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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.09.2019

Gewohnt gute Unterhaltung

Der fabelhafte Geschenkeladen
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Nachdem ich bereits die ersten vier Bände der "Valerie Lane"-Reihe sehr genossen habe und mich die Autorin wieder einmal von ihrem Talent überzeugen konnte, habe ich mich schon sehr auf den mittlerweile ...

Nachdem ich bereits die ersten vier Bände der "Valerie Lane"-Reihe sehr genossen habe und mich die Autorin wieder einmal von ihrem Talent überzeugen konnte, habe ich mich schon sehr auf den mittlerweile fünften und somit vorletzten Band der Reihe gefreut und hatte hohe Erwartungen. Zum Glück wurde ich nicht enttäuscht, denn ich habe in die Geschichte direkt hinein gefunden und "Der fabelhafte Geschenkeladen" in fast einem Rutsch durchgelesen.

Bei diesem Buch habe ich mich wieder direkt wohl gefühlt, denn die Autorin verwendet hierbei nicht nur eine wunderbare und angenehme Sprache, die sich leicht und flott lesen lässt, sondern verzaubert auch mit interessanten und sympathischen Figuren, unterhaltsamen Dialogen und tollen Schauplätzen, die detailverliebt beschrieben werden. Gleichzeitig lernt man die Stadt, deren Menschen und die kleine Einkaufsstraße noch intensiver kennen, da man immer mehr erfährt und sich noch mehr in die Umgebung verliebt.

Die Geschichte wird hier nicht nur wunderschön und detailreich erzählt, sondern besticht auch mit tollen, vielseitigen Figuren und einer wunderbaren Atmosphäre. Wer bereits in Oxford war, wird hier vieles wiedererkennen, weil die Autorin regelrecht von der Stadt schwärmt und viele Sehenswürdigkeiten in die Geschichte eingebaut hat.

Während man im Laufe der Reihe bereits Laurie, Kiera, Susan und Ruby kennen lernen durfte, bekommt man es dieses Mal mit Orhid zu tun, die ebenfalls in der Valerie Lane ansässig ist und dort "Orchid’s Gift Shop" betreibt, wo es immer wieder Neues zu entdecken gibt. Orchid selbst ist eine sehr sympathische und warmherzige Person, die für jeden Menschen da ist, immer ein offenes Ohr hat und stets an andere denkt, sodass man sie sehr schnell ins Herz schließt. Gleichzeitig merkt man ihr aber auch an, dass sie ihr ganz eigenes Päckchen zu tragen hat, denn ausgerechnet ihr Freund Patrick ist eher schweigsam und vertaut sich ihr nicht an, sodass sie an ihrer Beziehung immer mehr zu zweifeln beginnt...

Hierbei muss man sagen, dass die Geschichte diesmal weitaus ernster als die anderen Bände ist und somit vielleicht ein wenig an Lockerheit fehlt. Mir persönlich hat das doch ernstere Thema jedoch sehr zugesagt, da es trotz allem authentisch ist und zeigt, dass das Leben nicht immer nur aus Friede, Freude, Eierkuchen besteht.

Das Cover ist wunderschön anzusehen, besticht durch tolle Farben und passt perfekt zum Buchtitel, Kompliment! Die Kurzbeschreibung fasst die Geschichte wunderbar zusammen und hat mich auch direkt angesprochen, sodass ich dem Buch unbedingt eine Chance geben wollte.

Kurz gesagt: Manuela Inusa konnte mich erneut voll und ganz mit liebevoll ausgearbeiteten Figuren, einem tollen Setting und ihren vielen wunderbaren Ideen überzeugen, sodass ich „Der fabelhafte Geschenkeladen“ sehr genossen habe. Ich freue mich bereits auf den letzten Band "Die kleine Straße der großen Herzen" und bin gespannt, was noch alles in der Valerie Lane geschehen wird.

Veröffentlicht am 03.09.2019

Wichtiges Thema, schlechte Umsetzung

Elite
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Da sich an "Elite. Die Welt gehört euch nicht" bislang die Geister scheiden, hatte ich nicht sonderlich hohe Erwartungen an das Buch. Somit habe ich gedacht, dass ich auch eigentlich nicht enttäuscht werden ...

Da sich an "Elite. Die Welt gehört euch nicht" bislang die Geister scheiden, hatte ich nicht sonderlich hohe Erwartungen an das Buch. Somit habe ich gedacht, dass ich auch eigentlich nicht enttäuscht werden könnte, was jedoch letztendlich trotz geringer Erwartung eingetreten ist.

Man muss zwar sagen, dass die Grundidee hierbei ganz nett ist, ich mich allerdings weder mit der Umsetzung, noch mit den Figuren anfreunden konnte. Auch der Schreibstil war stellenweise ein wenig schwierig, denn oftmals passierte oft seitenweise rein gar nichts und somit zog sich die Geschichte stelleweise oft wie Kaugummi. Zwar ist es ganz interessant, dass hier Themen wie Macht, Geld, Diskriminierung und Mobbing angesprochen werden, allerdings hatte ich oft den Eindruck, als würde der Autor zu viele Themen auf einmal ansprechen wollen, was dafür gesorgt hat, dass die Story an sich viel zu kurz kommt.

Gleichzeitig hat sich Brendan Kiely zwar besonders am Anfang große Mühe mit den Figuren gegeben und diese und ihre Verhältnisse untereinander gut beschrieben, allerdings blieben sie mir leider recht fremd und stellenweise auch sehr unsympathisch. Bei Jules habe ich mir am Anfang erhofft, dass sie eine starke Persönlichkeit besitzt und sich für viele einsetzt, aber stattdessen war sie am Ende eine vollkommen überzeichnete Feministin, die mir zu sehr den Zeigefinger erhoben hat.

Somit kann man insgesamt sagen, dass "Elite. Die Welt gehört euch nicht" zwar an sich mit vielen wichtigen Themen bestückt ist, bei der Umsetzung aber leider nicht überzeugen konnte, sodass ich das Buch letztendlich enttäuscht beendet habe. Schade!

Veröffentlicht am 26.08.2019

Enttäuschennd

Muss es denn gleich für immer sein?
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Obwohl Sophie Kinsella früher zu meinen absoluten Lieblingsautorinnen gehörte, habe ich mich immer mehr von der Autorin abgewandt, da mich ihre Geschichten einfach nicht mehr angesprochen haben und ich ...

Obwohl Sophie Kinsella früher zu meinen absoluten Lieblingsautorinnen gehörte, habe ich mich immer mehr von der Autorin abgewandt, da mich ihre Geschichten einfach nicht mehr angesprochen haben und ich meist nur noch enttäuscht wurde. Dennoch wollte ich ihr noch ein letztes Mal eine Chance geben und habe es mit „Muss es denn gleich für immer sein?“ versucht, doch auch dieses konnte mich leider nicht überzeugen.

Zugegeben, die Frau kann schreiben und findet einfach immer die passenden Worte und besitzt auch das nötige Händchen, um ihre Figuren sehr lebhaft darzustellen. Problem ist jedoch, dass mir in der Geschichte einfach viel zu wenig passiert und sich die Geschichte häufig wie Kaugummi zieht. Zwar gibt es hier und da ganz unterhaltsame Dialoge, allerdings war mir dies letztendlich zu wenig, um mich zu begeistern. Gleichzeitig fällt auch zunehmends auf, dass sich die unfreiwillig komischen Situationen und Witze oftmals bei der Autorin wiederholen, sodass man immer wieder das Gefühl hat, so manche Szene bereits gelesen zu haben.

Der Alltag einer Ehe wird hier zwar an sich ganz nett geschildert und ich fand es ebenfalls ganz unterhaltsam, dass sich Sylvie und Dan immer wieder gegenseitig überraschen wollen, um ihr Eheleben lebhafter zu gestalten, allerdings habe ich hier einfach auch etwas mehr erwartet und gehofft, dass die Geschichte mit weitaus weniger Klischees um die Ecke kommt. Aufgrund der Tatsache, dass immer nur die Dinge passieren, die ich im Vorfeld erwartet habe, wurde ich in keinster Weise (positiv) überrascht und ich hatte seitenweise das Gefühl, dass die Geschichte einfach nicht voran geht und sich auch die Figuren nicht sonderlich weiterentwickeln. Dies war auch der Grund, weshalb ich zunehmends das Interesse an der Geschichte verloren habe.

Kurz gesagt: Sophie Kinsella und ich – dies soll einfach nicht mehr sein. „Muss es denn gleich für immer sein?“ klangt nach einer tollen Geschichte, konnte mich aber letztendlich aufgrund von flachen Ideen, unnahbaren Figuren und zu vielen Klischees nicht überzeugen. Schade!

Veröffentlicht am 26.08.2019

Nein, einfach nur nein

A115 - Der Sturz
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Eigentlich lese ich zwischendurch ganz gerne mal eine Biographie und war somit auch sehr gespannt auf "A115 - Der Sturz" vom ehemaligen Manager Thomas Middelhoff, der am 14. November 2014 wegen Untreue ...

Eigentlich lese ich zwischendurch ganz gerne mal eine Biographie und war somit auch sehr gespannt auf "A115 - Der Sturz" vom ehemaligen Manager Thomas Middelhoff, der am 14. November 2014 wegen Untreue in 27 Fällen und Steuerhinterziehung in drei Fällen zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren verurteilt wurde.

Hier habe ich mir eine Biographie erhofft, in der er nicht nur ehrlich über seine Verurteilung erzählen würde, sondern auch zu allen Umständen und seinem restlichen Werdegang, u.a. bei Bertelsmann und der KarstadtQuelle AG. Was ich hier jedoch vorgefunden habe, war eine Biographie, in der sich Middelhoff immer wieder selbst als Opfer dargestellt hat, ohne großartig Reue zu zeigen.

Somit konnte ich mit dieser Autobiographie letztendlich nur sehr wenig anfangen und habe mehr den Kopf geschüttelt, als wirklich Verständnis oder gar Mitleid zu empfinden. Von daher war "A115 - Der Sturz" ein Griff ins Klo.

Veröffentlicht am 07.08.2019

Unterhaltsamer Lesespaß

Jetzt mal unter uns …
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Ich lese bereits seit Jahren die Bücher von Dora Heldt und freue mich immer wieder, wenn ein neues Buch von ihr erscheint, da ihre Geschichten für mich immer absolute Wohlfühlbücher sind und Lesespaß garantieren. ...

Ich lese bereits seit Jahren die Bücher von Dora Heldt und freue mich immer wieder, wenn ein neues Buch von ihr erscheint, da ihre Geschichten für mich immer absolute Wohlfühlbücher sind und Lesespaß garantieren. So auch "Jetzt mal unter uns...", was mich ebenfalls begeistern konnte.

Bei diesem Buch handelt es sich um eine Sammlung von Kolumen, in denen die Autorin kleine Geschichten aus dem Alltag einer Frau erzählt, die nicht nur sehr authentisch, sondern auch selbstironisch, spritzig und nachdenklich stimmend sind. In vielen der Kolumnen habe ich mich zum Großteil wiedererkannt und habe diese somit sehr gerne gelesen. Natürlich hat die Autorin hier und da gewisse Klischees eingebaut, allerdings hat mich das rein gar nicht gestört, da ich ihren Wortwitz und die Alltagsgeschichten sehr gerne mag.

Dabei bleibt Dora Heldt auch ihrem Stil treu, denn die Kolumen lesen sich nicht nur flüssig, sondern sind auch immer mit einem kleinen Augenzwinkern versehen. Die Kolumen beschäftigen sich dabei hauptsächlich mit den typischen Alltagsproblemen einer Frau: Was koche ich? Welche Sportschuhe passen am besten zu mir? Was steht mir? Was machen wir an Weihnachten und Silvester?

Somit ist "Jetzt mal unter uns..." insgesamt eine witzig-spritzige Ansammlung von Kolumnen rund um Alltagsfragen und Situationen einer Frau, die für einen Lesenachmittag perfekt geeignet sind.