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DoraLupin

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.08.2020

Ein schabenhaftes Abenteuer

Maximilian Flügelschlag
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Zuallererst bin ich auf dieses Buch aufmerksam geworden, weil mir das Cover so gut gefallen hat! Ausserdem mag ich die Autorin sehr gern und wollte das Buch unbedingt lesen!

Es handelt von Maximilian ...

Zuallererst bin ich auf dieses Buch aufmerksam geworden, weil mir das Cover so gut gefallen hat! Ausserdem mag ich die Autorin sehr gern und wollte das Buch unbedingt lesen!

Es handelt von Maximilian Flügelschlag, der auch auf dem Cover abgebildet ist. Eines Abends auf dem Flug nach Hause, beobachtet er zwei Silberlinge (Kinder), die verfolgt werden. Durch Zufall verstecken sich die beiden im Haus von Maximilian und so beginnt ein s(ch)a(b)genhaftes Abenteuer!

Der Schreibstil des Buches ist sehr ungewöhnlich, sowie auch die ganze Geschichte. Zuallererst einmal wendet sich Maximilian immer wieder an den unsichtbaren Beobachter (den Leser). Ich fand diese Idee wirklich klasse und es animiert sicher auch die Kinder die Geschichte weiter zu verfolgen! Ausserdem bekommt der Leser erst nach und nach immer mehr Informationen über die Stadt, die Bewohner, was Maximilian eigentlich genau ist usw. Am Anfang der Geschichte tappt man als Leser sehr im Nebel und dieser lichtet sich mit der Geschichte immer mehr auf! Da ist durchhalten gefragt! Eine ungewöhnliche Idee, die gut durchdacht ist, aber sicher nicht bei allen Lesern unbedingt gut ankommt. Auch ich selbst habe anfangs lange gebraucht um in die Story zu finden-weiterlesen lohnt sich aber!!

Nach den ersten 100 Seiten des eBooks war ich dann ganz in der Geschichte drin, habe die Zusammenhänge verstanden und es gab einige unerwartete Wendungen! Die Geschichte hat sich zu einem tollen, rasanten Abenteuer entwickelt mit etwas Science-Fiction Anteil. Die Geschichte ist wirklich toll konstruiert und sehr lesenswert, wenn man den Anfang überstanden hat. Ausserdem wird Gemeinschaft, Zusammenhalt, Mut und Glauben an die Familie gelehrt. Das Ende war rund und hat mir wirklich gut gefallen! Ich würde das Buch aber eher Jugendlichen ab 12 oder 13 empfehlen, es gibt dich einige gefährliche Szenen und die Zusamnenhänge werden dann sicher auch besser verstanden!

Fazit: Ein Buch voll ungewöhnlicher Ideen, der Anfang verlangt Durchhaltevermögen aber das Buch wird wirklich mit jeder Seite besser! Ich empfehle das Buch Lesern, die ein ungewöhnliches Leseabenteuer mögen und den Mut haben, am Anfang dranzubleiben. Von mir erhält das Buch 3.5-4 Sterne


  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.08.2020

Toller Roman des Genres

Die Sündenbraut
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Im Rheinland des 13. Jahrhunderts reist Fenja, gemeinsam mit ihrer Ziehmutter durch Deutschland. Sie ist eine Sündenesserin, und so müssen die beiden von Dorf zu Dorf immer weiter ziehen, ohne festen Wohnsitz. ...

Im Rheinland des 13. Jahrhunderts reist Fenja, gemeinsam mit ihrer Ziehmutter durch Deutschland. Sie ist eine Sündenesserin, und so müssen die beiden von Dorf zu Dorf immer weiter ziehen, ohne festen Wohnsitz. Ihre Ziehmutter wird eines Tages ermordet und der Täter lässt ein Tuch mit einem geheimnisvollen Wappen zurück-Fenja sinnt auf Rache. Nur mit ihrem treuen Hund macht sie sich auf den Weg, bis ihr Gerald begegnet, ein Handwerker. Gerald erkennt das Wappen und gemeinsam ziehen sie weiter, doch Gerald verheimlicht Fenja etwas....

Dieser historische Roman hat mir sehr gut gefallen! Die Autorin versteht es einen mit ins 13. Jahrhundert zu nehmen und mit einem einfachen, leichten Schreibstil ungemein zu fesseln! So fliegen die Seiten nur so dahin beim lesen. Auch schafft es die Autorin mir neues Wissen zu vermitteln, so hatte ich vorher noch nichts über das "Sünden essen" gehört und fand dies sehr interessant zu lesen! Auch Fenjas Arbeit als Heilerin ist faszinierend und lehrreich, hab ich gern gelesen.

Natürlich gibt es im Roman auch eine Liebesgeschichte, doch diese steht nicht so sehr im Vordergrund, dass sie die Handlung völlig einnimmt. Stattdessen ist der andere Handlungsstrang rund um Fenjas Vergangenheit beinahe wie ein Krimi zu lesen, man kann prima miträtseln und es ist sehr spannend!

Für mich nimmt die Liebesgeschichte auf den letzten 100 Seiten einen etwas zu kitschigen Zug an. Und das Ende ist zwar rund aber ebenfalls sehr glatt. Dafür erwartet einen bis zum Ende noch eine wirkliche Überraschung, die ich nicht erwartet habe, eine tolle Wendung!

Fazit: Ein toller historischer Roman, dem ich jedem nur ans Herz legen kann der ein Fan des Genres ist! Sehr zu empfehlen, erhält das Buch sehr gute 4 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.08.2020

Tragisch!

Frau Beethoven
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Wir begleiten in der Geschichte Josephine von Brunsvik, die in jungen Jahren, gemeinsam mit ihrer Schwester Klavierunterricht bei Ludwig Van Beethoven nimmt. Über ihre Liebe zur Musik erwachen auch Gefühle ...

Wir begleiten in der Geschichte Josephine von Brunsvik, die in jungen Jahren, gemeinsam mit ihrer Schwester Klavierunterricht bei Ludwig Van Beethoven nimmt. Über ihre Liebe zur Musik erwachen auch Gefühle zwischen Josephine und dem berühmten Komponisten. Doch bald darauf wird Josephine von ihrer Familie genötigt einen anderen Mann zu heiraten. Sie aber verliert ihre Liebe zu "ihrem Ludwig" nie aus den Augen!

"Das Leben ist endlich aber die Musik wird auch nach dem Tod weiterklingen. Die Töne steigen in den Himmel und werden von dort oben vernehmbar sein". Mit solch tollen Sätzen und einer schönen Schreibweise, versteht die Autorin es einen ungemein zu fesseln mit der Geschichte um die zwei Liebenden! Es hat mir viel Freude gemacht Josephine und Ludwig bei ihren ersten zarten Gefühlen zu begleiten, die Macht, Kraft und Liebe zur Musik ist dabei immer spürbar. So verschlüsselt Van Beethoven auch in Musikstücken seine Liebe....welch romantische Vorstellung!

Ich finde, dass man Ludwigs Charakter im Buch gut kennen lernen konnte, angefangen vom angesagten Komponisten in den hohen Kreisen, bishin zu seiner Angst um die beginnende Taubheit. Vorallem aber ist das Buch ja aus Sicht seiner Geliebten Josephine geschrieben. Anfangs war diese ein sympathisches junges Mädchen, aber im Laufe der Geschichte macht sie viele Fehler, die ich nicht immer ganz nachvollziehen konnte. Die Geschichte ist immer sehr fesselnd geschrieben, wird aber immer düsterer und tragischer. Wer eine seichte historische Liebesgeschichte erwartet ist hier falsch!

Zudem gefällt mir, dass die Autorin oft auch die historischen Ereignisse mit einfließen lässt wie Napoleons Einzug in Österreich. Man ist immer mitten im Geschehen dabei.


Fazit: Ein wunderbarer historischer Roman, der einen Van Beethoven und Josephine näher bringt, man muss aber auf Tragik gefasst sein. Von mir gibt es auf jeden Fall eine Leseempfehlung und sehr gute 4 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.08.2020

Atemberaubende Spannung

Bluthölle
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Im 11. Fall von Profiler Robert Hunter geht es wieder super spannend zu! Die Taschendiebin Angela möchte es eigentlich nur einem unangenehmen Gast in der Bar heimzahlen und stiehlt seine Tasche...sie ...

Im 11. Fall von Profiler Robert Hunter geht es wieder super spannend zu! Die Taschendiebin Angela möchte es eigentlich nur einem unangenehmen Gast in der Bar heimzahlen und stiehlt seine Tasche...sie hat ja keine Ahnung was sie damit ins Rollen bringt. In der Tasche befindet sich das Tagebuch eines abgebrühten Möders...

Dieses Buch ist Spannung und Nervenkitzel pur und zwar tatsächlich von der ersten bis zur letzten Seite. Ich habe das Buch innerhalb weniger Tage gelesen,da ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte und jede freie Minute mit lesen verbracht habe! Der Schreibstil ist einfach, dabei aber unheimlich fesselnd und spannend mit einem durchgehenden Spannungsbogen durch das gesamte Buch!

Ich habe mit der Taschendiebin Angela sehr gut mitfiebern können, auch wenn sie manchmal etwas naiv und egoistisch ist, ist sie doch ein liebes Mädchen, dass eben nicht immer die nahende Gefahr erkennen kann. Sie hat jedoch ihr Herz am rechten Fleck und hatte es nicht immer einfach im Leben...

Robert Hunters Privatleben kommt im Buch kaum zur Geltung, dies finde ich persönlich sehr gut, da man sich so 100 Prozent auf den Fall konzentrieren kann.

Das Tagebuch, das Angela und dann der Polizei in die Hände fällt, ist brutal, sadistisch aber auch ultraspannend zu lesen. Man taucht quasi in den Kopf des Mörders ein und gleichzeitig werden sehr ausführlich die einzelnen Morde und Foltermethoden beschrieben. Nichts für schwache Nerven!

Die Geschichte des Täters ist traurig und wird authentisch erzählt, es macht einen nachdenklich und ist auch mal anders als der übliche "kranke" Mörder, hat mir gut gefallen!

Im Buch gibt es die psychologische Spannung, aber auch Verfolgungsjagden und Aktion, das Spannungslevel ist enorm weit oben. Da ist es auch zu verzeihen, dass das Ende des Buches doch ziemlich klischeehaft ist.

Fazit: Krass, schonungslos, spannend ohne Ende! Nichts für schwache Nerven, aber für alle anderen nur zu empfehlen!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.08.2020

Cosy Crime im 20 Jahrhundert

Mydworth - Tödliche Fracht
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Dieser Krimi spielt in England 1929. Lieferungen von modernen Funkgeräten der Firma Excelsior Radios werden gestohlen, die Fahrer überfallen. Immer wieder kommt es zu den Vorfällen, den Fahrer Mr. Hobbs ...

Dieser Krimi spielt in England 1929. Lieferungen von modernen Funkgeräten der Firma Excelsior Radios werden gestohlen, die Fahrer überfallen. Immer wieder kommt es zu den Vorfällen, den Fahrer Mr. Hobbs trifft dieses Schicksal sogar zweimal, deshalb soll er entlassen werden. Die Polizei tappt im Dunkeln, Mrs. Hobbs bittet daraufhin das Ehepaar Mortimer um Hilfe.

Das Buch ist für mich ein gelungener Cosy Crime, der historisch angehaucht ist. Der Schreibstil ist einfach gehalten und leicht zu lesen, so konnte ich ganz ins Buch eintauchen. Das Ehepaar Mortimer war mir von Anfang an sympatisch, beide frisch verliebt aber auch neugierig und immer interessiert an einem spannenden Fall den es zu lösen gibt. Da das ebook mit 120 Seiten nicht sehr dick ist, geht das Buch natürlich nicht allzusehr in die Tiefe und man erfährt nur ein paar Einzelheiten über die Protagonisten, es bleibt dadurch recht oberflächlich.

Der Fall hat mir gut gefallen und man kann das Buch zwischendurch schnell weglesen. Als Leser kann man bei diesem Fall selber gut miträtseln, wobei mir nach der Hälfte des Buches schon ziemlich klar war, wer das alles zu verantworten hat und mein Verdacht stellte sich dann auch als richtig heraus. So gab es für mich am Ende keine grosse Überraschung. Trotzdem ein sehr netter Cosy Crime den man zwischendurch gut lesen kann! Ich wurde auf jeden Fall unterhalten und das Ehepaar war mir sympatisch, was will man mehr? Das Buch erhält von mir 3.5 Sterne und eine Leseempfehlung für Krimifans, die einmal in die 20er Jahre zurück reisen wollen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere