Einfach klasse
Mit „Knödelmord im Sperrbezirk“ hat mich Coco Eberhardt bestens unterhalten, spannend, witzig und herrlich bayerisch, genau so, wie ich Cosy-Krimis liebe.
Obwohl es bereits der fünfte Fall ist, war es ...
Mit „Knödelmord im Sperrbezirk“ hat mich Coco Eberhardt bestens unterhalten, spannend, witzig und herrlich bayerisch, genau so, wie ich Cosy-Krimis liebe.
Obwohl es bereits der fünfte Fall ist, war es für mich der erste mit Konstantin, dem Bestatter, und ich bin ziemlich begeistert, diese Reihe entdeckt zu haben.
Er stolpert eher widerwillig in einen Mordfall, der sich rund um das Münchner Sperrbezirk-Milieu entspinnt. Gemeinsam mit seinem Kumpel Leichen-Franz, Kommissar Dünnbier und Professor Hackspiel versucht er Ordnung in ein Geflecht aus Verdächtigen, Halbwahrheiten und sehr bayrischen Eigenheiten zu bringen. Besonderen „Beistand“ bekommt Konstantin dabei von seiner verstorbenen Tante Fanny, die sich regelmäßig ungefragt in sein Leben einmischt😂 und ihre ganz eigenen, oft überraschend treffsicheren Ratschläge parat hat. Die Ermittlungen entwickeln sich flott, bleiben jederzeit nachvollziehbar und verbinden klassische Krimispannung mit viel Humor, ohne den eigentlichen Mordfall aus den Augen zu verlieren.
Konstantin ist kein geschniegelt-glatter Held, sondern ein angenehm normaler Typ mit Ecken, Kanten, aber Tante Fanny ist das genaue Gegenteil, frech und direkt mischt sie sich aus dem Jenseits in Konstantins Alltag ein. Ihre Kommentare sorgen nicht nur für Lacher, sondern geben der Geschichte auch eine wunderbar schräge, fast schon gemütliche Note.
Insgesamt lebt der Roman von seinen skurrilen, aber unendlich liebenswerten Figuren. Jeder hat seine Eigenheiten, aber keiner wirkt überzogen oder künstlich.
Coco Eberhardt schreibt locker und pointiert, die Dialoge sitzen, Witze kommen beiläufig daher und selbst in spannenden Momenten bleibt immer Platz für ein Augenzwinkern.
Fazit:
Ich hatte sehr schöne Lesestunden mit diesem Krimi. Konstantin und Tante Fanny haben mein Herz im Sturm erobert, und ich bin mir ziemlich sicher, dass das nicht mein letzter Besuch bei ihnen war.