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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.12.2019

Kommt nicht an den ersten Band heran

Winterzauber im Central Park
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>> Baggots Weihnachtsbücher sind ein Must have im Winter!

>> Baggots Weihnachtsbücher sind ein Must have im Winter! <<

So steht es auf dem Klappentext und so war ich auch der Meinung.

Meine Liebe zu Mandy Baggot habe ich mit dem ersten Teil, aus der Winterzauber-Reihe, entdeckt. Danach stand fest, ihre Bücher muss ich einfach weiter verfolgen. Auch wenn leider gar keins mehr so richtig an das erste Buch heran kam. Trotzdem wollte ich auch ihrem neusten Werk „Winterzauber im Central Park“ eine Chance geben. Schließlich landet der Leser wieder im weihnachtlichen New York.

Genau wie Lara, die ursprünglich aus dem kleinen, englischen Örtchen Appleshaw stammt und deren Freund eine Auszeit braucht. Eigentlich eher um die Fühler mal ein bisschen auszustrecken und das findet Lara auch schnell heraus.

Der Zauber der Stadt und der unwiderstehliche Schauspieler Seth Hunt sollen nun ihr gebrochenes Herz wieder heilen. Wobei das Kennenlernen des Schauspielers lediglich dazu dienen soll ihren Freund, zu Hause, eifersüchtig zu machen.

Eine klassische Geschichte, wie man sie zwar oft schon kennt, aber unvoreingenommen, habe ich mich dann ins Lesevergnügen gestürzt.

Den Anfang fand ich tatsächlich auch noch interessant, allen voran die Hauptprotagonistin, die mit ihrer burschikosen Art, ihrem Kurzhaarschnitt und den Dock Martens, so gar nicht ins typische Bild passte.

Aber kaum in New York gelandet, fing es auch schon an langweilig zu werden. Es zog sich tatsächlich komplett über 475 Seiten. Da konnte mich Seth' Geschichte auch nicht mehr wirklich reizen, obwohl ich mir gerade von der soviel versprochen habe.

Ich will jetzt nicht behaupten, dass das Buch schlecht ist. Für mich ein solider 3 Sterne Frauen-Roman und genau da liegt das Problem. Diese Geschichte hätte genauso zu jeder Jahreszeit stattfinden können, da bei mir keinerlei weihnachtliche Gefühle rüber kamen, selbst dann nicht, als von dekorierten Schaufenstern, geretteten Rentieren oder gemütlichen Restaurants die Rede war.

Da hätte die Autorin sich, glaube ich, einen größeren Gefallen getan, die Geschichte mal im schnuckeligen Appleshaw spielen lassen.

Im Moment bin ich wirklich noch unschlüssig, ob ich die Winterzauber-Reihe weiter verfolgen möchte, da ich nun sagen kann, dass kein weiteres Buch mich nochmal so abgeholt hat, wie der erste Teil. Schade eigentlich, denn die Cover mit dem Markenzeichen „roter Schirm“ sehen einfach wunderschön aus.

Fazit:

Ein klassischer Frauen-Roman, den man zu jeder Jahreszeit lesen könnte, aber „Must have“ im Winter, wie eingangs erwähnt, kann ich nicht gerade behaupten.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.12.2019

Eine süße Geschichte, über das Mutigsein, für die ganze Familie

Fussel und der Mutausbruch
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>> Ein zauberhafter Mutmacher für kleine und große Menschen

>> Ein zauberhafter Mutmacher für kleine und große Menschen <<

Da ich Wortspiele unheimlich liebe, ist mir der Titel dieses Kinderbuches sofort ins Auge gestochen. „Fussel und der Mutausbruch“ klingt einfach nach Rebellion und Abenteuer. Und genau das hat die Autorin und gleichzeitig Illustratorin auf eine zuckersüße Art umgesetzt.

Der kleine Fussel „Klitzeklein“ lebt mit seiner Familie auf einer Wolldecke. Tagein tagaus, immer das Gleiche. Nie passiert etwas Aufregendes und das findet Klitzeklein ziemlich öde und deswegen möchte er am liebsten die große, weite Welt entdecken. Doch seine Familie warnt ihn, denn außerhalb der Decke lauern große Gefahren.

Als Fussel eines Nachts wach lag, sah er eine Sternschnuppe durch das Fenster. Er hatte es satt, diese Langeweile und war neugierig, was die Welt draußen so für ihn bereit hielt und so packte er all seinen Mut zusammen und plumpste direkt in sein großes Abenteuer.

Dieses Buch erzählt eine Mutmachgeschichte für 3 – 5 jährige. Das Alter findet ich passend gewählt, da Bilder und Textmenge darauf ausgelegt sind. Natürlich sind die Bilder nicht allzu farbenfroh, was natürlich auch der Umstand, Staub und Fussel, mit sich bringt. Aber wer weiß, was Klitzeklein alles so erleben wird? Vielleicht wird seine kleine Welt bald ein bisschen bunter sein.

Botschaft:
Wer mutig ist und an sich selbst glaubt, kann alles schaffen. Denn Mut ist der Zauber der Träume wahr werden lässt.

Fazit:
Eine süße Geschichte, über das Mutigsein, für die ganze Familie.

Veröffentlicht am 20.11.2019

Besinnlich und schön

Mr. Hicks feiert Weihnachten
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An Weihnachten soll niemand allein sein



Wenn man sich das Buch mit seinem Cover anschaut, könnte man eine klassische Weihnachtsgeschichte vermuten. Wobei es natürlich auch eine Interpretationssache ...

An Weihnachten soll niemand allein sein



Wenn man sich das Buch mit seinem Cover anschaut, könnte man eine klassische Weihnachtsgeschichte vermuten. Wobei es natürlich auch eine Interpretationssache ist, was genau denn in dem Fall „klassisch“ ist.

Ich denke da sofort an „Der kleine Lord“. Eine Weihnachtsgeschichte, die nie aus der Mode geht, weil deren Inhalt soviel Liebe und Wärme versprüht. Weil Nächstenliebe, Barmherzigkeit und das Beisammensein eine große Rolle spielen und weil man am Ende, vor Freude, sogar ein paar Tränchen vergießt.

Mortimer Hicks, 70 Jahre alt, ist ähnlich wie der Großvater vom kleinen Lord Fauntleroy. Zwar nicht ganz so griesgrämig, aber andere Leute meidet er, seit dem Tod seiner geliebten Frau Margaret. Er lebt seinen Alltag nach einer festen Struktur. Alles ist durchgetaktet, da wirft es ihn schon ein wenig aus der Bahn, als sich eines Tages ein kleiner, ausgehungerter Kater in sein Leben schleicht, die Nachbarin ihn um einen Gefallen bittet und auch noch seine Hemden bei der Wäscherei vertauscht wurden.

Dass diese Unannehmlichkeiten sich ausgerechnet als das große Glück erweisen, hätte Mortimer, noch ein paar Wochen vor Heilig Abend, nie für möglich gehalten. Doch an Weihnachten, wo doch wirklich niemand allein sein sollte, schaut er besinnlich auf die lieben Menschen um sich herum, die ihn von nun an begleiten werden.

Was für eine süße traditionelle Weihnachtsgeschichte, die wieder einmal zeigt, dass die Lieben um uns herum das Wichtigste überhaupt sind.

Bis auf ein paar Kleinigkeiten, das waren die kurzen Zeitreisen von Mortimer, fand ich die Geschichte wirklich schön. Diese mysteriösen Zeitsprünge, da bin ich ehrlich, habe ich nicht wirklich verstanden und hätten für mich auch nicht sein müssen. Auch wenn die Tränchen am Ende ausblieben, möchte ich dieses Buch jeden der diese Art von Weihnachtsgeschichten liebt, weiterempfehlen.

Fazit:

Eine besinnliche, relativ kurze Weihnachtsgeschichte, die langsam anfängt, sich zum Ende hin aber steigert.

Veröffentlicht am 19.11.2019

Soooo witzig!

Das NEINhorn
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Und die Moral von der Geschichte ist...

Im Land der Träume liegt der wunderschöne Herzwald. Eines Tages erblickt dort ein süßes, schnuckeliges Einhorn das Licht der Welt. Doch schnell stellt sich heraus, ...

Und die Moral von der Geschichte ist...

Im Land der Träume liegt der wunderschöne Herzwald. Eines Tages erblickt dort ein süßes, schnuckeliges Einhorn das Licht der Welt. Doch schnell stellt sich heraus, dass man es dem Einhorn nie so richtig recht machen kann, denn es sagt zu allem immer: „NEIN!“

Weil er damit so ziemlich jeden fürchterlich auf den Keks geht, wird aus dem kleinen Einhorn „Das Neinhorn“.

Deshalb hat es nicht wirklich Freunde. Es spielt viel allein und trifft eines Tages, am Fluss, auf einen Waschbären. Der übrigens eine ganz andere Macke hat. Er hört nämlich schlecht und fragt ständig: „WAS?“ - und so wird aus dem Waschbären „ein Wasbär“.

Gemeinsam ziehen sie weiter und treffen auf einen Hund, mit wiederum einem anderen Tick, den gilt es aber selbst herauszufinden.

Aus den Dreien werden schließlich Freunde und auch wenn die Dialoge sehr eintönig sind, eins sind sie garantiert. - Ziemlich lustig!!!

Mit viel Wortwitz gestaltet der Autor hier seine Texte. Neben einer süßen Illustration, wo es übrigens immer etwas Neues zu entdecken gibt, wird daraus eine richtig süße und vor allem witzige Geschichte.

Eine Geschichte für die Kleinen. Der Verlag hat das Alter 3 – 7 festgelegt. Dem muss ich aber leider widersprechen. Als Mutter habe ich selbst die Geschichte wirklich gerne gelesen und musste auch herzhaft lachen, aber ich glaube nicht, dass die ganz Kleinen schon einen solchen Wortwitz verstehen. Hinzu kommt, dass auf einer Buchlänge von 48 Seiten, für die ganz Kleinen, zu viel Text steht. Da könnte der ein oder andere vorher schon die Lust verlieren, bevor das Buch überhaupt zu Ende ist.

Da liegt dann auch das Problem... Ich finde dieses Buch einfach großartig, weil ich viel gelacht habe, aber vielleicht ist das ja auch genau des Rätsels Lösung für die Altersangabe. Denn, wenn die Kleinen den Wortwitz vielleicht noch nicht ganz verstehen, verstehen sie aber, dass Mama und Papa Spaß daran haben und lieben es vielleicht auf Grund dessen. Wichtig ist doch sowieso, für die Vorbereitung auf das eigene Lesen, dass Geschichten Spaß machen. Und wenn der Autor schon selbst darauf hinweist, dass diese Geschichte gar keine Moral hat, was viele ja sehr wichtig finden, für Bilderbücher, ist die Quintessenz daraus vielleicht sogar – das lachen gesund ist!
Deswegen sollte jeder für sich entscheiden, ob er seinen Kleinen dieses Buch vorlesen möchte. Für Erwachsene jedenfalls, ist es eine Riesengaudi und wären meine Kinder jetzt noch klein, hätte ich sie ganz bestimmt vorgelesen.

Fazit:
Top! Jede Menge Spaß für die ganze Familie!

Veröffentlicht am 18.11.2019

Trotz Kritik, ein absolutes Leseerlebnis!

Sag ihr, ich war bei den Sternen
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Worin reisen wir im tiefen Schlaf?


Bei kaum einen Buch ist mir die Bewertung so schwer gefallen, wie bei diesem.
Auf der einen Seite war es für mich ein absolutes Leseerlebnis und auf der anderen Seite ...

Worin reisen wir im tiefen Schlaf?


Bei kaum einen Buch ist mir die Bewertung so schwer gefallen, wie bei diesem.
Auf der einen Seite war es für mich ein absolutes Leseerlebnis und auf der anderen Seite habe ich erhebliche Kritikpunkte. Wie es aber dennoch 5 Sterne werden konnten, erfahrt ihr jetzt.

Der Titel „Sag ihr ich war bei den Sternen“ lässt schon viel Spielraum für Spekulationen, aber nachdem ich dazu auch den Klappentext kannte, wusste ich, das wird meine Geschichte und tatsächlich zählt sie schon jetzt zu denen, die ich nie vergessen werde.


Es geht um die 28 jährige Maddie, die kurz vor ihrer Hochzeit mit Ryan steht.
Maddie & Ryan – glücklich und unzertrennlich!
Getoppt wird es nur noch von dem kleinen Herzen, das bereits unter Maddies Herzen schlägt.
Etwas in Stress verbringt sie, am Anfang der Geschichte, einen Tag mit den Vorbereitungen zur Hochzeit und hetzt von Termin zu Termin.

Doch dann geschieht das Unfassbare...

Ein unachtsamer Schritt, ein abgelenkter Autofahrer und das Leben ist nicht mehr das was es war.

Nun stell dir vor... Durch die Verletzungen fällst du in einen tiefen Schlaf. Doch eines Tages erwachst du wieder und musst feststellen, es ist nicht der nächste Tag, sondern 6 Jahre später. 6 Jahre in denen deine Mutter schwer erkrankt ist, du nicht mehr schwanger bist und dein Verlobter sich neu verliebt und sogar geheiratet hat.

Wer jetzt glaubt, was für ein Alptraum, der kann sich gar nicht vorstellen, was diese Geschichte noch für Offenbarungen und Schicksale parat hält.

Ein Buch, was man kaum aus der Hand legen mag, weswegen es mir deswegen besonders schwer fällt, es zu bewerten, denn etwas zu Meckern gibt es auch.

Für mich ist das Ende nicht meins! Ich fand es tatsächlich zu sehr drüber, wenn ich es mal so, ohne zu Spoilern, formulieren kann. Immer dann, wenn ich etwas nicht nachvollziehen kann oder es unglaubwürdig erscheint, habe ich meine Probleme damit.

Ich brauchte nicht mal lange überlegen, wie man es hätte vielleicht besser machen können, da fällt mir schon sofort etwas ein. Manchmal ist weniger nämlich mehr. Zumal die Geschichte eher von der Stärke, der Freundschaft und Liebe zweier Frauen lebt. Da muss man gar nicht dramatisieren und dem Ganzen noch unrealistisch eins drauf setzen. Warum die Geschichte nicht einfach so zu Ende spielen? Hinzu kommt, dass die Szenerie vom Verfolger, am Anfang, auch nicht zu Ende gedacht wurde. Da wurde der Leser, meines Erachtens, ein bisschen in die Irre geführt. Wirkt dann in etwa so, als ob die Autorin da noch nicht richtig wusste, wohin die Reise gehen soll.

Fazit:

Man wird es jetzt kaum glauben, aber trotz meiner doch erheblichen Kritikpunkte, möchte ich, dass Jeder diese Geschichte liest, denn mein Leseerlebnis, war voll und ganz erfüllt. Immer dann, wenn mich auch außerhalb des Lesens ein Buch so sehr fesselt, wie dieses eben hier, kann es nur ein gutes Buch gewesen sein.

Also, gibt es von mir eine absolute Leseempfehlung!