Cover-Bild Freiheitsgeld
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19,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Lübbe Audio
  • Themenbereich: Belletristik - SciFi: Nahe Zukunft
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Ersterscheinung: 26.08.2022
  • ISBN: 9783754004784
  • Empfohlenes Alter: ab 16 Jahren
Andreas Eschbach

Freiheitsgeld

Matthias Koeberlin (Sprecher)

Europa in nicht allzu ferner Zukunft. Die Digitalisierung ist weit fortgeschritten, Maschinen erledigen die meiste Arbeit, während ein bedingungsloses Grundeinkommen, das sogenannte "Freiheitsgeld", dafür sorgt, dass jeder ein menschenwürdiges Leben führen kann. Als der Politiker, der das Freiheitsgeld eingeführt hat, tot aufgefunden wird, wirkt es zunächst wie ein Selbstmord. Doch dann wird der Journalist ermordet, der einst als sein größter Gegenspieler galt. Ahmad Müller, ein junger Polizist, ist in die Ermittlungen um beide Fälle involviert - und sieht sich mit übermächtigen Kräften konfrontiert, die im Geheimen operieren und vor nichts zurückschrecken, um eine Aufklärung zu vereiteln.

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Lesejury-Facts

  • Dieses Buch befindet sich bei Minijane in einem Regal.
  • Minijane hat dieses Buch gelesen.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.02.2023

Gar nicht so unrealistisch

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Im Jahr 2064, also in nicht allzu ferner Zukunft, scheint die Menschheit das drängendste Problem, nämlich den rasant fortschreitenden Klimawandel durch einige drastische Maßnahmen einigermaßen in den Griff ...

Im Jahr 2064, also in nicht allzu ferner Zukunft, scheint die Menschheit das drängendste Problem, nämlich den rasant fortschreitenden Klimawandel durch einige drastische Maßnahmen einigermaßen in den Griff bekommen zu haben.

Die Natur hat wieder Raum bekommen, indem man gigantische Naturschutzzonen errichtet hat, in denen quasi alle kleineren Ortschaften verschwinden mussten, um dort aufforsten zu können. Recycling findet in ganz anderen Dimensionen als heute statt und die Automatisierung ist in allen Lebensbereichen angekommen. 30 Jahre ist es jetzt her, dass Altkanzler und Alt EU Präsident Havelock das sogenannte Freiheitsgeld eingeführt hat, was mit der Abschaffung des Bargelds einherging und das eine Art bedingungsloses Grundeinkommen darstellt. Den Menschen ermöglicht es eine Existenz auch ohne der Notwendigkeit einer eigenen Arbeit nachgehen zu müssen. Kurz vor seiner Rede zum Jahrestag, die Havelock als Vater des Freiheitsgelds halten will, wird er in seinem Luxusappartment in der Gated Community „Oase“ tot aufgefunden. Dieser Wohnkomplex für die Reichen hat sein eigenes Sicherheitssystem, so dass die Polizei schon an den Eingangsbereichen ausgebremst wird.

Die Geschichte wird unter anderem aus der Sicht des Polizisten Ahmad Müller, einem ehemaligen Steuerfahnder erzählt, der diesem Fall nachgehen möchte, obwohl der Todesfall offiziell schnell als „Freitod“ abgetan werden soll.

Außerdem schlüpft der Leser noch in die Haut des Physiotherapeuten Valentin, der in der Oase arbeitet und einen sehr fragwürdigen Arbeitsvertrag hat. Auch die Innensicht seiner Frau Lina lernt der Leser näher kennen.

Des Weiteren gibt es noch eine Familie, die in der Oase in Ungnade gefallen ist und aus dem Luxuskomplex ausziehen musste und sich jetzt wieder in der normalen Umgebung zurechtfinden muß, die wir im Laufe der Geschichte näher kennenlernen.

Wie immer fesselt Eschbach mit seinen interessanten Zukunftsfantasien und lässt gekonnt Gesellschaftskritik in seinen Roman einfließen.

Der Schreibstil ist mitreißend und die Geschichte weitestgehend plausibel.

Allerdings sind die beschriebenen Probleme natürlich global und es ist fraglich, ob die im Buch umgesetzten, sehr radikalen Lösungsansätze bezogen auf die ganze Erde angesichts der unterschiedlichen Kulturen und Regime weltweit so funktionieren könnten. Das Buch regt auf jeden Fall zum Nachdenken an und wirft interessante Fragestellungen auf. Es gefällt einem nicht, was man hier liest, es verursacht einem Grusel und Magenschmerzen aber es ist durchaus denkbar, dass sich die Gesellschaft in eine ähnliche Richtung entwickeln könnte.

Der Autor liefert auch in diesem Buch wieder zeitgemäße Denkansätze und fasziniert mich mit seinem umfangreichen Hintergrundwissen.

Ich habe „Freiheitsgeld“ sehr gerne gelesen und teilweise gehört.

Die Vertonung von Mathias Koeberlin fand ich sehr gelungen.

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Veröffentlicht am 19.03.2023

Interessant aber das Ende ist ein schlechter Eschbach

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Eschbach ist für mich wie Licht und Schatten. Es gibt beides von ihm. Sei es 1 Billion Dollar und NSA und die Haarteppichknüpfer, welche Weltklasse sind und jedes für sich ein Meisterwerk, doch da gibt ...

Eschbach ist für mich wie Licht und Schatten. Es gibt beides von ihm. Sei es 1 Billion Dollar und NSA und die Haarteppichknüpfer, welche Weltklasse sind und jedes für sich ein Meisterwerk, doch da gibt es auch leider Bücher wie " Aquamarin oder Gliss " bei denen ich komplett entsetzt bin. Freiheitsgeld hat wie immer eine sehr gute Idee, die allem zugrunde liegt. Jeder Mensch bekommt monatlich eine Summe ausbezahlt, die es ihm ermöglicht, einfach nichts zu machen oder sich durch arbeiten etwas Geld zu verdienen. Jeder hat sein persönliches PAD, hat eine Wohnung. Für Reiche und Prominente gibt es noch Residenzen, in denen der Luxus pur herrscht.

Ganze Wohnviertel und Städte wurden abgerissen und Re-naturisiert. Spezielle Naturschutzgebiete wurden ausgewiesen, die auch nicht betreten werden dürfen. Drohnen kontrollieren die Zäune und eine fast vollständige Kameraüberwachung ist als natürlich gegeben. Als ein plötzlicher Todesfall in einer Luxusresidenz auf einen Selbstmord hindeutet, kann sich das der Fitnesstrainer der Residenz nicht erklären und in Verbindung mit einem jungen Polizisten ergeben die Ermittlungen immer neue Fragen ....

Sehr gut gelesen, wie die meisten Eschbach Bücher sofern der Autor nicht selbst versucht zu lesen, denn das klingt gar fürchterlich gibt es zum Glück geeignete Sprecher, so auch hier. Die Geschichte ist interessant und vor allem in Bezug auf die Co2 Diskussionen recht aktuell. Wie ergeht es jemand, der sich aus einem perfekt gestrickten System ausklinken will und ohne jegliche Bezahlmöglichkeiten in einem absoluten Überwachungsstaat ermitteln will ?

Nach einer spannenden Geschichte ist es umso enttäuschender ein Ende vorzufinden, das eigentlich niemand so richtig befriedigen kann und man verwünscht die Zeit, die eingesetzt wurde um der bis dahin guten Geschichte zu folgen und stellt fest, dass jemand im Handumdrehen, diese Geschichte gekillt hat.

Fazit:. Es sah nach 4 Sternen aus , doch bei diesem Ende schwanke ich zwischen 2und 3 Sternen ! Empfehlung leider keine, weil ich immer noch enttäuscht bin.

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