Cover-Bild Große sind Schisser
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16,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Hanser, Carl
  • Genre: Kinder & Jugend / Bilderbücher
  • Seitenzahl: 48
  • Ersterscheinung: 28.01.2025
  • ISBN: 9783446282612
  • Empfohlenes Alter: ab 4 Jahren
Sybille Hein

Große sind Schisser

Ängste haben nicht nur die Kleinen, sondern auch die Großen! Sybille Hein über Schlotterbacken, Angstbeutel, Hasenfüße und andere Hosenscheißer

Ein originelles Anti-Angst-Bilderbuch zum Mitlachen für Klein und Groß – denn auch Erwachsene sind manchmal riesige Hasenfüße: Sie kriegen einen Schreikrampf, nur weil eine Maus durch den Hof läuft. Pieseln sich fast in die Hose, wenn sie zum Zahnarzt müssen. Und schlottern am ganzen Körper, wenn die Kinder mal auf Bäume klettern. Große sind solche Schisser! Natürlich gruseln sich auch Kleine ab und zu – vor Hörgeräten und lautem Schnarchen zum Beispiel, wie Nele, Adam und Zaima. Aber vor Gewittern oder schwarzen Katzen weglaufen? Das macht die Angst nur größer, finden sie. Und beschließen, der Angst auf die Pelle zu rücken und in den Bauch zu pieksen. So vertreiben sie nicht nur ihren eigenen Schrecken, sondern auch so manche Angst der Großen.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.02.2025

Ein kindgerechtes Anto-Angst-Buch

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Dieses tolle Bilderbuch ab 4 Jahre zeigt: auch Große haben Angst und sind manchmal ganz schöne Schisser.

Vorgestellt werden drei Familien und ihre Mitglieder, die teilweise auch richtig unter ihren unterschiedlichen ...

Dieses tolle Bilderbuch ab 4 Jahre zeigt: auch Große haben Angst und sind manchmal ganz schöne Schisser.

Vorgestellt werden drei Familien und ihre Mitglieder, die teilweise auch richtig unter ihren unterschiedlichen Ängsten leiden. Welche Schlotterbacken, Hosenscheißer und Hosenscheißerinnen vertreten sind, kann man auf den einzelnen Seiten nachlesen. Es zeigt aber immer wieder: jeder hat vor etwas anderem Angst und auch Große sind richtige Angstbeutel. Dabei sind viele Ängste für die Kleinen völlig unbegründet und ungefährlich. Der veränderte Blickwinkel macht es!

Doch die Geschichte um die Angst geht noch weiter. Bald nehmen die Kleinen die Sache in die Hand, schließlich "trickst man die Angst nur aus, wenn man ihr ganz dicht auf die Pelle rückt!". So gehen die Kinder in dem Buch gewitzt ans Werk, um den Großen ihre Angst zu nehmen. Schließlich ist es, nach Ingmar Bergman, die Angst die uns Grenze setzt.

Dieses Bilderbuch ist ein warmherziges und sehr gelungenes Anti-Angst-Buch das vor allem dank der aufgeweckten Kinder und ihrer Anti-Angst-Aktionen ein richtiger Gewinn für jedes Bücherregal ist. Und das nicht nur für die Kleinsten. Auch als Erwachsener kann man viel für sich gewinnen. Es tut gut zu wissen das man nicht allein ist und das man sehr oft etwas gegen die Angst unternehmen kann. Dabei heißt es sich mit der Angst direkt zu konfrontieren bis man merkt: hey so schlimm ist es ja gar nicht. Seien es der Zahnarzt, die Höhe oder schwarze Katzen wie in diesem Buch.

Mir gefällt dieses Buch richtig gut, da es positiv, humorvoll und ziemlich clever an das Thema Angst herangeht. Ein tolles Bilderbuch zum Vorlesen und gemeinsamen Diskutieren und Lernen.

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Veröffentlicht am 14.08.2025

Eine gelungene Gesprächsgrundlage

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Große sind Schisser handelt, wie der Titel schon verrät vom Thema Ängste und bietet dadurch eine tolle Grundlage, um mit Kindern darüber zu sprechen.

Das Bilderbuch erzählt von drei Kindern, die gemeinsam ...

Große sind Schisser handelt, wie der Titel schon verrät vom Thema Ängste und bietet dadurch eine tolle Grundlage, um mit Kindern darüber zu sprechen.

Das Bilderbuch erzählt von drei Kindern, die gemeinsam in einem Mehrfamilienhaus leben und die anderen Bewohner*innen des Hauses gerne beobachten. Dabei fällt ihnen auf, dass selbst die stärksten unter diesen Angst vor irgendetwas haben. Mäuse, Zahnärztbesuche, Bärte, Kinder und noch viel mehr macht den unterschiedlichen Erwachsenen im Haus Angst.

Und während die Kinder sich mit ihren eigenen Ängsten auseinandersetzen und sich diesen stellen versuchen sie auch die Ängste der Erwachsenen zu kurieren, so die „Angst vor Bärten“ die Erna Wuttke plagt, denn die Kinder vermuten, dass dies der Grund ist warum sie so Angst vor Papa und Onkel Baran hat. Für uns Erwachsene lässt sich jedoch durch den Absatz „Bärte-Bammel ist allerdings so eine Sache, die gibt’s nur hier. Wo ich geboren bin, tragen fast alle Männer Bärte“ erschließen dass es vielleicht nicht der Bart ist der Erna Wuttke Angst macht. Auch hier bietet sich beim Lesen mit älteren Kindern Gesprächspotenzial an.

Der Zeichenstil ist nicht ganz meins, die Kids fanden ihn aber zum Schreien komisch und er passt gut zu dem Buch!

Schließlich zeigt uns die Geschichte, dass Kinder oft sogar viel mutiger als Erwachsene sind und diesen gerne mal etwas davon abgeben können. Manchmal hilft es eben sich seinen Ängsten zu stellen!

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Veröffentlicht am 11.02.2025

Angst verlieren

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Auf dem Cover sehen wir einige der Erwachsenen, die ängstlich zu uns herüberschauen, während die Kinder fröhlich unterwegs sind.
Auf dem Hof steht eine alte Badewanne, die wohl als Sofa genutzt wird, darin ...

Auf dem Cover sehen wir einige der Erwachsenen, die ängstlich zu uns herüberschauen, während die Kinder fröhlich unterwegs sind.
Auf dem Hof steht eine alte Badewanne, die wohl als Sofa genutzt wird, darin drei Kinder und die Frage „Wusstet ihr, dass Erwachsene Schisser sind?“ Man sieht durch die Fenster einige Erwachsene, eine Frau hängt Wäsche auf. Es folgen anders Begriffe für ängstliche Menschen bis zu Hosenscheißerin, der mir nicht so gut gefällt, den die Kinder sicher feiern werden. Dann lernen wir anhand von Familienfotos „meine“ Familie (Frauen mit Kopftuch), Adams Familie (bis auf Opa nur Frauen oder ist der Typ mit Brille doch ein Mann?) und Neles Familie (mit blonden Haaren und Krawatte). Von Onkle Baran erfahren wird, dass er trotz seiner körperlichen Stärke Angst vor Zahnarzt hat. Tante Neles Herz schlägt ängstlich, wenn sie am Freitag, den 13. Eine schwarze Katze sieht. Die Eltern haben Angst, wenn sie die Kinder Klettern sehen, und die Erzählerin stellt fest, „Hasenfüße, wo man hinguckt.“
Im Laufe des Buches versuchen die Kinder die Erwachsenen von ihrer Angst durch Konfrontation zu befreien. So wird die Angst vor Bärten dadurch, dass alle Kinder mit Bärten auftauchen verharmlost und schließlich von Frau Wuttke, die eigentlich sehr nett ist, überwunden.
Leider muss ich gestehen, dass mir der Sinn des Buches etwas unverständlich ist. Sicher ist es gut sich mit seinen Ängsten auseinanderzusetzten, aber ob das die richtige Methode ist? Selbstbewusst endet das Buch mit dem Satz „Erwachsene sind solche Schisser. Gut. Dass wir Kinder ihnen hin und wieder ein bisschen Mut in ihre Köpfe und Bäuche schnipsen.“
Die Illustrationen gefallen mir gut, weil sie die geschilderte Situation gut einfangen und die Bilder Atmosphäre haben.

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