Cover-Bild Der Mondscheingarten
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24,95
inkl. MwSt
  • Verlag: TIDE exklusiv
  • Themenbereich: Belletristik - Liebesroman: Zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Ersterscheinung: 12.04.2013
  • ISBN: 9783844907513
Corina Bomann

Der Mondscheingarten

Elena Wilms (Sprecher)

Antiquitätenhändlerin Lilly bekommt eine ungewöhnliche alte Geige angeboten: Auf ihrer Unterseite ist eine Rose ins Holz gebrannt. Lilly ist fasziniert von dem Instrument und will das Rätsel der Rose entschlüsseln. Sie sucht Hilfe bei dem charmanten Musikexperten Gabriel. Gemeinsam finden die beiden heraus, dass die Geige vor über hundert Jahren einer berühmten Violinistin gehörte, die damals plötzlich verschwand. Lilly begibt sich auf die Spur der Unbekannten, die sie nach Sumatra führt. Dort findet sie des Rätsels Lösung – das auch ihr eigenes Leben in seinen Grundfesten erschüttert …

Elena Wilms' warme Stimme macht Corina Bomanns gefühlvolle Romane zu einem Hörgenuss.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.03.2021

Schöne Geschichte

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Auch dieser Roman von Corina Bomann wird wieder auf verschiedenen Zeitebenen erzählt. Zum einen die Jetzt-Zeit, in der die Hauptprotagonistin Antiquitätenhändlerin Lilly das Geheimnis um die Geige mit ...

Auch dieser Roman von Corina Bomann wird wieder auf verschiedenen Zeitebenen erzählt. Zum einen die Jetzt-Zeit, in der die Hauptprotagonistin Antiquitätenhändlerin Lilly das Geheimnis um die Geige mit der gravierten Rose lüften will, und zum Anderen Indonesien zu Beginn des 20. Jh., wo die Besitzerin der Geige lebte und wirkte. Dieser Teil der Geschichte ist der Autorin wirklich gelungen. Es entsteht hier ein stimmungsvolles und atmosphärisch dichtes Porträt einer Künstlerin, die den Konventionen jener Zeit nicht ohne weiteres entfliehen kann. Das Wechselspiel aus Gegenwart und Vergangenheit ist fesselnd erzählt und wartet auch mit einer guten Menge Romantik auf. Allerdings ist es nicht nur eine leichte und banale Geschichte. Die Autorin greift hier auch Themen wie Rassenunterschiede und Kolonialismus auf und verbindet es mit der Handlung und skizziert so auch ein Sittenbild Indonesiens Anfang des 20. Jh. Dank des flüssigen Schreib- und Erzählstils der Autorin hält man einen unterhaltsamen Roman in Händen der sowohl romantisch als auch durch Historisches zu überzeugen vermag – mir hat er gut gefallen.

Veröffentlicht am 29.01.2020

Wieder einmal schön

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Bücher von Corina Bomann gehen immer meiner Meinung nach.
Diesmal führt das Geheimnis einer Geige einen in eine andere Welt. Schon der Prolog weckt die Neugier auf diese Geschichte.
Ein Fremder hinterlässt ...

Bücher von Corina Bomann gehen immer meiner Meinung nach.
Diesmal führt das Geheimnis einer Geige einen in eine andere Welt. Schon der Prolog weckt die Neugier auf diese Geschichte.
Ein Fremder hinterlässt bei Lilly eine Geige und verschwindet, zuvor meint er noch dass diese Geige ihr gehöre. Etwas das Lilly kaum glauben kann. Um das Geheimnis der Geige zu erforschen wendet sie sich an ihre beste Freundin in England und sie kann ihr weiter helfen. Doch erwartet sie auch mehr Hilfe als sie erhofft hat.
Die Geschichte hat mich wieder sehr fix in ihren Bann gezogen. Man wechselt zwischen den Perspektivem, man findet sich aber jedes Mal sehr leicht zurecht. Stück für Stück erfährt man die Geschichte der Geige, wem sie gehört hat und welches Schicksal die Personen ereilt hat. Ob es ein Happy End gab oder nicht. Denn das Schicksal der Personen, denen die Geige gehörte, ist nicht immer ein einfaches gewesen.
ich finde es toll mich bei diesen Büchern immer in einer anderen Zeit und Land wieder zu finden und dank des Schreibstils der Autorin kann man sich immer gut reinversetzen.
Die Geschichte von Lilly, Rose und Helen ist bewegend und führt dann noch zu einen sehr überraschenden Ende. Obwohl ich dabei nicht weiß ob es ein wenig Zuviel war. Eine Geschichte für ein paar schöne Stunden.

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Veröffentlicht am 06.09.2019

Außergewöhnlich mittelmäßig

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Zum Inhalt:

Das Buch agiert auf mehreren Zeitebenen und changiert insbesondere zwischen der gegenwärtigen Handlung im Jahr 2011 und den Rückblenden in die Vergangenheit (1902, 1910).

Die Handlung der ...

Zum Inhalt:

Das Buch agiert auf mehreren Zeitebenen und changiert insbesondere zwischen der gegenwärtigen Handlung im Jahr 2011 und den Rückblenden in die Vergangenheit (1902, 1910).

Die Handlung der Gegenwart: Lilly Kaiser, Ende 30 und durch den Krebstod ihres Mannes Peter früh Witwe geworden, ist Antiquitätenhändlerin in Berlin mit eigenem Laden. Eines kalten Wintertages kommt ein Fremder in den saisonal gerade wenig besuchten Laden und legt ihr einen Geigenkoffer auf den Tisch der angeblich ihr gehöre. Er versichert sich ihrer Identität, will keine Bezahlung für die Geige und verschwindet ohne viele Erklärungen. Die Geige ist mit einem ungewöhnlichen Rosenornament versehen, das Lilly seltsam vorkommt. Außerdem enthält der Geigenkasten ein Musikstück namens „Der Mondscheingarten“, allerdings ohne Angabe des Komponisten. Eine mysteriöse Geige also! Wie gut dass ihre in London lebende Freundin Ellen Morris (gebürtige Hamburgerin wie Lilly, die mit einem Engländer verheiratet ist) ausgerechnet Expertin für alte Musikinstrumente ist! Sie ruft sie an und schlägt ihr vor sich die Geige anzusehen. Lilly reist nach London und lernt auf dem Flug den attraktiven Musiklehrer Gabriel Thornton kennen, der ihr in der Zukunft und in puncto Geige noch behilflich sein wird. In London führt sie die Spur der Geige zu zwei ihrer Vorbesitzerinnen: Rose Galway und Helen Carter. Was hat es mit der Geige und der Geschichte der Frauen auf sich? Ihre weitere Recherchereise führt sie nicht nur weiter in die Violinenstadt Cremona, Italien, sondern auch nach Sumatra, Südostasien und in ihre eigne, ganz persönliche Vergangenheit.
In der Vergangenheit lernen wir im London der Jahrhundertwende um 1900 Rose Galway kennen, eine gefeierte Stargeigerin. Als sie auf Konzertreise in ihrer mütterlichen Heimat Sumatra ist (Rose ist zur einen Hälfte Engländerin, zur anderen Hälfte eine Minangkabau, ein Volksstamm in dem die mütterliche Linie und das Matriarchat noch vorherrschend sind). Auf Sumatra lernt sie den englischen Kaufmann Lord Paul Heavenden kennen und verliebt sich in ihn, der allerdings bereits mit einer anderen verlobt ist…

„Der Mondscheingarten“ ist von seinem Erzählaufbau her ähnlich angestaubt wie der Geigenkoffer, in dem Lilly Kaiser in ihrem Berliner Antiquitätenladen die Geige von Rose Galway überreicht bekommt. Jemand in der Gegenwart findet einen alten Gegenstand (gerne auch ein Buch oder die üblichen Briefe mit Samtschleife), der natürlich geheimnisumwoben ist; dieser jemand recherchiert alles, was es über dieses Artefakt (warum ist es nur so besonders?) zu wissen gibt und reist deswegen in ferne/fremde Länder und natürlich auch immer in die eigene Vergangenheit – denn es ist erzähltechnisch ja kein Zufall dass genau diese Person das geheimnisvolle Artefakt findet. Nebenbei findet sich auch meistens die große Liebe, denn der/die GeheimnissucherIn ist natürlich ein etwas vereinsamter Single (meist mit tragischem Verlust eines früheren Partners oder anderen Verletzungen) und irgendjemand mit einem Spezialwissen zu dem Gegenstand hilft ihr nicht nur dessen Vergangenheit aufzuklären sondern ist meistens auch besonders attraktiv und sympathisch…
Was soll ich sagen außer: alles schon mal dagewesen und in Antonia S. Byatts „Posession“ literarisch um einiges reizvoller aufbereitet. Aber es wäre nicht gerecht einen Roman dieser Qualität mit dem „Mondscheingarten“ zu vergleichen, der sicher mehr unterhalten als durch seine literarische Raffinesse überzeugen will. Aber auch ein Jugendroman nach dem gleichen Schema („Revolution“/"Das Blut der Lilie" von Jenniffer Donelly) hat mich da um einiges mehr überzeugt. Dort wurde man mehr mitgenommen von der Geschichte und dem Schema F wurde durch eine differenzierte Erzähltechnik ein einzigartiger Charakter verliehen.

Ich muss sagen ich war nicht sonderlich überrascht als sich im „Mondscheingarten“ die Beziehung zwischen den Vorbesitzerinnen der Geige (Rose Galway und Helen Carter) und ihrer gegenwärtigen Besitzerin als so erwiesen hat wie es sich im Roman herausstellt. Ich hab eher gedacht: das kann doch nicht sein dass es tatsächlich so ist, wie langweilig! Auch Lilly Kaiser als gegenwärtige Hauptfigur erschien mir ziemlich oberflächlich und stromlinienförmig charakterisiert. Dass dann mit Gabriel auch noch so ein „offensichtliches“- männliches Pendant (ein „larger-than-life“-Kerl) dazukam, hatte – ich muss es leider sagen – Groschenromancharakter (leider hat der ein oder andere Groschenroman aber auch noch mehr pep!)
Die Charaktere in der Vergangenheit hatten etwas mehr Tiefgang, was die historische Erzählung gegenüber der Gegenwartshandlung aufgewertet hat. Die ganze Handlung ist allerdings zu steif und wirkt übermäßig konstruiert.
Nun gut, aber der Roman – so viele finden ihn ja toll – muss doch irgendetwas haben was ihn besonders macht, so besonders wie den „Mondscheingarten“ in Padang, Sumatra, Indonesien…
Leider habe ich es nicht gefunden. Ja klar, es geht um Frauenschicksale in der Vergangenheit, um Künstlerinnen, das ist an sich ein ehrenwertes Thema und man lernt etwas über ein Land, das einem – wenn man nicht gerade Südostasienexperte ist – ziemlich fremd und exotisch vorkommt. Das Thema Matriarchat wird auf den Plan gebracht, was mir auch gut gefallen hat: alles wird von einer weiblichen Linie definiert. Alles wunderbar und auch ganz lesens- bzw. hörenswert, aber das gewisse Etwas, das diesen Roman zu einem einzigartigen Wow-Erlebnis hätte machen können, hat mir persönlich gefehlt. Das heißt jetzt aber nicht dass der Roman schlecht ist: die Autorin kann durchaus erzählen und einen Spannungsbogen aufbauen, allerdings hat dieser meinen Erwartungen nicht entsprochen und mich durch eine gewisse Vorhersehbarkeit enttäuscht.

Ich habe den Roman als Hörbuch erhalten. Die Stimme der Vorleserin war ganz angenehm. Die Qualität der Hörbuch-CDs ist einwandfrei.