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13,00
inkl. MwSt
  • Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 256
  • Ersterscheinung: 15.01.2026
  • ISBN: 9783423149488
Adeline Dieudonné

Bleib

Roman | »Man will unbedingt dranbleiben an dieser wilden, durchgeknallten Geschichte. Faszinierend!« Christine Westermann
Sina de Malafosse (Übersetzer)

Ein Liebesbrief, eine Totenklage, ein Roman für das Leben

Nach dem Bestseller ›Das wirkliche Leben‹ endlich der neue, große Roman der preisgekrönten Schriftstellerin Adeline Dieudonné.

Eine Frau und ihr Geliebter verbringen das Wochenende in einem Chalet. Doch mit einem Mal ist er tot. Außer sich vor Schmerz bleibt die Erzählerin mit seinem Körper zurück. In den Tagen, die folgen, weicht sie ihm nicht von der Seite. Schläft bei ihm, spricht mit ihm, fährt mit ihm auf dem Rücksitz durch die Berge. Und sie beginnt, seiner Ehefrau zu schreiben. In den Briefen erzählt sie die Geschichte einer großen Liebe – und die Geschichte einer Frau, die lernt, selbstbestimmt zu leben.

Abgründig, zärtlich und humorvoll, ein Roman von emotionaler Wucht

›Bleib‹ ist ein berührender Liebes- und Abschiedsbrief, ein schonungsloser Blick aufs Frausein in unserer Gesellschaft – und der skurrile Roadtrip einer Frau mit ihrem toten Geliebten auf der Rückbank. 

»Eine leuchtende Variation über die Liebe und den Tod, von einer unnachahmlichen Schönheit.« ELLE

»Ein Buch, das man bis zum Ende nicht aus der Hand legen kann.«  Jörg Magenau, rbb Radio3

»Ein faszinierend andersartiges Buch über Abschied und Trauer. Wir weinen, wir lachen – und erkennen uns selbst. Stark.« Katja Kraft, Münchner Merkur


Ebenfalls von Adeline Dieudonné bei dtv erschienen sind:

Das wirkliche Leben
23 Uhr 12 – Menschen in einer Nacht
Bonobo Moussaka

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.05.2026

Zwischen Groteske und großer Liebe

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Adeline Dieudonnés ist eines dieser Bücher, die sich kaum eindeutig greifen lassen – und genau darin liegt seine besondere Kraft. Was zunächst wie eine radikale Trauergeschichte klingt, entwickelt sich ...

Adeline Dieudonnés ist eines dieser Bücher, die sich kaum eindeutig greifen lassen – und genau darin liegt seine besondere Kraft. Was zunächst wie eine radikale Trauergeschichte klingt, entwickelt sich schnell zu etwas viel Größerem: zu einem wilden, zärtlichen, bitterkomischen und gleichzeitig tief melancholischen Roman über Liebe, Verlust und weibliche Selbstbehauptung.
Im Zentrum steht eine Frau, die den plötzlichen Tod ihres Geliebten nicht akzeptieren kann oder will. Statt Abschied zu nehmen, bleibt sie. Bei ihm. Mit ihm. Sie spricht mit seinem leblosen Körper, nimmt ihn mit auf Fahrten durch die Berge, schreibt seiner Ehefrau Briefe – und bewegt sich dabei immer weiter zwischen Realität, Erinnerung und emotionalem Ausnahmezustand. Was absurd oder makaber wirken könnte, erzählt Dieudonné mit einer solchen sprachlichen Präzision und erzählerischen Energie, dass man sich diesem Sog kaum entziehen kann.

Vor allem sprachlich ist dieser Roman eine absolute Wucht. Dieudonné schreibt scharf, direkt und gleichzeitig voller poetischer Bilder. Zwischen schwarzem Humor, Schmerz und völliger Eskalation entstehen Sätze, die gleichermaßen verstören wie begeistern. Das Buch hat Tempo, es ist kurzweilig und trotz seiner Schwere erstaunlich lebendig. Immer wieder kippt die Stimmung von tragisch zu grotesk, von intim zu vollkommen durchgedreht – und genau dieses Changieren macht die Lektüre zu einem regelrechten Heidenspaß.

Gleichzeitig steckt unter der skurrilen Oberfläche ein erstaunlich kluger Blick auf Rollenbilder, emotionale Abhängigkeiten und das Frausein selbst. Die Erzählerin wird im Verlauf des Romans zunehmend zu einer Figur, die sich nicht nur mit dem Verlust eines Mannes auseinandersetzt, sondern auch mit den Grenzen, in die sie sich selbst über Jahre eingeschrieben hat.

„Bleib“ ist kein stilles Trauerbuch. Es ist laut, exzessiv, unbequem und voller Leben. Ein Roman, der sich jeder klaren Einordnung entzieht – und gerade deshalb so lange nachwirkt.

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Veröffentlicht am 10.04.2026

Eine Frau weigert sich, den Tod ihres Geliebten zu akzeptieren – und hält ihn um jeden Preis fest.

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Adeline Dieudonnés Roman Bleib ist eines dieser Bücher, die man nicht einfach so liest. Schon nach wenigen Seiten schwankte ich zwischen Erstaunen und Entsetzen. Es ist genau diese emotionale Zerrissenheit, ...

Adeline Dieudonnés Roman Bleib ist eines dieser Bücher, die man nicht einfach so liest. Schon nach wenigen Seiten schwankte ich zwischen Erstaunen und Entsetzen. Es ist genau diese emotionale Zerrissenheit, die das Buch so eindringlich macht.

Die Atmosphäre ist zugleich vertraut und zutiefst verstörend. Und die Sprache der Autorin ist klar, fast nüchtern – und gerade dadurch entfaltet sie eine enorme Kraft. Szenen, die in einem anderen Kontext vielleicht banal wirken könnten, kippen hier ins Abgründige. Immer wieder habe ich mich gefragt: Wie kommt man auf die Idee, so eine Geschichte zu erzählen? Und noch mehr: Wie schafft man es, sie so kompromisslos umzusetzen? Menschliche Abgründe kommen hier zum Vorschein, die man eigentlich nicht haben möchte. Es ist kein angenehmes Lesen, aber ein intensives.

Der Roman ist verstörend, zeigt aber auch, wie Literatur Grenzen überschreiten kann.
Am Ende bleibt man mit der Frage zurück, ob man das Gelesene bereut oder gerade deshalb schätzt. Ich für meinen Teil kann nur sagen: Ich war selten so hin- und hergerissen zwischen Erstaunen und Fassungslosigkeit.

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Veröffentlicht am 17.04.2025

keine einfache Thematik, aber auch nicht optimal umgesetzt

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Der Roman hat eine starke Aura und vermittelt beim Lesen eine intensive, drückende Atmosphäre, sodass man sich in die Gefühlswelt der Ich-Erzählerin hineinversetzen kann. Das Thema der Auseinandersetzung ...

Der Roman hat eine starke Aura und vermittelt beim Lesen eine intensive, drückende Atmosphäre, sodass man sich in die Gefühlswelt der Ich-Erzählerin hineinversetzen kann. Das Thema der Auseinandersetzung ist äußerst ungewöhnlich, sie kann nicht von ihrem ertrunkenen Geliebten loslassen und verbringt nach seinem Tod Stunden, daraus werden Tage mit ihm. Der richtige Zeitpunkt des Loslassens wird immer schwieriger auszumachen. Die Briefe an die Ehefrau finde ich nicht so gelungen, da sie teilweise sehr durcheinander, chaotisch wirken, zwar verständlich aufgrund der Gefühlslage, aber mir haben sie nicht so gut gefallen, das hätte man etwas entwirren und anders aufziehen können. Insgesamt bleibt ein schaler Geschmack zurück, keine einfache Thematik, aber auch nicht optimal umgesetzt.