Helen Merlin bleiben positiv im Erinnerung
Eine Maus namens Merlin❓️Warum wollte ich das Buch lesen?
Wieder einmal ist meine Freundin schuld. Sie versorgt mich zuverlässig mit neuen Buchideen. Als sie mir „Eine Maus namens Merlin“ von Simon van Booy gezeigt hat, war ...
❓️Warum wollte ich das Buch lesen?
Wieder einmal ist meine Freundin schuld. Sie versorgt mich zuverlässig mit neuen Buchideen. Als sie mir „Eine Maus namens Merlin“ von Simon van Booy gezeigt hat, war sofort klar, das muss ich vorbestellen, damit es direkt zum Erscheinungstermin bei mir einzieht. Und als dann auch noch Jojo Moyes meinte, wer Freude am Lesen haben möchte, sollte dieses Buch kaufen, na ja, was soll ich sagen 🤷🏻♀️🤣,
kaum war es da, habe ich direkt neugierig danach gegriffen.
🧠 Meine Meinung:
Ich habe dieses Buch wirklich sehr ins Herz geschlossen. Helen ist eine unglaublich tolle Buchfigur, eine Frau, die vom Leben gezeichnet ist. Nach und nach erfährt man mehr über ihre Vergangenheit, versteht ihre Entscheidungen, ihre Trauer und auch, warum ihr der Lebensmut abhandengekommen ist. Genau dieses langsame Enthüllen hat mich sehr berührt.
Und dann ist da Merlin. Diese kleine Maus ist so viel mehr als nur ein Tier, sie ist Auslöser, Symbol und irgendwie auch stiller Held der Geschichte. Natürlich möchte ich im echten Leben keine Maus im Haus haben 😅, aber hier konnte ich gar nicht anders, als Liebe und Mitgefühl zu empfinden.
Was ich besonders stark fand, Merlin ist nicht einfach nur „niedlich“, sondern gibt Helen wieder eine Aufgabe, Verantwortung, Struktur, eben ein kleines Stückchen Sinn. Diese Idee, eine Maus als Wendepunkt im Leben einer so einsamen Frau zu nutzen, fand ich unglaublich schön.
Ich hatte mir die Geschichte anfangs zwar ein wenig anders vorgestellt, vor allem in Bezug auf die Rolle von Merlin, aber ich bin überhaupt nicht enttäuscht. Auch die Kürze des Buches (man fliegt wirklich durch die Seiten) hat dazu geführt, dass ich mir an manchen Stellen einfach nur noch ein bisschen mehr Zeit gewünscht hätte. Aber gleichzeitig passt genau diese Leichtigkeit auch zur Erzählweise und macht das Buch sehr kurzweilig und zugänglich.
Denn am Ende bleibt für mich etwas ganz anderes hängen, eine warme, tiefgehende Geschichte mit zwei absolut besonderen Charakteren. Helen und Merlin funktionieren eben nur zusammen und genau das macht ihre Verbindung so einzigartig und berührend.
Die Themen rund ums Älterwerden, Einsamkeit, Trauer, aber auch Freundschaft und neue Lebensperspektiven wurden so feinfühlig umgesetzt, dass ich das Buch am liebsten gar nicht aus der Hand legen wollte.
✅️ Fazit:
Eine ruhige, berührende und besondere Geschichte über das Leben und darüber, dass es manchmal die kleinsten Begegnungen sind, die alles verändern.
Helen und Merlin werde ich so schnell nicht vergessen. 🐭💛
🔎 Worum geht’s?
Nach vielen Jahrzehnten in Australien kehrt Helen Cartwright, inzwischen 83 Jahre alt, in ihren englischen Heimatort zurück. Dort lebt sie zurückgezogen und beinahe schon wartend auf das Ende. Doch dann taucht völlig unerwartet eine kleine Maus in ihrem Leben auf. Merlin.
Was zunächst als Störung beginnt, entwickelt sich langsam zu etwas ganz anderem und bringt Helen nicht nur aus ihrer Routine, sondern auch wieder ein Stück näher zu sich selbst und zu den Menschen um sie herum.