Wieder gut, aber nicht so gut wie Gut gegen Nordwind
❓️Warum wollte ich das Buch lesen?
Weil ich "Gut gegen Nordwind" so richtig doll geliebt habe. Außerdem hat eine Bekannte sehr davon geschwärmt, was meine Neugier noch verstärkt hat. Als ich es dann ...
❓️Warum wollte ich das Buch lesen?
Weil ich "Gut gegen Nordwind" so richtig doll geliebt habe. Außerdem hat eine Bekannte sehr davon geschwärmt, was meine Neugier noch verstärkt hat. Als ich es dann zufällig auf einem Flohmarkt entdeckt habe, musste es einfach mit. Und trotzdem lag es viel zu lange auf meinem SuB. Völlig zu Unrecht, wie ich jetzt finde.
🧠 Meine Meinung:
Ich mochte die Geschichte wirklich gern. Die Dialoge sind klug und eben typisch Glattauer, mit feinem Humor und einer guten Portion Selbstreflexion. Eduards Gedankengänge haben mich oft amüsiert, weil Denken und Sagen herrlich auseinanderklaffen.
Emotional kommt das Buch für mich allerdings nicht an Gut gegen Nordwind heran, da liegen sogar Welten dazwischen. Nicht umsonst gehört das Buch zu meinem Lieblingsbüchern. Zurück zu dieser Geschichte.
Catrin und Eduard sind sicher nicht immer einfach, vielleicht stellenweise sogar ein bisschen anstrengend, aber gerade das mochte ich hier. Auch eher untypisch für mich.
Zur Mitte hin ließ meine Euphorie etwas nach, was sicherlich daran lag, dass ich zeitgleich noch ein anderes, sehr intensives Buch, gelesen habe. Doch das Ende hat mich auch hier wieder überrascht und versöhnt.
✅️ Fazit:
Eine kluge, dialogstarke Zugfahrt durch Themen wie Liebe, Ehe und Selbstreflexion. Nicht so emotional packend wie mein Glattauer-Favorit, aber dennoch kurzweilig, witzig und absolut lesenswert, besonders für Fans von Gut gegen Nordwind.
🔎 Worum geht’s?
Der ehemalige Liebesroman-Autor Eduard Brünhofer sitzt im Zug von Wien nach München, eigentlich auf Ruhe bedacht. Doch seine Abteil-Mitreisende Catrin Meyr, Physiotherapeutin und bekennende Skeptikerin von Langzeitbeziehungen, verwickelt ihn in ein intensives Gespräch über Liebe, Ehe, Schreiben und das Leben.
Erzählt wird aus seiner Perspektive, inklusive all der Gedanken, die er lieber für sich behalten würde. Genau das sorgt für Witz, Tiefgang und so manchen Schmunzler.