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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.02.2020

Gut konstruierte Story mit sympathischen Protagonisten ...

Todeskäfig
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Auf diesen Thriller bin ich eher zufällig gestoßen, da ich eine Leseprobe zum Nachfolger "Knochengrab" gelesen habe und für mich nach nur wenigen Seiten fest stand, dass ich diese Reihe unbedingt kennen ...

Auf diesen Thriller bin ich eher zufällig gestoßen, da ich eine Leseprobe zum Nachfolger "Knochengrab" gelesen habe und für mich nach nur wenigen Seiten fest stand, dass ich diese Reihe unbedingt kennen lernen möchte.
Also Band 1 "Todeskäfig" bestellt und ich wurde nicht enttäuscht.

Der Schreibstil ist durchgehend spannend, mitreißend, sehr atmosphärisch und bestens bildlich vorstellbar. Die Charaktere finde ich sehr lebensnah, mit Ecken und Kanten, aber auch mit echten Emotionen, die gut nachvollziehbar sind.

Mit der Hauptfigur Sayer Altair konnte ich immer gut mitfühlen und fand ihre Entwicklung während der Geschichte sehr schön. Sie hat in ihrem Leben einige schwere Schicksalsschläge erlitten, aber so langsam kommt wieder Freude in ihr Dasein.
Und das trotz des extrem komplexen, furchtbar grausamen Falles, den sie zusammen mit ihrem Team lösen muss. Mädchen werden entführt und in einen Käfig gesperrt, in dem sie letztendlich verhungern. Ein Wettlauf mit dem Tod beginnt, als Sayer ein weiteres Opfer verhindern will.

Der Fall ist super konstruiert und wartet mit vielen Überraschungen und Wendungen auf. Von Anfang bis Ende ist das Buch fesselnd und spannend.

Am Schluss bleiben sehr viele Dinge offen und nicht nur ein Cliffhanger sorgt dafür, dass man sofort weiter lesen will. Das werde ich mit "Knochengrab" jetzt auch gleich tun ...
Der Fall an sich ist aber natürlich schon abgeschlossen, so dass man das Buch auch "allein für sich" genießen könnte, aber dafür bin ich viel zu neugierig, wie es mit den lieb gewonnenen Personen weiter geht ... eben die typische "Seriensucht"! :)

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.02.2020

Wahrheit oder Fiktion?

Abgefackelt
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ael Tsokos ist mit seinen tollen Thrillern mit Rechtsmediziner Paul Herzfeld der Spagat zwischen Wahrheit und Fiktion sehr gut gelungen.
Spannende Stories werden gekonnt vermischt mit echten Fällen aus ...

ael Tsokos ist mit seinen tollen Thrillern mit Rechtsmediziner Paul Herzfeld der Spagat zwischen Wahrheit und Fiktion sehr gut gelungen.
Spannende Stories werden gekonnt vermischt mit echten Fällen aus der Rechtsmedizin.
Im zweiten Teil der Vorgeschichte zur Trilogie "Zerschunden", "Zersetzt" und "Zerbrochen" kommt noch ein weiterer Aspekt hinzu: die Frage nach der Schädlichkeit von Mobilfunkstrahlung und die Vertuschung eines Skandals.
Nur allzu vorstellbar, dass so etwas auch wirklich passieren könnte bzw. bezogen auf andere Dinge tagtäglich auf der Welt so praktiziert wird. Wenn einzelne Menschen Skandale aufdecken, die großen Konzernen etc. sehr viel Geld und Ansehen kosten könnten, dann greifen diese gern mal zu drastischen Mitteln.
Damit darf sich der sympathische Paul Herzfeld also in dieser Geschichte herumschlagen - und das, obwohl er sich eigentlich von seinen tragischen Erlebnissen erholen sollte, die in "Abgeschlagen" erzählt werden. Aber wer Paul Herzfeld kennt, der weiß, dass dieser sowieso kein Typ ist, der sich gerne ausruht, also ist er wieder voll in seinem Element.

Es wird wieder blutig, spannend und actionreich. Einige Tote haben mir sehr leidgetan, aber ohne tragische Kollateralschäden kommt wohl keiner der Bände aus.

Der Schreibstil ist mitreißend und atmosphärisch und ich habe mich über ein Wiedersehen mit einigen lieben Figuren gefreut.
Die Story ist für geübte Thrillerleser ganz gut durchschaubar, was der Spannung aber nicht schadet.
Am Ende lässt uns ein Cliffhanger gespannt zurück, so dass man nur auf eine baldige Fortsetzung hoffen kann.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
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Veröffentlicht am 04.02.2020

Menschliche Abgründe ...

Abgeschlagen
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Wie immer vereint Autor Michael Tsokos sehr geschickt wahre Fälle aus der Rechtsmedizin mit einer fiktiven Geschichte um den sympathischen Paul Herzfeld.

Hier erfahren wir also nun den Anfang der Vorgeschichte ...

Wie immer vereint Autor Michael Tsokos sehr geschickt wahre Fälle aus der Rechtsmedizin mit einer fiktiven Geschichte um den sympathischen Paul Herzfeld.

Hier erfahren wir also nun den Anfang der Vorgeschichte zur Trilogie "Zerschunden", "Zersetzt" und "Zerbrochen". Ich habe mich sehr gefreut, wieder Neues von Paul Herzfeld zu lesen, denn er ist mir schon ans Leserherz gewachsen.

Was den Fall betrifft: wir dürfen wieder tief in menschliche Abgründe blicken. Es wird blutig, brisant, actionreich und manchmal auch echt traurig. Dieses Mal ist leider das Institut, in dem Herzfeld arbeitet, auch sehr involviert in die Sache, was es für ihn noch schwerer macht. Wer ihn bereits kennt, der weiß, dass er einfach nicht stillhalten kann, wenn er erst mal ein Verbrechen wittert und eine Spur aufgenommen hat. Und dabei schreckt er vor nichts zurück und gerät meist auch selbst in große Gefahr.

Der Schreibstil ist sehr mitreißend und anschaulich. Man wird nicht mit Fachkauderwelsch zugetextet, sondern alles ist prima verständlich und echt interessant.
Geübte Thrillerleser wissen zwar schon früh, wie die Sache wohl ausgehen wird bzw. wer dahintersteckt, aber das tut der Spannung wenig Abbruch.

Ein sehr fesselndes, interessantes Buch, das ich gern weiter empfehle!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.01.2020

Sehr nützlich und informativ ...

Das große Buch vom Fasten
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Auf meinem Weg zu einem Leben mit mehr Gesundheit, Achtsamkeit und einer besseren Verbindung zum „großen Ganzen“ kam ich natürlich auch um das Thema „Fasten“ nicht herum. Fasten ist eine wunderbare Möglichkeit, ...

Auf meinem Weg zu einem Leben mit mehr Gesundheit, Achtsamkeit und einer besseren Verbindung zum „großen Ganzen“ kam ich natürlich auch um das Thema „Fasten“ nicht herum. Fasten ist eine wunderbare Möglichkeit, durch Verzicht seinen Geist zu erweitern und Dinge zu erleben, die man nicht für möglich halten würde.
Das funktioniert aber nur, wenn man mit der richtigen geistigen Haltung an die Sache herangeht, sonst verkommt es zur sinnlosen „Nulldiät“, was der Autor auch recht eindrücklich in diesem Buch hier beschreibt.

Das Buch ist unheimlich informativ und sehr übersichtlich in größere Kapitel und in gut gegliederte Abschnitte unterteilt, die seitlich durch kleine Überschriften oder Schlagworte gekennzeichnet sind. Das erleichtert das Wiederfinden wichtiger Passagen und man kann wirklich gut mit diesem Buch arbeiten.
Er weißt auch sehr viel auf den historischen Hintergrund des Fastens hin und vermittelt auch hier einiges Wissen, unter anderem zahlreiche Zitate aus dem Essener Evangelium.
Wir erfahren auch, welche homöopathischen Mittel hilfreich sein können während des Fastens. Außerdem gibt er viele nützliche Tipps zu Krisenzeiten und evtl. auftretenden Problemen. Wenn man dieses Buch gelesen hat, fühlt man sich auf jeden Fall gut gerüstet für die Fastentage.

Durch die Lektüre habe ich viel Neues gelernt, das mir bisher vom Fasten noch nicht so bewusst war. Außerdem bin ich dank des Buches auf die „Sharepflaume“ gestoßen, die die zeitaufwändigen Einläufe während der Fastenzeit unnötig machen kann. Für diese Erkenntnis bin ich dem Autor wirklich sehr dankbar. So kann man das Fasten viel leichter in den Alltag integrieren, wenn man es länger machen möchte und sich nicht so viel Urlaub nehmen kann.

Sehr interessant fand ich auch die eigenen Erlebnisse des Autors in Bezug auf die „Lichtnahrung“ und seine Informationen hierüber. Vielleicht werde ich eines Tages auch mal dieses Stadium erreichen, wir werden sehen.

Auf jeden Fall hat mir das Buch sehr weitergeholfen und ich empfehle es gerne weiter. Es ist wirklich eine Art „Fastenbibel“, die man immer wieder zur Hand nehmen kann zum Nachschlagen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.01.2020

Anfangs etwas zäh, aber dann super ...

Der Schokoladensalon
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Die Geschichte beginnt im Jahr 1915 im englischen York und sie endet auch dort im Jahr 1921. Während dieser Zeit begleiten wir die junge Alex Frobisher auf ihrem Weg zu einem selbstbestimmten Leben, was ...

Die Geschichte beginnt im Jahr 1915 im englischen York und sie endet auch dort im Jahr 1921. Während dieser Zeit begleiten wir die junge Alex Frobisher auf ihrem Weg zu einem selbstbestimmten Leben, was in dieser Epoche alles andere als normal war.
Alexandra ist die Tochter reicher Eltern, aber sie wehrt sich entschieden dagegen, ihr ganzes Leben „nur“ als Hausfrau und Mutter zu verbringen, so wie es die Gesellschaft von ihr erwartet. Sie ist sehr intelligent und gerissen und versteht es, ihre Ziele – wenngleich auf Umwegen – zu erreichen, ohne ihren Eltern damit größeren Kummer zu bereiten.
Großen Kummer erleidet sie dann aber selbst, als sie einer Heirat mit einem Mann zustimmt, der sie zwar respektiert und ihr alle Freiheiten lässt, bei dem sie jedoch keine echte Liebe findet. Diese Gefühle erlebt sie erst später mit einem anderen Mann, der aber unerreichbar für sie ist.

Den deutschen Titel „Der Schokoladensalon“ finde ich fast etwas unpassend, da dieser erst auf den letzten 25 Seiten eine Rolle spielt, der englische Titel dagegen bezieht sich auf ein Objekt, welches in der gesamten Story quasi den roten Faden bildet: eine Schokoladendose, die während der Kriegszeit an Soldaten an der Front verschickt wurde.

Eine solche Dose führt zwei Menschen zusammen, die sich ansonsten niemals begegnet wären – mit weitreichenden Folgen.
Wie in solchen Büchern üblich, greift der Zufall natürlich oft ein, damit die Story funktionieren kann und am Ende alles gut wird. Daran darf man sich nicht stören und wir erörtern ja hier nicht die Glaubwürdigkeit, hier zählen andere Dinge. Emotionen zum Beispiel … und die kommen wahrlich nicht zu kurz. Vor allem auf den letzten Seiten, hier stieg mein Taschentuchverbrauch rapide an.

Der Schreibstil von Fiona McIntosh ist sehr mitreißend und man merkt auch, dass sie viel recherchiert. Man kann sich alle Ort immer prima vorstellen, man ist immer mitten im Geschehen und auch die Protagonisten wirken glaubwürdig und lebensecht.
Alex und auch einige weitere Figuren habe ich schnell ins Leserherz geschlossen und gerne mit ihnen mitgefiebert.

Bis die Geschichte richtig Fahrt aufnimmt, vergeht jedoch eine ganze Weile und man muss als Leser etwas geduldig sein. Deshalb auch ein Stern Abzug, denn mit einer leicht verkürzten Fassung wäre es manchmal vielleicht auch getan gewesen.
Hält man jedoch durch, wird man mit einer wirklich spannenden Story belohnt, die richtig ans Herz geht. Alex ist eine mutige Frau, die nicht nur für die Rechte der Frauen kämpft, sondern noch viel mehr vollbringt.
Erschreckt haben mich einige historische Gegebenheiten, die man sich heutzutage glücklicherweise kaum noch vorstellen kann.

Mir hat das Buch prima gefallen und ich empfehle es gern weiter.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere