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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.02.2020

Guter Start, der Mittelteil plätschert vor sich hin, starkes Ende

Der Fund
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Wer suchet, der findet.
Wer gefunden hat, was er nicht sucht,
wird vielleicht um sein Leben kämpfen.

Wieder ein neuer Bernhard Aichner, mit seiner unverwechselbaren Art. Allein das schlichte Cover, ...

Wer suchet, der findet.
Wer gefunden hat, was er nicht sucht,
wird vielleicht um sein Leben kämpfen.

Wieder ein neuer Bernhard Aichner, mit seiner unverwechselbaren Art. Allein das schlichte Cover, mit seinem gelben Buchschnitt, hatte mich schon. Kaum angefangen mit der Geschichte, war ich Teil davon.

Gleich zu Beginn weiß der Leser, dass Rita, die Hauptprotagonistin, sterben wird. Sie hat in dem Supermarkt, in dem sie arbeitet, eine Bananenkiste geöffnet und dabei etwas gefunden, was sie mit nach Hause nimmt. Ein folgenschwerer Fehler, denn ab nun sind ihre letzten Tage gezählt.

Dann ist Rita tot!

Der Leser landet in einem Verhör, die Art von Dialogen, die man vom Autor kennt und liebt.

Allerdings hatte ich hier, ab ca. der Mitte, irgendwann das Gefühl, nicht mehr ein Teil davon zu sein, sondern eher ein Betrachter von weitem und die Distanz zwischen der Geschichte und mir, wurde von Seite zu Seite größer. Zeitweise kam es mir nicht so vor, dass es sich hier um einen Thriller handelt.

In dieser Geschichte gilt es herauszufinden, wer Rita auf dem Gewissen hat, doch irgendwann war mir das fast egal. Ich wollte nur noch das Buch beenden...

Doch was tatsächlich zum Ende noch geschah, ließ mein Herz für Bernhard Aichner, wieder höher schlagen. Super inszeniert! Auch, wenn es was nicht neu Erfundenes ist, für mich kam es total überraschend.

Fazit:

Super Idee, aber eine etwas zu langweilig gestaltete Umsetzung im Mittelteil, Das Ende war grandios und überraschend, sodass ich eine eingeschränkte Leseempfehlung vergebe.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.02.2020

Zu Beginn sehr süß, aber im Mittelteil ein paar Längen

Love Challenge
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Anmerkung zur Geschichte

Immer wieder lässt uns die Autorin, an den eigenen Erfahrungen, rund um das Thema Autismus, teilhaben.
Wo es im ersten Band noch vordergründig genau darum ging und die damit ...

Anmerkung zur Geschichte

Immer wieder lässt uns die Autorin, an den eigenen Erfahrungen, rund um das Thema Autismus, teilhaben.
Wo es im ersten Band noch vordergründig genau darum ging und die damit verbundenen Schwierigkeiten, hat sie hier noch Immigration & Armut dazu genommen. Ein Schicksal, dass sie stark an ihre eigene Mutter erinnert.
Eigentlich sollte diese Geschichte eine etwas andere werden, doch Esme als Hauptcharakter war so präsent und stark, dass sie sich von selbst entwickelte und die Story quasi darum entstand.

Inhalt

Esme, eigentlich heißt sie Mý, lebt zusammen mit ihrer kleinen Tochter, der Mutter und Großmutter in Vietnam. Dort arbeitet sie als Putzkraft in einem Hotel, um ihre kleine Familie zu ernähren. Wenn sie abends nach Hause kommt erwartet sie kein warmes, gemütliches Bett, sondern eine Matte auf dem Boden, die sie sich sogar noch teilt.

Eines Tages trifft sie eine Frau aus Amerika, die für ihren, an Autismus leidenden Sohn eine Ehefrau sucht. Mý scheint perfekt zu sein und deswegen lädt sie sie ein, nach Kalifornien zu kommen. Ein Angebot, dass sie fassungslos macht. Erst ihre Mutter überzeugt sie, diesen Schritt zu wagen und es wenigstens zu versuchen. Aus Mý wird Esmeralda, kurz Esme. Doch was wird sein, wenn Esme das erste Mal auf Khai trifft? Der ist nämlich ahnungslos und zudem ein ziemlich glücklicher Single. Kann so ein Arrangement klappen?

Eigene Meinung

Von der Idee zu der Geschichte war ich ziemlich begeistert und kaum angefangen, mit dem Buch, war ich auch schon verliebt. Die Tatsache, dass Mý bereit ist alles für ihre kleine Familie zu tun und auch die als Geheimnis für sich zu wahren, hat mich schwer beeindruckt. Dann traf sie auf Khai und direkt waren alle Ängste und Sorgen vergessen. Lediglich seine sonderbare Art, machte ihr das Leben in Kalifornien schwer.
Mit Fortschreitender Geschichte jedoch, verlor das Ganze etwas an Spannung. Die erste Euphorie war weg.
Hauptsächlich dieses "Nicht lieben können" zog sich zu sehr. Es gehört ganz bestimmt zu dem Bild "Authismus", aber für mich schwer nachzuvollziehen, da es mal geht, dann aber wiederum nicht. Wobei ich aber faireshalber sagen muss, dass es sich hierbei auch um eine Romance Geschichte handelt und nicht um ein Sachbuch. Da muss man wahrscheinlich auch schon Mal ein Auge zudrücken können, ob alles realistisch ist, und ich habe es. Trotzdem fand ich es unnötig die Namen zu verändern. Warum konnte Esme nicht einfach Mý bleiben. Hierfür gibt es zwar eine Erklärung, aber für die Tochter war es wirklich unnötig, da sie kaum eine Rolle spielte und auch in Vietnam geblieben ist.
Zum Ende hin, fand ich es dann wieder ganz süß, sodass zum Schluss 3,8 Sterne übrig geblieben sind, die ich sehr gerne aufrunde.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.02.2020

Toller Krimi zum Miträstseln

Totenweg
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Schon lange schleiche ich um die Elbmarsch-Krimi-Reihe von Romy Fölck herum. Inzwischen ist mit "Sterbekammer" bereits der dritte Teil erschienen und es wurde Zeit, Frida Paulsen und Bjarne Haferkorn kennenzulernen. ...

Schon lange schleiche ich um die Elbmarsch-Krimi-Reihe von Romy Fölck herum. Inzwischen ist mit "Sterbekammer" bereits der dritte Teil erschienen und es wurde Zeit, Frida Paulsen und Bjarne Haferkorn kennenzulernen.

Frida Pausen, die bei der Polizei in Hamburg studiert, um in den sogenannten "gehobenen Dienst" aufzusteigen, erfährt, dass ihr Vater brutal zusammengeschlagen wurde. Der Grund, warum sie nach 18 Jahren zurück in ihr Heimatort kommt. Sie selbst verbindet keine schöne Zeit daran, da ihre beste Freundin Marit damals ermordet wurde. Der Täter wurde nie gefasst. Als Frida dort ankommt, kommen all die Erinnerungen wieder hoch und somit auch ihr kleines Geheimnis, was bisher tief in ihr schlummerte. Zwei Fälle, die eigentlich nichts miteinander zutun haben, wenn man nicht zu genau hinschaut.

Eigene Meinung:

Was für ein toller Einstieg in eine Krimireihe. Flüssiger Schreibstil, besondere Charaktere und sehr gut konstruiert. Da macht das Lesen Spaß! Die Autorin hat mir das Gefühl gegeben, alles wäre ich Teil des Ganzen und so hatte auch ich meine Theorien entwickelt. Meine eigens dafür erdachte Schautafel, wer mit wem und weshalb in Beziehung steht, hat mir geholfen, den wahren Übeltäter zu überführen.

Die Leseprobe im Anschluss hat mir auch nochmal gezeigt, an der Elbmarsch-Reihe werde ich defintiv dran bleiben.

Band 1 - Totenweg
Band 2 - Bluthaus
Band 3 - Sterbekammer

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.02.2020

Liebe mit ein bisschen viel Hick Hack

Duty & Desire – Vorsätzlich verliebt
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📚 rezension 📚
eigenemeinung rezensionsexemplar
kyss endlichkyss rowohlt
tessabailey dutyanddesire

⭐⭐⭐


Liebe ist (k)ein Verbrechen...

Charlie & Ever verbindet das Freundschaft-Plus-Ding. Beide sind ...

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rezension 📚

eigenemeinung

rezensionsexemplar

kyss

endlichkyss

rowohlt

tessabailey

dutyanddesire

⭐⭐⭐


Liebe ist (k)ein Verbrechen...

Charlie & Ever verbindet das Freundschaft-Plus-Ding. Beide sind sich einig, mehr ist nicht drin. Doch es gibt einen Grund, warum Ever plötzlich anders denkt. Bei Charlie braucht sie damit jedoch nicht anzukommen oder empfindet er vielleicht auch schon so?

Eine vielversprechende Story um die Liebe, die sich hier keiner eingestehen will.

Eigene Meinung:

Da ich ein großer Fan der Romance Geschichten aus dem Kyss Verlag bin, war klar, dieses Buch musste ich lesen. Doch der Einstieg in diese Reihe hat mir leider nicht ganz so gut gefallen, was vor allem an diesem ewigen Hick Hack lag. Alles hätte so einfach sein können, hätten die Zwei mal auf anderen Ebenen kommuniziert. Doch es war mehr „Plus“ als Freundschaft, das muss ich hier auch ganz klar sagen. Hingegen der anderen Reihen, bis auf vielleicht eine Ausnahme, hat der Erotikteil schon sehr viel Platz eingenommen. Die Hintergrundgeschichte ist, für mich, aber der wichtigere Part.

Da liegt auch das nächste Problem. Die Traumata aus der Vergangenheit der Beiden, warum sie selbst keine Beziehung zulassen können, war für nicht nachvollziehbar. Da gibt es weitaus Schlimmeres. Schließlich sind sie erwachsen und wie heißt es so schön? - Jeder ist seines Glückes Schmied!

Am meisten fand ich aber Schade, dass es kaum Gespräche zwischen den Beiden gab. Diese besonderen Momente, warum der Leser verstehen könnte, warum sie sich verliebt haben, dass sie sich plötzlich vermissen, auch ohne dabei nur an Sex zu denken. Dieses Gefühl kam bei mir leider nicht rüber.

Erst gegen Ende war ich dann wieder etwas im Reinen, mit der Story, was aber auch mehr daran lag, dass man schon ein paar Einblicke auf die Hauptprotagonisten des zweiten Bandes bekam, die mich direkt an Top Gun erinnert haben. - Klar, dass ich jetzt auch wissen möchte, wie es mit Jack & Katie weiter geht.

Fazit: Eine nicht ganz nachvollziehbare Story, aber für den Einstieg in diese Reihe, kann ich eine eingeschränkte Leseempfehlung vergeben, da ich nun auf den zweiten Teil setzte.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.02.2020

Hatte andere Erwartungen an die Geschichte

Der Himmel über Manhattan
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>> Sie wünschte sich nichts sehnlicher als eine Zukunft mit ihm, aber seine tragische Vergangenheit steht zwischen Ihnen.

>> Sie wünschte sich nichts sehnlicher als eine Zukunft mit ihm, aber seine tragische Vergangenheit steht zwischen Ihnen. << Zitat aus dem Klappentext


Manhattan in den 60iger Jahren. Der in sich gekehrte Peter Raskin betreibt ein Restaurant mit dem Namen seiner verstorbenen Frau. Eine stetige Traurigkeit umgibt ihn und nur wenige wissen, dass er nicht nur seine Frau verloren hat, sondern auch seine beiden Töchter.

Eigentlich möchte Peter alles vergessen und auch nie wieder an die Liebe denken. Eines Tages jedoch, sitzt eine junge Frau in seinem Restaurant, die seine volle Aufmerksamkeit auf sich zieht.

Bei einem plötzlichen Stromausfall, in ganz Manhattan, kommen die zwei sich näher und eine leidenschaftliche und turbulente Beziehung beginnt. Doch die Vergangenheit lässt sich nicht verdrängen und holt die Zwei immer wieder ein.


Eigene Meinung:


Zu Anfang war ich noch total begeistert. Ich mochte Peter und seine Geschichte, auch wenn die sehr traurig war. Als Leser weiß man allerdings nicht gleich, was genau geschehen ist und die Autorin serviert einem auch immer nur Bruchstücke des ganzes Ausmaßes. So wurde der Spannungsbogen zwar aufrechterhalten, aber leider nur bis ein drittel des Buches gelesen war.

Auf Seite 537 angekommen, war ich froh das Buch beendet zu haben, weil ich auf den letzten Seiten merkte, hier wird nicht mehr viel passieren, was meine Meinung ändern könnte, denn im Laufe der Geschichte merkte ich immer mehr, dass die Erwartungen, die ich daran hatte, nicht erfüllt werden. Kein Herzschmerz und Miefiebern, was die junge Liebe betrifft. 

Woran lag es?

Zum einen hat mir June, die junge Frau, die Peter bei dem Stromausfall kennenlernte, es nicht leicht gemacht sie zu mögen. Die Liebe der Beiden habe ich so gar nicht gefühlt.

Des weiteren wurden so viele Themen, u.a. Antisemitismus, Emanzipation, Fremdgehen, Geldwäscherei, Bulimie, bis zu Pornographie, angeschnitten. Es hatte für mich so etwas wie „Von Höckschen auf's Stöckchen“ Irgendwann hatte ich leider das Gefühl, dass die Autorin selbst gar nicht wusste, was sie überhaupt erzählen möchte und hat deswegen versucht all ihre Ideen irgendwie unterzubringen. Das nahm mir tatsächlich die Freude am Lesen. Schade fand ich auch, dass zwar die Speisekarte eine Rolle spielte, aber die darin genannten Rezepte weniger.


Leider sind am Ende nur 2,6 Sterne übrig geblieben, deswegen kann ich nur bedingt, wegen des doch guten ersten Drittels, eine eingeschränkte Leseempfehlung aussprechen. 

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere