Cover-Bild Freiheitsgeld
(4)
  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere

Klicken Sie hier, um den Weitersagen-Button zu aktivieren. Erst mit Aktivierung werden Daten an Dritte übertragen.

25,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Lübbe
  • Themenbereich: Belletristik - Thriller / Spannung
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 528
  • Ersterscheinung: 26.08.2022
  • ISBN: 9783785728123
  • Empfohlenes Alter: ab 16 Jahren
Andreas Eschbach

Freiheitsgeld

Roman

Europa in nicht allzu ferner Zukunft. Die Digitalisierung ist weit fortgeschritten, Maschinen erledigen die meiste Arbeit, während ein bedingungsloses Grundeinkommen, das sogenannte "Freiheitsgeld", dafür sorgt, dass jeder ein menschenwürdiges Leben führen kann. Als der Politiker, der das Freiheitsgeld eingeführt hat, tot aufgefunden wird, wirkt es zunächst wie ein Selbstmord. Doch dann wird der Journalist ermordet, der einst als sein größter Gegenspieler galt. Ahmad Müller, ein junger Polizist, ist in die Ermittlungen um beide Fälle involviert - und sieht sich mit übermächtigen Kräften konfrontiert, die im Geheimen operieren und vor nichts zurückschrecken, um eine Aufklärung zu vereiteln.

Weitere Formate

Dieses Produkt bei deinem lokalen Buchhändler bestellen

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.09.2022

Wunderbare Zukunft?

0

Deutschlands Bundeskanzler und EU-Präsident a.D. Robert Havelock lebt im Jahre 2064 in einer sogenannten Gated Community. Dreißig Jahre zuvor hat er das Freiheitsgeld (ehemals Bedingungsloses Grundeinkommen) ...

Deutschlands Bundeskanzler und EU-Präsident a.D. Robert Havelock lebt im Jahre 2064 in einer sogenannten Gated Community. Dreißig Jahre zuvor hat er das Freiheitsgeld (ehemals Bedingungsloses Grundeinkommen) eingeführt und soll demnächst bei der Jubiläumsfeier eine Rede halten. Doch bevor es dazu kommt, wird er leblos im Badezimmer aufgefunden, ein Freitod-Set am Waschbecken. Der junge Polizist Ahmad Müller aus der Abteilung G vermutet ein Gewaltverbrechen, hat aber praktisch keine Möglichkeit, hinter den Mauern der Reichen zu ermitteln.

Fesselnd, erschreckend, dystopisch – so präsentiert Andreas Eschbach diese gar nicht unrealistische Romanhandlung. Roboter übernehmen viele Arbeiten, der Mensch hat nicht viel, aber mit dem monatlichen Freiheitsgeld ausreichend, um zu überleben. Wer nach mehr strebt, kann einer bezahlten Erwerbstätigkeit nachgehen. Kommunikation, Bestellungen und Zahlvorgänge, Ausweissammlung, Türöffner, alles läuft über einen Pod, den man immer bei sich trägt. Längst an die vermeintlichen Vorteile dieses Systems gewöhnt, denkt niemand an Überwachung, Macht und Kontrolle.

Mit interessanten Szenarien und glaubwürdigen Charakteren bildet der Autor eine durchaus vorstellbare Welt in unserer Zukunft ab. Was kostet Bequemlichkeit, was bedeutet Freiheit? Woher kommt das regelmäßige Einkommen ohne Leistung? Gibt es andere Möglichkeiten, wenn durch Roboter Arbeitsplätze verloren gehen oder handelt es sich bloß um Umstrukturierung? Muss sich der Mensch nur neu orientieren? Viele Fragen um moderne Lebensstile, Ethik und Moral werden aufgeworfen und regen zum Nachdenken an, wie wir die vor uns liegenden Jahrzehnte gestalten wollen. Unterschiedlichste Existenzen werden vorgestellt, mit welcher kann man sich am ehesten identifizieren? Ist es der Drogenabhängige, der allein vom Freiheitsgeld lebt und in einer kleinen Wohnung sitzt oder der Familienvater, der keinen qualifizierten Arbeitsplatz findet, der strenge Steuerfahnder, welcher für Recht und Ordnung sorgt oder der Angepasste, der ungewöhnliche Aufträge akzeptiert, um sich ein luxuriöses Leben in einer Gated Community leisten zu können?

Von unterschiedlichen Seiten und Lebensentwürfen beleuchtet Eschbach die 2060er-Jahre und zeigt diverse Facetten, welche die Automatisierung bieten kann. Vor dieser Kulisse gibt es noch einen spannenden Krimi, bei dem die zuständigen Ermittler nicht gerade gefördert werden in ihrem Tun. Von höchster Stelle werden Ahmad Müller und seine Kollegen zurückgepfiffen, wodurch seine Neugier natürlich erst recht geweckt wird.

Ein flüssiger Schreibstil, interessante, manchmal erstrebenswerte, manchmal beängstigende Szenen lassen dieses Buch zu einer wahren Hochschaubahn der Gefühle werden. Sieht so unser künftiges Leben aus? Viel zum Nachdenken, welchen Einfluss jeder Einzelne von uns hat, Reflektieren, ob Entscheidungen von gestern heute noch ihre Berechtigung haben oder überarbeitet werden sollen. Lesevergnügen und Bewusstsein für Verantwortung – das findet man in ansprechender Form bei Andreas Eschbach. Ich empfehle „Freiheitsgeld“ jedenfalls gerne weiter.



Titel Freiheitsgeld

Autor Andreas Eschbach

ISBN 978-3-7857-2812-3

Sprache Deutsch

Ausgabe Gebundenes Buch, 528 Seiten

ebenfalls erhältlich als e-book und Hörbuch

Erscheinungsdatum 26. August 2022

Verlag Lübbe

Veröffentlicht am 26.09.2022

Realistische Zukunftsvisionen?

0

Ich lese in der Regel absolut kein Science Fiction, aber als ich im Laden stand, haben mich Aufmachung und Titel so begeistern können, dass ich mehr wissen wollte.

Eschbach spinnt hier eine Zukunftsvision, ...

Ich lese in der Regel absolut kein Science Fiction, aber als ich im Laden stand, haben mich Aufmachung und Titel so begeistern können, dass ich mehr wissen wollte.

Eschbach spinnt hier eine Zukunftsvision, die mit 2064 nicht allzu weit weg von unserer Gegenwart ist und sich rund ums bedingungslose Grundeinkommen, Klimaschutz und Erledigung von Arbeit durch Maschinen dreht.

Wer sich für diesen Roman entscheidet, der braucht Ausdauer, denn über 500 Seiten gefüllt mit jeder Menge Handlungsstränge, deren Zusammenhänge man nur begreift, wenn man konzentriert und aufmerksam liest.

Mir gefiel vor allem, dass Eschbach nüchtern, beinahe wie ein Zeitungsartikel schreibt und es daher so echt wirkt als könnte uns das wirklich ereilen.

Natürlich werden einige Klischees bedient wie das auch in der Zukunft die Reichen es besser haben als der Normalsterbliche, aber das wird wohl immer so sein, da die Welt nie gerecht sein wird.

Die Fortschritte vor allem im Technischen, aber auch im sozialen Miteinander erschienen mir realistisch und umsetzbar.

Spannend erzählt empfand ich zudem die Ermittlungen zu den beiden Todesfällen. So hat man auch noch ein paar Krimielemente im Buch.

Besonders gefallen hat mir als Figur Franka, weil ich ihr handwerkliches Geschick bewundere und ihre mutige Art einfach mochte. Ich bin eh ein Fan von starken Frauenfiguren und das ist sie ohne Frage.

Fazit: Eine Zukunft, die so stattfinden könnte. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt und das offene Ende sorgt dafür, dass man auch nach der Lektüre weiter drüber nachdenkt. Empfehlenswert...

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.08.2022

Freiheitsgeld für alle und zwei Tote, die Fragen aufwerfen

0

Im Jahr 2064 zieht der Fitnesstrainer Valentin mit seiner Frau Lina in eine "Gated Community" und kann seinen Augen kaum trauen: Alles ist so sauber, so sicher, so schön! Zwar wohnt er selbst nur in der ...

Im Jahr 2064 zieht der Fitnesstrainer Valentin mit seiner Frau Lina in eine "Gated Community" und kann seinen Augen kaum trauen: Alles ist so sauber, so sicher, so schön! Zwar wohnt er selbst nur in der B-Zone, doch für seine Arbeit darf er die A-Zone betreten, in der zahlreiche Promis seine Dienste in Anspruch nehmen. Einer von ihnen ist Robert Havelock, Bundeskanzler a.D., Eu-Präsident a.D. und Erfinder des Freiheitsgeldes, eines festen Betrags, der jedem und jeder Deutschen monatlich zusteht. Valentin ist zunächst begeistert von seinem neuen Leben, doch er muss feststellen, dass alles einen Preis hat.

Wie auch Valentin hat sich Ahmad Müller entschieden, sein Freiheitsgeld durch eine berufliche Tätigkeit aufzustocken, auch wenn ihm nach Abzug der exorbitanten Steuern nur ein kleines Extra bleibt und er sich eine Wohnung mit seinem Großvater teilen muss. Er arbeitet als Polizist bei der Steuerfahndung, würde aber lieber Verbrechen aufklären. Schließlich werden gleich zwei Personen tot aufgefunden. Was ist hier vorgefallen, gibt es eine Verbindung?

Andreas Eschbach nahm mich als Leserin 42 Jahre mit in die Zukunft in ein Deutschland, in dem ein Großteil der Arbeit von Maschinen übernommen wurde. Viele Jobs gibt es nicht mehr, und die sind aufgrund der hohen Steuerabgaben mäßig attraktiv. Mit dem Freiheitsgeld, das jeder erhält, lässt es sich einigermaßen, wenn auch nicht sonderlich luxuriös, leben. Umso erstaunter ist Valentin, welche Verhältnisse in der "Gated Community", in der sich zahlreiche Prominente zur Ruhe gesetzt haben, herrschen.

Die Geschichte startet ruhig und nimmt sich Zeit, mir die Charaktere genauer vorzustellen. Ich verfolgte Ahmeds Polizeikarriere und seine Versuche, seine toughe Freundin Franka, die als Handwerkerin Badezimmer gestaltet und saniert, enger an sich zu binden. Valentin fehlt für seine Frau Lina hingegen zunehmend die Zeit, die sich überlegen muss, wie sie ihre Tage in der Community ohne Job gestalten will.

Die beiden Toten, deren Identität in der Buchbeschreibung schon enthüllt wird, werden erst nach 200 Seiten gefunden. Dadurch werden zahlreiche Fragen aufgeworfen. Ahmads Erzählstrang interessierte mich von da an am meisten, da ich wissen wollte, ob die Polizei die Todesursachen aufklären kann. Die Ermittlungen gestalten sich jedoch lange als zäh, bis zum Ende hin Schlag auf Schlag alle Geheimnisse enthüllt werden. Ich hätte mir hier einen ausgewogeneren Spannungsbogen gewünscht.

Die Überlegungen, wie eine Welt mit fortschreitender Digitalisierung, verstärkten Klimaschutz-Bemühungen und bedingungslosem Grundeinkommen aussehen könnte, fand ich interessant. Natürlich steckt in der Handlung auch allerlei Gesellschaftskritik, die ins Nachdenken bringt. Gerne empfehle ich "Freiheitsgeld" an Leser weiter, die Lust auf einen in Deutschland angesiedelten Zukunftsroman mit Krimielementen haben.

Veröffentlicht am 04.09.2022

Enttäuschend

0

Den Klapptext fand ich toll. Ich hatte mich wahnsinnig auf das Buch gefreut.
Ich fand die Geschichte größtenteils enttäuschend.
Es gab am Anfang weder eine Einführung noch einen Weltenaufbau. Ich hatte ...

Den Klapptext fand ich toll. Ich hatte mich wahnsinnig auf das Buch gefreut.
Ich fand die Geschichte größtenteils enttäuschend.
Es gab am Anfang weder eine Einführung noch einen Weltenaufbau. Ich hatte Anfang keine Ahnung wie die Welt aussieht in der die Geschichte handelt. Vieles mußte ich mir denken. Die eigentliche Handlung aus dem Klapptext findet erst nach über 100 Seiten statt. Es tauchen ständig neue Geheimnise und Personen auf. Ich fand den Lesefluss dadurch nicht flüssig.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere