Cover-Bild Mord auf Entzug
12,90
inkl. MwSt
  • Verlag: Buch&Media
  • Themenbereich: Belletristik - Thriller / Spannung
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 292
  • Ersterscheinung: 15.02.2017
  • ISBN: 9783869069173
Werner Gerl

Mord auf Entzug

Kriminalroman
Kommissarin Irene Rosen wird gemeinsam mit ihrem neuen Kollegen Andrea Popolo auf einen mystersiösen Fall angesetzt: Severin Tobler, Besitzer einer noblen Entzugsklinik für Reiche und Prominente am Starnberger See, wird ermordet aufgefunden. Ein Stich ins Herz, seltsame Zeichen auf der Haut – welch Wahnsinniger war hier am Werk?
In der Entzugsklinik treffen sie auf einen suspekten Autor mystischer Thriller, eine gealterte Diva, ein drogensüchtiges Model, mit dem Rosen noch eine Rechnung offen hat, sowie einen von der Damenwelt vergötterten Popsänger. Jeder der
vier Patienten hatte gute Gründe, Tobler ein Messer ins Herz zu rammen.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.03.2017

Überraschende Lösung

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Der Kriminalroman von Werner Gerl entführt die Leserinnen und Leser in die Welt einer Entziehungsklinik für die (früher mal?) Reichen und Schönen.
Irene Rosen und Andrea Popolo sind die Ermittler dieses ...

Der Kriminalroman von Werner Gerl entführt die Leserinnen und Leser in die Welt einer Entziehungsklinik für die (früher mal?) Reichen und Schönen.
Irene Rosen und Andrea Popolo sind die Ermittler dieses Falles. Sie ist gestandene Kommissarin, er der Neuling, der sich erst zurechtfinden muss, was dem Autor die Möglichkeit gibt, die Leser auch gleich mit zu informieren.
Der Tote ist Leiter der Entziehungsklinik Katharsis und es bietet sich gleich eine ganze Reihe Verdächtiger an, die jedoch alle, aus den unterschiedlichsten Gründen nicht mit der Polizei sprechen wollen oder ihnen eben nicht die (ganze) Wahrheit erzählen.
Da der Plot wirklich verwickelt ist und mit zahlreichen Überraschungen aufwartet, werde ich an dieser Stelle nicht darauf eingehen, um das mögliche Lesevergnügen nicht zu schmälern.
Bei den Figuren in der Klinik greift der Autor auf altbekannte Klischees zurück, sodass die einzelnen Personen sofort lebendig vor dem inneren Auge entstehen.
Irene Rosen ist recht vielschichtig angelegt. Sie ist in diesem Fall persönlich involviert und lernt durchaus etwas, durch das sie sich weiterentwickeln kann.
Popolo tritt nicht so stark in den Vordergrund, sorgt aber für viele humorvolle Szenen.
Da auch Irene ihren Job und das Leben an sich durchaus mit einem humorvollen Blick betrachtet, sind ihre Kommentare oft genug witzig.
Der Stil liest sich sehr flüssig, Dialoge prägen den Text. Die Szenen sind schnell geschnitten, Spannung und Ruhephasen wechseln sich ab – natürlich hat die Kommissarin ein Date, als die Leser eigentlich erwarten, dass sie den letzten Schritt unternimmt, um den Täter zu verhaften.
Auch das Titelbild mit den klaren Linien, der schwarz-weiß-roten Farbgebung und dem zerkratzten Titel-Schriftzug spricht mich. Es ist auf den ersten Blick klar, worum es gehen wird.
Man merkt dem Text an, dass der Autor auch als Satiriker und Kabarettist unterwegs ein. Ich kann die Lektüre dieses Kriminalromans wirklich empfehlen.

Veröffentlicht am 02.04.2017

Ein unterhaltsamer Krimi

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Katharsis unter der Leitung von Severin Tobler ist ein Klinik für süchtige Promis. Nun ist Tobler tot und Kommissarin Irene Rosen wird auf den Fall angesetzt. Unterstützt wird sie dabei von Andrea Popolo, ...

Katharsis unter der Leitung von Severin Tobler ist ein Klinik für süchtige Promis. Nun ist Tobler tot und Kommissarin Irene Rosen wird auf den Fall angesetzt. Unterstützt wird sie dabei von Andrea Popolo, dem Neuen in der Abteilung. Die Beiden treffen bei den Ermittlungen auf die Patienten der Klinik, die allesamt sehr eigenwillig sind.
Das Buch liest sich locker flockig. Allerdings gibt es eine ganze Reihe von Personen, die zum großen Teil auch noch unter einem Alias auftreten, so dass man eine Weile braucht, sie alles auseinander zu halten.
Es gibt eine Reihe von Personen, die einen guten Grund haben, Tobler zu ermorden, doch wer hat in letztendlich ins Jenseits befördert?
Die Charaktere sind etwas überzogen dargestellt und es werden viele Klischees bedient. Aber gerade das macht diesen Krimi so unterhaltsam. Irene Rosen hat keine Glück bei den Männern, so dass ihre Dates alle unbefriedigend enden. Sie hat eine sehr sarkastische Art an sich. Das sie persönlich in den Fall involviert ist, macht die Sache für sie nicht einfach. Daher muss Andrea Popolo undercover ermitteln. Er ist ein ziemlich korrekter Typ, daher fällt es ihm anfangs nicht leicht, den verwöhnten Industriellensohn darzustellen.
Mir ist es bis zum Schluss nicht gelungen, Täter und Motiv herauszufinden, denn immer wieder gibt es Wendungen, die mich in die Irre führten.
Wer humorvolle Krimis mag, wird dieses Buch mögen.

Veröffentlicht am 21.03.2017

Mord unter hochkarätigen Patienten auf Entzug

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Der Leiter der Entzugsklinik Katharsis wurde ermordet. Diese Meldung schlägt ein wie eine Bombe, denn in der Klinik werden Promis inkognito behandelt. Deshalb ist bei den Ermittlungen entsprechendes Fingerspitzengefühl ...

Der Leiter der Entzugsklinik Katharsis wurde ermordet. Diese Meldung schlägt ein wie eine Bombe, denn in der Klinik werden Promis inkognito behandelt. Deshalb ist bei den Ermittlungen entsprechendes Fingerspitzengefühl gefordert. Die bisweilen bissige und eigenwillige Kommissarin Irene Rosen übernimmt den Fall samt neuem „Partner“ Polizeianwärter Andrea Popolo. Die beiden könnten unterschiedlicher nicht sein, denn Popolo ist ein ernster Mann und versteht die schrägen und bissigen Witze seiner Chefin Rosen meist nicht. Doch im Laufe der Ermittlungen beginnen sich Rosen und Popolo zu ergänzen. Allerdings unterlaufen Rosen ein paar recht dumme Fehler, bis sie zu ihrer eigentlichen Höchstform aufläuft. Die exzentrischen Promis, die unter Pseudonymen wie Rotkäppchen etc. im Katharsis logieren, scheinen über den Tod des Klinikleiters nicht besonders erschüttert zu sein und machen sich Sorgen, um ihre Anonymität während der Ermittlungen. Allen voran Lola Ries, einst gefeierte Schauspielerin und nun alternde Diva, erschweren durch Verweigerung ihrer Mitarbeit die Aufklärung des Mordes. Kommissarin Rosen kommt einfach nicht an sie heran. Da hat sie eine zündende Idee: Andrea Popolo soll als verwöhnter Mafioso-Sohn im Katharsis einchecken und sich mit den anderen Patienten „anfreunden“, um somit undercover zu ermitteln. Letztlich tritt er als reicher, italienischer Industriellensohn auf und hat anfangs Mühe, sich in seine Rolle einzufinden. Doch dank seiner großartigen Recherche über sämtliche Patienten der Klinik im Vorfeld und seiner Verehrung von Lola Ries und Tommy Martin, dem abgestürzten Popsänger, gewinnt er schnell das Vertrauen der empfindlichen Prominenten.
Mir gefiel dieser witzige, bissige, spitzzüngige Krimi ganz gut und habe ihn fast in einem Rutsch gelesen. Die überspitzte Darstellung der Promis im Katharsis weißt Parallelen zu lebenden bzw. ehemaligen Promis unserer Zeit auf. Lola Ries erinnert mich stark an Liz Taylor, die für mich immer etwas divenhaftes hatte und sehr um die Aufmerksamkeit ihres Publikums bedacht war. Die Macke der hochkarätigen Patienten, sich mit einem Pseudonym wie „Schneewittchen“ ansprechen zu lassen und auch darauf zu bestehen, ist lächerlich und gibt dem Krimi noch eine ganz besondere Würze. Einzig der Thriller-Autor bleibt recht blass und mir war relativ schnell klar, dass er nicht wirklich ein Suchtproblem hat. Die beiden gegensätzlichen Charaktere Irene Rosen und Andrea Popolo – der Witz mit dem „ch“ am Ende seines Namens hat mich lauf auflachen lassen – machen den Krimi sehr lebendig und unterhaltsam. Dabei kommt die Spannung aber nicht zu kurz, denn es hat schließlich einen Toten gegeben. Die Aufklärung des Mordes übernimmt letztlich Irene Rosen im Alleingang, denn Andrea Popolo ist zu sehr mit seinen Idolen beschäftigt. Man muss ihm zu Gute halten, dass er deren Vertrauen gewonnen hat und somit die Ermittlungen indirekt vorangebracht hat. Er hat Potential, das er sicherlich entwickelt, wenn der Autor ihn lässt. Bis zuletzt tauchten immer wieder verschiedenste Motive auf und ich war hin- und hergerissen, wer denn nun den Mord begangen haben könnte. Ich lag jedes Mal falsch. Der Schreibstil ist locker und leicht zu verstehen. Die Scherze haben Biss und machen gute Laune. Lacher garantiert! Dieser Krimi ist genau richtig für einen gemütlichen, spannenden Leseabend. Ich bin gespannt, ob es einen weiteren Fall für Rosen und Popolo geben wird.