Düstere Zukunft, starke Botschaft
Mit Freiheitsgeld liefert Andreas Eschbach erneut einen hochaktuellen, intelligent konstruierten Zukunftsthriller, der seine Stärken weniger in futuristischen Technologien als vielmehr in sozialen, politischen ...
Mit Freiheitsgeld liefert Andreas Eschbach erneut einen hochaktuellen, intelligent konstruierten Zukunftsthriller, der seine Stärken weniger in futuristischen Technologien als vielmehr in sozialen, politischen und moralischen Fragen entfaltet. Der Roman führt ins Jahr 2064, in eine Gesellschaft, die sich vollständig auf digitale Systeme, Robotik und ein bedingungsloses Grundeinkommen stützt – das titelgebende Freiheitsgeld. Doch schnell zeigt sich: Es reicht kaum zum Leben und dient eher der Kontrolle als der Freiheit.
Eschbach skizziert eine beklemmende Zukunft, die erschreckend real wirkt: strenge Zoneneinteilungen, totale Überwachung, digitalisierte Währungen und eine elitäre „Oase“ für die Reichen. Gleichzeitig gelingt es ihm, einen spannenden Kriminalfall um den Tod des früheren Kanzlers Havelock und dessen Urenkelin zu verweben.
Der Roman überzeugt durch glaubwürdige Figuren, gesellschaftliche Relevanz und meisterhaft aufgebaute Spannung. Freiheitsgeld ist Social Fiction im besten Sinne – unterhaltsam, nachdenklich stimmend und beunruhigend plausibel. Ein starker Eschbach, der lange nachhallt.