt wurde. Dies mag für manche Menschen zwar eine interessante Herausforderung sein, mich hat es schlicht und ergreifend einfach nur genervt.

Allerdings muss ich auch sagen, dass die Geschichte an sich gar nicht mal so übel ist, allerdings wird sie so schlecht verpackt, dass sie absolut unspannend und holprig wirkt, sodass ich mich nicht in die Geschichte hineinfinden konnte, sondern immer mehr den Faden verloren habe. Ich wollte dem Buch trotz aller Skepsis eine faire Chance geben, jedoch waren die ersten einhundert Seiten so mühsam, dass ich schnell die Lust an dem Buch verloren habe. Bis Seite 178 habe ich durchgehalten, danach konnte ich mich leider nicht mehr überwinden, denn ich habe vollkommen das Interesse daran verloren, zu erfahren, wie es mit Saba, der Entführung und die Suche nach ihrem Bruder weitergeht. Schade, aber leider nicht zu ändern.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.07.2020

Wohlfühlbuch

Into the Deep - Herzgeflüster (Deutsche Ausgabe)
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„Herzgeflüster“ ist momentan in aller Munde und wird von den Kritikern gefeiert. Da ich schon längere Zeit Lust hatte, ein Buch von der Autorin zu lesen, habe mich für dieses Werk entschieden und bin sehr ...

„Herzgeflüster“ ist momentan in aller Munde und wird von den Kritikern gefeiert. Da ich schon längere Zeit Lust hatte, ein Buch von der Autorin zu lesen, habe mich für dieses Werk entschieden und bin sehr begeistert. Ich muss zwar zugeben, dass Charley und ich es am Anfang nicht besonders leicht hatten, aber danach ist sie mir richtig ans Herz gewachsen, sodass dieses Buch bereits jetzt schon zu meinen Jahreshighlights gehört.

Die Geschichte spielt sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart, was die Geschichte so richtig aufpeppt und die Trennung zwischen Charley und Jake noch greifbarer und emotionaler macht. Die Autorin verwendet dabei eine schöne Sprache, die oftmals große Melancholie ausstrahlt, aber auch stellenweise sehr salopp sein kann, was einen tollen Mix ausmacht. Aufgrund der Sprache und der interessanten Figuren bin ich dadurch nur so durch die Geschichte geflogen, was ich stellenweise sehr schade finde, denn nun muss ich ganz ungeduldig auf die Fortsetzung warten, die voraussichtlich dieses Jahr in den USA erscheinen wird.

Die Geschichte spielt in den USA und in Schottland, was ich besonders interessant fand. Während Charley, ihre beste Freundin und Jake mit seinen Jungs aus den USA kommen, verbringen sie ein Auslandssemester in Schottland, wo sie auf eine andere Kultur treffen und sich noch einmal vollkommen neu kennenlernen. Während sie in den USA noch keinen Alkohol trinken und in Bars gehen dürfen, finden in Schottland die besten und emotionalsten Gespräche fast allesamt in Pubs statt.

Die Figuren sind allesamt sehr liebevoll beschrieben und sehr gut ausgearbeitet. Charley fand ich am Anfang noch sehr anstrengend, da sie oftmals sehr verbissen und unnahbar erschien. Im Laufe der Geschichte wurde dies jedoch besser und ich habe sie als eine junge, liebenswerte und sympathische Frau kennengelernt, die mitten im Leben steht und mit Gefühlen nur schwer umgehen kann. Obwohl die Trennung von Jack bereits drei Jahre her ist, ist es für sie ein Schock, als sie ihn während des Studiums in Schottland wieder trifft. Jake ist charmant, sympathisch und sehr direkt, was ihn zu einer interessanten Person macht. Je mehr man sich das abgekühlte Verhältnis zwischen den beiden anschaut, umso neugieriger wird man, was in der Vergangenheit passiert ist. Dank der vielen Rückblicke werden sämtliche Fragen beantwortet, sodass ich mit dem Ausgang zufrieden bin. Auch die anderen Figuren, wie Jakes Jungs, Charleys beste Freundin und Jakes Freundin Melissa sind allesamt recht verschieden, leicht rebellisch und sehr verletzlich, was mir sehr gefallen hat.

In diesem Buch geht es nicht nur um eine Liebesgeschichte, sondern um die Art und Weise, wie man mit sich und anderen Menschen umgeht. Man merkt schnell, dass jede einzelne Person in der Geschichte bereits einmal verletzt wurde, sodass man Gefühle kaum zulassen kann. Sei es durch den Tod einer geliebten Person, die Trennung eines Partners oder ein abgekühltes Verhältnis mit den Eltern. Dabei war es sehr interessant zu sehen, wer wie mit seinem Schicksal umgeht und wer sich am Ende tatsächlich wieder auf die Liebe einlassen kann. Es geht nicht nur um bloßes Verzeihen, sondern auch um Verständnis und Ehrlichkeit, was die Autorin sehr authentisch dargestellt hat. Dabei wurde komplett auf kitschige Szenen verzichtet und vielmehr Situationen eingebaut, über die man die Figuren tatsächlich kennenlernen durfte, ohne von unnötigen Kitschszenen abgelenkt zu werden.

Das Cover fand ich auf dem ersten Blick eher nicht so schön, weil es mir zu steril erschien, allerdings habe ich nach einer Weile gemerkt, wie sinnlich der Gesichtsausdruck erst ist, sodass ich das Cover am Ende dann doch sehr passend fand. Die Kurzbeschreibung liest sich gut und macht Lust auf mehr.

„Herzgeflüster“ ist ein absolutes Wohlfühlbuch, in das ich am liebsten immer wieder eintauchen würde und bereits jetzt schon zu meinen Jahreshighlights gehört. Eine wunderschöne Sprache, eine tiefe Melancholie und interessante Figuren sorgen dafür, dass ich das Buch am liebsten gar nicht mehr aus den Händen nehmen wollte. Ich kann dieses Buch jedem Leser empfehlen!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere